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Lehrbuch zum interkulturellen Management veröffentlicht

 „Sehr kurz, ziemlich interessant und einigermaßen günstig“ – so heißt die Reihe aus dem SAGE Verlag, in der Professor Dr. Jasmin Mahadevan im Sommer dieses Jahres ein viel beachtetes Lehrbuch zum interkulturellen Management veröffentlicht hat. Das Manuskript ist mehrfach peer-reviewed und erfüllt höchste Publikationsstandards. Ziel dieser kritischen Managementreihe ist es, Inhalte so aufzubereiten, dass daraus ein lesbares, gut verständliches, anwendungsorientiertes und vor allem kurzes Buch entsteht, das trotzdem keine inhaltlichen Kompromisse macht und zum Hinterfragen bestsehender Zustände anleitet.

Auf der alle zwei Jahre stattfindenden „International Critical Management Studies (CMS) Conference“ wurde das Buch im Juli 2017 in Liverpool nun dem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Dort leitete Prof. Mahadevan den Konferenzteil zum „Critical Cross-Cultural Management“, dessen Inhalte sie maßgeblich mitentwickelt hat. Die so genannten „Critical Management Studies“ betonen die grundsätzliche Notwendigkeit zur Reflexivität, zur Hinterfragung etablierter Wissensbestände und zur Analyse und zum Abbau von Machtungleichgewichten im Management.

In ihrem nun vorgelegten Lehrbuch skizziert Jasmin Mahadevan, die im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Fachgebiet internationales und interkulturelles Management lehrt und forscht, die Konturen eines zeitgemäßen interkulturellen Managements, das über klassische Theorien und Modelle hinausgeht und Lösungen für aktuelle Probleme, wie zum Beispiel die Flüchtlingskrise, liefert.

“A Very Short, Fairly Interesting and Reasonably Cheap Book about Cross-Cultural Management” ist das erste Buch zu einem „kritischen interkulturellen Management“. Es erweitert die Theorien und Konzepte des interkulturellen Managements. Es stellt nicht nur – wie bislang üblich – zwei, sondern vielmehr fünf Perspektiven auf Kultur vor. Es umfasst nicht nur so genanntes kulturvergleichendes Management und interkulturelle Interaktionen, sondern berücksichtigt auch neue Facetten von Kultur: den Umgang mit Technologien, die Frage nach Diversität und Identitätsfindung in zunehmend kulturell heterogenen Gesellschaften, wie etwa Deutschland, und die Analyse von Machtungleichgewichten.

Damit geht das Buch über reine Management-Anforderungen hinaus und berücksichtigt neue Arbeitsfelder, wie etwa Technik und Wirtschaftsingenieurwesen, sowie neue interkulturelle Anforderungen ‚zuhause‘ und nicht nur im Ausland. Kulturelle Reflexivität, die Hinterfragung bestehenden Wissens und die Sensibilisierung für die Konsequenzen und Machtungleichgewichte interkultureller Zusammenarbeit durch eine verbesserte Managementpraxis sind die Eckpfeiler und Lernziele des Buches.

Diese Fähigkeiten werden auch den Studierenden des internationalen Wirtschaftsingenieurwesens an der Hochschule Pforzheim von Professor Mahadevan vermittelt: Im Grundlagenfach „Cultural Awareness“, als Teil des Praxissemesters im Workshop „International Management Skills“ und im Rahmen des Vertiefungsfachs „Intercultural Engineering“.

 

Von der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft wurde dies mit zahlreichen positiven Kritiken aufgenommen:

 

„Dieses kurze Buch ist eine beachtliche Leistung. Wer daran interessiert ist, sich kritisch mit interkulturellem Management auseinander zu setzen, unter der Führung einer renommierten fachlichen Expertin auf diesem Gebiet, der wird Professor Mahadevans Buch unentbehrlich finden. Man findet nur selten ein Buch, das sowohl Studierende, erfahrene Wissenschaftler, und internationale Manager anspricht. Dieses leicht verständliche Buch hat das erreicht.“
Professor Terence Jackson, Fachbereich Internationales Management und Innovation, Middlesex Universität Business School,  GB, und Herausgeber des International Journal of Cross-Cultural Management

