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Dezember 2017

Die aktuellen Pressemitteilungen der Hochschule Pforzheim:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Hochschule Pforzheim, Telefon 07231/ 28-6014, pressestelle@hs-pforzheim.de

Professor Dr. Karlheinz Blankenbach hält Vorträge im Rahmen der International Display Workshops in Japan

Professor Dr. Karlheinz Blankenbach (Foto: U. Kumm)

Auf der „International Display Workshops (IDW)” sprachen zu Beginn des Monats mehr als 600 Experten über die aktuellen Entwicklungen in der Display-Technologie. Im japanischen Sendai dabei war Dr. Karlheinz Blankenbach, Professor für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule Pforzheim. Bereits zum achten Mal war er zu diesem jährlich stattfindenden Netzwerktreffen eingeladen. Der Leiter des Display-Labors an der Fakultät für Technik sprach in seinen Vorträgen über die Bedeutung der Display-Technologie in Zusammenhang mit Industrie 4.0 und Internet of Things sowie den Herausforderungen für Displays in Kraftfahrzeugen.

Industrie 4.0, also die Verzahnung industrieller Produktion mit modernen Kommunikations- und Informationstechniken, stellt die Forschung im Bereich der Display-Technologie vor immer neue Herausforderungen. In seinem ersten Vortrag sprach Blankenbach darüber, wie Bildschirme zur verbesserten Kommunikation zwischen Mensch und Maschine beitragen. Antworten darauf wurden im Rahmen der studentischen Abschlussarbeit „E-Paper Touch System for IoT Safety and Security Using Status LEDs for Visible Light Data Transmission“ behandelt. Die erarbeiteten Ergebnisse präsentierte Karlheinz Blankenbach den Experten in Japan.

In seinem zweiten Vortrag beschäftigte sich Blankenbach mit den Display-Innovationen in modernen Autos. „Displays werden in neuen Autos immer mehr als Designobjekt angesehen, so dass sowohl das optische Erscheinungsbild, als auch die Inhalte Premium-Ansprüchen genügen müssen“, so der Display-Experte. Welche Rolle spielen Bildschirmanzeigen für die Automobilindustrie und die Entwicklung hin zum autonomen selbstbewegten Fahren? Und wie kann die Qualität der Bildschirme im Fahrzeuginnenraum visuell und messtechnisch ermittelt werden? Antworten auf diese Fragen stellte Blankenbach unter dem Titel „Automotive Displays: Visual Ergonomics and Measurements“ in Japan vor.

Professor Dr. Karlheinz Blankenbach in Japan.

Weitere Informationen:
IDW

Die International Display Workshops 2017 (IDW) fanden vom 06. bis 08. Dezember 2017 im Sendai International Center in der japanischen Großstadt Sendai statt. Über 600 Display-Experten aus dem In- und Ausland waren vor Ort. Im Rahmen von wissenschaftlichen Vorträgen, der Präsentation von Postern sowie Ausstellungen von Unternehmen rücken die IDW jährlich Trends und Entwicklungen der Display-Branche in den Fokus. Die Konferenz richtet sich an Fachpublikum. Veranstalter sind die Society for Information Display (SID) und das Institute of Image Information and Television Engineers (ITE): http://www.idw.or.jp/.

Professor Dr. Karlheinz Blankenbach
Regelmäßig nimmt Karlheinz Blankenbach als Redner und Netzwerker an nationalen und internationalen Konferenzen teil. Auch für die heimatliche Hochschule hat dieses Engagement Vorteile. „Ich kann den Studierenden immer von den neuesten Entwicklungen der Display-Branche berichten. Sie profitieren darüber hinaus für Praktika, Abschlussarbeiten oder Jobs von meinem stetig wachsenden Netzwerk“, so der Display-Experte. Professor Blankenbach lehrt Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule Pforzheim. Er leitet zudem das Display-Labor der Fakultät für Technik. Karlheinz Blankenbach ist Vorsitzender des Deutschen Flachdisplay Forums (DFF). Dieser industriegeführte Interessenverband der europäischen Flachdisplaybranche vertritt derzeit knapp 60 internationale Firmen und Forschungsinstitute, deren Tätigkeitsschwerpunkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette angesiedelt sind. www.hs-pforzheim.de/profile/karlheinzblankenbach/

