Maschinenbau trifft Design: Bachelorarbeit zeigt die Schönheit der Technik

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Maschinenbau und Design verbunden zu einem neuen Ansatz der Technikvermittlung: Das Objekt "Luke".

Prof. Dr. Daniel Metz, Prof. Manuel Aydt und Bachelorabsolventin Rebekka Dehabe (v.l.n.r.) vor dem Ausstellungsobjekt, das Ingenieurkunst und Design auf fabelhafte Weise verschmelzen lässt.

Technik muss nicht kompliziert wirken und sie muss sich auch nicht hinter Gehäusen verstecken. Das zeigt die Bachelorarbeit von Rebekka Dehabe aus dem Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung. Mit dem interaktiven Exponat “Luke” macht sie technische Zusammenhänge sichtbar und zeigt, wie sich Ingenieurwissenschaften und Gestaltung verbinden lassen, um Technik verständlich, intuitiv und zugleich ästhetisch zu vermitteln. Die Arbeit greift damit den Leitgedanken der Hochschule Pforzheim „Führend durch Perspektivenwechsel“ auf und zeigt das Potenzial interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Frage, wie ein Objekt gestaltet werden kann, das technische Inhalte nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erfahrbar macht. Entstanden ist ein interaktives Exponat, das mechanische Bewegungsabläufe offen sichtbar macht und Besucher*innen aktiv in die Funktionsweise einbindet. Transparenz, eine gezielte Reduktion von Komplexität und eine klare Formensprache ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu den Grundlagen des Maschinenbaus.

„Ich wollte zeigen, dass Technik nicht hinter Verkleidungen verschwinden muss. Sie kann faszinieren, wenn ihre Funktionsweise sichtbar wird, und sie kann gleichzeitig ästhetisch sein. Für mich war besonders spannend, gestalterische und technische Denkweisen miteinander zu verbinden und dadurch etwas zu entwickeln, das Menschen zum Ausprobieren einlädt“, sagt Rebekka Dehabe.

Im Entwicklungsprozess flossen Erkenntnisse aus Konstruktion, Fertigungstechnik, Wahrnehmungspsychologie und Produktgestaltung zusammen. Die Entwicklung erfolgte in mehreren Schritten: Aus zahlreichen Ideen und Prototypen wurden Lösungen erprobt, weiterentwickelt und verfeinert, bis schließlich die technische Konstruktion und das gestalterische Gesamtkonzept des Exponats entstanden.

Professor Dr. Daniel Metz, Prodekan des Bereichs Maschinenbau, Biomechanik und Produktentwicklung und einer der beiden betreuenden Professoren der Arbeit, würdigt den ungewöhnlichen Entwicklungsprozess: „Bedingt durch die Aufgabenstellung musste Rebekka Dehabe für eine Maschinenbauingenieurin ungewohnte Wege gehen, um ein Designobjekt zu entwickeln, das die Aufgabe erfüllt.“ Das Ergebnis bringe die ursprüngliche Idee auf den Punkt: „Am Anfang standen nur drei Worte: ‚Technik sichtbar machen‘. Am Ende steht ein Objekt, das diesen Anspruch ausgezeichnet erfüllt.“ Professor Manuel Aydt, Studiengangleiter des Bachelorstudiengangs Industrial Design an der Fakultät für Gestaltung und ebenfalls Betreuer der Arbeit, hebt insbesondere den interdisziplinären Ansatz hervor: „Die Arbeit überzeugt insbesondere im Bereich der Umsetzung in ein Funktionsmodell und den interdisziplinären Anspruch. Die Verbindung von Design und Engineering wurde methodisch überzeugend umgesetzt.“ Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Wirkung des fertigen Exponats: „Das präsentierte Exponat funktionierte vollumfänglich und überzeugte durch eine beeindruckende Präsenz, insbesondere durch die Bewegungsästhetik der rotierenden Elemente.“

Die Bachelorarbeit zeigt, dass erfolgreiche Technikvermittlung weit über reine Funktionalität hinausgeht. Verständlichkeit, Interaktivität und eine hochwertige Gestaltung tragen entscheidend dazu bei, Interesse für technische Themen zu wecken. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt, wie innovative Lösungen entstehen können, wenn ingenieurwissenschaftliche und gestalterische Perspektiven von Beginn an gemeinsam gedacht werden.

Das Exponat soll künftig auf Messen, Studieninformationstagen und weiteren Veranstaltungen der Hochschule Pforzheim eingesetzt werden. Es lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, technische Zusammenhänge selbst zu entdecken und den Maschinenbau aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.