KONGRESS BW: INEC bringt Impulse für Kreislaufwirtschaft ein
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Wie gelingt Ressourceneffizienz in der Praxis – und wie machen wir unsere Wirtschaft fit für die Zukunft? Wo gibt es bereits Umsetzungserfolge? Und was können wir voneinander lernen?
Diesen Fragen gingen mehrere hundert Teilnehmende am 21. und 22. Oktober auf dem KONGRESS BW in Heidelberg nach.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und praxisnahe Lösungen rund um Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und industriellen Klimaschutz. Ein besonderer Schwerpunkt der Plenumsbeiträge lag auf der Resilienz der Wirtschaft mit Blick auf die Rohstoffversorgung.
Auch das INEC war mit mehreren Mitarbeitenden vor Ort. Die vielfältigen Fachvorträge, Diskussionsforen und Workshops boten wertvolle Gelegenheiten, sich mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auszutauschen, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Netzwerke zu knüpfen und Impulse für zukünftige Kooperationen und Forschungsaktivitäten mitzunehmen.
Das INEC war auch aktiv am Programm beteiligt:
🔹 Prof. Dr. Jörg Woidasky hielt einen viel beachteten Vortrag zum Thema „Kunststoffrecycling – Wunsch und Wirklichkeit“: Weniger als 20% der in Deutschland verarbeiteten Kunststoffmasse gelangt ins mechanische Recycling. Mehr als 60% aller deutschen Kunststoffabfälle werden energetisch genutzt. Besonders geringe stoffliche Verwertungsanteile gibt es bei den Kunststoffen in privatwirtschaftlich entsorgten Gewerbeabfällen, aber auch bei den Kunststoffanteilen im Rest- und Sperrmüll – ein klarer Hinweis auf großen Handlungsbedarf in diesen Bereichen.
🔹 Dr. Juliano B de Araujo, Senior Researcher am INEC, moderierte den Workshop „How to Measure and Manage Circular Economy Performance“. Dabei wurde erörtert, wie Unternehmen ihre Ziele und Strategien im Bereich Kreislaufwirtschaft in ein klares Indikatorenset umsetzen können. Was sollten wir messen? An welchen Stellen entlang der Wertschöpfungskette sollten wir messen? Und wie können wir Lücken im Indikatorenportfolio identifizieren? Anschließend wurde dies mit einem Kartenspiel zur Leistungsmessung im Bereich Kreislaufwirtschaft in die Praxis umgesetzt. Die Teilnehmenden setzten sich mit Indikatoren, Kreislaufstrategien, Stufen der Wertschöpfungskette und anderen Messdimensionen auseinander. Entwickelt wurden die Inhalte im Forschungsprojekt DACE - Datenkompetenzzentrum für Circular Economy-Daten, an dem auch Prof. Dr. Tobias Viere gemeinsam mit Kolleg:innen des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie beteiligt war.
Pforzheim fand auch in der Rede des Ministerpräsidenten Cem Özdemir lobende Erwähnung: Das eng mit den Forschungsarbeiten der Hochschule Pforzheim unter Leitung von Prof. Carlo Burkhardt verbundene Unternehmen HyProMag wurde als (einziges) Unternehmen mit Beispielcharakter für BW für Kreislaufwirtschaft und Steigerung der Resilienz genannt.
Im nächsten Jahr findet der KONGRESS BW voraussichtlich am 21. und 22 Oktober in der Liederhalle in Stuttgart statt – und das INEC wird sicher wieder dabei sein!