Innovationsnetzwerk "Digitale Zukunft der Automatisierung" nimmt Arbeit auf

Markus Wexel (IHK, links sitzend) und Guido Sand (HS PF, rechts sitzend) begrüßen zum ersten Arbeitstreffen des Innovationsnetzwerks „Digitale Zukunft der Automatisierung“: Reiner Waffenschmidt (Conttek), Markus Mannuss (Eucrea), Hans Ullrich Eckert (Eucrea), Uwe Fuchs (UF automation), Werner Morgenthaler (IHK), Volker Haag (Pentair), Stephan Scholze (Stöber), Pankaj Kolhe (HS PF) und Matthias Weyer (Dekan der Fakultät für Technik der HS PF, v.l.n.r.).

Jeder industriellen Revolution liegt ein Fortschritt in der Produktion durch eine bestimmte Technologie zugrunde: Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung. Der Begriff Industrie 4.0 beschreibt die vierte industrielle Revolution basierend auf digitalen Technologien: Vernetzung, Virtualisierung, Künstliche Intelligenz, Optimierung – zusammengefasst als Cyber-Physische Systeme (CPS). CPS sind technische Systeme mit einem digitalen Schatten, der den virtuellen Entwurf, Bau und Betrieb sowie die virtuelle Optimierung oder Wartung möglich macht. Durch selbstoptimierende Produktion und Anlagenstruktur sowie die Automatisierung kognitiver Tätigkeiten (erkennen, verstehen, planen, entscheiden) sollen so individuelle Produkte zum Preis von Massenprodukten entstehen können.

Vielfach fehlt es in Unternehmen jedoch noch an Orientierungs- und Anwendungswissen, um diese Ziele erreichen zu können. Hier setzt das Innovationsnetzwerk „Digitale Zukunft der Automatisierung“ an. Das Kooperationsbündnis zwischen der Hochschule Pforzheim und mittelständischen Industrieunternehmen aus der Region, die in dem von der IHK Nordschwarzwald (IHK) initiierten Innovationsnetzwerk organisiert sind, feierte im September 2017 seinen Auftakt. Ziel ist es, im Austausch mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region Orientierungs- und Anwendungswissen entlang konkreter Fragestellungen zu generieren. Der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft soll dazu beitragen, die Region Nordschwarzwald nachhaltig als Leuchtturm-Standort im Bereich industrieller Digitalisierung zu etablieren.

„Die Automatisierung ist ein Schlüsselthema für die Zukunft der Wirtschaft. Die Unternehmen haben einen erheblichen Wissens- und Fachkräftebedarf – diesem Bedarf wird das Innovationsnetzwerk ‚Digitale Zukunft der Automatisierung‘ begegnen“, so IHK-Geschäftsführer Markus Wexel. Das schnelle Wachstum des Netzwerks unterstreicht den Bedarf: Nur acht Wochen nach seiner Gründung im September 2017 hat sich die Zahl der Mitgliedsunternehmen bereits von fünf auf sieben erhöht – „Weitere Interessenten können gerne auf uns zukommen“, so Markus Wexel.

Anfang Dezember lud Guido Sand, Professor für Automatisierungstechnik an der Hochschule Pforzheim, gemeinsam mit der IHK Unternehmensvertreter der Eucrea Industrieservice GmbH, ib Company GmbH, KOCH Pac-Systeme GmbH, KOLEKTOR Conttek GmbH, Pentair Technical Solutions GmbH, Stadtwerke Pforzheim, Stöber Antriebstechnik GmbH & Co. KG sowie der UF automation GmbH zu ersten Arbeitstreffen an die Hochschule Pforzheim ein.

