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Tagung „Mathematik an Schule und Hochschule“

28 Teilnehmer besuchten die Tagung „Mathematik an Schule und Hochschule“ an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim am 3. Dezember 2019.

Verzahnung von Schule und Hochschule: Kooperation mit Lehrern aus der Region

 

Die Mathematik ist besser als ihr Ruf – darin jedenfalls waren sich die Teilnehmer der Tagung „Mathematik an Schule und Hochschule“ einig. Erstmals fand dieses Netzwerktreffen am Dienstag, 3. Dezember 2019, an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim statt. Mathematik-Lehrer der allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien der Region waren eingeladen, sich mit den Mathematik-Dozierenden der Hochschule Pforzheim auszutauschen. Die insgesamt 28 Teilnehmer diskutierten über die neuen Lehrpläne für das Schulfach Mathematik, Unterstützungsmaßnahmen im Fach Mathematik an der Hochschule sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Hochschule. „Unsere gemeinsamen Ziele sind es, die Schwierigkeiten die Studierende zu Beginn eines mathematisch geprägten Studiums haben, zu analysieren und zu minimieren – durch den Ausbau eines tragfähigen Netzwerkes zwischen Mathematiklehrenden an Schulen und Hochschulen und mehr Angebote für Schulabgänger und Studienanfänger“, so Ralph Hofrichter, Diplommathematiker an der Hochschule Pforzheim, der die Tagung gemeinsam mit Anja Peters, Lehrerin an der Ludwig-Erhard-Schule Pforzheim, initiierte.

 

Von links nach rechts: Anja Peters (Ludwig-Erhard-Schule Pforzheim), Frank Schmidt (HS PF), Thomas Weber (Carl-Engler-Schule Karlsruhe), Nathalie Weber (Lessing-Gymnasium Karlsruhe), Bernd Kuppinger und Ralph Hofrichter (beide HS PF).

Von den Grundrechenarten bis zur Integralrechnung – das betriebswirtschaftliche und technische Studium erfordert solide Rechenfertigkeiten. Bereits vor dem offiziellen Semesterstart bietet die Hochschule Pforzheim daher Mathematik-und Physikvorbereitungskurse für Studienanfänger an. Das seit 2012 bestehende Vorkursangebot wird durch die Mathematik-Schmieden und Tutorien ergänzt: „Dort bieten wir regelmäßiges Grundlagentraining auch während des Studiums an“, so Ralph Hofrichter. „Lückenhafte Grundlagen können zu Verständnisproblemen in den Vorlesungen bis hin zu Prüfungsangst führen“, so der Mathematiker. Kursevaluationen belegen, dass sich die Teilnehmer signifikant besser vorbereitet fühlen als zuvor. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei. „Um unsere Erstsemester weiterhin gut vorbereiten zu können, ist auch ein Austausch mit den Schulen unerlässlich“, so Ralph Hofrichter.

Diese Meinung teilt auch Lehrerin Anja Peters: „Meine Gespräche mit Herrn Dr. Hofrichter haben mir gezeigt, dass wir alle mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, die wir gemeinsam lösen können.“

Weitere externe Referenten der Tagung waren Dr. Thomas Weber von der Carl-Engler-Schule Karlsruhe sowie Nathalie Weber vom Lessing-Gymnasium Karlsruhe. Beide gehören dem cosh-Kooperationsteam (cosh: cooperation schule:hochschule) an. Diese Arbeitsgruppe setzt sich für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen des Landes Baden-Württemberg ein. „Wir Lehrerinnen und Lehrer erarbeiten gemeinsam mit Professorinnen und Professoren Möglichkeiten und Wege, Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium vorzubereiten“, so Thomas Weber.