Vierte Auszeichnung in Folge: Hochschule Pforzheim auf der Celosphere Bayern als Celonis Academic Center of Excellence bestätigt

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Die Hochschule Pforzheim wurde im Oktober 2025 zum vierten Mal in Folge als Celonis Academic Center of Excellence ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhalten weltweit nur dreizehn Hochschulen sowie Universitäten. Sie steht für hervorragende Lehre im Bereich Process Mining, für eine sichtbare wissenschaftliche Profilbildung sowie für belastbare Kooperationen mit internationalen Partnerinstitutionen und Unternehmen. Zu den weiteren ausgezeichneten Hochschulen zählen unter anderem die RWTH Aachen, die Universität Münster sowie die NOVA Information Management School in Lissabon.

Seit 2019 haben mehr als 4.800 Studierende der Hochschule Pforzheim Kompetenzen im Process Mining erworben. Pro Jahr kommen etwa 1.300 weitere hinzu. Das Themenfeld ist curricular fest verankert. Es bildet einen wesentlichen Bestandteil der Studiengänge BWL Wirtschaftsinformatik, Information Systems, Industrial Management sowie Engineering and Management. Process Mining wird zudem in ausgewählten Modulen der Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Technik eingesetzt. Die Studierenden analysieren reale Prozesse aus industriellen und administrativen Kontexten, bewerten Datenmodelle im operativen Einsatz und entwickeln belastbare Optimierungsansätze auf Grundlage objektiver Prozessdaten.

Auf der Celosphere 2025 in München war die Hochschule erneut vertreten. Beim Academic Partner Day präsentierte Prof. Dr. Frank Morelli die Aktivitäten der Hochschule im Bereich Process Mining. Im Elevator Pitch erläuterte er die internationale Ausrichtung der Lehre sowie die zunehmende Nutzung von Process Mining für interne Hochschulprozesse. Ein Beispiel stellt der Einsatz zur Analyse des Recruiting und Onboardings dar. Die Teilnahme ermöglichte die Sichtbarkeit der Hochschule in einer globalen Fachcommunity und eröffnete neue Impulse für zukünftige Kooperationen.

Eine zentrale Rolle nimmt die internationale Zusammenarbeit mit dem Symbiosis Centre for Information Technology in Pune ein. Studierende beider Bildungseinrichtungen bearbeiten gemeinsame Capstone-Projekte zu End to End Prozessen wie Order to Cash oder Purchase to Pay. Die Kooperation bildet einen neuen Impuls für die Weiterentwicklung des Themenfelds. Auf dieser Grundlage entsteht für den Masterstudiengang Information Systems das neue Modul Process Mining and Business Process Management. Das Modul wird ab dem Sommersemester 2025 angeboten. Es ergänzt das bereits etablierte Process Mining Angebot der Hochschule und erweitert die Ausbildung im Bereich datenorientierter Prozessanalyse um eine internationale und anwendungsorientierte Perspektive.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Rebecca Bulander beginnt aktuell ein neues Industrieprojekt in Zusammenarbeit mit BMW in München. Die Studierenden analysieren reale Geschäftsprozesse, identifizieren Abweichungen zwischen Soll und Ist Abläufen, untersuchen Prozessdurchlaufzeiten sowie Varianten und leiten daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab. Das Projekt bindet Studierende der Masterprogramme Engineering and Management sowie Industrial Management ein. Es verbindet forschungsorientierte Methoden mit betrieblicher Praxis und fördert die Fähigkeit, Process Mining als Instrument der datenbasierten Organisationsentwicklung einzusetzen.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Process Mining an der Hochschule Pforzheim erfolgt in enger Abstimmung mit Prof. Dr. Manuel Fritz. Er erweitert das Themenfeld strategisch. Dazu gehören Entwicklung neuer Lehrformate sowie die konzeptionelle Einbindung von Process Mining in interdisziplinäre Projektstrukturen. Die Aktivitäten schaffen einen konsistenten Rahmen für eine zukunftsorientierte Ausbildung im Bereich datengetriebener Prozessanalyse.

Die erneute Auszeichnung als Celonis Academic Center of Excellence bestätigt die führende Stellung der Hochschule Pforzheim innerhalb der internationalen Process Mining Community. Sie zeigt die Leistungsfähigkeit der Hochschule in den Bereichen Lehre, Forschung und Kooperation. Gleichzeitig stärkt sie die Sichtbarkeit eines Themenfelds, das für digitale Transformationsprojekte in Wirtschaft und Verwaltung von zentraler Bedeutung ist.