Alltags- und Konsumwelten von Verbraucherinnen und Verbrauchern sind heute digitaler denn je. Aber auch gerechter? Digitalität kann neue Chancen für informierte und selbstbestimmte Konsumentscheidungen und den Zugang zu weltweiten Angeboten eröffnen. Zugleich kann sie überfordern – und Räume für Ausgrenzung, Ausnutzung und Ausbeutung schaffen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie „Verbraucherschutz auf Augenhöhe“ in digitalen Verbraucherwelten verstanden und konkret gestaltet werden kann – über Disziplinen hinweg: rechtlich, ökonomisch, technisch, ethisch, sozial, pädagogisch und psychologisch.
Das Verbraucherforschungsforum 2026 mit dem Titel „Verbraucherschutz auf Augenhöhe?! Gerechtigkeit in digitalen Verbraucherwelten“ bringt Forschende und Praxisakteure zu einem inter- und transdisziplinären Austausch der Verbraucherwissenschaft über Gerechtigkeitsfragen des Konsums in der Digitalität zusammen.
Ziel der Tagung ist es, Verbraucherleitbilder sowie zeitgemäße Ansätze des Verbraucherschutzes im Hinblick auf ihre Gerechtigkeitsdimensionen auszuleuchten. Dazu gehören Fragen nach Markt- und Verfahrensgerechtigkeit im digitalen Konsum. Außerdem nach dem Einfluss von Nachhaltigkeit auf Verbrauchergerechtigkeit. Voraussetzung für eine wirksame Verbrauchergerechtigkeit ist die Befähigung der Menschen zur Bewältigung ihres Alltages sowie zur Teilhabe durch Verbraucherbildung. Verbraucherfreundliche Technikgestaltung im Sinne einer „Consumer Protection by Design“ wirkt schließlich als Mittel der automatisierten Vertrauensförderung und Schutzgewährleistung im digitalen Verbraucheralltag.
In Fachvorträgen, Co-Referaten und Diskussionsrunden treffen Rechtswissenschaft, Ökonomie, Ethik, Konsumentenpsychologie, Verbraucherbildung und Nachhaltigkeitsforschung aufeinander. Hinzu kommt eine Postersession, die insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Bühne bietet, aktuelle Forschungsprojekte zu präsentieren. Partizipative Elemente sorgen dafür, dass die Expertise aller Teilnehmenden in die gemeinsame (Leitbild-)Debatte einfließt.
Die Tagung richtet sich an Wissenschaft, Politik, Praxis und organisierte Verbraucherschaft, die an einer fairen, zukunftsorientierten Gestaltung digitaler Verbraucherwelten mitwirken möchten.
Veranstaltet durch die Verbraucherkommission Baden-Württemberg und durch das Institut für Verbraucherforschung und nachhaltigen Konsum (vunk) an der Hochschule Pforzheim.
Gefördert durch das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Silke Bartsch (TU Berlin) und Prof. Dr. Steffen Kroschwald (Hochschule Pforzheim).
Verbraucherforschungsforum & Junges Forum 2026
| 9.30 Uhr | Ankunft und Registrierung Tagungsort: Hochschule Pforzheim, Tiefenbronner Str. 65, 75175 Pforzheim |
| 10.00 Uhr | Begrüßung und Einführung |
Begrüßung Grußwort Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen (angefragt) Grußwort Prof. Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim
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Einführung in das Verbraucherforschungsforum Prof. Dr. Silke Bartsch, Vorsitzende der Verbraucherkommission Baden-Württemberg (TU Berlin) Prof. Dr. Steffen Kroschwald, Direktor des vunk-Instituts (Hochschule Pforzheim) | |
| 10.45 Uhr | Keynotes: Gerechtigkeit in digitalen Verbraucherwelten |
Verbraucherpolitik Prof. Dr. Lucia Reisch (University of Cambridge) | |
(Kaffeepause: 11.15 bis 11.30 Uhr) Gerechtigkeit und digitale Ethik Prof. Dr. Petra Grimm (Hochschule der Medien, Stuttgart) | |
Digitale Lebenswelten Prof. Dr. Jörn Lamla (Universität Kassel) | |
| 12.30 Uhr | Postersession am Mittag |
Posterpitches Moderation: Hubertus Primus (Mittagspause: 13.00 bis 14.00 Uhr) | |
| Posterausstellung während der Mittagspause | |
| 14 Uhr | Perspektiven aus der Verbraucherforschung |
Politik und Gesellschaft Prof. Dr. Steffen Kroschwald (vunk) Prof. Dr. Anja Achtziger (Zeppelin Universität). | |
(Verbraucher-)Bildung Prof. Dr. Silke Bartsch (TU Berlin) Prof. Dr. Carmela Aprea (Universität Mannheim). | |
(Kaffeepause: 15.15 bis 15.30 Uhr) Markt und Nachhaltigkeit Dr. h.c. Walter R. Stahel (Zürich) Prof. Dr. Margarita Bidler (vunk-Institut, Hochschule Pforzheim) | |
Recht Prof. Dr. Steffen Kroschwald (vunk-Institut, Hochschule Pforzheim) Prof. Dr. Peter Rott (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) | |
Digitale Verbraucherteilhabe Dr. Katharina Witterhold (BSI) Prof. Dr. Yasmin Merz, Prof. Dr. Tobias Brönneke (vunk-Institut, Hochschule Pforzheim) | |
| 17.00 Uhr | Resümee und Verabschiedung |
| Prof. Dr. Christoph Fasel (Institut für Verbraucherjournalismus) | |
| 17.30 Uhr | Tagungsende |
Posterpräsentationen und die Ausstellung im Rahmen einer Postersession bieten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, ihre aktuelle Forschung im Kontext des Tagungsthemas einem Fachpublikum vorzustellen und zu diskutieren. Forschende aller Disziplinen sind eingeladen, ihre Postervorschläge einzureichen und im Falle einer Annahme auf dem Verbraucherforschungsforum am 26. November 2026 an der Hochschule Pforzheim im Rahmen einer Postersession sowie in einem kurzen Pitch im Tagungsplenum zu präsentieren.
• Frist: 31. Juli 2026: Einreichung eines aussagekräftigen Abstracts zum geplanten Poster (Thema, Hintergrund, Ziel und Forschungsfragen sowie erste Ergebnisse, Literatur, Kurzvita der einreichenden Person(en), Kontaktdaten der/des korrespondierenden Autorin/Autors. Gesamtumfang: max. 1 Seite) an vff2026@hs-pforzheim.de
• bis Ende August 2026: Annahmeentscheidung durch das Auswahlkomitee
• bis 19. November 2026: Bei Annahme Einsendung des final gestalteten Posters (Druckformat DIN A1) als PDF-Dokument (der Druck erfolgt durch die Veranstalter)
• Am Tagungstag um 9:30 Uhr: Endkontrolle der Poster durch die Autorinnen und Autoren