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Krankenversicherung und empfohlene Versicherungen

Alle Studierenden müssen bei der Immatrikulation nachweisen, dass sie für die Zeitdauer des Studienaufenthalts in Deutschlang eine Krankenversicherung abgeschlossen haben, die die Heilkosten in Deutschland erstattet. Die Beiträge zur Krankenversicherung können nach Alter, Geschlecht und dem Herkunftsland variieren.

 

Krankenversicherung für Studierende aus EU Staaten (inkl. Schweiz) bis zum 30. Geburtstag

Studierende aus den EU/EWR-Staaten und der Schweiz, die im Herkunftsland bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können sich ihre Krankenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland anerkennen lassen. Dazu benötigen sie das Formular E 128 der Krankenkasse des Herkunftslandes oder die europäische Versicherungskarte EHIC.
Studierende aus den EU/EWR-Staaten und der Schweiz, die im Herkunftsland bei einer privaten Krankenkasse versichert sind, müssen bei der Immatrikulation in Deutschland eine Bestätigung dieser Krankenkasse vorlegen. Im Falle einer privaten Krankenversicherung müssen alle ärztlichen Leistungen und Medikamente in Deutschland im Voraus selbst bezahlt und anschließend mit der Krankenkasse im Herkunftsland abgerechnet werden. Studienbewerber, die in Deutschland privat versichert und noch nicht 30 Jahre alt sind, benötigen zur Immatrikulation häufig eine Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Befreiung ist innerhalb der Dauer des Studienaufenthalts in Deutschland irreversibel. Das bedeutet, dass man - wenn man sich einmal hat befreien lassen - nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen werden kann. Studierende aus den EU/EWR-Staaten und der Schweiz, die im Herkunftsland nicht krankenversichert sind, müssen sich in Deutschland krankenversichern. Bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters ist dies bei einer gesetzlichen oderbei einer privaten Krankenkasse möglich. Ab dem 30. Geburtstag kann man sich nur noch bei einer privaten Krankenkasse versichern.

 

Krankenversicherung für Studierende aus allen anderen Staaten bis zum 30. Geburtstag

Studierende, die nicht aus EU/EWR-Staaten oder der Schweiz kommen, müssen sich in Deutschland krankenversichern. Bis zum 30. Geburtstag bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters ist dies bei einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse möglich. Ab dem 30. Geburtstag kann man sich nur noch bei einer privaten Krankenkasse versichern. Studienbewerber, die in Deutschland privat versichert, aber noch nicht 30 Jahre alt sind, benötigen zur Immatrikulation häufig eine Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Befreiung ist innerhalb eines Studienaufenthalts in Deutschland irreversibel. Das bedeutet, dass man danach nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse aufgenommen wird. 

 

Studierende, die 30 Jahre oder älter sind oder die das 14. Fachsemester bereits beendet haben

Ausländische Studierende, die über 30 Jahre alt sind oder das 14. Fachsemester überschritten haben werden, in Deutschland nicht von einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Diese Studierenden müssen sich privat versichern. Die privaten Krankenkassen sind häufig teurer als die gesetzlichen Krankenkassen. 

Leistungen und Kosten

Die Leistungen der verschiedenen Krankenversicherungen sind unterschiedlich; ebenfalls schwanken die Kosten. Eher allgemein gilt: der Beitrag zur Pflichtversicherung beträgt pro Monat ca. 76 Euro. Krankenversicherungstarife, die deutlich billiger sind, erfüllen i.d.R. nicht die Mindestanforderung für den Krankheitsfall. Die Versicherung beginnt frühestens mit dem Tage der Immatrikulation. Vom Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation besteht keine Versicherungspflicht und damit auch kein Versicherungsschutz. Ggf. ist für die Zeitspanne eine spezifische Krankenversicherung bereits im Heimatland abzuschließen.

Empfehlungen 

Da sich die Leistungen und Tarife der verschiedenen Versicherungsgesellschaften laufend ändern, ist es schwer Empfehlungen zur Krankenversicherung zu geben.  Das Deutsche Studentenwerk hat einen Rahmenvertrag mit der VICTORIA Versicherungs AG, der die spezifischen Bedürfnisse ausländischer Studierender berücksichtigt. Für ausländische Stipendiaten besteht in der Regel auch die Möglichkeit über den Stipendiengeber eine Krankenversicherung abzuschliessen.

https://portal.versicherungsdienste.de/dsw-studenten-kv/index.html

Freiwillige (empfohlene) Zusatzversicherung

Es wird dringend empfohlen eine private Haftpflichtversicherung abzuschliessen, die Schäden während des Aufenthalts in Deutschland abdeckt. Diese Versicherung kommt für Schäden auf, die Sie einem anderen zugefügt haben (z.B.: Sie beschädigen einen geliehenen Gegenstand). Bitte erkundigen Sie sich auch in Ihrem Heimatland, ob Sie sich dort schon für Ihren Auslandsaufenthalt versichern können. Vor allem bei Absolvieren eines Praktikums in einem deutschen Unternehmen empfehlen wir zusätzlich eine Unfallversicherung, falls diese nicht vom Unternehmen gewährleistet wird.