Karriere zum Frühstück? Ja, bitte!

Mit den Karrierefrühstücken ist es dem Career Center im Wintersemester 2019/20 gelungen, ein neues Networking-Format als Gegenstück zur klassischen Karrieremesse zu etablieren. Insgesamt konnten so 16 Unternehmen aus der Region mit den Pforzheimer Studierenden in entspannter Atmosphäre in Kontakt gebracht werden.  

Eine wahre Erfolgsstory konnte das Team des Career Centers mit dem HS PF-Absolventen Jan Christoph aus dem Masterstudiengang Information Systems feiern, der im Zuge seiner Teilnahme an den Karrierefrühstücken im WS19/20 erfolgreich als Software Developer an das Unternehmen Uniserv mit Hauptsitz in Pforzheim vermittelt werden konnte. Uniserv ist Experte für das erfolgreiche Management von Geschäftspartnerdaten und bietet seinen Kunden Customer Data Management Lösungen, um den Wert und die Nachhaltigkeit von Beziehungen mit Kunden und Geschäftspartnern zu steigern.

Das Career Center hat sich mit Absolvent Jan Christoph sowie Silke Schimmack (Head of Human Resources) und Sebastian Krebs (Head of Consulting) von Uniserv getroffen, um mit ihnen über das für alle drei erfolgreich verlaufene Event zu sprechen.

Mit welchen Erwartungen haben Sie an dem Karrierefrühstück teilgenommen?

Krebs„Das war meine erste Teilnahme an so einer Veranstaltung und wir als Uniserv sind mit keinen wirklich konkreten Erwartungen in die Gespräche gegangen. Wir hatten nicht die Erwartungshaltung, bis in einer Woche eine neue Festanstellung verzeichnen zu können. Vielmehr haben wir gehofft viele nette Menschen kennenlernen zu können. Darüber hinaus war der Plan, den Namen Uniserv an der Hochschule präsent zu machen und uns als lokalen Arbeitgeber zu präsentieren. Besonders hierfür eignet sich das Format meiner Meinung nach gigantisch gut. Uniserv ist ein großes Unternehmen, das man allerdings vielleicht aus den Medien nicht gerade kennt und erst auf uns aufmerksam wird, wenn man explizit nach uns sucht. Wir wollten uns also als Arbeitgeber vorstellen und im gleichen Atemzug über hoffentlich viele gute Kandidaten stolpern.“

Christoph„Zu dem Zeitpunkt des Karrierefrühstücks habe ich noch parallel zu meinem Studium an der Hochschule Pforzheim gearbeitet. Da mein Vertrag an der HS aber damals bald ausgelaufen wäre, habe ich gedacht ich muss mir etwas Neues suchen und dachte ich ergreife die Möglichkeit, an den Karrierefrühstücken teilzunehmen. Ich wusste schon ungefähr was mich erwartet, da ich schon mal an einem ähnlichen Format teilgenommen habe. Besonders spannend war es für mich die lokalen Unternehmen kennen zu lernen, weil man normalerweise auf Karriereveranstaltungen immer nur mit den großen Namen konfrontiert wird und bei den Unternehmen, bei denen der Name nicht so geläufig ist, oft gar nicht zum Messestand geht. Das Format gibt einem die Möglichkeit sich direkt miteinander auszutauschen und man erhält gleich einen Einblick davon, was das Unternehmen wirklich macht, anstatt nur an einem schön gestalteten Messestand aber wenig Aussagekraft vorbeizulaufen. Daher finde ich das Format super und ich hatte gehofft, im Anschluss viele Bewerbungen versenden zu können, um zu einer Festanstellung zu gelangen.“

Schimmack: „Wir gehen grundsätzlich immer mit der Erwartung an die Hochschule, wertvolle Kontakte knüpfen zu können und interessante Menschen kennen zu lernen. Das muss im ersten Schritt nicht immer gleich in einer Festanstellung enden. Der Fokus liegt mehr darauf uns unter den Studierenden bekannter zu machen und daran zu arbeiten, dass die jungen Leute uns auf dem Schirm haben. Wichtig ist hierbei zu vermitteln, dass die Uniserv hierbei zahlreiche Karrieremöglichkeiten bietet. Wir wollen hier als offener Ansprechpartner fungieren, auch über ausgeschriebene Stellen hinaus.“

von links: Jan Christoph, Silke Schimmack, Sebastian Krebs

Wir waren Ihre Erfahrungen im Abgleich mit den Erwartungen an das Event?

