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Verdienstmedaille für Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner und Prof. Dr. Rudi Kurz

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Hochschule Pforzheim zwei verdiente Mitglieder aus ihren Reihen mit der neu geschaffenen Verdienstmedaille geehrt. Rektor Professor Dr. Ulrich Jautz nahm die Ehrung am Donnerstag, 15. November 2018, im Rahmen des Dies Academicus vor. Er verlieh die Verdienstmedaille an Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner sowie an Professor Dr. Rudi Kurz für ihre Verdienste um die Hochschule. Designer der Medaille ist der Pforzheimer Goldschmiedemeister Marc Limper. Er ist Absolvent des Studiengangs Schmuck und Objekte der Alltagskultur an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch das Cello-Duo Sophie Scheungraber und Anne Mauz.

„Im Rahmen der neuen Strategie der Hochschule war es eine wichtige Zielsetzung, eine auf Wertschätzung beruhende Anerkennungskultur zu pflegen. Der Senat der Hochschule Pforzheim hat deshalb im Sommer dieses Jahres eine Ehrensatzung für die Hochschule beschlossen, die die Honorierung herausragender Leistungen für die Belange der Hochschule vorsieht. Deshalb ist es mir eine große Freude, die beiden verdienten Kollegen Norbert Höptner und Rudi Kurz, die Herausragendes für die Hochschule geleistet haben und bis dato leisten, heute zu ehren“, würdigte Jautz die ausgezeichneten Professoren.

Alle sind wichtig – einige ganz besonders
Professor Dr. Markus-Oliver Schwaab, Prodekan der Fakultät für Wirtschaft und Recht, hob in seiner Festrede hervor, dass der Erfolg einer Hochschule immer ein Teamerfolg sei, der aber nicht möglich wäre, wenn Einzelne nicht vorangingen. „Alle sind wichtig – einige ganz besonders. Als Hochschule steht man ständig vor neuen Herausforderungen durch die Studierenden, die Wirtschaft und die Gesellschaft“, sagte Schwaab. Deshalb sei es wichtig, dass besondere Leute Impulse für Veränderungen setzen und ihre Kollegen dabei mitnähmen. „Deshalb haben solche Personen auch eine ganz besondere Anerkennung verdient“, so Schwaab.

Für den früheren Rektor der Hochschule, Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner, sprach Professor Dr.-Ing. Martin Pfeiffer, Prodekan der Fakultät für Technik, die Laudatio. „In unserem Leitbild steht unter dem Hashtag #verantwortlich: `Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für komplexe Herausforderungen, reflektieren deren Tragweite und übernehmen Verantwortung für deren Auswirkungen.´ Dieses verantwortliche Handeln gepaart mit der Kompetenz, die Dinge nicht nur zu entwerfen, sondern auch ans Laufen zu kriegen, hat Norbert Höptner zum Wohl der Hochschule an den Tag gelegt. In Norbert Höptner haben wir eine Person, die das heutige Leitbild schon gelebt hat, bevor es formuliert wurde“, lobte Pfeiffer.

Viel Gespür und Einsatz
Er hob außerdem hervor, dass Norbert Höptner stets aktiver Teil der Professorenschaft gewesen sei und – trotz Freistellung als Europabeauftragter des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs und Direktor des Steinbeis Europa-Zentrums in Karlsruhe und Stuttgart – freiwillig Lehrveranstaltungen an der Hochschule durchgeführt habe. Als Rektor habe Höptner Visionen für die zukünftige Ausrichtung der Hochschule entwickelt und umgesetzt. „Unter seinem Rektorat konstituierte sich auch der erste Hochschulrat der Hochschule Pforzheim. Norbert Höptner hat mit viel Gespür und Einsatz Persönlichkeiten für dieses Amt gewinnen können. In seinem Vorgehen – und das haben mir alle gesagt, mit denen ich darüber geredet habe – war immer deutlich zu erkennen, wie sehr ihm das Weiterkommen der Hochschule am Herzen liegt und dass die eigene Person dahinter zurücktritt“, so Pfeiffer.

Immer einladend und gut gelaunt
In seiner Laudatio für Professor Dr. Rudi Kurz wandte sich Professor Dr. Urban Bacher ganz persönlich an seinen langjährigen Kollegen. „Die Hochschule hat Dir viel zu verdanken“, würdigte Bacher die Verdienste von Rudi Kurz. „Egal, wie es gerade um ihn stand. Er war immer einladend und gut gelaunt.“ Auf die Hochschule seien im Lauf der Jahre viele Herausforderungen zugekommen: ein neues Hochschulgesetz, die Abschaffung des Diploms, der Akkreditierungszwang, Qualitätsoffensiven oder der doppelte Abiturjahrgang. „Für Rudi war das alles keine Bedrohung. Ganz im Gegenteil: Ihn reizte das“, erinnerte sich Bacher. Besonders hob er Kurz´ Verdienste um die UN-Initiative zu den Principles for Responsible Management Education (PRME) hervor. Bacher würdigte das Engagement von Kurz, zu jeder Zeit am Zusammenwachsen der drei Fakultäten mitgewirkt zu haben. Dabei habe, so Bacher, sein vermittelnder Charakter hervorgeragt. „Besonders wichtig war für ihn, alle mitzunehmen, auch Andersdenkende. Dass ich Rudi Kurz begegnen durfte, war ein Segen und auch mit großem Glück verbunden.“

Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner war von 1992 bis zum Ende des Sommersemesters 2018 Professor im Bereich Informationstechnik an der Hochschule Pforzheim. Seine Fachgebiete waren „Signalverarbeitung“, „Digitale Systeme“ und „Prozessorarchitekturen“. Er war Gründungsdekan des Fachbereichs Elektrotechnik und von 1995 bis 1999 Prorektor und Leiter des Instituts für Angewandte Forschung (IAF). Von 1999 bis 2003 leitete er als Rektor die Geschicke der Hochschule Pforzheim. Von 2002 bis 2017 war er Europabeauftragter des Wirtschaftsministeriums Baden-Württembergs und Direktor des Steinbeis Europa-Zentrums in Karlsruhe und Stuttgart. Von 2005 bis 2009 war er außerdem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH.

Prof. Dr. Rudi Kurz war von 1988 bis 2017 Professor für Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik im Bereich Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim. Er war Gründungsdekan der Fakultät für Wirtschaft und Recht sowie Prorektor der Hochschule. In seine Amtszeit als Dekan fiel die erfolgreiche Erstakkreditierung durch die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) International. Er war Mitbegründer des Chapters für Deutschland, Österreich und die Schweiz der UN-Initiative zu den Principles for Responsible Management Education (PRME) und vertrat die Hochschule lange Zeit dort auch international. Bis heute wirkt er beratend im Hintergrund.

Die neue Verdienstmedaille der Hochschule Pforzheim wird zum ersten Mal vergeben. Designer ist Marc Limper, Goldschmiedemeister und Absolvent des Studiengangs Schmuck und Objekte der Alltagskultur an der Fakultät für Gestaltung. Die Medaille greift das Logo der Hochschule auf und transferiert es in eine dreidimensionale Form. Sie verbindet die klassische Auszeichnungsform der Medaille mit einer modernen Formensprache. Die Medaille greift in ihrer Mehrdimensionalität, in der Verwendung des Materialmixes und wie diese miteinander in Verbindung stehen, den Gedanken des Perspektivenwechsels der Hochschule Pforzheim auf.