„Im Rahmen gemeinsamer Projekte werden wir schwerpunktmäßig die Themenbereiche ‚Industrielle Datenanalyse‘ und ‚Optimale Produktionsplanung‘ bearbeiten“, erklärt Guido Sand die gemeinsame Zielsetzung. Während des Arbeitstreffens wurden industrielle Anwendungsfälle für maschinelles Lernen und mathematische Optimierung identifiziert, die nun analysiert werden sollen. „So können wir KMU des produzierenden Gewerbes bei der Digitalisierung ihrer Produktion unterstützen“, so der Experte für Automatisierung. „Dieser Ansatz schafft Win-Win-Situationen für Unternehmen und Hochschule und hat auch Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bei ihrem Besuch an der Hochschule vor wenigen Tagen überzeugt.“

Im Rahmen dieser und anderer innovativer Forschungsprojekte sollen Studierende der Fakultät für Technik zukünftig über Projekt- und Abschlussarbeiten, Praktika oder Werkstudententätigkeiten frühzeitig und langfristig mit den Unternehmen vernetzt werden – die angehenden Ingenieure erhalten praktische Einblicke jenseits des Hörsaals, die Unternehmen erhalten innovative Arbeitskraft. Umgekehrt sollen auch Unternehmensvertreter in den Lehrbetrieb der Hochschule eingebunden werden.

Die nächste Arbeitsgruppensitzung des Innovationsnetzwerks „Digitale Zukunft der Automatisierung“ findet am 11. Januar 2018 an der Hochschule Pforzheim statt. Im Fokus werden praktische Anwendungsfälle der Mitglieds-Unternehmen für die industrielle Datenanalyse stehen. Im Anschluss an das Arbeitstreffen wird Stephan Scholze, als Vertreter der Stöber Antriebstechnik GmbH, im Rahmen der Hochschul-Vortragsreihe „IT Kolloquium“ referieren. Sein Vortrag „Digitalisierung im echten Leben eines Maschinenbauers?“ beginnt um 17.15 Uhr im Hörsaal THF des T1-Gebäudes an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim (Tiefenbronnerstraße 65, 75175 Pforzheim). Die Veranstaltung ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.


Zitate:
„Wir sind mit 70 Professoren und über 2000 Studierenden die größte Fakultät für Technik im Land. Wir haben das Potenzial, verschiedene Themen aus verschiedenen Stoßrichtungen anzugehen. Eine unserer wesentlichen Kompetenzen ist die Nähe zur Wirtschaft. Im Rahmen des Innovationsnetzwerks können wir zeigen, was wir ‚draufhaben‘ – und Bedarfe aufdecken. Ich freue mich darauf, mit Ihnen allen gemeinsam etwas Agiles aufzubauen.“ (Prof. Dr.-Ing. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim)

„Dass die Hochschule exzellente Ingenieure ausbildet, ist bekannt. Diese jungen Menschen mit den Unternehmen der Region zu verzahnen, ist das Ziel des Innovationsnetzwerks. Die Absolventen der Fakultät für Technik tragen neuestes Wissen zur Digitalisierung in die Unternehmen und deren Entwicklungsabteilungen. Zugleich vernetzen wir die Unternehmen mit dem Wissens- und Kompetenzpool der Hochschule Pforzheim“ (Markus Wexel, Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald)

„Wir wollen unsere Maschinen mit wenig Stillstandzeiten betreiben. Denn so verdienen wir Geld. Das Problem bei automatisierten Prozessen: Unvorhersehbare Störgrößen bringen alles ins Wanken. Ich hoffe wir finden im Rahmen der Netzwerkarbeit hierfür Antworten.“ (Volker Haag, Pentair Technical Solutions GmbH)

