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Use-PSS unterstützt e-Mobility Start-up bei Vorbereitung des Markteintritts

Forschungsprojekt der Hochschule Pforzheim begleitet das Münchner Start-Up ChargeX auf dem Weg zum Markteintritt. Das Team für intelligente Produkt-Service-Systeme entwickelt clevere, individuell auf Unternehmen zugeschnittene Lösungen, die Produkte mit dazugehörigen Dienstleistungen effizient und gewinnbringend kombinieren.


Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Elektrofahrzeuge sind ein möglicher und auch wahrscheinlicher Ansatz, der die Automobilindustrie radikal verändern könnte. Das Münchner Start-Up ChargeX arbeitet an einer Lösung für die Lade-Infrastruktur im privaten und halb-öffentlichen Bereich. Die Idee: Ein modulares Ladesystem kann mittels Plug & Play um zusätzliche Ladepunkte erweitert werden. Auch eine intelligente Steuerung der Ladevorgänge ist Teil der Lösung. Auf diese Weise können beispielsweise mehrere Elektrofahrzeuge an einer Ladestation angeschlossen werden und je nach Bedarf zeitversetzt mit der vorhandenen Energie aufgeladen werden. Mit dieser Entwicklung haben die jungen Gründer bereits einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So wurden sie unter anderem ausgewählt, um im „Future Mobility Incubator“, der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden, einzuziehen und mit Unterstützung von VW und der Wirtschaftsförderung Dresden ihre Ideen zur Marktreife zu entwickeln.

Als Partner auf diesem Weg wurde das Team von Use-PSS ausgewählt. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde an der Hochschule Pforzheim ein Methodenbaukasten entwickelt, der Unternehmen dabei unterstützt ihre aktuellen Geschäftsmodelle, ihre potenziellen Kunden und ihre Konkurrenten zu analysieren, innovative Ideen zu entwickeln und diese kundenzentriert zu testen. Ziel ist es nicht nur Produkte an den Kunden zu bringen, sondern das Geschäftsmodell durch angegliederte Dienstleistungen anzureichern.

In einem ersten Workshop trafen sich die Projektmitarbeiter Alexander Richter und Lukas Waidelich mit den Gründern von ChargeX im Start-Up-Haus Hyprspace in München und stellten ihre methodischen Unterstützungsmöglichkeiten vor. Zusammen mit den Gründern Tobias Wagner, Michael Masnitza und Johannes Engeln wird nun in weiteren Schritten ein auf das Unternehmen zugeschnittenes Geschäftsmodell-Konzept für den Markteintritt erarbeitet.

Über Use-PSS:

Das Forschungsprojekt Use-PSS - Usability betrieblicher Produkt-Service-Systeme (PSS) im Mittelstand - entwickelt und erprobt anhand realer Anwendungsfälle von Unternehmenspartnern ein Vorgehensmodell zur Generierung von Produkt-Service-Systemen. Ziel des Projektes ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beim Aufbau solch cleverer Kombinationen aus Produkten und Dienstleistungen bedarfsgerecht zu unterstützen. Im Projekt wird ein umfassendes Best-Practice-Modell erstellt, das auf die Bedürfnisse der Zielgruppe KMU abgestimmt und auf verschiedene Branchen übertragbar ist. Ein weiteres Ergebnis des Forschungsprojekts ist der Aufbau eines PSS-Kompetenzzentrums, welches als Anlaufstelle und Netzwerk-Plattform Unternehmen bei der Transformation vom Produkt- zum Lösungsanbieter umfassend unterstützt.

Als Partner im Zusammenschluss mit bwcon, dem Steinbeis Innovationszentrum „2 Digital Business“ sowie drei mittelständischen Unternehmen aus Baden-Württemberg ist das Projekt Use-PSS Teil der Förderinitiative „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“. Im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ wird es im ersten Schritt mit einer Laufzeit von drei Jahren bis 2018 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.