• search
    Suche
  • Login

Krankenversicherung und ergänzend empfohlene Versicherungen

Alle Studierenden müssen bei der Immatrikulation nachweisen, dass sie für die Zeitdauer des Studienaufenthalts in Deutschlang eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, die die Heilkosten in Deutschland erstattet. Die Beiträge zur Krankenversicherung können nach Alter, Geschlecht und dem Herkunftsland variieren.

 

Krankenversicherung für Studierende aus EU Staaten (bis zum 30. Geburtstag)

Studierende aus den EU-Staaten, die im Herkunftsland bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können sich ihre Krankenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland anerkennen lassen. Der Nachweis erfolgt i.d.R. durch die europäische Krankenversicherungskarte EHIC (European Health Isurance Card).

Die europäische Krankenversicherungskarte gilt für folgende Länder (englische Landesnamen): Austria, Belgium, Bulgaria, Croatia, Cyprus Czech Republic, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Ireland, Italy, Latvia, Lithuania, Luxembourg, Malta, Netherlands, Poland, Portugal, Romania, Slovakia, Slovenia, Spain, Sweden, United Kingdom (till MAR 2019)

Zusätzlich hat Deutschland mit folgenden Ländern Abkommen zur Anerkennung der nationalen Krankenversicherung geschlossen (englische Landesnamen): Bosnia-Herzegovina, Iceland, Israel, Liechtenstein, Morocco, Macedonia, Montenegro, Norway, Switzerland, Serbia, Tunisia and Turkey.

Studierende aus den EU-Staaten, die im Herkunftsland bei einer privaten Krankenkasse versichert sind, müssen bei der Immatrikulation in Deutschland eine Bestätigung dieser Krankenkasse vorlegen. Im Falle einer privaten Krankenversicherung müssen alle ärztlichen Leistungen und Medikamente in Deutschland im Voraus selbst bezahlt und anschließend mit der Krankenkasse im Herkunftsland abgerechnet werden.

Studienbewerber, die in Deutschland privat versichert und noch nicht 30 Jahre alt sind, benötigen zur Immatrikulation häufig eine Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Befreiung ist innerhalb der Dauer des Studienaufenthalts in Deutschland irreversibel. Das bedeutet, dass man - wenn man sich einmal hat befreien lassen - nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen werden kann. Studierende aus den EU-Staaten, die im Herkunftsland nicht krankenversichert sind, müssen sich in Deutschland krankenversichern. Bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters ist dies bei einer gesetzlichen oderbei einer privaten Krankenkasse möglich. Ab dem 30. Geburtstag kann man sich nur noch bei einer privaten Krankenkasse versichern.

 

Krankenversicherung für Studierende aus allen anderen Staaten bis zum 30. Geburtstag

Studierende, die nicht aus EU-Staaten oder den zusätzlich oben genannten Ländern kommen, müssen sich in Deutschland krankenversichern. Bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters ist dies bei einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse möglich. Ab dem 30. Geburtstag kann man sich nur noch bei einer privaten Krankenkasse versichern. Studienbewerber, die in Deutschland privat versichert, aber noch nicht 30 Jahre alt sind, benötigen zur Immatrikulation häufig eine Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Befreiung ist innerhalb eines Studienaufenthalts in Deutschland irreversibel. Das bedeutet, dass man danach nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen wird. 

 

Studierende, die 30 Jahre oder älter sind oder die das 14. Fachsemester bereits beendet haben

Ausländische Studierende, die über 30 Jahre alt sind oder das 14. Fachsemester überschritten haben werden, in Deutschland nicht von einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Diese Studierenden müssen sich privat versichern. Die privaten Krankenkassen sind häufig teurer als die gesetzlichen Krankenkassen. 

