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Workshop zur „Klimaanpassung im kommunalen Gebäudebestand“ im Projekt KliReGeM trifft auf große Resonanz

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Forschende erarbeiten zusammen mit Stakeholdern der Gebäudewirtschaft Inhalte für einen Handlungsleitfaden zur Hitzeanpassung von Gebäuden

Wie Klimaanpassung im kommunalen Gebäudebestand im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit gelingen kann und woran sich Planungen in diesem Bereich orientieren können – dieser Thematik widmeten sich Forschende am INEC sowie Vertreter*innen von Kommunen, Architekturbüros und der öffentlichen Verwaltung im Rahmen eines ersten Workshops zur „Klimaanpassung im kommunalen Gebäudebestand“ am 10. Oktober an der Hochschule Pforzheim.

Ziel des Workshops war die Validierung und Ergänzung der im Projekt untersuchten Klimaanpassungsmaßnahmen sowie inhaltliche Ausrichtung der zu entwickelnden Handlungsleitlinien. Hierfür wurde in mehreren Arbeitsphasen im Stil eines World Cafés diskutiert. Eingeleitet wurden diese Arbeitsphasen jeweils durch eine Impulsvortrag aus dem Projektkonsortium. Am Vormittag stellte Thomas Gillich, stellv. Leiter des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe, im Rahmen seines Impulsvortrags „Klimaanpassung im Gebäudebestand der Stadt Karlsruhe“ Praxisbeispiele der Stadt Karlsruhe vor. Im Anschluss gingen die Arbeitsgruppen Fragen nach positiven Erfahrungen, Erfolgsfaktoren aber auch Hemmnissen sowie der Bedeutung von Lebenswegbetrachtungen im Rahmen alltäglicher Aufgaben der kommunalen Klimaanpassung auf den Grund.

Im zweiten Impulsvortrag „Multikriterielle Bewertung von Maßnahmen zur Klimaanpassung“ erläuterten Prof. Dr. Hendrik Lambrecht und Marco Pufal die Herangehensweise des INECs im Rahmen des Projekts. Hierbei wurden mögliche Indikatoren für den Ressourcenaufwand von Maßnahmen und die Kreislauffähigkeit verwendeter Baustoffe sowie mögliche Entwürfe für einen Handlungsleitfaden zur Diskussion gestellt. Die darauffolgenden Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Ansätzen zur aussagekräftigen Erfassung des Nutzens von Klimaanpassungsmaßnahmen, benötigten Informationen zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen mit Blick auf den Umwelt-/Ressourcenaspekt sowie geeigneten Darstellungsformen für die oftmals umfangreichen Informationen.

Der erste Workshop im Projekt „Klimaresilientes Gebäudemanagement“ stieß auf erfreulich große Resonanz. Die Offenheit des KliReGeM-Konsortiums, verbunden mit der Bereitschaft in einem sehr frühen Projektstadium in den Austausch mit der Praxis zu gehen, wurde von den Teilnehmenden sehr gewürdigt. Die engagierte, im Stil eines World Cafés strukturierte Diskussion der beteiligten Stakeholder lieferte vielfältige und spannende Erkenntnisse, die nun in die laufenden Forschungsarbeiten einfließen können. Zudem äußerten die Teilnehmenden den Wunsch, auch über den Workshop hinaus mit dem Projekt und untereinander im Austausch zu bleiben. So wurde der Workshop zum Startschuss für ein Netzwerk an interessierten Akteuren im Bereich der kommunalen Klimaanpassung.

Bei Fragen oder Anregungen können Sie gerne jederzeit Prof. Dr. Hendrik Lambrecht und Marco Pufal kontaktieren.