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Fünf Fragen an...

Matthias Widmer, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau/Produktentwicklung, aktuell bei TRUMPF in Ditzingen.

 

Sie arbeiten heute bei TRUMPF in Ditzingen. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Nach abgeschlossener Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker schrieb ich mich für den Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung an der Hochschule Pforzheim ein. Dort war ich ab dem zweiten Semester im Labor für Fertigungstechnik als studentische Hilfskraft beschäftigt. Hier hatte ich die ersten Berührungspunkte zu Markierlasern der Firma TRUMPF. Angeregt durch die dortige Tätigkeit beschloss ich mein Praxissemester im Laser Application Center (LAC) bei TRUMPF im Markierlaserbereich zu absovieren. Dort arbeitete ich bis zu meinem Abschluss als Werkstudent und erhielt auch die Möglichkeit an einem halbjährigen Praktikum am TRUMPF-Standort in Farmington, CT (USA) teilzunehmen. Heute arbeite ich als Applikationsingenieur bei TRUMPF im LAC in Ditzingen.

Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Als Applikationsingenieur bearbeitet man in Zusammenarbeit mit den Außendienstmitarbeitern Kundenprojekte im Applikationslabor. Teilweise wohnen die Kunden den Versuchen im Labor bei. Der Umfang der Projekte liegt in der Regel zwischen einigen Stunden bis wenigen Tagen. Im Markierlaserbereich steht oft die Optimierung von Bauteilbeschriftungen, aber auch die Erzeugung von definiert strukturierten oder gereinigten Oberflächen im Vordergrund.

Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Sehr hilfreich für meine jetzige Tätigkeit war mit Sicherheit die Tätigkeit im Labor für Fertigungstechnik an der Hochschule Pforzheim. Nicht weniger wichtig sind die Studienfächer Werkstoffkunde und Fertigungstechnik, deren Inhalte ich immer wieder in der Praxis anwenden kann.
Selbstverständlich lernt man im Laufe des Studiums auch einige nicht fachliche Kompetenzen, wie zum Beispiel das selbstständige strukturierte Arbeiten und die Kompetenz mit der für diverse Aufgaben zur Verfügung stehenden Zeit zu haushalten.

Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Mein Ratschlag aus der Zeit des Studiums ist, so vieles wie nur möglich mitzunehmen. Sowohl fachlich, als auch an Angeboten, die nicht zwangsläufig für die Erlangung des Abschlusses notwendig sind. Es ist wichtig die eigenen Interessen und Stärken zu erkennen und herauszufinden, welcher weitere Weg für einen selbst der sinnvollste ist. Hierfür ist das Studium der ideale Zeitraum und die Hochschule der ideale Ort. Wichtig ist auch das Praxissemester, da es viele Einblicke in die Arbeitsweise - die später den Alltag bestimmen wird – erlaubt.

Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Die Atmosphäre an der Hochschule Pforzheim ist einzigartig. Zum einen durch den Kontrast, der im Vergleich mit anderen Hochschulen in der Umgebung geringen Größe der Fakultät und der gleichzeitigen hervorragenden Ausstattung der praktischen Fachbereiche und Labore. Die vergleichsweise kleinen Jahrgangsstufen sorgen für eine nahezu familiäre Atmosphäre, die ich in meiner Zeit an der Hochschule immer sehr schätzte.