Studium Generale

Seit 1985 lädt die Hochschule Pforzheim Studierende, Professoren, Mitarbeiter und interessierte Gäste aus der Stadt und der Region zu einem anspruchsvollen STUDIUM GENERALE-Programm ein. Die Referenten sind renommierte Wissenschaftler, Unternehmer, Politiker, Künstler und Menschen, die Außergewöhnliches geleistet haben. Hunderte von interessierten Zuhörern nutzen immer wieder die Chance zur Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Themenfeldern, um ihren Horizont zu erweitern, Neues, Anregendes, manchmal auch Irritierendes zu erfahren und interessante Persönlichkeiten aus der Nähe zu erleben. Sie alle sind herzlich eingeladen zum STUDIUM GENERALE an Ihrer Hochschule!

Die wissenschaftlichen Leiterinnen sind die Professorinnen Dr. Christa Wehner und Dr. Frauke Sander.

Wenn Sie regelmäßig Informationen zu unserem STUDIUM GENERALE-Programm bekommen möchten, senden Sie bitte eine Mail an das Studium Generale-Team, um den Newsletter zu erhalten.

Live und virtuell im Wintersemester 2020/21

In diesem Semester wird Ihr STUDIUM GENERALE erstmalig live und virtuell erlebbar sein. Für die coronabedingt reduzierten Plätze im Audimax mit 1,50 Meter großen Abständen ist eine verbindliche Anmeldung (mit Namen und Telefonnummer) per Mail an studium-generale(at)hs-pforzheim(dot)de oder telefonisch unter 07231 28-6014 bis spätestens eine Woche vor dem Vortrag erforderlich (Sitzplatzverteilung im Audimax der HS PF).

Sie können 2 Plätze (nebeneinander) buchen und erfahren am Freitag vor dem Vortrag, ob es geklappt hat mit Ihrer Reservierung. Wenn Sie dieses Mal nicht zum Zug gekommen sind, können Sie den Vortrag im Livestream zuhause anschauen über den YouTube-Kanal des Studium Generale oder aber bis zum jeweils folgenden Sonntag eine Aufzeichnung sehen. Zur virtuellen Premiere haben mehr als 1.800 Zuschauer*innen eingeschaltet.


Bitte beachten Sie unser Hygienekonzept:

  • Bitte halten Sie Abstand, wo immer es geht. Tragen Sie eine Maske in den Gebäuden der Hochschule bis zu Ihrem Sitzplatz.
  • Das Team des Studium Generale begleitet Sie ab 18.30 Uhr zu Ihrem Platz.
  • Das Audimax der Hochschule verfügt über eine Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr.
  • Sollten Sie erkältet sein oder aus anderen Gründen nicht zum Studium Generale kommen, informieren Sie uns bitte kurz (studium-generale(at)hs-pforzheim(dot)de).
  • Auf den kommunikativen Ausklang im Foyer müssen wir in diesem Wintersemester leider verzichten.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

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CORONA – Wer zahlt die Zeche? Volkswirtschaftliche und steuerliche Auswirkungen.

Volkswirtschaften stehen in der ersten Pandemie im Zeitalter der Globalisierung zeitweise immer noch still, der weltweite Handel ist stark eingeschränkt. Die in den vergangenen Jahren erfolgreiche und sparsame Bundesregierung („schwarze Null“) sowie die Länder legten zahlreiche wirtschaftliche Hilfsprogramme auf für Liquiditäts­hilfen, Bürgschaften sowie eine breite Erweiterung des Kurzarbeiter­geldes. Und auch ein europäisches Hilfsprogramm über 750 Mrd. € wurde gestartet. Die aus diesen Maßnahmen resultierenden Lasten für den deutschen Staat (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialver­sicherungen) werden zu einer erheblichen zusätzlichen Staatsverschuldung führen.

Sollten ab 2022 in Deutschland die Steuern erhöht werden? Oder sollte es einen Mix aus Steuererhöhungen und erheblichen Minderausgaben des Staates geben? Wird eventuell der Druck auf die unabhängige Europäische Zentralbank steigen, die Reduktion der realen Schuldenlast über eine erhöhte Inflation zu realisieren? In ihrem Vortrag analysieren Dirk Wentzel und Thomas Stobbe unterschiedliche Optionen, diese Herausforderung zu meistern.

Dirk Wentzel studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität in Bonn und promovierte zu einem geldpolitischen Thema. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung lehrte Wentzel mehrere Jahre an der Pennsylvania State University. Seit 2003 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und Europäische Wirtschaftsbeziehungen an der Hochschule Pforzheim. 2005 erhielt Dirk Wentzel durch die EU-Kommission einen Jean Monnet-Lehrstuhl.

