Förderverein Design PF e. V. vergibt erstmals eigene Förderpreise
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Die Preisträger:innen Jakob Wirtz und Marie Konstanzer bei der Preisübergabe mit Johannes Schweizer, 1. Vorsitzender des Fördervereins Design PF e. V.
Erstmals zeichnet der Förderverein Design PF e. V. Studierende der Fakultät für Gestaltung mit einem eigenen Förderpreis aus. Die ersten Preisträger:innen sind Marie Konstanzer (Bachelor Transportation Design) und Jakob Wirtz (Bachelor Mode).
Die Preisverleihung fand am Mittwoch, 24. Juni, auf dem Campus Tiefenbronner Straße statt. Insgesamt wurden 17 Studierende und Absolvent:innen der Hochschule Pforzheim für ihr besonderes Engagement im Studium geehrt. Zwölf Stifterinnen und Stifter aus der Region vergaben Förderpreise – darunter erstmals der Förderverein Design PF e. V.
Unter dem Titel „Design Personality – Gestalte deine Welt mit Herz, Mut und Klarheit“ suchte der Förderverein Bachelor-Studierende aus dem zweiten bis vierten Semester, die bereits ein eigenes gestalterisches Profil entwickeln und individuelle Interessensfelder verfolgen.
Marie Konstanzer erhielt die Auszeichnung für ihre Fähigkeit, gesellschaftliche Fragestellungen mit innovativen Mobilitätskonzepten zu verbinden und dabei den Menschen konsequent in den Mittelpunkt ihrer Gestaltung zu stellen. Ihre Arbeit „Roadmaster Reinvented – Hub for Contrast and Conversation“ macht öffentliche Räume wieder zu Orten echter Begegnung. Auch ihr Entwurf „Pixel Taxi“ versteht Mobilität als gesellschaftliche Aufgabe. Er stellt Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt, basiert auf autonomen, vernetzten Fahrzeugen und zeigt, wie Mobilität mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen kann.
Jakob Wirtz wurde für seine konzeptionell und gestalterisch überzeugende Auseinandersetzung mit sozialen Strukturen im urbanen Raum während seines Austauschsemesters in Seoul ausgezeichnet. Seine Arbeit reflektiert das Bedürfnis nach Anonymität in der Masse und entwickelt daraus die Idee eines urbanen Camouflages – einer Mode, die ihre Träger mit der Umgebung verschmelzen lässt und dabei grundlegende Fragen nach Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und Individualität stellt. Dabei verwendet er ausschließlich Vintage-Kleidungsstücke, restauriert sie und entwickelt sie kreativ weiter.
Neben dem erstmals vergebenen Förderpreis des Fördervereins gingen vier weitere Preise an Studierende und Absolvent:innen der Fakultät für Gestaltung. Die Witzenmann GmbH vergab ihren Preis an Leon Kast für seine Abschlussarbeit „KINETIC AID – more than just a crutch“ im Bachelor Industrial Design. Das Konzept überträgt biomechanische Prinzipien des Fußes auf die Krücke und macht so den Bewegungsablauf ergonomischer. Ebenso erhielt Kast den Zusatzpreis der Richard Wolf GmbH für besondere Innovationen.
Mit den Förderpreisen der Theo-Münch-Stiftung wurden Laetitia Sturm und Konstantin Sorge ausgezeichnet. Sturm wurde für ihre Bachelorarbeit „Das Schöne im Unspektakulären – Eine Ode an den Alltag“ aus dem Studiengang Visuelle Kommunikation ausgezeichnet. Darin beleuchtet sie die Frage, wie man in einer Welt voller Beschleunigung und Reizüberflutung den kleinen, banalen Dingen des Alltags mehr Beachtung schenken kann. Konstantin Sorge erhielt den Preis für seine Arbeit „NEXUS Daimler Buses – Systemische Gestaltung zukünftiger Busmobilität. Ein Entwurf für eine modulare Flottenstruktur im urbanen Kontext“. Der Bachelor-Student aus Transportation Design begreift darin die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs nicht als technische Pflichtaufgabe, sondern als gestalterische Chance.


