Nachklang: storyBOOST

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Hinter den Kulissen des Storytellings

Wann hast du zuletzt eine Geschichte gehört – oder selbst erzählt?

Wahrscheinlich ist es noch gar nicht lange her, denn Storytelling ist allgegenwärtig und Teil unseres Alltags. Wir erzählen fortwährend Geschichten, bewusst, gezielt oder unreflektiert, über unsere Ideen, Wünsche und Hoffnungen, über Studienplanung und berufliche Perspektiven sowie über die große sinnstiftende Erzählung unseres eigenen Weges. Genau diesen alltäglichen, oft unsichtbaren Erzählprozessen widmete sich das Seminar storyBOOST im Sommersemester 2024 und lud dazu ein, reflektiert und kritisch hinter die Kulissen des Storytellings zu blicken.

Auch in diesem Semester kamen Studierende aus allen drei Fakultäten zusammen, um Storytelling als disziplinübergreifende Technik zu erkunden und neue Methoden praktisch zu erproben. Ob bei der Erklärung technischer Prozesse, in der Marktanalyse, bei der Entwicklung neuer Ideen oder im Präsentationspitch zeigt sich, dass Storytelling in allen Fachbereichen Anwendung findet, wenn auch in unterschiedlichen Formen und Darstellungen.

Ziel des Seminars war es, die Potenziale bewussten und reflektierten Storytellings sichtbar zu machen und dessen Gestaltungsmöglichkeiten praxisnah am eigenen Semesterprojekt zu erproben. Zu Beginn stand dabei weniger die Suche nach dem einen perfekten Narrativ als vielmehr das Verständnis der Mechanismen hinter einem mitreißenden Erzählfluss. Nach der Auseinandersetzung mit gängigen Erzählmustern und deren Wirkweise ging es schließlich darum, die passende Story für die eigene Projektidee zu entwickeln und auszugestalten. Dabei kamen nicht nur klassische Foliensätze zum Einsatz, sondern auch außergewöhnliche Erzählmedien wie Kurzfilme, Lichtinstallationen oder Seedbombs, immer mit dem Ziel, Ideen in kürzester Zeit verständlich, einprägsam und erlebbar zu machen.

Im Verlauf von vier ganztägigen Workshop-Sessions näherten sich die Teilnehmenden grundlegenden Fragen:

  • Wie entstehen mithilfe von Storylines gute und innovative Ideen?
  • Wie wird Storytelling zum Motor für Austausch und kollaborative Weiterentwicklung?
  • Wie schafft Erzählen disziplinübergreifend Verständigung und gemeinsame Zielbilder?
  • Und wie trägt Storytelling Ideen über das Semester hinaus in neue Kontexte weiter?

So öffnete das Seminar erneut den Blick hinter die Kulissen des Storytellings und machte greifbar, dass Erzählen weit mehr ist als Marketingspots und PowerPoint-Folien. Als grundlegende Kulturtechnik schafft Storytelling Orientierung, verbindet Perspektiven und bringt Ideen in Bewegung. Mit diesem Verständnis nahmen die Studierenden wertvolle Impulse mit, um ihre Projekte weiterzuentwickeln und ihre eigenen Geschichten bewusst zu gestalten – im Studium, als Gründer:innen und darüber hinaus.