Lehre

Das Vermitteln von Methoden und Kompetenzen sowie die Unterstützung der unternehmerischen Persönlichkeitsbildung der (angehenden) Gründer/-innen ist zudem eine wichtige Zielsetzung bei der Gestaltung der von HEED durchgeführten Lehre, die meist im Workshopformat fakultäts- und studiengangsübergreifend angeboten wird.

An alle Studierende aus Bachelor-Studiengänge richtet sich das Format INIT!, das als Workshop-Reihe verschiedene Persönlichkeits- und Gründungsthematiken behandelt und so, angelehnt an den Namen INIT!, ein initiierendes Moment im Bachelorstudium darstellen soll. Durch die Integration von INIT! in das Wahlpflichtfach-Portfolio, kann der Workshop mit anschließender Ausarbeitung von fast allen Studierenden der HS gewählt und anerkannt werden.  

Gemeinsam mit dem Vorstudium KATAPULT führen wir jedes Semester einen Workshop mit den KATAPULT-Studierenden durch, der sowohl die Themenfindung als auch die Auseinandersetzung mit Präsentationstechniken zum Ziel hat. Im Zuge der Themenfindung lernen die Studierenden verschiedene Megatrends und Kreativitätstechniken kennen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Teamarbeit.

Im Abendworkshop „Creative Games“ lernen die Teilnehmenden verschiedene Kreativitätstechniken spielerisch kennen, indem sie eine beispielhafte Challenge bearbeiten. Im Vordergrund des Workshops steht das Ausprobieren unterschiedlichster Methoden, die auf ihre Anwendbarkeit im Hochschulalltag sowie die persönliche Passung überprüft werden.

In der interdisziplinären Projektwoche designING arbeiten eine Woche lang Studierende der Studiengänge Master Produktentwicklung (Fakultät Technik), Master Creative Direction (Fakultät Gestaltung), Master Creative Communication & Brand Management sowie Master Corporate Communication Management (Fakultät Wirtschaft und Recht) zusammen.
Die Projektwoche ist im Master Produktentwicklung verankert und wird durch das HEED unterstützt.

Mit technik- und unternehmensethischen Fragestellungen setzen sich Master-Studierende unterschiedlicher Studiengänge im zweitägigen THALES-Seminar auseinander. Gemeinsam mit Dr. Philippe Merz von der THALES Akademie werden ethische Fallbeispiele und philosophische Texte behandelt, um anschließend selbst in einer Praxisübung Produkte zu bewerten und aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Unternehmensethik und -verantwortung zu beleuchten.

Das fünftägige Blockseminar „Leadership & Persönlichkeit“, zu dem auch das ebenfalls durch die Karl Schlecht Stiftung geförderte Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) Studierende bzw. Alumni entsendet,  findet einmal jährlich im Kloster-Ort Beuron unter Anleitung von Herrn Prof. Dr. Michael Bordt S.J. und Herrn Johannes Lober des Instituts für Philosophie und Leadership der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München statt. statt. Im Mittelpunkt der Akademie stehen die für eine Führungstätigkeit notwendigen Kompetenzen, in der eigenen Persönlichkeit zu reifen, Orientierung in existentiellen Lebensfragen zu erlangen und sich selbst zu führen.

Veranstaltungen

Ergänzend zur Lehre finden regelmäßige Veranstaltungen statt, um  Themen vielfältigster Art zu beleuchten und Begegnungsplattformen zu schaffen.

So bietet der Gründertalk starTUB eine persönliche Gesprächsrunde mit erfolgreichen Gründer/-innen, ganz ohne Bühne und Distanz. Zum Auftakt war Seriengründer Adrian Thoma zu Gast, der mit „Pioniergeist“ in der Stuttgarter Gründerszene aktiv ist. Mit Michael Feicht (FreeLinked, Pforzheim), Jasmina Jovy (Jasmina Jovy Jewellery, Pforzheim) und Florian Wiest (CREATE 3D, Reutlingen) berichteten außerdem drei Pforzheimer Eigengewächse von ihrem Gründer/-innen-Alltag. Andreas Kurbos (studiokurbos) gab Einblick in sein Stuttgarter Designstudio und Anike von Gagern (tausenkind) sowie Andreas Spiess (Solarkiosk) waren eigens aus Berlin angereist, um ihre Erfahrungen mit den Studierenden zu teilen. Zuletzt berichteten der Pforzheimer Masterstudent Sven Häuser und seine Geschäftspartnerin Kim Eisemann (Tvinway) von ihrem Durchbruch mit dem Drinkcheck-Armband Xantus. Durch inspirierende, intime und authentische Einblicke in ihren Gründungsalltag und ihren Weg hin zum eigenen Start-up vermitteln sie den Studierenden, was in keiner Vorlesung gelehrt werden kann: Gründer- und Pioniergeist par excellence.

