News |

Monday 4 Future: Hilda-Gymnasium zu Gast an der Hochschule

Schüler des Hilda-Gymnasiums

Prorektor Prof. Hanno Weber begrüßt die Gäste.

Prof. Mario Schmidt führt in das Thema ein.

In 3 parallelen Workshops werden Themen vertieft.

Auf Einladung der Hochschule Pforzheim haben sich rund 100 Schüler des Pforzheimer Hilda-Gymnasiums unter dem Motto „Monday 4 Future“ mit wissenschaftlicher Unterstützung in die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz eingearbeitet. Der Prorektor für Studium und Lehre, Professor Dr. Hanno Weber, begrüßte die Schüler im Hörsaal und zeigte in seiner Begrüßung anhand von Früher-Heute-Vergleichen auf, dass die Themen Klima- und Umweltschutz nicht neu seien. Als Beispiele wählte er etwa das Waldsterben oder das Ozonloch.

Im Anschluss stellte der Leiter des Institute for Industrial Ecology (INEC), Professor Dr. Mario Schmidt, die Hochschule Pforzheim vor und führte in das Thema Globale Erwärmung und Klimawandel ein. In seinem rund einstündigen Vortrag lud er die jungen Besucher ein, sich interaktiv via Handy an seinem Vortrag zu beteiligen. So konnten die Schüler beispielsweise während der Veranstaltung gewisse Fragen am Smartphone beantworten und über gewisse Aspekte abstimmen. Eindeutiges Feedback: Viel gelernt! So etwa, dass der Zusammenhang zwischen dem eigenen Lebensstil und unserem Verhalten als Wohlstandsgesellschaft einerseits und der Erderwärmung andererseits viel größer ist, als es vielen bewusst ist. „Deshalb unterstütze ich `Fridays for Future´ und kann alle Schüler nur ermutigen: Sie haben Recht mit ihren Forderungen“, unterstrich Mario Schmidt die Bedeutung des Themas. Mithilfe eines Films bekamen die Schüler von ihm aufgezeigt, wie sehr sich weltweit die Erde seit 1880 bis heute erwärmt hat. In seinen Schlussfolgerungen stellte er deshalb klar: „Es muss in Sachen Emissionen schnell etwas passieren – und zwar weltweit.“ Es erwärme sich das Klima ja nicht nur für uns Menschen. „Viel dramatischer ist, dass dadurch viele Arten vom Aussterben bedroht werden“, so Schmidt. 

Im Anschluss teilten sich die Schüler in drei Workshop-Gruppen auf, und besetzten drei Themen. Im Workshop „Kernenergie – Klimaretter oder Atommüll ohne Ende?“ brachte Professor Dr. Hendrik Lambrecht den Schülern anschaulich nahe, wie unfassbar lange Atommüll gelagert werden muss. Eine riesige Herausforderung. „Welche technischen Herausforderungen gibt es und wie können sich Menschen auf einen möglichen Standort einigen? Und was bedeutet das für unsere Nachkommen, die in ferner Zukunft leben werden?“, fragte Lambrecht und nahm seine jungen Besucher mit ins Thema.

Im Workshop „Gold im Amazonas Regenwald – ein Fallbeispiel für Nachhaltigkeitskonflikte“ zeigten die INEC-Mitarbeiter Sally Springer und Benjamin Fritz, wie sehr auch Goldminen Narben in den Regenwald schlagen und dort das Ökosystem gefährden. So lasse sich das Umweltproblem des illegalen Goldabbaus nur lösen, wenn auch das soziale und wirtschaftliche Problem für die Bevölkerung gelöst würden. Die Referenten zeigten Beispiele aus ihrer jüngsten Exkursion in Brasilien.

Der dritte Workshop befasste sich mit dem Thema „Ressourceneffizienz und ihre industrielle Bedeutung an Beispielen in Deutschland und Indien“. Die INEC-Mitarbeiterinnen Julia Schindler und Nadja Wisniewski zeigten, wie groß die Einsparpotenziale für die Kosten und auch für das Klima sind, wenn man sorgfältiger mit Ressourcen umgeht, innovative technische Verfahren nutzt und bessere Produkte. In Deutschland sei man bereits besonders effizient. Aber wie sehe es im Rest der Welt aus?

Nach den Workshops gingen die Schüler – wie es sich an einer Hochschule gehört – in die Mensa, um sich zu stärken. Bei der Abschlussveranstaltung im Audimax trugen die Gruppen ihre Erkenntnisse vor und zogen eine sehr positive Bilanz dieses sehr wissensreichen Vormittags.