EN
  • EN
  • search
    Suche
  • Login

News | 

Ph-Meter, Pipette & Co.: Analytiklabor eingeweiht

Bachelor-Studiengang Medizintechnik an der Fakultät für Technik fokussiert molekulare Diagnostik in der Lehre

Mit einem Festakt ist am Montag, 29. April 2019, das neue Analytiklabor der Hochschule Pforzheim, ein Containerbau gegenüber der Fakultät für Technik entlang der Tiefenbronner Straße, feierlich eingeweiht worden. Für die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Medizintechnik macht das neue Raumangebot biochemische Analytik und molekulare Diagnostik auf 123 Quadratmetern erlebbar und begreifbar. Verwendete Geräte und Chemikalien spiegeln Teile der Grundausstattung sowie die Vorgehensweise in einem biochemischen Forschungslabor wider.

Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule, begrüßte die Gäste, darunter auch Unternehmenspartner und Alumni des Studiengangs Medizintechnik, am Montagnachmittag im Foyer des Technikgebäudes: „Nach mehrjähriger, intensiver Planung, in denen unsere Studierenden ihre Laborübungen in einem angepassten Seminarraum durchgeführt haben, können sie jetzt ihr eigenes Reich beziehen, dort forschen, üben und lernen. Neben der fundierten Grundausbildung in den Kernthemen molekulare Diagnostik, Bioanalytik und Bioinformatik soll das Analytiklabor auch ganz im Sinne unseres Leitbildes ‚Führend durch Perspektivenwechsel‘ genutzt werden und Raum für interdisziplinäre Projekt- und Forschungsarbeiten bieten. Eine gezielte Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes – auch im berufspraktischen Bereich – ist damit garantiert.“ Der Containerbau gegenüber des Stammgebäudes T1, entlang der Tiefenbronner Straße, schafft der Pforzheimer Medizintechnik inhaltlich noch mehr Möglichkeiten: Das etwa 23 Meter lange und sieben Meter tiefe einstöckige Gebäude in Modulbauweise bietet Platz für bis zu zwanzig Studierende. Im Umgang mit Proben und Geräten erlernen diese grundlegenden Methoden im Umgang mit biochemischen Molekülen, wie zum Beispiel Proteinen.

Für den Dekan der Fakultät für Technik, Professor Dr. Matthias Weyer, ist das neue Labor ein enormer Standortvorteil für die Hochschule. „Wir gewinnen mit der Kombination aus ingenieurwissenschaftlichen Inhalten und molekularen Aspekten ein Alleinstellungsmerkmal hinzu. Dies gibt uns wieder einmal die Möglichkeit, große Reputation aufzubauen und unseren Absolventen auf dem Arbeitsmarkt einen weiteren Wettbewerbsvorteil einzubringen“, freut sich Weyer.

In der Medizintechnik, so Laborleiter Professor Dr. rer. nat. Tobias Preckel, würden in drei wesentlichen Bereichen technische Fortschritte zum Wohle des Patienten gemacht werden: „Dies sind zum einen Fortschritte in der Gerätetechnik, die sich in der Miniaturisierung, Automatisierung und bei optischen Technologien zeigen. Zum anderen sind dies die großen Veränderungen und Möglichkeiten, die die Digitalisierung und die Informatik mit sich bringen. Zu guter Letzt ist es die Molekularisierung der Medizin, also Fortschritte auf molekularer Ebene in der Medikamentenentwicklung, der Diagnostik, der Zell- und Gewebetechnologie.“ Der Bachelor-Studiengang Medizintechnik, so der Experte, fokussiere genau diese Wachstumsbereiche: Gerätetechnik, Informatik und Molekulare Diagnostik.

„Dass wir neben den ingenieurwissenschaftlichen Inhalten den molekularen Aspekt der Medizintechnik in den Fokus rücken, unterscheidet unseren Studiengang von vielen anderen medizintechnischen Studiengängen. Dieses Pforzheimer Alleinstellungsmerkmal bereitet unsere Studierenden in enger Abstimmung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Anforderungen des Marktes optimal auf ihre berufliche Zukunft vor“, so Tobias Preckel.

Durch den demografischen Wandel, das verstärkte Gesundheitsbewusstsein und den medizinisch-technischen Fortschritt ist die Medizintechnik-Branche seit Jahren im Aufwind. Die Bundesregierung hat die Gesundheitswissenschaften zur Schlüsseltechnologie für Deutschland erklärt und als Wachstumsmotor der Zukunft identifiziert. In der Übersicht der Bundesländer nimmt Baden-Württemberg mit über 250 Unternehmen und mehr als 32.000 Beschäftigten im medizintechnischen Bereich eine führende Rolle ein. Auf diesen Aufwärtstrend hat die Hochschule Pforzheim mit der Einrichtung des Bachelor-Studiengangs Medizintechnik reagiert. Dieser wurde in enger Abstimmung mit Medizintechnik-Unternehmen der Region konzipiert und ging im Wintersemester 2012/2013 an den Start.

Weitere Informationen:
http://hs-pforzheim.de/medizintechnik
https://www.hs-pforzheim.de/profile/tobiaspreckel/