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Aus New York zurück an die Hochschule

In fast fünfzig Jahren kann Vieles passieren. Menschen können ihr Studium beenden, auf einen anderen Kontinent ziehen und dort eine Familie und mehrere Firmen gründen. All das ist Bernhard Keppler gelungen. Keppler ist Absolvent der Staatlichen Höheren Wirtschaftsschule Pforzheim, aus dem die heutige Hochschule hervorgegangen ist. Nach seinem Diplom im Studiengang Personalmanagement im Jahr 1970 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er privat und beruflich einen erfolgreichen Weg bestritten und mehrere Firmen gegründet hat. Im September ist er nach mehr als vierzig Jahren für einen Besuch an seine alte Ausbildungsstätte, die heutige Hochschule Pforzheim, zurückgekehrt. Neben einem Rundgang standen Gespräche mit dem Rektor und Professoren auf dem Programm

„Ich habe der Hochschule viel zu verdanken. Dort wurde die Grundlage meines erfolgreichen Werdegangs gelegt“, erklärte Bernhard Keppler im Rahmen seines Besuchs in Pforzheim. „Ich denke sehr gerne an die Zeit in Pforzheim zurück und bin der Hochschule bis heute verbunden. Ich freue mich, dass sich nun endlich die Möglichkeit zum direkten Austausch geboten hat.“ Dr. Fritz Gairing, Professor in den Studiengängen Personalmanagement und Human Resources Management an der Hochschule, hat Bernhard Keppler im Juli dieses Jahres am Rande einer UN-Konferenz in New York kennengelernt. Bei einem Treffen von Pforzheimer Absolventen, die in der Region arbeiten, gab es die direkte Einladung für einen Besuch in Pforzheim. Fritz Gairing hat den erfolgreichen Personaler-Absolventen an der Hochschule begrüßt und mit auf einen Rundgang über den Campus genommen. „Ich war schon beeindruckt, einen Pforzheimer Absolventen in New York kennenzulernen, der mich mit einem solide-schwäbischen „Grüß-Gott“ begrüßte. Die jugendliche Frische des Mittsiebzigers und die große und ernsthafte Neugier an den vielfältigen Entwicklungen der Hochschule und insbesondere das Angebot, Studierende mit seinen Erfahrungen und Netzwerkkontakten zu unterstützen, hat mich begeistert“, so Gairing.

Ein Punkt im Programm des Gastes aus den Vereinigten Staaten war ein Besuch bei Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim. „Ich finde es klasse, dass Bernhard Keppler mehr als vierzig Jahre nach seinem Abschluss und seinem Erfolg in den USA noch immer ein so großes Interesse an ‚seiner‘ ehemaligen Hochschule hat“, so Jautz. „Er hat sich vor seinem Besuch intensiv mit den aktuellen Themen unserer Hochschule beschäftigt und großes Interesse für die aktuellen Probleme und Fragestellungen gezeigt.“ Dabei stellte sich heraus, dass viele Themen von heute denen von damals gleichen. Viele Probleme von heute beschäftigten bereits die Kollegen und Studierenden vor fünfzig Jahren.

Ulrich Jautz ist besonders beeindruckt von der Vita des ehemaligen Studenten. Noch während seines Studiums veröffentlichte Keppler das Buch „Flextime in Practice“. Er hat dazu beigetragen, substanzielle Veränderungen in der Personalverwaltung in Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern vorzunehmen. 1970 ist er der Hengstler Gruppe in Trossingen beigetreten und maßgeblich daran beteiligt, die Sparte Flextime in wenigen Jahren auf 180 Mitarbeiter und einen Umsatz von 40 Millionen Dollar zu steigern. 1972 ist Bernhard Keppler in die Vereinigten Staaten ausgewandert und hat dort zwischen 1976 und 2008 mehrere Firmen gegründet, die im Schnittfeld zwischen Human Resources und der IT angesiedelt sind. Heute lebt er in Beacon Falls, Connecticut. Die Firmen, die Keppler in den vergangenen Jahren nicht verkauft hat, werden heute von seinem Sohn geführt.

Mit seinem Besuch in Pforzheim soll der Kontakt mit der Hochschule nicht enden. Bernhard Keppler hat fachliche Diskussionen mit Professoren geführt, um die weitere Zusammenarbeit und konkrete Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Er möchte außerdem studentische Projekte fördern. Über die Unterstützung aus den Vereinigten Staaten würde sich Ulrich Jautz sehr freuen. Nach dem kurzen Treffen fühlt er sich nicht nur beruflich, sondern auch privat mit Bernhard Keppler verbunden: „Ich bin erstaunt, dass er nach den vielen Jahren in den USA noch immer ein so gutes Schwäbisch spricht“, so Jautz, der ebenfalls aus Schwaben stammt. „Er hat mich außerdem mit seinem sehr authentischen und ehrlichen Charakter beeindruckt.“