MaReK

Entwicklung eines Markerbasierten Sortier- und Recyclingsystems für Kunststoffverpackungen

Im BMBF-Projekt MaReK wird die Technologie Tracer-Based-Sorting (TBS) für die Identifikation und Sortierung von Kunststoffverpackungen adaptiert und wissenschaftlich untersucht - von der Verpackungsentwicklung über die Detektions- und Sortiertechnik bis hin zur hochwertigen werkstofflichen Verwertung. Mit der vom Projektpartner Polysecure GmbH entwickelten Technologie kann man Kunststoffverpackungen nach Anwendung (z.B. Food versus Non-food), Spezifikation (z.B. PP-Homo- versus PP-Block-Copolymer) oder Handelsmarken (Brands) markieren und so bei der Abfallsortierung verlässlich und effizient identifizieren. So können durch TBS hochwertige Rezyklate hergestellt und Stoffkreisläufe vollständig geschlossen werden: Lebensmittelverpackungen werden erneut zu Lebensmittelverpackungen. Durch die Substitution von aus Erdöl hergestellten Kunststoffen durch Kunststoffrezyklat könnten etwa 2 kg Treibhausgasemissionen pro kg Rezyklat eingespart werden. Auch trägt das hochwertige Recycling durch die gezielte Lenkung von Abfallströmen zur Lösung des globalen „Plastic Litter“-Problems bei.

 

TBS - Funktionsprinzip

 

Arbeitsschwerpunkte im Projekt

Untersuchungen zur Kreislaufführung von Kunststoff-Leichtverpackungen einschließlich Bestimmung des technischen Restwertes (Werkstoffeigenschaften) und des Wertschöpfungspotentials

Neu- bzw. Weiterentwicklung und industrielle Erprobung des „Tracer-Based-Sorting“-Verfahrens mit realen Chargen aus der Getrennterfassung (Technikum), hierzu Weiterentwicklung der Tracer- und Detektionstechnologie

Angewandte Innovationsforschung zur Untersuchung von Treibern und Hemmnissen der entwickelten Technologie und deren Anwendung im komplexen Gefüge der Stakeholder

Umfassende Analyse von Energie- und Stoffströmen und Bewertung möglicher Umweltauswirkungen der entwickelten Technologie unter Berücksichtigung der Lebenszyklusperspektive

 

Projektpartner

Partner im Verbundvorhaben MaReK:

 

Assoziierter Projektpartner:

 

Verbundkoordinatoren:

Prof. Dr.-Ing. Claus Lang-Koetz

Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky

Hochschule Pforzheim, Institut für Industrial Ecology (INEC)

Tiefenbronner Str. 65, 75175 Pforzheim

Tel. 07231-28-6427

claus.lang-koetz(at)hs-pforzheim(dot)de

 

Informationen zum Fördergeber:

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3) in der Fördermaßnahme „Plastik in der Umwelt“. Betreut wird das Projekt vom Projektträger Jülich (Projektträgerschaft Ressourcen und Nachhaltigkeit).

 

Förderkennzeichen: 033R195A, 033R195B, 033R195C, 033R195D, 033R195E

Laufzeit: 01.07.2017 – 31.12.2020

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