Introduction to AI – Mit Gastprofessor Pin Luarn tauchen MMI-Studierende tief in die Welt der KI ein

News

Es war wieder soweit. Im dritten Semester durften Studierende des Masterstudiengangs Marketing Intelligence erneut internationale Expertise hautnah erleben. Wie bereits seit drei Jahren konnten sie von Professor Pin Luarn von der National Taiwan University of Science and Technology (NTUST) in Taipeh, Taiwan, lernen. Der renommierte Wissenschaftler forscht zu Themen wie künstliche Intelligenz, E-Commerce, Digital Marketing und Konsumentenverhalten. Seit 2020 zählt er laut einer Stanford-Studie zu den Top 2 % der weltweit führenden Forschenden und wurde 2024 mit dem National Teacher Award, der höchsten Auszeichnung für Lehrende in Taiwan, geehrt. Jetzt war er wieder an der Hochschule Pforzheim, um seine wertvolle Expertise im Wahlpflichtfach „Introduction to AI“ den Studierenden zu vermitteln.

 

Zukunfsorientiertes Modul trifft begeisterte Studierende 🌍🤖💡

Zusammen mit Professor Pin Luarn durften die Studierenden spannende Einblicke in Perceptive, Generative und Agentic AI erhalten. Neben theoretischen Grundlagen gab es viele praktische Anwendungen wie etwa Python in PyCharm. Mit der Teachable Machine wurden eigene Bildmodelle trainiert. Mit MediaPipe wurde Objekt- und Gesichtserkennung umgesetzt, zudem wurden Handbewegungen und Gesten in Echtzeit erkannt und darauf basierend Aktionen ausgeführt. Darüber hinaus erstellten die Studierenden eine Streamlit-Webapp, so konnten die generierten KI-Modelle einfach im Browser gezeigt werden. Mit Python banden sie große Sprachmodelle (LLMs) wie OpenAI und Gemini ein, betrieben eigene lokale Modelle über Ollama und verwendeten RAG, um KI-Anwendungen mit realen Wissensquellen zu erweitern. Abschließend erhielten die Studierenden eine umfassende Einführung in das Automatisierungstool n8n und erstellen automatische KI-Workflows und Agenten.

Diese erfrischende Mischung aus Theorie und Praxis hat alle Studierenden fasziniert und den Kurs unvergesslich gemacht. 

Der AI Kurs hat richtig viel Spaß gemacht! Es war super spannend aktuelle KI Entwicklungen kennenzulernen und direkt selbst auszuprobieren. Prof. Luarn hat sehr viel Mühe in den Kurs gesteckt, was sich definitiv ausgezahlt hat.“ (Anja Lewald)

Der Kurs Introduction to AI hat mir sehr gut gefallen, da wir ein umfassendes und vielseitiges Verständnis des Themengebiets Künstliche Intelligenz bekommen haben. Besonders spannend fand ich, dass wir gemeinsam verschiedene interessante und praxisnahe Anwendungen erkundet haben. Dadurch konnte ich nicht nur die theoretischen Grundlagen besser nachvollziehen, sondern auch die breite Vielfalt realer Einsatzmöglichkeiten von KI kennenlernen. Prof. Pin Luarn ist es mit seiner positiven und engagierten Art gelungen, einen äußerst inspirierenden und motivierenden Kurs zu gestalten.“ (Vanessa Fleig)

 

Mit innovativen Abschlussprojekten zeigen Studierende ihr Können

In diesem Jahr durften zum Abschluss eingeständig größere Projekte bearbeitet werden, in welchen mindestens drei kennengelernte Funktion integriert werden sollten. So hat beispielsweise Julian Rapp ein „Rock Paper Scissors Game“ entwickelt, das basierend auf Landmark Detection anhand der Gesten über die Webcam gegen den Computer gespielt werden kann. Mit Facial Landmark Detection gibt es dann noch ein paar Special Effekte. Anja Lewald hat hingegen das klassische „Snake-Game“ etwas abgewandelt. Anstatt mit Tasten wird die Schlange mit Kopfbewegungen gesteuert. Wenn die roten Kreise "gegessen" werden, wird die Schlange länger. Berührt man eine Wand oder sich selbst, ist das Spiel vorbei. Das Ganze funktioniert aus einer Kombination von Streamlit und Mediapipe. Bei Jacqueline Hahn und Vanessa Fleig wurde es emotional. Sie haben ein „Emotion Recognition Tool“ erstellt, dass durch Face Landmark Detection die Position der Mundwinkel bestimmt und dadurch Emotionen erkennen kann. Abhängig von den erkannten Emotionen wird dann der Hintergrund oder Farbe angepasst. Maike Kinzelmann und Joana Daum haben zudem ein „Hand Tracking Game“ bzw. die „Al Landmark Touch Box Challenge“ erstellt. Dieses Spiel demonstriert die Erkennung von Hand- und Gesichtsmarkierungen in Echtzeit mithilfe von KI. Sowohl Gesichts- als auch Handpunkte werden live im Kamerabild angezeigt. Im Spiel können dann bewegende farbige Kästchen berührt werden. Jede Berührung führt zu einem Punkt. Kevin Schulz hat an eine Multiplayer-Funktion mithilfe von Streamlit gedacht und so ein „Gesture Ping-Pong“ erstellt, das die Position der Hände erkennt. Jeder Spieler zeigt ein Finger in die Webcam und kann so die Paddles bewegen. Beim Zeigen einer Faust wird der Ball geschmettert. Außerdem bekommt jeder Spieler eine lustige Kopfbedeckung auf. Nach 3 Punkten ist das Spiel beendet. 

Insgesamt bildeten die Projekte einen gelungenen Abschluss des Moduls, da sie die Gelegenheit boten, alle erlernten Konzepte noch einmal anzuwenden und daraus beeindruckende Ergebnisse hervorgingen.

Geschrieben von Kevin Schulz, 3. Semester MMI