Werkstoffe ganzheitlich denken: Dr.-Ing. Canan Tasdemir zur Professorin für Werkstofftechnologie und Nachhaltigkeit berufen

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Die Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim verstärkt ihr Professor*innen-Team im Bereich Maschinenbau, Biomechanik und Produktentwicklung: Zum Sommersemester 2026 wurde Dr.-Ing. Canan Tasdemir zur Professorin für Werkstofftechnologie und Nachhaltigkeit berufen. 
Mit ihrer Berufung gewinnt die Hochschule eine ausgewiesene Expertin für Werkstoffe, Fertigungsprozesse und nachhaltige Materialentwicklung. In Lehre und Forschung wird sie sich insbesondere mit der ganzheitlichen Betrachtung von Werkstoffen beschäftigen – von der Herstellung über die Nutzungsphase bis hin zu Recycling und Kreislaufwirtschaft.

„Mit den Fächern im Bereich Werkstofftechnologie und Nachhaltigkeit vermittle ich den Studierenden ein Bewusstsein für Werkstoffe – von ihrer Entstehung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung oder zum Recycling. Ganz nach dem Motto: Verantwortung von Anfang bis Ende übernehmen“, beschreibt die neue Professorin ihre Motivation.

Ihr eigener Bildungsweg zeigt, dass technische Karrieren viele Wege kennen. Nach dem Einstieg über die mittlere Reife im Jahr 2007 absolvierte sie zunächst das Technische Gymnasium in Öhringen, wo sie 2010 ihr Abitur ablegte. Anschließend studierte sie Werkstoffingenieurwesen an der RWTH Aachen und schloss dort Bachelor und Master ab. Während des Studiums sammelte sie zudem praktische Erfahrung bei der Porsche AG in Weissach, wo sie im Bereich Schadensanalyse tätig war. Im Anschluss promovierte sie in Kooperation mit der Daimler AG im Bereich Verfahrensentwicklung. Ihre 2019 erfolgreich verteidigte Dissertation trägt den Titel: „Untersuchungen zum Fügen von Aluminium-Kokillenguss mittels Schwungradreibschweißen“.

Parallel zu ihrer Promotion sammelte sie umfangreiche Industrieerfahrung im Automobilbereich. 2018 wechselte sie in die Gesamtfahrzeugentwicklung und arbeitete in Sindelfingen im Bereich Betriebsfestigkeit. Seit 2022 war sie in Böblingen in der Forschung tätig und beschäftigte sich mit innovativer und nachhaltiger Materialentwicklung.

Mit ihrer Berufung an die Hochschule Pforzheim bringt sie diese Kombination aus wissenschaftlicher Expertise und langjähriger Industrieerfahrung in die Ausbildung der Studierenden ein. Dabei ist ihr auch die gesellschaftliche Perspektive von Technik wichtig. „Wir alle reisen gemeinsam in die Zukunft“, sagt sie mit einem Zitat des Physikers Stephen Hawking: „Aber lassen Sie uns zusammen daran arbeiten, dass diese Zukunft ein Ort wird, den wir auch besuchen wollen.“

Die Hochschule Pforzheim stärkt mit der neuen Professur insbesondere Themen rund um nachhaltige Werkstoffe, ressourcenschonende Produktion und verantwortungsvolle Produktentwicklung – zentrale Kompetenzen für die Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen.