Fünf Fragen an ...
News

... Omar Baalbaki, Absolvent des Masterstudiengangs Advanced Information Technology, aktuell akademischer Mitarbeiter an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim
Sie arbeiten heute an der Hochschule Pforzheim. Vom Studium in den Beruf, beschreiben Sie uns Ihren Weg.
Mein Weg an der Hochschule Pforzheim begann bereits während meines Bachelorstudiums im Bereich Elektrotechnik/Informationstechnik. Anschließend entschied ich mich für den Masterstudiengang Advanced Information Technology, um meine Kenntnisse insbesondere in den Bereichen Messtechnik, Bildverarbeitung und optische Technologien weiter zu vertiefen. Während meines Studiums konnte ich bereits als studentische Hilfskraft an verschiedenen Projekten mitarbeiten und dadurch wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Auch meine Abschlussarbeiten ermöglichten es mir, mich intensiv mit technischen und wissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Nach dem Abschluss meines Masterstudiums ergab sich für mich die Möglichkeit, als akademischer Mitarbeiter an der Fakultät für Technik zu beginnen und gleichzeitig den nächsten Schritt in Richtung Promotion zu gehen. Heute beschäftige ich mich unter anderem mit Themen aus den Bereichen optische Messtechnik, Photonik und bildgebende Messverfahren. Besonders schön ist für mich, dass ich die Hochschule zunächst als Student kenngelernt habe und nun selbst Teil des Teams bin.
Wie sieht Ihre typische Arbeitswoche aus?
Meine Arbeitswoche ist sehr abwechslungsreich und besteht aus einer Mischung aus wissenschaftlicher, praktischer und organisatorischer Arbeit. Ein Teil meiner Zeit entfällt auf die Recherche und Einarbeitung in neue wissenschaftliche Themen sowie auf die Planung und Durchführung von Messungen und Versuchen im Labor. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau und die Einrichtung von Messsystemen, die Durchführung von Messreihen sowie die anschließende Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse. Darüber hinaus nehme ich an Projektbesprechungen teil, tausche mich mit Kolleginnen und Kollegen aus und unterstütze bei Aufgaben innerhalb des Teams. Da viele Themen mehrere Fachgebiete betreffen, arbeite ich häufig interdisziplinär. Keine Arbeitswoche sieht daher genau gleich aus, was die Tätigkeit für mich besonders interessant macht.
Wenn Sie an Ihre Studienzeit zurückdenken, was haben Sie an Erfahrungen und Kompetenzen mitgenommen?
Neben den fachlichen Grundlagen habe ich während meines Studiums vor allem gelernt, komplexe Aufgaben strukturiert zu bearbeiten und mich selbstständig in neue Themengebiete einzuarbeiten. Diese Fähigkeit ist besonders im wissenschaftlichen und technischen Umfeld sehr wichtig, da man regelmäßig mit neuen Fragestellungen konfrontiert wird. Durch Projekte, Laborveranstaltungen und Abschlussarbeiten konnte ich außerdem lernen, theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Gleichzeitig habe ich Erfahrungen in der Teamarbeit, im Wissenschaftlichen Schreiben und im Präsentieren technischer Inhalte gesammelt.Eine weitere wichtige Erkenntnis aus meiner Studienzeit ist, dass nicht immer alles auf Anhieb funktionieren muss. Gerade bei technischen Projekten gehören Fehler, Umwege und unerwartete Ergebnisse zum Lernprozess dazu. Entscheidend ist, die Ursache zu verstehen, daraus zu lernen und anschließend eine bessere und nachhaltigere Lösung zu entwickeln.
Welchen Ratschlag geben Sie unseren Studierenden für die Karriereplanung?
Mein wichtigster Ratschlag ist, während des Studiums möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln. Projekte, studentische Tätigkeiten und Praktika bieten eine sehr gute Möglichkeit, die eigenen Interessen zu entdecken und herauszufinden, welche Tätigkeiten eine langfristige Freude bereiten. Darüber hinaus lohnt es sich, frühzeitig den Kontakt zu Professorinnen und Professoren, Unternehmen sowie anderen Studierenden zu suchen. Viele berufliche Möglichkeiten entstehen durch gemeinsame Projekte, persönliche Gespräche und ein gutes Netzwerk. Studierende sollten sich außerdem nicht ausschließlich auf „perfekte“ Noten konzentrieren. Fachwissen ist wichtig, aber ebenso wichtig sind Neugier, Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, kontinuierlich dazuzulernen. Der berufliche Weg muss nicht von Anfang an vollständig feststehen. Häufig entwickeln sich die interessantesten Möglichkeiten erst während des Studiums.
Liebe Fakultät für Technik, wofür ich Dich schon immer mal loben wollte:
Ich möchte die Fakultät für Technik besonders für die persönliche Betreuung und die Nähe zwischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden loben. Während meines Studiums hatte ich jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen, eigene Ideen einzubringen und mich an praktischen Projekten zu beteiligen. Die Kombination aus wissenschaftlichen Grundlagen, praktischer Anwendung und engem Austausch hat mich währen meines gesamten Studiums begleitet und wesentlich zu meiner persönlichen und fachlichen Entwicklung beigetragen. Dass sich für mich nach dem Studium die Möglichkeit ergeben hat, weiterhin an der Fakultät tätig zu sein und nun selbst an neuen Projekten und Forschungsfragen mitzuarbeiten, zeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten die Fakultät ihren Studierenden bietet 😊. Vielen herzlichen Dank, liebe Technik Fakultät!!!