Studierendenbefragung bestätigt: Technik studieren heißt mitdenken, mitmachen und Praxis erleben
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Wie wird die Lehre an der Fakultät für Technik bewertet? Die aktuelle Studierendenbefragung zeichnet ein sehr positives Bild: Besonders gelobt werden das Engagement der Lehrenden, der offene Umgang mit Fragen sowie die klaren Lernziele der Lehrveranstaltungen. Auch die Praxis- und Anwendungsorientierung der Lehrveranstaltungen erhält erneut sehr gute Bewertungen.
Die Befragung macht deutlich, dass sich die Studierenden fachlich wie persönlich gut begleitet fühlen. Besonders geschätzt wird, dass Lehrende auf Fragen und Anliegen eingehen. Dieser Aspekt erreicht mit einem Mittelwert von 1,4 (Skala von 1 = sehr gut bis 5 = mangelhaft) den Spitzenwert der Evaluation. Auch die Verständlichkeit der Lernziele (1,7), die Praxis- und Anwendungsbezüge (1,8) sowie die Gesamtbewertung der Lehrveranstaltungen (1,8) erhalten durchweg hohe Bewertungen.
„Als besonders positiv nehmen die Studierenden das große Engagement der Lehrpersonen für ein gutes Lernklima wahr, in dem immer gerne auf studentische Fragen eingegangen wird“, freut sich Studiendekanin Professorin Dr. Katharina Kilian-Yasin.
Die Freitextkommentare zeigen, was aus Sicht der Studierenden zum Studienerfolg beiträgt: Aktiv an den Lehrveranstaltungen teilnehmen, Fragen stellen und Theorie und Praxis miteinander verbinden. So bringt es eine Rückmeldung auf den Punkt: „Geht in die Vorlesungen, hört zu und macht mit – dann halbiert sich der Lernaufwand.“ Ebenso häufig empfehlen die Studierenden, Inhalte wirklich zu verstehen, statt sie nur für Prüfungen auswendig zu lernen. „Versucht wirklich zu verstehen, was ihr erarbeitet“, fasst ein Kommentar diese Haltung zusammen.
Auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigen die Rückmeldungen einen reflektierten Umgang. KI wird als zeitgemäßes und hilfreiches Werkzeug verstanden, das den Lernprozess unterstützen kann. Das eigene Verständnis und kritische Denken kann und darf sie aber nicht ersetzen. Ein Studierender formuliert es so: „Benutzt KI so viel es geht – aber versteht unbedingt, was ihr präsentiert.“
Auch die Evaluation unterstreicht diesen Befund. Bei der Frage, ob Lehrveranstaltungen dazu anregen, sich eigenständig mit den Inhalten auseinanderzusetzen, liegt der Mittelwert bei 2,1 – ebenfalls ein gutes Ergebnis, gleichzeitig aber etwas zurückhaltender als bei den übrigen Kriterien. Für die Fakultät ist dies ein wichtiger Impuls, die Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln.
„Der etwas abweichende Wert bei der Anregung der Studierenden zum eigenständigen Denken ist uns Lehrenden, zusätzlich zu unseren kontinuierlichen Aktivitäten der didaktischen Weiterentwicklung, ein Ansporn, dies in unserer Lehre bewusst stärker zu fokussieren. Ganz besonders angesichts der Gefahr, durch KI-Unterstützung das eigenständige Denken zu vernachlässigen“, erläutert Studiendekanin Professorin Dr. Katharina Kilian-Yasin.
Dabei versteht die Fakultät Künstliche Intelligenz ausdrücklich als Bestandteil einer modernen Ingenieurausbildung. KI-gestützte Werkzeuge können beim Lernen, Recherchieren, Programmieren oder Entwickeln unterstützen. Entscheidend bleibt jedoch, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Lösungen entwickeln zu können. Genau diese Fähigkeit, moderne Technologien kompetent und reflektiert einzusetzen, gewinnt in einer zunehmend von KI geprägten Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung.
Für Studieninteressierte zeigen die Ergebnisse, was das TechPF-Studium auszeichnet: Engagierte Lehrende, eine persönliche Lernatmosphäre, einen engen Praxisbezug und den Anspruch, eigenständiges Denken gezielt zu fördern. Denn technisches Know-how allein reicht nicht aus. Gefragt sind Absolvent*innen, die Zusammenhänge verstehen, kritisch hinterfragen und innovative Lösungen entwickeln können.
