Auszeichnungen für besonderes Engagement vergeben

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Deutschlandstipendium und Alfred-Baier-Stipendium würdigen engagierte Studierende
Prof. Ulrich Jautz am Redepult bei der Vergabefeier Deutschlandstipendium

Rektor Ulrich Jautz eröffnete die Verleihung am Abend. (Foto: Cornelia Kamper/ Hochschule Pforzheim)

Leistung zeigen, Verantwortung übernehmen, neue Ideen entwickeln: An der Hochschule Pforzheim sind 41 Deutschlandstipendien vergeben worden. Insgesamt 18 Förder*innen unterstützen die Studierenden in diesem Jahr. Zusätzlich zeichnete die Alfred-Baier-Stiftung fünf weitere Studierende mit einem Stipendium aus. Die Verleihung fand im Richard-Wolf-Hörsaal der Hochschule statt.

„Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten bringen Talent, Leistungsbereitschaft, Neugier und gesellschaftliches Engagement mit. Sie übernehmen Verantwortung – im Studium, in studentischen Initiativen, in Vereinen oder im Ehrenamt. Sie investieren Zeit und Energie in ihre persönliche Entwicklung und in das Miteinander“, betonte Rektor Ulrich Jautz in seiner Rede.

Engagement, das über das Studium hinausgeht

Das Deutschlandstipendium fördert herausragende Studienleistungen, gesellschaftliches Engagement und besondere Persönlichkeiten. Seit 2011 wird es an der Hochschule Pforzheim vergeben. Die Stipendien werden durch private Spenderinnen und Spender, Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Verbände finanziert. Der Bund verdoppelt die eingeworbenen Mittel, so entsteht ein monatlicher Zuschuss von 300 €.

Einblicke in innovative Fahrradtechnologie

Im Anschluss an die Verleihung besuchten die Stipendiatinnen und Stipendiaten gemeinsam mit ihren Förderinnen und Förderern sowie Prof. Dr. Marcus Simon das Institute for Smart Bicycle Technology (ISBT). Dort erhielten die Gäste Einblicke in Projekte, die zeigen, wie Forschung und studentische Ideen die Sicherheit und den Komfort beim Radfahren verbessern können.

Ein Beispiel ist die Entwicklung von Antiblockiersystemen (ABS) für Fahrräder. Die Hochschule war an frühen Entwicklungen in diesem Bereich beteiligt. Die Technologie wurde auch von Bosch aufgegriffen. Gerade bei hochpreisigen E-Bikes kann ein solches Sicherheitssystem einen wichtigen Mehrwert bieten, während die zusätzlichen Kosten im Verhältnis zum Gesamtpreis vergleichsweise gering ausfallen.

Auch eine Kombibremse für Fahrräder, die im Rahmen einer studentischen Abschlussarbeit entwickelt wurde, stand im Mittelpunkt. Anders als bei herkömmlichen Systemen, bei denen Vorder- und Hinterradbremse separat betätigt werden, verteilt die Kombibremse die Bremskraft automatisch auf beide Räder. Das soll die Bedienung vereinfachen und dazu beitragen, kritische Bremssituationen zu vermeiden. Ein weiteres Projekt widmet sich der Geschwindigkeitskontrolle bei Bergabfahrten. 

Die Einblicke in das ISBT verdeutlichten, wie anwendungsorientierte Forschung und studentische Projekte dazu beitragen können, technische Herausforderungen aus dem Alltag aufzugreifen und Lösungen für die Mobilität von morgen zu entwickeln.

Beim anschließenden gemeinsamen Ausklang des Abends nutzten die Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.