Im Technologiefenster techTUB gibt HEED für alle Studierende verständliche Einblicke in aktuelle Technologie-Trends. Im Anschluss an einen Experten-Input zu wechselnden Themen findet eine kritische und individuelle Auseinandersetzung mit den vorgestellten Technologien statt. So werden auch nicht-technische Studierende befähigt, aktuelle Trends zu erkennen und in ihren Geschäfts- und Projektideen fachübergreifend einzusetzen. Die Auftaktveranstaltung mit Prof. Dr.-Ing. Werner Engeln und Prof. Dr. Carlo Burkhardt widmete sich dem Thema der Generativen Fertigung. In einer weiteren Veranstaltung beleuchtete Prof. Dr.-Ing. Thomas Greiner die Digitalisierung und Prof. Dr.-Ing. Ingolf Müller stellte das Thema Leichtbau vor.

Einen Austausch zu ethisch-philosophischen Fragestellungen in Caféhaus-Atmosphäre bietet das HEED im Roland, das entsprechend seinem Namen im von Studierenden betriebenen „Café Roland“ im Alfons-Kern-Turm stattfindet. Eine lebendige Plattform zu schaffen für Auseinandersetzungen mit Verantwortung und Ethik, die Studierende in Alltag und Beruf übernehmen, ist ein zentraler Bestandteil der Persönlichkeitsbildung, die HEED u.a. auf diese Weise vorantreiben möchte. Im ersten HEED im Roland begrüßte Julius Schuster, Transportation Design-Student und selbst Gründer und Mit-Initiator der Veranstaltungsreihe, Dr. Robert Eikmeyer zum Thema „Prestigekampf des Guten“. Zweiter Gast war Prof. Matthias Kohlmann, der sich mit den Besucher*innen über „Das Gute? Wahre? Schöne?“ austauschte. 

Beim ersten „Festival der Persönlichkeiten“, das im Café Roland stattfand, kamen sieben bekannte Persönlichkeiten aus Pforzheim und der Region zu Besuch, um dem Publikum spannende Einblicke in ihr Leben, ihren Werdegang, ihre Rückschläge und ihre Motivation boten. Zu Gast waren Janis Wiskandt - Pforzheimer Stadtrat, Cina Dilber - Besitzerin des Café Roland, Christian Metzler - Pforzheimer Fotograf und Brillensammler, Nicola Thost - Ex-Profi-Snowboarderin und Goldmedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen, Kim Eisenmann - Gründerin des Start-Ups "tvinway“ sowie Kai Bosse - Jungschauspieler aus Stuttgart. 

Abgerundet wird das derzeitige regelmäßige Veranstaltungsprogramm durch weitere Events wie das Gründergrillen oder die in Kooperation mit dem GründerWERK ausgerichtete StartUp Stories-Veranstaltung, zu der neben Theresia Bauer (MdL, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) auch HEED-Stifter Karl Schlecht (Karl Schlecht Stiftung) sowie zahlreiche (angehende) Gründer*innen der Hochschule erschienen waren und einen angeregten Abend im Emma Kreativzentrum sowie dem Alfons-Kern-Turm verbrachten.

Zudem richtet HEED punktuell weitere Workshops in Kooperation mit Unternehmen sowie anderen Projekten an der HS PF wie HOTSPOT (House of Transdisciplinary Studies) aus, um möglichst viele verschiedene Zielgruppen zu erreichen und Studierende aller Studienphasen und –gänge zu erreichen. Auch im Rahmen der Kinderuni war HEED aktiv und bot den Schüler*innen einen Einblick in das Thema „Kreativität und Team“. Darüber hinaus halten die HEED-Mitarbeiter*innen im Rahmen ihrer Tätigkeiten Lehraufträge in unterschiedlichen Fachbereichen inne.

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