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„blackforestwave“ macht die Welle

Das Team vom blackforestwave e.V. am Metzelgraben im Stadtgarten Pforzheim. (Foto: blackforestwave e.V.)

Surfen wie auf dem Eisbach in München – das wird’s bald auch in Pforzheim geben. Der Verein blackforestwave e.V. ermöglicht im Metzelgraben der Enz neben dem Stadtgarten eine stehende Flusswelle. Eine flexible Holzkonstruktion erzeugt die Surfwelle ohne zusätzliche Energiezufuhr. blackforestwave ist ein Verein, der von Studierenden der Hochschule Pforzheim gegründet wurde. Die Idee ist im Rahmen einer interdisziplinären Arbeit entstanden. Im September hat der Verein vom Amt für Umweltschutz der Stadt Pforzheim die wasserrechtliche Erlaubnis für den Bau des Fundaments erhalten. Außerdem liegt die Genehmigung zur Nutzung als Wellenstandort von den Stadtwerken vor. Am heutigen Freitag, 14. Dezember 2018, ist nun Spatenstich des Projekts. „Dieser Tag ist ein besonderer Moment für blackforestwave. Wir belohnen uns für viele Jahre Arbeit und ehrenamtliches Engagement. Es ist ein tolles Gefühl, unsere Idee nun umsetzen zu können“, dankt Steffen Rose, Vorsitzender des Vereins, allen Unterstützern des Projekts.

Das Fundament und der Einbau der Holzkonstruktion, die die Welle erzeugt, sind mit 40.000€ veranschlagt. Zum Jahresanfang 2019 ist der Einbau geplant, der erste öffentliche Betrieb soll im Frühjahr im Rahmen eines mehrwöchigen Surfevents stattfinden. Für den Verein gilt es nun, das Betriebskonzept nachzuziehen. Die stehende Welle ist abhängig von den Wassermengen, die über das Jahr in den Metzelgraben gespeist werden. Diese kommen aus der Nagold und der Würm. Eine konstante Menge ist nicht gesichert, so dass es auch Tage geben wird, an denen nicht gesurft werden kann. „Momentan loten wir aus, welche Zeiträume am attraktivsten und welche Möglichkeiten wir anbieten können“, so Clemens Breckle, ebenfalls Vorsitzender von blackforestwave.

Entstanden ist das Projekt aus einer interdisziplinären Arbeit an der Hochschule. Aus der Idee heraus, den Surfsport auch in seiner Heimat ausüben zu können, fand Steffen Rose sein Thema im Studiengang Maschinenbau: „Da die letzte unserer Arbeiten einen größeren Umfang haben und wir etwas Besonderes liefern sollten, haben wir die Idee mit der Welle aufgegriffen. Unser Professor ist selbst Sportler und konnte sich für den Vorschlag begeistern. Gemeinsam haben wir den Rahmen abgesteckt und sind in die Projektarbeit gestartet.“ Ziel war ist es, die Flüsse in Pforzheim auf die Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten zu untersuchen. Gemeinsam mit Studienkollege Clemens Breckle führte Steffen Rose eine umfangreiche Studie durch: „Wir haben zum Beispiel versucht, auf der Enz auf Höhe der Eishalle zu surfen. Wir haben ein Seil an die Brücke gebunden und versucht, in der Strömung auf dem Brett zu stehen.“

Anschließend führte der Weg zur Stadt und den Stadtwerken. „Dort haben sich unerwartet Türen geöffnet. Alle Ansprechpartner waren mit Begeisterung dabei und hatten eigene Ideen“, freut sich Clemens Breckle. Der Verein blackforestwave besteht aus Aktiven und Förderern, die das Projekt voranbringen wollen. Informationen finden Sie unter: www.blackforestwave.de/.