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Interdisziplinäres „designING“

Wundermittel Bewegung – Innovative Sportgeräte für jede Zielgruppe

Sie hält Körper und Geist gesund, beugt Krankheiten vor, fördert Heilungsprozesse und schenkt uns Lebensjahre: Wundermittel Bewegung! Mit Hilfe innovativer Sportgeräte, die auf jede Anwendergruppe speziell zugeschnittenen sind, wirkt sie wie eine hochdosierte Arznei. Die Entwicklung von guten und sinnvollen Sportgeräten ist eine komplexe Aufgabe, der sich Studierenden der Hochschule Pforzheim angenommen haben. Vom 13.-17. März fand das interdisziplinäre Projektseminar „designING“ statt: Studierende aus drei Fakultäten arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an der Konzeption und Entwicklung neuartiger Konzepte für Sportgeräte für ganz verschiedene Zielgruppen.

In diesem Jahr nahmen die Studierenden der Masterstudiengänge Produktentwicklung (Fakultät für Technik), Master Creative Communication & Brand Management (Fakultät für Wirtschaft und Recht) und Master Creative Direction (Fakultät Gestaltung) am Projektseminar teil. Durchgeführt wurde die Projektwoche in diesem Jahr unter Federführung des Institut for Human Engineering & Empathic Design (HEED) der Hochschule Pforzheim und geleitet von den Professoren Dr.-Ing. Werner Engeln und Dr. Thomas Hensel.

Im Rahmen des Projektes sollen für ganz unterschiedliche Zielgruppen spezielle innovative Sportgeräte entwickelt werden. Die Sportgeräte müssen die verschiedenen Eigenschaften und Bedingungen der Anwendergruppe berücksichtigen und darauf abgestimmt sein. So wird für z.B. die „Urban Teens“ (13-17 Jahre), die mit Hilfe des zu entwickelnden Gerätes wieder aktiver in der echten sozialen Welt teilnehmen sollen, ein anderes Sportgeräte entwickelt werden müssen wie z.B. für die „Silver Liner (65+ Jahre), die noch fit sind und sich diese Fitness erhalten wollen. Die einzelnen Projektteams haben unterschiedliche Zielgruppen, für die sie das passende Gerät entwickeln und am Markt platzieren sollen.

Neben der Entwicklung von innovativen Konzepten muss die technische Machbarkeit geprüft sowie das Fertigungsverfahren festgelegt werden. Für ein zielgruppenspezifisches Design müssen die Leistungsdaten berechnet, CAD-Daten erstellt werden. Herstellkosten und der Marktpreis müssen bestimmt, sowie ein Marketingkonzept erarbeitet werden. „Mit einem Arbeitsaufwand, dem ich mein ganzes Studium lang noch nicht ausgesetzt war, hat das designING Seminar mir einen wirklich prägenden Einblick in die Entwicklung eines Produkts gegeben. Nicht nur der Kontakt zu Studierenden aus Managementfächern und dem Design, auch die gesamte menschliche Komponente, die in so einer intensiven Woche großen Einfluss hat, war für mich bereichernd und interessant. Gerade die vielen Unwägbarkeiten und der Zeitdruck haben in dem Projekt so viele Erfahrungen entstehen lassen." Paul Schmidhäuser, Master Produktentwicklung.

Die Ergebnisse dieser intensiven Woche wurden am Freitag, 17. März, präsentiert. Neben den Studierenden und den beiden Projektleitern waren bei der Präsentation Herr Dr. Bocks von der Karl-Schlecht-Stiftung und Herr Förster von der Firma Forestadent zugegen. Die beiden Beiräte des Institut for Human Engineering & Empathic Design (HEED) konnten den Studierenden einige Erfahrungen aus der Praxis mitgeben, wenn es darum geht, neue Produkte in den Markt zu bringen. Die Studierenden zogen alle ein sehr positives Fazit und wünschten sich diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in Projektform weitaus häufig. "Das designING Projektseminar vermittelt einen ersten Eindruck wie das Arbeitsleben als Designer, Entwickler oder Marketer aussehen könnte. Durch den Zeitdruck gibt es keine andere Möglichkeit, als den Teammitgliedern zu Vertrauen. Auch wenn die Projektwoche anstrengend ist, bin ich am Ende der Woche stolz auf das Ergebnis und würde es gerne wiederholen“, so Sebastian Baßler, Master Produktentwicklung.

Das interdisziplinäre Projektseminar, das fest als Lehrangebot im Masterstudiengang Produktentwicklung verankert ist, führte Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Disziplinen soll ein gemeinsames praktisches Ziel erreicht werden. Die Herausforderung: Unterschiedliche Fachsprache, Arbeitsweisen und Methoden können zu Konflikten und Missverständnissen führen. Werner Engeln macht deutlich, warum die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Hochschule großgeschrieben wird: „Heute ist die Produktentwicklung stark durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen geprägt und damit hängt auch der Erfolge eines Produktes am Markt von einer erfolgreichen Kommunikation der Disziplinen miteinander ab. Unsere Studierenden lernen im Projekt designING frühzeitig die Methodik und Denkweise der Fachleute anderer Disziplinen kennen und verstehen. In der Projektwoche sind wieder interessante, kreative, Produktideen entstanden, die schon nach einer Woche einen sehr hohen Reifegrad besitzen was Design, Technik und Marketing anbelangt. Das ein oder andere entwickelte Produkt hat sicher das Potenzial am Markt erfolgreich zu werden. Die fokussierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdisziplinen kann aber auch für Unternehmen ein Weg sein, neue Produkte schnell zu entwickeln.“