Blackbox – Inklusion spielerisch erleben
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Blackbox: Das Brettspiel von Absolventin Eva Grünewald stellt Inklusion in den Mittelpunkt.
Was passiert, wenn Wahrnehmung zur gemeinsamen Aufgabe wird? Mit dieser Frage hat sich die HS PF Absolventin Eva Sophie Grünebaum aus dem Studiengang Industrial Design in ihrer Bachelorarbeit beschäftigt – und mit Blackbox ein Spiel entwickelt, das genau das erlebbar macht.
Mit verbundenen Augen, strukturierten Flächen und Kategorien wie „Wetter“, „Geräusch“ oder „Tier“ kombinieren Spielende Tastsinn und Sprachgefühl, um gemeinsam auf die Lösung zu kommen. So macht das Spiel Barrieren erfahrbar und regt dazu an, Inklusion aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Aus der Form stachelig und der Überkategorie „Tier“ könnte so das Hinweiswort „Igel“ entstehen. Die andere Person ertastet daraufhin alle neun Felder in der Box und entscheidet, welche Haptik davon am ehesten zum Hinweis “Igel” passt.
Eva sagt dazu: „Mir ist es wichtig zu betonen, dass dieser Ablauf nur eine mögliche Ausarbeitung darstellt. Blackbox ist nicht als fertiges, starres Spiel oder gar ‚Musterlösung‘ gedacht. Es sieht sich als Einladung, sich spielerisch und kreativ mit dem Themenfeld der Inklusion auseinanderzusetzen. Das Spiel ist damit Mittel zum Zweck und nur ein mögliches Ergebnis meiner Bachelorarbeit ‚Inclusive Perspectives – spielerisch in eine inklusive Zukunft‘, deren Fokus vor allem auf dem Sichtbarmachen von Inklusion und Hinterfragen von Barrieren liegt.“
Auch in der Gestaltung zeigt sich der inklusive Ansatz: Die Karten sind kontrastreich und groß gesetzt sowie zusätzlich mit Braille versehen. Gleichzeitig bleibt das Spiel bewusst offen, es kann flexibel angepasst und gemeinsam weitergedacht werden. Entstanden in engem Austausch mit Menschen mit Sehbehinderung, versteht sich das Projekt als Impuls: Barrieren sichtbar machen, Perspektiven wechseln und Inklusion neu denken. Blackbox wurde u.a. mit dem Förderpreis der Heinrich-Blanc-Stiftung ausgezeichnet und im Museum für Angewandte Kunst Köln (4. September bis 12. Oktober 2025) ausgestellt.





