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Professor Bernhard Kölmel als Jurymitglied bei ShareBW reloaded

Um neuartige Digitalisierungspotenziale zu identifizieren und zu heben, schieb das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) im Frühjahr dieses Jahres bereits zum zweiten Mal den landesweiten Wettbewerb „shareBW“ aus. Professor Dr. Bernhard Kölmel, der im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen seiner W3-Professur im Fachgebiet Global Process Management lehrt und forscht, wurde als Experte für die Jury dieses Wettbewerbs berufen. Beim Share-Economy-Kongress am 26. Oktober in der IHK Karlsruhe werden nun die Gewinner dieses Weetbewerbs augezeichnet.

Die Wettbewersteilnehmer konnten Ideen und Projekte in vier unterschiedlichen Kategorien einreichen: "Smarter Earth" für Themen die Klima, Nachhaltigkeit, Naturschutz oder Erneuerbare Energien fokussieren und somit einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten. "Mobility", für Themen zu neuen Mobilitätsformen, die das Ziel haben, Mobilität umweltverträglicher und bezahlbar zu machen. "Participation | Integration" für Themen, die das alltägliche Leben betreffen und einen gesellschaftlichen Nutzen beisteuern, sowie "Creativity", für Themen, die den Sharing-Gedanken in den Bereichen Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft umsetzen. Insgesamt stehen dem Wettberwerb 180 000 € Fördermittel zur Verfügung, die von der Jury auf die Gewinnerprojekte verteilt werden.

Durch die Ausschreibung soll ein Beitrag zum digitalen Wandel in der Gesellschaft geleistet und die nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit des Landes gefördert werden – indem eines der Innovationsthemen der Zukunft, die Share Economy, von regionalen Netzwerken, Gemeinden, Wissensträgern, Vereinen, Unternehmen und Bürgern aufgegriffen und omniperspektivisch beleuchtet, geprüft und umgesetzt wird. Der Wettbewerb „shareBW“ zielt darauf ab, den Nutzen und die Möglichkeiten der Share Economy nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und kreativschaffenden Miteinander erlebbar zu gestalten und zu verankern. Das Ministerium vergab daher Preise für Vorschläge zu Share Economy Projekten, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen und von den einreichenden Personen umgesetzt werden sollen.

Bei Share Economy geht es nicht um den Besitz, sondern um den Zugang zu Ressourcen: Unter Share Economy versteht man das Teilen, Tauschen, Mieten und Schenken von materiellen und immateriellen Ressourcen (Objekte, Raum, Zeit, Fähigkeiten und Erfahrungen). Eine ganz neuartige Qualität erfährt die Share Economy durch die Verfügbarkeit moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Nicht nur kommen durch diese ganz andersartige Skaleneffekte zustande, auch die niedrige Eintrittsschwelle ermöglicht jedem einzelnen Bürger eine einfache Teilnahme an der Share Economy. Eine eher auf Einzelpersonen oder Gruppen zugeschnittene Definition besagt denn auch, dass Share Economy es diesem Kreis erlaubt, monetären Nutzen aus ihren zeitweise brach liegenden Ressourcen zu ziehen. Inzwischen hat der Sharing-Gedanke auch zu neuen Geschäftsideen von Unternehmen geführt: Uber (Automobile) und Airbnb (Räume) sind zwei der erfolgreichsten Beispiele für Plattformen, die Ressourcen vermitteln, sogar ohne selbst über diese Ressourcen zu verfügen. Durch die Digitalisierung der Share Economy werden neue Nutzergruppen erschlossen und Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändert, wie zum Beispiel in den Bereichen Energienutzung, Mobilität und Transport, Konsum (Land, Räume, Autos, Geräte, Maschinen, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Musik, Software, etc.), Verwaltung, Tourismus und Gastgewerbe oder auch im Personalbereich allgemein.

 

Eine Anmeldung zum Share-Economy-Kongress ist bis zum 23. Oktober 2017 möglich.

 

Über Professor Dr. Bernhard Kölmel: Ein Querdenker in der total vernetzten Welt

Total vernetzt! Das ist ein Ansatz, der nicht nur das Forschungsfeld von Professor Dr. Bernhard Kölmel beschreibt, sondern auch seine Person. Als gefragter Experte im Themengebiet der digitalen Innovationen im Internet of Things & Services der total vernetzten Welt ist er in internationalen wissenschaftlichen wie unternehmerischen Fachkreisen aktiv.

Seit dem Sommersemester 2012 lehrt und forscht er im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Rahmen seiner W3-Professur im Fachgebiet Global Process Management. Einen besonderen Schwerpunkt legt er dabei auf globale Organisationsstrukturen sowie Smart Systems und Services in der total vernetzten Welt. Der Fokus liegt dabei auf dem System Design, dem Prozessmanagement, sowie der Erforschung von disruptiven Innovationen und Geschäftsmodellen für das Internet of Everything und seine Anwendungsgebiete. An der Hochschule Pforzheim ist er Mitbegründer des Instituts für Smart Systems und Services (IoS³). Er ist außerdem als Experte für Zukunftstechnologien für nationale Ministerien, die EU-Kommission und das European Institute of Innovation and Technology berufen.