Hochschule erleben: Ludwig-Erhard-Schüler*innen zu Gast auf dem Campus

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Wie fühlt sich Studieren wirklich an? Welche Inhalte stecken hinter einem technischen oder betriebswirtschaftlichen Studiengang? Und wie sieht der Alltag an einer Hochschule aus? Antworten auf diese Fragen erhielten die Schüler*innen der Ludwig-Erhard-Schule Pforzheim bei ihrem vorweihnachtlichen Besuch an der Hochschule Pforzheim.

Der Tag begann im größten und eindrucksvollsten Hörsaal auf dem Campus Tiefenbronner Straße – dem Audimax – mit einer Einführung in das Thema “Studium”. Was bedeutet es, zu studieren? Welche Möglichkeiten bietet die Hochschule Pforzheim? Mit ihren drei Fakultäten – Wirtschaft und Recht, Technik sowie Gestaltung – deckt sie ein breites Spektrum an Studienrichtungen ab und ist ein optimaler Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. 

Besonders nah am Hochschulalltag waren die Schüler*innen in der anschließenden Frage-und-Antwort-Runde mit Studierenden. Hier geht es um echte Erfahrungen: Lernstress und Prüfungen, Praxissemester, Campusleben – und um die Frage, wie sich Schule und Studium eigentlich unterscheiden.

„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es enorm wertvoll, Hochschule nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern direkt vor Ort zu erleben. Der Austausch mit Studierenden und Lehrenden hilft, realistische Vorstellungen vom Studium zu entwickeln“, betont Mareike Müller, eine der begleitenden Lehrkräfte der Ludwig-Erhard-Schule.

Im weiteren Verlauf des Vormittags hieß es dann: selbst ausprobieren statt nur zuhören. In praxisnahen Workshops der Fakultät für Technik tauchten die Teilnehmenden in aktuelle Themen ein. Sie zerlegten Elektroschrott und untersuchten ihn auf recyclebare Stoffe, arbeiteten Hand in Hand mit einem kleinen KUKA-Roboter, gingen auf Erkundung mit einer Wärmebildkamera und 3D-Scannern, erlebten Kunststofftechnik beim Spritzgießen, lernten innovative CNC-Technologien kennen – vom Programmieren bis zur Laserbeschriftung - und was bei einem Stromschlag mit dem menschlichen Herzen passiert. Wer mochte, konnte zusammen mit dem studentischen Team der Rennschmiede auch einen eigenen Carbon-Schlüsselanhänger bauen und sich von der Begeisterung für schnelle Autos und gemeinsame Erfolge bei der Formular Student anstecken lassen. Die Workshops fanden in kleinen Gruppen statt und geben einen realistischen Einblick in die technische Lehre an der Hochschule.

„Am spannendsten fand ich, dass wir selbst mit den Maschinen arbeiten konnten. So bekommt man ein ganz anderes Gefühl dafür, wie praxisnah ein technisches Studium wirklich ist“, sagt eine Schülerin der Ludwig-Erhard-Schule. 

Den inhaltlichen Abschluss bildete der Vortrag „Supply Chain Management is like nature – it is all around us“ von Prof. Dr. Dominik Berbig von der Fakultät Wirtschaft und Recht. Anhand anschaulicher Beispiele zeigt er, warum Lieferkettenmanagement weit mehr ist als ein abstraktes Wirtschaftsthema – und warum es unseren Alltag stärker prägt, als viele denken.

Der Schulbesuch macht deutlich: Studieren bedeutet nicht nur Vorlesungen hören, sondern entdecken, ausprobieren und eigene Interessen weiterentwickeln. Für die Schüler*innen bot der Vormittag an der Hochschule Pforzheim wertvolle Orientierung – und vielleicht den ersten Schritt in Richtung eines zukünftigen Studiums.