 

Leistungen und Kosten

Die Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungen sind unterschiedlich; ebenfalls schwanken die Kosten. Eher allgemein gilt: der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (Allgemeine Ortskrankenkassen AOK und Ersatzkassen wie DAK, Barmer, TK, KKH etc.) beträgt pro Monat ca. 70 - 77 Euro; die gesetzliche Krankenversicherungen verlangen zusätzlich einen Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von ca. 18 Euro pro Monat so dass die Tarife zwischen ca. 88 und 94 Euro pro Monat liegen.

Bei manchen Versicherungen beginnt der Versicherungsschutz frühestens mit dem Tage der Immatrikulation. Vom Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation besteht keine Versicherungspflicht und damit auch kein Versicherungsschutz.

Private Krankenversicherung bieten für ausländische Austauschstudierende günstigere Tarife an, wobei sich die Leistungen und Laufzeiten unterscheiden können.

Die im Kontext relativ bekanntesten Organisationen haben spezifische Angebote vereinbart:

a) das Deutsche Studentenwerk DSW hat mit VELA (Union Versicherungsdienst) einen Tarif vereinbart, der die spezifischen Bedürfnisse ausländischer Studierender berücksichtigt (Krankenversicherung 29,50 Euro oder 35,50 Euro pro Monat und Haftpflicht- und Unfallversicherung 7,50 Euro pro Monat).

b) Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD bietet durch die Continentale der Generali Gruppe einen Tarif (Krankenversicherung inkl. Haftpflichtversicherung 64 Euro pro Monat, für die ersten sechs Monate keine Pflegeversicherungsbeiträge). 

Für ausländische Stipendiaten besteht in der Regel auch die Möglichkeit über den Stipendiengeber eine Krankenversicherung abzuschliessen.

Neben den beiden oben genannten privaten Versicherungen gibt es zahlreiche weitere Anbieter von Krankenversicherungen für ausländische Austauschstudierende. Zwei weitere Anbieter sind:

1. MAWISTA (Allianz worldwide partner) die pro Monat 33,00 oder 37,20 Euro verlangt, wobei der geringfügig höhere Tarif eine Haftpflicht- und Unfallversicherung umfasst und

2. CareCollege (Advigon - Hanse Merkur) die monatliche Tarife in Höhe von 28,00 und 35,00 Euro anbietet und für die Haftpflicht- und Unfallversicherung 4,00 Euro / Monat verlangt.

Alle Preisangaben sind selbstverständlich nicht verbindlich und dienen lediglich als Orientierung. Stand: Winter 2018/19

 

Empfehlungen 

Da sich die Leistungen und Tarife der verschiedenen Versicherungsgesellschaften laufend ändern, ist es schwer Empfehlungen zur Krankenversicherung zu geben. Die privaten Anbieter sind oftmals günstiger als die gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistungen der privaten Anbietern sind aber tendenziell geringer. Die Abrechnung von Leistungen ist bei den gesetzlichen Krankenkassen einfacher. Bei den privaten Anbietern sind i.d.R. die Kosten zunächst selbst zu bezahlen; die verschiedenen Rechnungen sind nach der Behandlung einzureichen und nach einer Prüfung werden die Kosten erstattet. Insbesondere bei relativ teueren Krankenhausaufenthalten muss man ggf. relativ viel Geld vorstrecken.  

Wir raten dringend eine private Haftpflichtversicherung abzuschliessen, die Schäden während des Aufenthalts in Deutschland abdeckt. Diese Versicherung kommt für Schäden auf, die Sie einem anderen zugefügt haben (z.B.: Sie beschädigen einen geliehenen Gegenstand). Neben der Haftpflichtversicherung wird auch eine Unfallversicherung empfohlen; Unfall- und Haftpflichtversicherung werden oftmals in Kombination angeboten und die Tarife sind relativ preiswert. Krankenversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung werden von einigen der genannten Versicherungsgesellschaften für ca. 40 Euro pro Monat angeboten.

Bitte erkundigen Sie sich auch in Ihrem Heimatland, ob Sie sich dort schon für Ihren Auslandsaufenthalt versichern können.