Das IAF unter neuer Leitung: Kontinuität und neue Impulse
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Drei Persönlichkeiten, eine gemeinsame Mission: die anwendungsnahe Forschung an der Hochschule Pforzheim stärken: Professor Dr.-Ing. Thomas Greiner, Professorin Dr. Rebecca Bulander und neuer Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Stefan Kray (v.l.n.r.)
Professor Dr. Stefan Kray übernimmt zum Wintersemester 2026/27 die Leitung des Instituts für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim (IAF). Er folgt auf Professor Dr. Thomas Greiner, der das IAF zwölf Jahre lang geprägt hat. Professorin Dr. Rebecca Bulander, seit 2014 stellvertretende Leiterin, behält ihr Amt bei. Künftig bilden sie das Leitungsteam des IAF, wollen die anwendungsnahe Forschung weiter stärken und den Transfer in die Wirtschaft ausbauen.
Die Forschungslandschaft in Deutschland und Europa verändert sich: Förderprioritäten verschieben sich, neue Technologien eröffnen Forschungsfelder und die Bedeutung des Transfers in die Praxis wächst. Das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim begegnet diesen Entwicklungen mit dem Ziel, seine Forschungsstärken weiter auszubauen und neue Impulse für die Zusammenarbeit mit Unternehmen zu setzen. Dafür wählte der Senat der Hochschule im Sommer ein neues Leitungsteam, das an die beachtliche Bilanz der vergangenen Jahre anknüpft.
In Thomas Greiners Amtszeit stieg das Drittmittelvolumen der Hochschule von rund zwei auf mehr als sechs Millionen Euro. Zahlreiche Forschungsprojekte erschlossen wichtige Zukunftsthemen und trugen dazu bei, die Forschung an der Hochschule breiter aufzustellen, ein Kurs den Thomas Greiner gemeinsam mit Rebecca Bulander vorantrieb. Er selbst forscht zu cyber-physischen Systemen, Machine Vision und Künstlicher Intelligenz. Auch künftig bleibt er der Forschung eng verbunden. Er leitet weiterhin das Institut für Smart Systems und Services (IOS³), das sich mit intelligenten, vernetzten Systemen und digitalen Dienstleistungen befasst, und unterstützt das IAF im kommenden Jahr als weiterer stellvertretender Leiter. „Das IAF hat sich sehr gut entwickelt. Dass die Forschung an der Hochschule Pforzheim heute so breit aufgestellt ist, ist das Werk vieler Kolleginnen und Kollegen. Stefan Kray bringt die wissenschaftliche Tiefe und die Erfahrung mit, um diesen Weg fortzusetzen. Ich wünsche ihm viel Erfolg und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt Thomas Greiner.
„Die Entwicklung des IAF steht beispielhaft für die gewachsene Forschungsstärke unserer Hochschule. Wir verbinden wissenschaftliche Expertise mit den konkreten Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft und schaffen damit wichtige Impulse für Innovation. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen und unsere anwendungsnahe Forschung sowie den Transfer in die Praxis weiter stärken“, sagt Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim.
Mit Stefan Kray übernimmt ein Wissenschaftler die Leitung, der technologische Innovation und konkrete Anwendungsfragen verbindet. Seit 2020 ist er Professor für Medizinische Gerätetechnik an der Hochschule Pforzheim. Seine Forschungsgebiete umfassen optische Messtechnik, medizinische Bildgebung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz in technischen und medizinischen Anwendungen. Er leitet mehrere Forschungsprojekte, die von der Carl-Zeiss-Stiftung und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert werden.
Stefan Kray möchte die bewährten Strukturen des IAF nutzen, um das wissenschaftliche Profil der Hochschule weiterzuentwickeln und ihre Sichtbarkeit im nationalen wie internationalen Raum weiter zu erhöhen. „Ich übernehme ein Institut, das ein starkes Fundament für die Forschung geschaffen hat. Dafür danke ich Thomas Greiner, Rebecca Bulander und allen, die daran mitgewirkt haben. Mein Ziel ist, diese Basis zu sichern und die anwendungsnahe Forschung weiter zu stärken. Dabei setze ich auf die Fachinstitute und das Engagement der Forschenden an der Hochschule, auf die Unterstützung durch das IAF-Team sowie auf Transfer in die Praxis.“
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verbindung unterschiedlicher Fachrichtungen. Rebecca Bulander hat die Entwicklung des IAF seit November 2014 als stellvertretende Leiterin mitgeprägt und steht in der Institutsleitung für Kontinuität. Die Professorin für Quantitative Methoden und Betriebswirtschaftslehre im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen arbeitet an der Schnittstelle von Technik und Wirtschaft. Ihre Forschung umfasst die Automatisierung von Geschäftsprozessen, Process Mining, KI-Agenten und digitale Transformation. Im Forschungsprojekt Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald untersucht sie, wie Unternehmen den Wandel gestalten und neue Geschäftsfelder erschließen können, etwa in der Medizintechnik, Robotik oder Luft- und Raumfahrt.
„Im IAF kommen unterschiedliche Fachrichtungen und Perspektiven zusammen. Diese Vielfalt ist eine große Stärke, gerade wenn es darum geht, Forschung mit den Fragestellungen und dem Wandel in Unternehmen zu verbinden. Ich möchte dazu beitragen, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen und neue Themen gemeinsam voranzubringen“, so Rebecca Bulander.
Für die kommenden Jahre setzt das IAF-Team darauf, bestehende Forschungsschwerpunkte gemeinsam weiterzuentwickeln, neue Fragestellungen aufzugreifen und die Kooperation mit Anwendungspartnern auszubauen. Die Verbindung von technologischer Expertise, wirtschaftlicher Perspektive und praktischer Anwendung soll dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Lösungen zu überführen und spürbare Impulse für das gesamte Forschungsprofil der Hochschule zu setzen.