News | 

Neu gegründeter Gütesiegelrat: Uwe Dittmann im Vorsitz

Gütesiegelrat zertifiziert als oberstes Gremium Deutschlands Qualitätsstandards aller Wirtschaftsingenieurwesen-Studiengänge 
 

Der Verband deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) und der Fakultäten- und Fachbereichstag Wirtschaftsingenieurwesen (FFBT WI) haben gemeinsam einen Gütesiegelrat (GS) gegründet, der als oberstes Gremium in Deutschland die Qualitätsstandards aller Wirtschaftsingenieurwesen-Studiengänge definiert und Hochschulen und Universitäten zertifiziert, die diese Standards einhalten oder überschreiten. Zusammen mit dem langjährigen Präsidenten des VWI, Professor Dr. Christian Schuchardt von der Hochschule Bremen, wurde Uwe Dittmann, Professor für Wirtschaftsingenieurwesen an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim, in den gemeinsamen Vorsitz des GS-Lenkungsausschusses gewählt. „Ich freue mich ganz besonders dieses Amt als Vertreter unserer Hochschule ausführen zu dürfen und bin gespannt auf die zusätzliche neue Aufgabe, die vielfältige Herausforderungen mit sich bringt“, so Professor Uwe Dittmann.

Als oberstes Gremium des Gütesiegelrats ist der Lenkungsausschuss paritätisch aus Vertretern des VWI und des FFBT besetzt, ihm zugehörig sind Unternehmensvertreter, Universitäts- und HAW-Professoren sowie ein Mitglied des deutschen Akkreditierungsrats. „Kollege Schuchardt und ich haben gemeinsam seit vielen Jahren die Schnittstelle zwischen VWI und FFBT WI gestaltet und im Schulterschluss beider Gremien die Interessen des Wirtschaftsingenieurwesens erfolgreich vertreten, z. B. bei der Novellierung der Ingenieurgesetze“, so Uwe Dittmann. Im nächsten Schritt soll der Gütesiegelrat internationalisiert werden, um einheitliche Standards für Wirtschaftsingenieurwesen-Studiengänge nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern zunächst auch innerhalb des DACH-Raumes sowie mittelfristig auch darüber hinaus zu etablieren. 

Seit seinem Ruf an die Hochschule Pforzheim im Jahr 1990 ist Professor Uwe Dittmann als Gründungsdekan und später als Bereichsleiter des Wirtschaftsingenieurwesens im Vorstand der Fakultät für Technik aktiv. Von Anfang an war ihm der regelmäßige fachliche Austausch mit Wirtschaftsingenieur-Kolleginnen und -Kollegen aus anderen Hochschulen wichtig. Uwe Dittmann ist unter anderem als Vorsitzender des Fakultäten- und Fachbereichstags Wirtschaftsingenieurwesen (FFBT WI) aktiv. Dieser vereint derzeit 60 Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die einen oder mehrere Studiengänge des Wirtschaftsingenieurwesens anbieten. 2001 wurde Uwe Dittmann erstmalig zum stellvertretenden Vorsitzenden des FFBT WI gewählt, seit 2005 hat er den Vorsitz inne. Anfang Dezember 2020 wurde Uwe Dittmann außerdem zum dritten Mal in Folge in den Vorstand der Konferenz der Fachbereichstage e.V. (KFBT), dem institutionellen Dach von Fachbereichstagen deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), gewählt. „In meiner Amtszeit für den FFBT habe ich unter anderem den Qualifikationsrahmen maßgeblich mit entwickelt, der die Basis der nun möglichen Zertifizierung bildet – und nun sorgt das Gütesiegel dafür, dass dieser Rahmen auch nachweislich eingehalten wird – auch international. Es schließt sich mit der Wahl in den Vorsitz des GR-Lenkungsausschusses also für mich ein Kreis. Auf dieses Ergebnis der jahrelangen Arbeit und des intensiven Austauschs bin ich stolz“, so Uwe Dittmann. 

Auch an der Hochschule Pforzheim hat die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen eine lange Tradition, die kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Mit den Bachelorstudiengängen „Wirtschaftsingenieurwesen“, „Wirtschaftsingenieurwesen / International Management“ und „Wirtschaftsingenieurwesen / Innovation und Design“ (neu seit dem Wintersemester 2020/21) sowie dem Masterstudiengang „Engineering and Management“ sind hier vier stark nachgefragte Programme im Angebot. Dieses Portfolio wird seit dem Wintersemester 2016/17 durch ein internationales Double-Degree-Programm ergänzt, das seinen Absolventinnen und Absolventen in Kooperation mit Partnerhochschulen einen internationalen Doppelabschluss verleiht.
Erfolgskonzept Wirtschaftsingenieurwesen: Die integrative Verzahnung von Wirtschaft und Technik bildet Studierende interdisziplinär zu flexibel einsetzbaren Generalisten aus, die in Unternehmen an Schnittstellenpositionen eine integrierende Funktion übernehmen. Komplexe Anlagen verkaufen, anspruchsvolle Projekte leiten und technische Fragestellungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten analysieren – das sind typische Aufgaben von Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieuren in der heutigen Zeit.