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Förderpreis der Heinrich-Blanc-Stiftung für Benedict Michael Kistner

Die Vorstände der Heinrich-Blanc-Stiftung, Manuel Blanc und Frank Straub, überreichten gemeinsam mit Frank Gfrörer, CEO der BLANCO Gruppe, die Auszeichnungen an die Preisträger: v. l. Manuel Blanc, Frank Straub, Philipp Gassen (2. Preis, HS Heilbronn), Preisträger Benedict Michael Kistner und Frank Gfrörer.

Gewinner des mit 5.000 € dotierten Förderpreises 2019 ist Benedict Michael Kistner. Der Absolvent der Fakultät für Technik an der Hochschule Pforzheim, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen/Global Process Management, überzeugte die Jury mit seiner Bachelorarbeit „Entwicklung von Optimierungsansätzen bezüglich der digitalen Dokumentation auf Bauteilebene unter Berücksichtigung der spezifischen Motorsportanforderungen von Porsche.“ Dabei kombinierte er mehrere Ansätze zu einem neuen Digitalisierungskonzept, das mit einer lückenlosen und vollständigen Produktrückverfolgung zur optimalen Entscheidungsgrundlage bei Porsche Motorsport gereift ist.   

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in Oberderdingen stellte der Hauptpreisträger seine Arbeit vor und erläuterte die Erkenntnisse den zahlreichen Gästen. In der Bachelorthesis von Benedikt Kistner wurden mehrere Konzepte zur Optimierung eines bestehenden Traceability-Systems im Bereich Motorsport der Firma Porsche entwickelt. Traceability bei Porsche Motorsport besteht aus einer internen Aufbaudokumentation und Laufzeiterfassung. Dabei werden Bauteile entlang des Lebenszyklus, von der Entstehung bis hin zu Verschrottung, zurückverfolgt. Durch Data Matrix Codes sind die Bauteile eindeutig mit einer Material- und Serialnummer identifiziert. Das Bauteil wird entlang des Lebenszyklus durch Erfassen des Data Matrix Codes mit neuen prozessrelevanten Informationen verknüpft.

Durch ein iteratives Vorgehen (Jobs-to-be-Done Ansatz) bei der neuen Konzeptentwicklung konnten Ansätze entwickelt werden, welche den Anforderungen von Porsche Motorsport entsprechen und die auftretenden Grenzen überschreiten. Durch eine Kombination eines Smartphones mit einem headmounted Display oder einer stationären Kamera in Verbindung eines Tablets konnten flexible und automatisierte Lösungen für die Aufnahme und Bereitstellung von Produktions- und Logistikdaten ausgearbeitet werden.

Als Festredner befasste sich Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch mit der Macht der Marken; er referierte in seiner Keynote über „Purpose and Vision: Was große Persönlichkeiten und starke Marken auszeichnet.“