Thomas Stobbe hat an der Universität Passau Betriebswirtschaftslehre studiert. Nach seiner Promotion zur handels- und steuerrechtlichen Rechnungslegung arbeitete er u.a. bei der Revision der Treuhandanstalt Berlin, wo er die ökonomischen Auswirkungen und Unzulänglichkeiten bei der Umstrukturierung und dem Verkauf der ehemaligen ostdeutschen Unternehmen analysierte und prüfte. Seit 1994 ist Thomas Stobbe Professor für Steuern und Prüfungswesen an der Hochschule Pforzheim und leitet den Masterstudiengang „Auditing and Taxation“.

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Klimawandel und die Zukunft der Meere

Seit Beginn des Industriezeitalters ist der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre auf den höchsten Wert seit mindestens drei Millionen Jahren gestiegen. Wir katapultieren uns damit aus dem Holozän hinaus – schon jetzt liegt die globale Temperatur höher als jemals in der Geschichte der menschlichen Zivilisation, und sie steigt weiter.
Auch die Weltmeere sind massiv betroffen – 93 Prozent der im Zuge der Erderwärmung zusätzlich aufgenommenen Wärmeenergie landen im Ozean. Das führt nicht nur zu einer Erwärmung des Meerwassers und zu „marinen Hitzewellen“, sondern auch zu Meeresspiegelanstieg, Abschwächung des Golfstromsystems und Korallensterben.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die aktuellsten Messdaten und Erkenntnisse und wagt auch einen Ausblick in die Zukunft.

Stefan Rahmstorf ist Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam und leitet die Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Rahmstorf diente von 2004-2013 im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) der Bundesregierung und gehört seit 2012 dem wissenschaftlichen Beirat von National Geographic Deutschland an. Professor Rahmstorf hat über 100 Fachpublikationen veröffentlicht, davon 30 in den führenden Journalen von Nature, Science und PNAS. 2017 erhielt er den Climate Communication Prize der American Geophysical Union, 2019 den ZEIT Wissen Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“.

Bücher: Der Klimawandel (2006, zusammen mit Hans-Joachim Schellnhuber), Wie bedroht sind die Ozeane (2007, gemeinsam mit Katherine Richardson), The Climate Crisis (2010, mit David Archer) und Wolken, Wind & Wetter (2011).

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Logo der Stadt Pforzheim

In Zusammenarbeit mit dem Umweltdezernat der Stadt Pforzheim 

Die Zeitung ist tot, es lebe die Zeitung. Journalismus zwischen Morgen und Grauen

Internet ist die globale horizontale Verbreiterung des Wissens. Guter Journalismus geht in die Tiefe. Noch nie war das Bedürfnis nach einem orientierenden, aufklärenden, verlässlich einordnenden, klugen Journalismus so groß wie heute. Es gibt die Pressefreiheit, weil die Presse auf die Demokratie achten soll. Diese Achtung beginnt mit Selbstachtung: Autorität kommt von Autor und Qualität kommt von Qual. Der Satz verlangt von Journalisten in allen Medien, auch im Internet, dass sie sich quälen, das Beste zu leisten; und er verlangt von den Medienmanagern und Verlegern, dass sie die Journalisten in die Lage versetzen, das Beste leisten zu können.

Guter Journalismus ist ein Journalismus, bei dem Journalisten wissen, dass sie eine Aufgabe haben und dass diese Aufgabe mit einem Grundrecht zu tun hat: Artikel 5 Grundgesetz, Pressefreiheit. Nicht für jeden Beruf gibt es ein eigenes, ein ganz spezielles Grundrecht, genau genommen nur für einen einzigen: Artikel 5 – das verpflichtet!

Professor Dr. jur Heribert Prantl ist Journalist, Publizist, Buchautor und politischer Kommentator für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Er studierte Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie. (Promotion zum Urheber- und Medienrecht) und ist Honorarprofessor für Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Dr. Prantl war zunächst Richter an einem bayerischen Amts- und Landgericht, Staatsanwalt und Justizpressesprecher, ab 1988 Leitender Redakteur und Leitartikler bei der Süddeutschen Zeitung. 25 Jahre lang leitete er das Ressorts Innenpolitik, später die neue Redaktion Meinung; von 2011 an war Prantl Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. Seit März 2019 ist er ständiger Autor und Kolumnist.

Letzte Buchveröffentlichungen: Vom großen und kleinen Widerstand (2018). Gebrauchsanweisung für Populisten (2017). Die Kraft der Hoffnung. Denkanstöße in schwierigen Zeiten (2017). Trotz alledem, Europa muss man einfach lieben (2016).

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