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Maschinenbau: Zukunftsorientiert, industrienah, jobsicher

Digitalisierung, Elektromobilität, Industrie ohne CO2-Ausstoß – welche Berufs- und Studienwahl ist die richtige, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen? Welcher Ingenieurszweig kann in Zeiten von Industrie 4.0 und Klimawandel die erforderlichen technischen Megatrends entsprechend umsetzen? Ganz klar der Maschinenbau, so der Pforzheimer Professor Jürgen Wrede: „Keine andere Ingenieurausbildung stellt seine Absolventinnen und Absolventen derartig breit und flexibel für ihre berufliche Zukunft auf. Die Industrie braucht die Maschinenbauer heute wie gestern! Ob intelligent vernetzte Produktionsanlagen, Gasturbinen oder Solar- und Windkraftwerke – der Maschinenbau ist eine der Schlüsselindustrien zur Umsetzung des ökologischen Wandels und einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sowie der Digitalisierung“. An der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim schreiben sich jährlich jeweils 70 Studierende in den Bachelor-Studiengängen „Maschinenbau/Produktentwicklung“ und „Maschinenbau/Produktionstechnik und -management“ sowie jeweils 25 Studierende in den Master-Studiengängen „Produktentwicklung“ und „Mechatronische Systementwicklung“ ein. Allein in den Jahren 2015 bis 2018 haben über 250 Absolventinnen und Absolventen ihr Bachelor- und über 50 Absolventinnen und Absolventen ihr Master-Studium im Maschinenbau erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeiten nun in unterschiedlichsten Branchen wie der Medizintechnik, der Konsumgüter-, der Automobil- und der Zulieferindustrie oder bei Werkzeugmaschinenherstellern. Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Wrede erklärt, wie der Pforzheimer Maschinenbau sich kontinuierlich weiterentwickelt und warum dieser Ingenieurszweig für Studienbewerber nach wie vor die richtige Studienwahl am richtigen Standort ist.

Leichtbau, Fahrzeugtechnik und -mechatronik, Angewandtes Qualitätsmanagement, Bauteiloptimierung mit Finite Elemente-Simulation, Maschinendynamik, Elektrische Antriebe, Programmieren, Lasermaterialbearbeitung, Kunststoff- oder Stanztechnik, Nachhaltige Produktentwicklung und Produktion, Materialwirtschaft und Fabrikplanung – der Blick ins Maschinenbau-Curriculum ist so vielseitig wie die beruflichen Möglichkeiten, die den Studierenden offenstehen. „Unsere Studiengänge orientieren sich an den industriellen Kernprozessen von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt“, so Jürgen Wrede. Diese Lehrinhalte, so das Pforzheimer Alleinstellungsmerkmal, werden den Studierenden nicht nur durch Vorlesungen im Hörsaal, in Laboren und Workshops, sondern in Form von eigenständig zu erstellenden und intensiv betreuten Projektarbeiten vermittelt. Im ersten Semester stellen die Studierenden sich in kleinen Gruppen im gegenseitigen Wettbewerb einer gemeinsamen Aufgabenstellung. Kreativität und Teamarbeit stehen dabei im Vordergrund. Im zweiten Semester folgt eine individuell betreute Konstruktionsaufgabe, im dritten und vierten Semester werden komplexe Themen, oft in Zusammenarbeit mit der Industrie oder internen Forschungsprojekten, bearbeitet. Das sechste Maschinenbau-Semester steht besonders im Zeichen der Hochschulstrategie „Führend durch Perspektivenwechsel“: Hier erfolgt eine interdisziplinäre Projektarbeit, oft in Kooperation mit anderen Fachrichtungen. „Wir setzen durchgehend auf Projektarbeit, da diese Form der Aufgabenbewältigung – Einzel- und Teamarbeit im Wechsel, Konzeption, Präsentation, Dokumentation – unsere Absolventen in ihrem späteren Berufsalltag erwartet.“ Als weiteres Highlight vermitteln Produktentwicklungs- oder Produktionsseminar im sechsten Semester vor der anschließenden Abschlussarbeit möglichst realitätsnah die industrielle Praxis: „Unsere Studierenden haben hier beispielsweise schon anspruchsvolle Produkte wie ein künstliches Herz entwickelt oder eine komplette Produktionsplanung optimiert.

