Zwischen Osternest und Zukunftsplanung: Einblicke in die Technikstudiengänge
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Osterferien bedeuten für viele Schüler*innen vor allem eines: eine Pause vom Schulalltag. Für einige jedoch sind sie auch eine Gelegenheit, den Blick nach vorn zu richten und sich intensiver mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen. Genau diesen Gedanken griffen die Osterschnuppertage 2026 an der Fakultät für Technik auf. Am 09. April nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 13 die freie Zeit, um sich bewusst mit Studienmöglichkeiten im MINT-Bereich zu beschäftigen und erste Eindrücke vom Hochschulalltag zu gewinnen.
Statt Unterricht und Ferienroutine standen an diesem Tag Werkstätten, Labore und aktuelle technische Fragestellungen im Mittelpunkt. Nach einer gemeinsamen Begrüßung verteilten sich die Teilnehmenden auf ein vielfältiges Programm, das unterschiedliche Interessen und Altersstufen berücksichtigte. Dabei ging es von Anfang an darum, selbst aktiv zu werden und Technik nicht nur zu beobachten, sondern unmittelbar zu erleben.
Im praktischen Arbeiten wurde schnell deutlich, wie eng Schule, Studium und Anwendung in den Ingenieurwissenschaften miteinander verbunden sind. In einem Workshop entstand bei der Rennschmiede ein Carbon-Schlüsselanhänger, der nicht nur handwerkliche Schritte erforderte, sondern auch einen ersten Zugang zu modernen Materialien bot. Die Programmierung einer Fräsmaschine gab in einem anderen Workshop einen Eindruck davon, wie digitale Steuerungstechnik in der industriellen Praxis eingesetzt wird.
Im Laufe des Tages öffneten weitere Labore ihre Türen und zeigten die Vielfalt technischer Studienrichtungen. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung spielten ebenso eine Rolle wie klassische ingenieurwissenschaftliche Methoden. Bei der Analyse und Aufbereitung elektronischer Geräte wurde der Lebenszyklus technischer Produkte hinterfragt, während in anderen Angeboten biomechanische Zusammenhänge oder Messverfahren mit Dehnungssensoren untersucht wurden. Diese Mischung aus Theorie, Experiment und Anwendung verdeutlichte, wie breit das Spektrum eines MINT-Studiums angelegt ist.
Auch digitale Technologien fanden ihren Platz: Im Projekt „3D-Welten selbst gebaut“ entwickelten die Teilnehmenden eigene Anwendungen für die Meta Quest 3 und erhielten einen Einblick in aktuelle Entwicklungen der virtuellen Produkt- und Spieleentwicklung. Kreativität, technisches Verständnis und Programmierung griffen hier unmittelbar ineinander.
Neben den fachlichen Inhalten spielte der persönliche Austausch eine wichtige Rolle. In Gesprächen mit Studierenden und Lehrenden konnten die Jugendlichen Fragen zum Studium, zu Anforderungen und zur Studienwahl stellen. So wurde aus einzelnen Eindrücken ein realistisches Bild davon, wie der Übergang von der Schule in ein technisches Studium gestaltet sein kann – und welche Wege sich im MINT-Bereich eröffnen.
Am Ende des Tages stand nicht nur ein vielseitiges Programm, sondern auch die Erfahrung, die eigene Ferienzeit aktiv für die Zukunftsplanung genutzt zu haben. Die Osterschnuppertage 2026 zeigen, wie wertvoll solche Orientierungsangebote in einer Phase sind, in der viele Entscheidungen über den weiteren Bildungsweg vorbereitet werden.


