Christoph„Ich habe eher eine Außenseiter-Rolle eingenommen, da die meisten der Teilnehmer tatsächlich in niedrigeren Semestern oder auf der Suche nach Abschlussarbeiten waren. Im Gegensatz dazu stand ich ja kurz vor meinem Masterabschluss und habe ja auch schon nebenbei an der HS gearbeitet. Daher hatte ich sozusagen schon einen kleinen Vorteil im Vergleich zu anderen Teilnehmern.“

Dabei wurden sowohl die kleinen Gruppengrößen als auch die eingeplanten Zeiten pro Tisch von Studierenden und Unternehmensvertretern gelobt. So sei ein spannender Austausch zustande gekommen, was zu einer erfolgreichen und gelungenen Veranstaltung für beide Seiten geführt hat. Besonders für lokale Unternehmen, die vielfältige Möglichkeiten in Pforzheims Wirtschaft bieten, können Karrierefrühstücke oder auch -Afterworks die ideale Lösung sein, unverbindlich mit interessierten Studierenden in Kontakt zu kommen und gleichzeitig die eigene Arbeitgebermarke zu stärken.

Wie gestaltete sich der weitere Kontakt nach dem Event?

Christoph: „Ich habe ganz zügig nach dem Event die Bewerbungen an alle für mich interessanten Unternehmen abgeschickt. Nach nur einem Tag hat sich Frau Schimmack bereits gemeldet und ich wurde kurz darauf zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Am nächsten Tag bekam ich dann schon einen erfreulichen Anruf mit einem Jobangebot. Das ging wirklich schnell!“

Schimmack„Konkrete Kontaktdaten haben wir aus den direkten Gesprächen keine mitgenommen. Es gab allerdings ein paar Studierende, die uns ihren Lebenslauf mitgegeben haben. Diese haben wir dann intern geprüft und geschaut, wo wir die Studierenden einsetzen könnten. Das wir Jan für uns begeistern und ihm zügig ein Jobangebot unterbreiten konnten war natürlich super und ein tolles Ergebnis, mit dem wir zu Beginn nicht gerechnet haben.“

Haben Sie noch einen Tipp, wie sich zukünftig teilnehmende Studierende gut auf entsprechende Karriereevents vorbereiten können?

Christoph„Was auf jeden Fall hilft ist sich vorab zu informieren, welche Unternehmen am Event teilnehmen und welche Unternehmen für einen selbst interessant sind. So ist es möglich beim Event gezielt Fragen stellen zu können. Generell sollte man sich nicht schon vorab vor Unternehmen verschließen, die man eventuell noch nicht kennt.“

Schimmack: „Uns ist ganz wichtig, dass die Persönlichkeit der Bewerber zu uns passt, den fachlichen Teil können wir durch Trainings und Einweisungen erweitern. Daher nehmen auch wir ganz offen an solchen Events teil und legen auf diese Offenheit großen Wert.“

Das Career Center bedankt sich ganz besonders bei Frau Schimmack, Herrn Krebs und Herrn Christoph, dass sie sich Zeit genommen haben von Ihren Erfahrungen zu berichten und sich unseren Fragen zu stellen.

 

Mit Blick auf die Zukunft hoffen wir auch künftig von weiteren ähnlichen Erfolgsstorys, als Resultat unserer Karriereevents, berichten zu können. Weitere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen finden Sie hier