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Vision im Treppenbau 2030: Masterstudierende kooperieren mit Festool GmbH

Forschungsprojekt im Masterstudiengang „Produktentwicklung“

 

Wie sehen Treppenbau und -montage im Jahr 2030 aus? Im Austausch mit dem Gerätehersteller Festool GmbH haben vier Studierende des Masterstudiengangs „Produktentwicklung“ der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim hierzu eine Vision erarbeitet – unter Berücksichtigung technischer Trends wie Robotik, Vernetzung und Automatisierung. Felix Eisenhardt, Sara Fileppi, Lena Mertel und Marcel Kern entwickelten im Rahmen eines Forschungsprojekts ein spezielles Softwaretool: „Crevio“ könnte als Schnittstelle zwischen Treppenbauer und Kunden durch eine Konfigurator-, eine Visualisierungs- sowie eine Kommunikationsfunktion die Angebotserstellung und den Austausch zukünftig erleichtern. So könnten die Kunden schneller zu ihrer Wunschtreppe kommen und die Treppenbauer Aufwand und Kosten bei der Angebotserstellung sparen. Die Einzelschritte des Treppenbauprozesses wurden zunächst in Funktionen und Anforderungen zerlegt. Zur Vervollständigung der Kundenanforderungen wurden darüber hinaus weitere Beobachtungen und Befragungen mit Endkunden durchgeführt und ausgewertet, wobei die Corona-Situation mit ihren Einschränkungen eine besondere Herausforderung darstellte. „Auf Basis systematischer und methodischer Herangehensweise leiteten die Studierenden neben einer visionären Prozessgestaltung ein maßgeschneidertes Festool-Produkt ab, welches ganz neue Möglichkeiten in der Kommunikation zwischen Kunden und Treppenbauer schafft“, so Professor Dr.-Ing. Werner Engeln, der die Arbeit betreute.

Festool begleitete die Studierenden gemäß der eigenen Erwartungshaltung und Arbeitsweise an ein internes Entwicklungsprojekt. Virtuelle Regeltermine über Online-Plattformen, Zwischenpräsentationen, agiles Projektmanagement und die dokumentarische Aufbereitung standen daher an der Tagesordnung: "Das hohe Maß an Eigenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzfreude des studentischen Teams war für die gute Zusammenarbeit Grundvoraussetzung", so Entwicklungsingenieur Markus Wildermuth von Festool.

„Unser zukünftiges Produkt sollte dabei mindestens eine der Festool-Kompetenzen Motor, Elektronik, Mechanik und/oder Digitalisierung abdecken“, so Masterstudentin Sara Fileppi. Unter Anwendung verschiedener Kreativitätstechniken entstand schließlich die Produktidee zur App „Crevio“.

Um mit der Produktidee auch unternehmensweit einen langfristigen Eindruck zu hinterlassen, wurde für die Abschlusspräsentation ein eigenes Werbevideo mit befreundeten Statisten und realen Treppenbauern erstellt. „Als Ergebnis des Projektes wurde kein klassisches Gerät gefunden, das man dem Treppenbauer zukünftig in die Hand geben kann, sondern es wurde ein ganz neuer digitaler Produktansatz gefunden, der sowohl für die Firma Festool wie auch die Treppenbauer neue Möglichkeiten eröffnet“, so Werner Engeln.