 

„Indem sie Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt, hat Jasmin Mahadevan ein unwiderstehliches Argument für einen interkulturellen Management-Ansatz geliefert, der die Bedeutung von Kultur und Machtfaktoren ausreichend würdigt.  Dieses Buch ist in einem äußerst verständlichen Stil geschrieben und liefert dem Leser einen unschätzbar wertvollen Kompass, um die Komplexität heutiger organisationaler Realitäten meistern zu können.“
Professor Patrizia Zanoni, Leiterin SEIN – Zentrum für Identitäts-, Diversitäts und Ungleichheitsforschung, wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Hasselt, Belgien


Leseprobe "A very short, fairly interesting and reasonably cheap book about Cross-Cultural Management" Chapter 4, Diversity and Identity

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenzsparte „Critical Cross-Cultural Management“ auf der „International Critical Management Studies (CMS) Conference“, im Juli 2017 in Liverpool
Professor Dr. Jasmin Mahadevan und Iuliana Ilie beim Vortrag auf der „International Critical Management Studies (CMS) Conference

Über Professor Dr. Jasmin Mahadevan:

Professor Dr. Jasmin Mahadevan folgte dem Ruf an die Hochschule Pforzheim im Jahr 2009. Sie lehrt und forscht im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen im Fachgebiet internationales und interkulturelles Management und blickt in diesem Gebiet auf eine langjährige Praxis- und Forschungserfahrung zurück. Eine Vielzahl von Forschungspublikationen in internationalen doppelblind begutachteten Zeitschriften wurden von ihr publiziert, wie etwa dem International Journal of Cross-Cultural Management, der weltweit renommiertesten Zeitschrift im Bereich des interkulturellen Managements, im International Journal of Human Resource Management, im International Journal of Organizational Change Management, und weiteren. Professor Mahadevan hat außerdem bereits mehrere Sonderausgaben in internationalen doppelblind begutachteten Zeitschriften herausgegeben, beispielsweise ebenfalls im International Journal of Cross-Cultural Management, gemeinsam mit Professor Laurence Romani (Stockholm School of Economics) und Professor Henriett Primecz (Corvinus Universität Budapest).

Mit den genannten Wissenschaftskolleginnen plant sie nun eine weitere Sonderausgabe zum Thema „Macht und interkulturelles Management“ (Power and Cross-Cultural Management) sowie die Herausgabe eines Fallstudienbuchs zum kritischen interkulturellen Management, das sich vor allem der Intersektionalität von Kultur widmet. Intersektionalität bedeutet, dass Identitäten komplexer sind, als Menschen sie in der Regel wahrnehmen, und dass dies ein Hauptgrund für Stereotype und Vorurteile gegenüber anderen, vermeintlich ‚fremden‘ Gruppen ist.

In das neue Fallstudienbuch zum kritischen interkulturellen Management sollen auch Ergebnisse der Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens im Fach „Intercultural Engineering 2“ aufgenommen werden. In diesem Fach werden Studierende in der so genannten ethnographischen Interviewmethode geschult. Diese ermöglicht es, die Lebensperspektiven und Standpunkte anderer Personen aufzudecken und somit nachvollziehen zu können. Dies ist der erste notwendige Schritt zur Überwindung wahrgenommener Andersheit und zur Nutzung der Vorteile kultureller Vielfalt. Insgesamt 25 Studierende haben im Sommersemester 2017 Einzelinterviews mit Personen mit Einwanderungsgeschichte, Geflüchteten, sowie bikulturellen oder kosmopolitischen Personen geführt. Entstanden sind 25 Lebensgeschichten, die es ermöglichen, zu verstehen, was beispielsweise Migration wirklich bedeutet, welchen Stereotypen Personen mit Einwanderungsgeschichte ausgesetzt sind oder wie Integration und kulturelle Vielfalt zum Vorteil aller gelingen kann. Für die deutsche Industrie sind dies entscheidende und zukunftsrelevante Managementkompetenzen, z.B. in der internationalen Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, bei der Koordination komplexer Wertschöpfungsketten oder zur erfolgreichen Führung globaler und multikultureller Teams.