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Förderung von Unternehmer-Persönlichkeiten

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heedPF - gute Atmosphäre für Gründer

„Die menschlichen Qualitäten fördern!“ Diese Maxime steht über der Neugründung eines Instituts an der Hochschule Pforzheim, das Studierenden den Weg in die Selbstständigkeit als alternative Karriere aufzeigt. Das Institute for Human Engineering & Empathic Design Pforzheim (heedPF), in dem Hörsaal und Werkbank zusammengeführt werden, wird durch die Karl Schlecht Stiftung gefördert. Den Kooperationsvertrag unterzeichneten am vergangenen Freitag, 15. Juli 2016, der Stifter Prof. h.c. Dipl.-Ing. Karl Schlecht und der Rektor der Hochschule Pforzheim, Professor Dr. Ulrich Jautz.

Nur wenige Studierende ziehen den Aufbau einer eigenen Firma bisher in Betracht. Wie groß das Potenzial für eine aktive Gründerszene an der Hochschule Pforzheim ist, zeigten die Gespräche auf der Werkschau, die Präsentation der Semester- und Abschlussarbeiten der Fakultät für Gestaltung, und ein Werkstattgespräch mit Studierenden im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung. Von innovativen Sportschuhen, neuen Kommunikationsmöglichkeiten über nachhaltige Lichttechnik bis zu Grafik- und Schmuckkonzeptionen reichen die Ideen, die die Studierenden vorstellten. „Die Hochschule Pforzheim bildet in ihren Studiengängen den gesamten Produktionszyklus von der Idee über die Umsetzung bis zu den betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab – dieser interdisziplinäre Ansatz ist für Gründer ein unschätzbarer Vorteil“, sind die Professoren und Institutsdirektoren Dr. Werner Engeln und Dr. Thomas Hensel überzeugt.

„Wir führen Idee, Personen und Management gezielt zusammen – alles, was ein künftiges Unternehmen benötigt“, skizzierten die Leiter von heedPF. Der Mut zum Risiko, passende Geschäftspartner und die Vernetzung mit einer agilen Gründerszene sind Faktoren, die das Gründungspotenzial in Pforzheim und darüber hinaus ebenfalls beflügeln können. Das Institut dient künftig als Katalysator, bietet Raum für Entwicklung und schult die Persönlichkeit. Zu diesem Zweck arbeiten Studierende interdisziplinär in gemeinsamen Projekten, werden mit Aufgaben gefordert und bei der Umsetzung ihres Konzeptes unterstützt. Lernen, die richtigen Fragen zu stellen oder die eigene Persönlichkeit einzuschätzen, sind aber nur eine Seite der Medaille. Die Zusammenführung von Wissenschaft und Werkbank erfordert den Bau von Prototypen und die Erstellung von Businessplänen. Die wissenschaftliche Beforschung von Kreativitätstechniken sowie Veranstaltungen und Kooperationen mit Unternehmen im Bereich Innovationsmanagement runden das Portfolio von heedPF ab.

„Ich war erfolgreich und habe mich gefragt, warum“, erklärte Karl Schlecht bei der Vertragsunterzeichnung. Es gebe keine Standardantwort auf diese Frage, ist der Gründer der Putzmeister AG überzeugt. Er sei jedoch sicher, dass Menschenkenntnis und Menschlichkeit einen großen Stellenwert dabei spielen. Daher setzt er die Gelder seiner Stiftung ein, um die unternehmerische Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen auf der Basis humanistischer Werte zu fördern. In den kommenden drei Jahren unterstützt die Stiftung heedPF mit 750.000 Euro.

Arbeiten Hand in Hand für erfolgreiche Unternehmensgründungen im heedPF: Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Hensel, Mäzen Karl Schlecht, der Rektor der Hochschule Pforzheim, Prof. Dr. Ulrich Jautz und der Institutsdirektor Prof. Dr. Werner Engeln (v.l.n.r.).