Green Product Awards für zwei Industrial Design-Absolventen
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Unter dem Leitmotiv „Shape what matters“ haben die International Green Product Awards Ende Mai herausragende nachhaltige Produkte, Konzepte und Materialien aus aller Welt ausgezeichnet. Unter den Gewinner*innen befinden sich zwei Absolventen der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim: Leo A. Schick und Philipp Remus, beide aus dem Studiengang Industrial Design.
Aus insgesamt 1.200 Einreichungen aus 54 Ländern wurden die besten Projekte in 12 Kategorien ausgezeichnet, darunter Innenarchitektur, Konsumgüter, Architektur, Mobilität, Mode und neue Materialien. Zu den prämierten Projekten gehörten Beiträge von etablierten Marken, innovativen Start-ups sowie von Studierenden aus vier Kontinenten.
Leo A. Schick gewinnt mit „ENSO“
Leo A. Schick wurde für seine Arbeit ENSO als Gewinner des Green Concept Award 2026 in der Kategorie Consumer Goods ausgezeichnet. ENSO ist ein modulares, reparierbares Koffersystem, das für eine Kreislaufwirtschaft konzipiert wurde. Sein besonderes Merkmal ist systemische Modularität, die es ermöglicht, die Komponenten zur Reparatur, Größenanpassung oder zur Rückgewinnung der drei trennbaren Materialien am Ende des Produktlebenszyklus leicht auseinanderzunehmen.
„Das Thema Gepäck und Koffer wurde visionär neugedacht. Mit ‚ENSO‘ ist damit nicht nur ein modulares, reparierbares Koffersystem entstanden, sondern auch eines, das sich auf die individuellen Ansprüche von Reisenden fokussiert: Die Größen der Koffer können an den jeweiligen Bedarf der Nutzenden angepasst werden“, heißt es im Statement der Jury aus internationalen Designer:innen.
Philipp Remus erhält Award für „Felt the Future“
Philipp Remus erhielt den Award für „Felt the Future“ in der Kategorie Fashion. In seinem Projekt konzipiert er Schuhe durch einen radikalen Monomaterial-Ansatz neu, bei dem nur Wolle verwendet wird: vollständig kompostierbar, ohne synthetische Materialien, Klebstoffe oder Chemikalien. Zwei Prototypen – ein handgenähter Brogue und ein CNC-gefräster Clog – zeigen, wie traditionelle Schuhmacherei und digitale Fertigung langlebige, elegante Schuhe hervorbringen, die vollständig in die Natur zurückkehren.
So begründete die Jury ihre Wahl: „‚Felt the Future‘ zeigt, wie Innovation durch das Neudenken von Materialien entstehen kann. Die Verbindung von traditionellem Handwerk und CNC-Fräsen macht die Vielseitigkeit von Wolle sichtbar. Nahezu vollständig aus Wolle gefertigt, stehen die Prototypen für Kreislaufdenken, Materialeffizienz und regionale Wertschöpfung.“



