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Studierende stellen sich den Herausforderungen von morgen

Die Teilnehmer des Seminars arbeiten digital zusammen. Screenshot: MS Teams/Hochschule Pforzheim

Die Teilnehmer des Seminars arbeiten digital zusammen. Screenshot: MS Teams/Hochschule Pforzheim

Noch hat die Corona-Pandemie die Welt fest im Griff. Doch schon jetzt ist klar: Nach dieser globalen Krise wird es keine Rückkehr zum Status quo geben können. Mit den langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf das Personalmanagement haben sich die Studierenden des Master-Studiengangs Human Resources Management (HRM) an der Hochschule Pforzheim beschäftigt. Im Rahmen eines internationalen Seminars arbeiteten sie mit Studierenden der Partnerhochschule School of Knowledge Economy & Management (SKEMA) zusammen, die ihre Wurzeln in Frankreich hat, jedoch weltweit an sieben Standorten vertreten ist. Dabei gingen die 76 Teilnehmenden der Frage nach, welche strukturellen Veränderungen die Pandemie schon nach sich gezogen hat, noch ziehen wird, und vor welche Herausforderungen dies das Human Resources Management stellt.

In zehn gemischten, internationalen Teams bearbeiteten die Studierenden digital ihre Aufgaben. Um ihre Zusammenarbeit zu verbessern, nutzten sie unter anderem das Tool „staRHs“ der Berliner Firma Resourceful Humans, das den Nutzern die Möglichkeit sowohl zum Feedback gibt als auch zur Teambildung beiträgt – was gerade bei Online-Seminaren von großem Wert ist. Betreut wurden die Studierenden von den beiden Professoren Amine Ezzerouali von der SKEMA sowie Markus-Oliver Schwaab von der Hochschule Pforzheim, der ein positives Fazit der digitalen Premiere des internationalen Seminars zieht. Zwar könne anders als in den Vorjahren kein gemeinsamer Abschluss in Paris stattfinden. Doch der Motivation der Studierenden habe die besondere Situation keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: „Im neuen Kontext haben sie gezeigt, dass sie mit den Herausforderungen der virtuellen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gut zurechtkommen“, attestiert Markus-Oliver Schwaab den Teilnehmern. 

Die Studierenden selbst profitierten beim Seminar gleich auf mehrere Weise. „Die Projektarbeit förderte in einer positiven Art das eigene kulturelle Selbstverständnis und zeigte weiterhin die Diversität in der Zusammenarbeit mit interdisziplinären Partnern auf", sagt Teilnehmerin Bettina Busz. Ihre Kommilitonin Helen Zitzold ergänzt: „Im Rahmen des Seminars konnten nicht nur spannende und aktuelle Themen der Personalarbeit kollaborativ erarbeitet, sondern auch internationale Beziehungen geknüpft werden.“ Dabei, so die Studierende, seien die Teams immer wieder vor technische und persönliche Herausforderungen gestellt worden, die aber stets gemeinsam gemeistert worden wären. Dass die Exkursion nach Paris und die Zusammenarbeit vor Ort ausfallen mussten, finden die Teilnehmer zwar schade. Doch diese neue Art der Zusammenarbeit ermögliche auch wichtige Lerneffekte. „In der virtuellen Zusammenarbeit mit den Studierenden der SKEMA Business School konnte ich auch erfahren, was es bedeutet, virtuell und international zu arbeiten: eine Situation die ich sicher auch in meinem Arbeitsleben erleben werde“, sagt Gina Powitzer. Für sie ist das Seminar sogar nur der Auftakt für noch mehr globalen Austausch: „Aus dieser Erfahrung konnte ich vieles lernen - und ich habe auch ein paar tolle Menschen kennengelernt, die ich nach der Pandemie bestimmt mal besuchen werde.“