Große Firmen und Hidden Champions: Das richtige Studium am richtigen Standort
Der spätere Berufsalltag – für die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure auf dem Pforzheimer Campus ist dieser nicht die große Unbekannte nach dem Studienabschluss, sondern allgegenwärtig vom ersten bis zum letzten Semester. Die Nähe zur Industrie und der Anwendungsbezug in der Lehre sind profilgebende Merkmale der Pforzheimer Fakultät für Technik: „Unsere Lehrenden kommen ausnahmslos aus der Wirtschaft und sind Wissenschaftler mit profunden Praxiserfahrungen. Wir wissen, was in der Industrie gefragt ist und vermitteln, was im Job gebraucht wird. Zahlreiche Unternehmenskontakte und ein großer Erfahrungsschatz garantieren unseren Studierenden eine Ausbildung auf der Höhe der Zeit“, so Prof. Dr.-Ing. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik. Im Vergleich zum Studium an einer Universität können Hochschulen für Angewandte Wissenschaften überdies generell mit einem engmaschigen Betreuungsverhältnis sowie dem Lernen in kleinen Gruppen punkten. Die Pforzheimer Fakultät für Technik liegt hier mit einem exzellenten Wert von 1:35,89 (Professor/in – Studierende) sogar deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt.

„Der Standort Pforzheim ist weltweit einmalig: Wir liegen in der Mitte einer industriellen Kernregion und hier verbinden sich große Firmen und mittelständische Unternehmen, die Hidden Champions der Region, zu großer Wirtschaftskraft“, so Jürgen Wrede. Nach 15 Jahren in der Industrie lehrt er seit vielen Jahren als Professor für Maschinenbau an der Hochschule Pforzheim. Im Jahr 2008 übernahm er zusätzlich zu seiner Lehrtätigkeit auch die Leitung des Bereichs Maschinenbau und entwickelt die Studiengänge im Verbund mit Kollegen sowie in enger Abstimmung mit Partnern der regionalen und internationalen Industrie kontinuierlich weiter: „Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Maschinenbau-Studiums in Pforzheim: Wir haben früh den Trend zur Elektrifizierung und Digitalisierung erkannt und Inhalte zu elektrischen Maschinen und Software vermehrt in den Fokus unserer Lehre gerückt. Dabei ist der entscheidende Punkt die Verbindung von soliden Maschinenbaukenntnissen mit der digitalen Welt.“ Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung des Pforzheimer Maschinenbaus erfolgt unter anderem die Einführung von Simulationstechniken in die Lehre schon ab dem zweiten Semester. Im Rahmen neuer Profilfächer wird außerdem auf Zukunftsthemen wie Leichtbau, Additive Fertigungsverfahren oder Künstliche Intelligenz in der Produktentwicklung gesetzt. Neben der modernen fachlichen Ausrichtung erwartet die Studierenden eine Vertiefung von Social Skills, wie beispielsweise Kommunikationstechniken oder Technisches Englisch.

Hintergrund: Professor Jürgen Wrede
Nach dem Abitur (International Baccalaureate) am United World College of the Atlantic in Wales, Großbritannien, absolvierte Jürgen Wrede von 1978 bis 1983 ein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität München. Erste berufliche Herausforderung war der Lebensdauerversuch von Motorgeräten bei der Andreas Stihl AG & Co. KG. Daran anschließend leitete Jürgen Wrede rund zwölf Jahre die Entwicklung der elektropneumatischen Nutzfahrzeugbremse bei der Robert Bosch GmbH sowie bei der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. Als Abteilungsleiter folgte er 1999 schließlich dem Ruf an die Hochschule Pforzheim: Als Professor für Fahrzeugtechnik vermittelt Jürgen Wrede den Maschinenbau-Studierenden hier Messtechnik, Komponenten mechatronischer Systeme, Grundlagen der Fahrzeugtechnik sowie Simulation und Funktionsentwicklung in der Fahrzeugmechatronik. Der 59-Jährige leitet gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte interdisziplinäre Forschungsprojekt „BikeAssist“, das die Querstabilisierung von Elektrofahrrädern zum Ziel hat.

Maschinenbau: Jetzt bewerben
„Innerhalb der nächsten zehn Jahre geht die Babyboomer-Generation in den Ruhestand – und es wird ein enormer Bedarf an Fachkräften entstehen“, so Professor Wrede, „einer von vielen Gründen, sich gerade jetzt für ein Studium im Maschinenbau zu entscheiden.“ Voraussetzung für ein Maschinenbaustudium in Pforzheim ist unter anderem einschlägige Berufserfahrung oder ein achtwöchiges Vorpraktikum (das bis zum dritten Semester nachgeholt werden kann). Bewerbungen für einen Studienstart im Wintersemester 2019/2020 sind ab sofort möglich. Die Bewerbungsfrist für die Bachelor-Studiengänge endet am 15. Juli 2019. Die Bewerbungsfrist für die Master-Studiengänge endet am 15. Juni 2019.