Vom Kunststoffgranulat zum fertigen Produkt: Im Labor für Nachhaltige Produktentwicklung wurden aus recyceltem Material eigene Einkaufschips hergestellt.
Das greenProd-Team der Hochschule Pforzheim: Prof. Dr.-Ing. Thomas Greiner, Prof. Dr. Ingela Tietze und Prof. Dr.-Ing. Rainer Drath (v.l.n.r.)
Für Professor Dr. Andreas Baum, der gemeinsam mit Professor Dr. Maxim Dolgov und Professorin Dr. Ute Marx den TechDay organisierte, war genau diese Vielfalt das Besondere der Veranstaltung: „Der TechDay macht sichtbar, was unsere Fakultät auszeichnet: die enge Verbindung von Forschung, Praxis und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Hier erleben Besucherinnen und Besucher, wie Studierende ihr Wissen anwenden, eigene Ideen entwickeln und innovative Lösungen für reale Herausforderungen schaffen.“
Der TechDay verfolgt das Ziel, die Vielfalt der Fakultät für Technik sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden, Unternehmen und der interessierten Öffentlichkeit zu fördern. Auch in diesem Jahr zeigte die Veranstaltung, dass sie weit mehr ist als eine Leistungsschau studentischer Arbeiten: Sie ist eine Plattform für Begegnung, Vernetzung und Inspiration und ein lebendiger Einblick in die Technologien von morgen.
Am Mischpult laufen Stimmen, Technik und Timing zusammen – die Schaltzentrale der Podcast-Produktion.
Besonders anschaulich wurde der Abend dort, wo Braun ihre Methoden mit Beispielen aus Alltag, Beruf und Öffentlichkeit verknüpfte. Eindrucksvoll schilderte sie etwa, wie stark Diskussionen heute von Polarisierung geprägt seien – in Online-Foren, bei der Gender-Frage oder auch in Team-Besprechungen. Im Streit, so ihre Beobachtung, unterstellten die Beteiligten dabei oft der andere sei „dumm, krank oder böse“. Das Gegenüber werde zur Karikatur. Solche Zuschreibungen, so Braun, blockierten jedoch jedes ernsthafte Gespräch. Denn wer sein Gegenüber bloßstellt oder mundtot macht, mag rhetorisch punkten, überzeugt aber niemanden. Entsprechend schlussfolgerte Braun: „Verlierer stimmen nicht zu. Verlierer rüsten auf.“
Erst wenn Menschen sich verstanden fühlen, sind sie bereit, ihre eigene Position zu überdenken. Das bedeutet, aktiv zuzuhören, Fragen zu stellen und zu versuchen, die Perspektive des Anderen einzunehmen. Erfolgreiche Kommunikation legt den Fokus daher darauf, Widerstand nicht zu verstärken, sondern zu reduzieren. Zugleich betonte sie, dass kooperative Kommunikation nichts mit Nachgiebigkeit zu tun hat. Es gehe weder um faule Kompromisse noch darum, die Wahrheit automatisch in der Mitte zu suchen. Entscheidend sei vielmehr, die andere Person ernst zu nehmen, ohne den eigenen Standpunkt aufzugeben.
Brauns Kernbotschaft: Wer Menschen gewinnen will, sollte auf kooperative Gesprächstechniken, kluge Wortwahl und eine Haltung setzen, die Unterschiede aushält, statt sie sofort zu bekämpfen. Gerade in polarisierten Zeiten wirkte das wie eine kleine Revolution mit großen Chancen: weniger Schlagabtausch, mehr Bewegung im Denken. Zum Abschluss gab sie den Tipp: „Reden Sie doch mal mit einem Kotzbrocken. Anfangs vielleicht nicht mit dem Größten, fangen Sie klein an, um eine positive Erfahrung zu machen. Am Ende zeichnet sich ein gutes Gespräch auch nicht dadurch aus, dass eine Person zu hundert Prozent recht hat, sondern dadurch, dass hinterher beide ein bisschen anders denken als vorher“.
Überzeugen ohne Lautstärke: Marie-Theres Braun machte im Studium Generale deutlich, warum gute Gespräche nicht vom Rechthaben leben – sondern vom Zuhören, Verstehen und Aushalten von Unterschieden. Foto: Susanne Materac
KI-Experte und Studiengangleiter des Bachelorstudiengangs Künstliche Intelligenz Prof. Dr. Norbert Schmitz
Screenshot einer Prüfungsleistung: Fünf Studierendengruppen bekamen die Aufgabe, ein Fertigungsmodul zu erfinden. Der Screenshot zeigt links das selbsterfundene und konstruierte Umgreifmodul in einer Simulation und rechts den MTP kompatiblen Steuerungscode in Aktion.