„Ich bin hier, um die richtigen Mitarbeiter zu finden, die richtige Ausrichtung zu bestimmen, um meine Unternehmensvision zu verwirklichen. Das Netzwerk ist hierfür hervorragend.“ (Michael Berner, KOLEKTOR Conttek GmbH)

„Wir helfen den Unternehmen, die technischen Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Umgekehrt garantiert der Austausch mit der Industrie uns den Anwendungsbezug innerhalb der Lehre. In exzellent aufgestellten Unternehmen entstehen schließlich spannende Aufgaben für unsere Absolventen. Die besten Ingenieure bleiben der Region Nordschwarzwald so erhalten – und sichern dem Standort langfristig seinen Wettbewerbsvorteil als starke Wirtschaftskraft.“ (Guido Sand, Professor für Automatisierungstechnik an der Hochschule Pforzheim)

„Es gibt spannende Aufgaben abseits der Großindustrie. Wir wollen den Studierenden zeigen, welche Chancen sie bei uns erwarten. Mittelständische Unternehmen bieten die Möglichkeit, sich beruflich breit aufzustellen.“ (Stefan Djuranec, Pentair Technical Solutions GmbH)

Metallrecycling als Rohstoffquelle

Dr. Christian Graf (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg), Martin Geisler (CRONIMET Karlsruhe), Professor Dr.-Ing. Kai Oßwald (Hochschule Pforzheim) und Professor Dr.-Ing. Jörg Woidasky (Hochschule Pforzheim, v.l.n.r.) im Rahmen von „Industrie trifft Hochschule“.

Der Druck auf die Ökosysteme der Erde wächst, der Bedarf an Rohstoffen steigt durch die stetige Zunahme der Weltbevölkerung an und Rohstoffe verknappen zunehmend. Dem gegenüber steht ein hohes Potential an Sekundärrohstoffen. In der Zukunft müssen natürliche Ressourcen geschont und die Verwertung der Abfälle in Richtung Hochwertigkeit optimiert werden. Doch wie können diese Ziele erreicht werden? Wie kann zum Beispiel Altmetall zurück in den Rohstoffkreislauf gebracht werden? Mögliche Antworten gab es im Rahmen der Veranstaltung „Industrie trifft Hochschule“ (ITH) am Donnerstag, den 07. Dezember 2017, an der Hochschule Pforzheim. Im Fachgespräch „Metallrecycling - Wertschöpfung durch innovative Ansätze bei Erkennung und Sortierung höherwertiger Legierungen“ sprachen Professoren der Hochschule sowie Vertreter von Unternehmen und des Ministeriums über das erfolgreiche Recycling von Altmetallen.

Professor Dr.-Ing. Jörg Woidasky, der an der Hochschule Pforzheim den Schwerpunkt „Nachhaltige Produktentwicklung“ vertritt, zeigte das enorme Potential auf, das im Recycling von Altmetallen steckt. Durch deren Wiederverwendung lässt sich bis zu 95% der Energie einsparen, die man benötigen würde, um Rohmaterialien zur Produktion von neuen Metallwaren aufzubereiten. „Das Ziel unserer Forschungstätigkeit ist es, den Stoffkreislauf zu schließen“, erläutert Woidasky die Motivation der Arbeitsgruppe „Werkstoffrecycling und Nachhaltigkeit“ des Instituts für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT) der Hochschule. Dabei stehen nicht oder schlecht verwertbare metallische Werkstoffe und hochwertige Legierungen im Fokus der Arbeiten, die als Sekundärrohstoffe zurück in den Kreislauf der Wirtschaft gebracht werden sollen. „Es gilt die enorme Menge der Schrottstähle europaweit zu nutzen und so die wirtschaftliche Situation in Europa wettbewerbsfähig zu machen“, erklärt Jörg Woidasky im Rahmen von ITH.

Das Edelstahlrecyclingunternehmen CRONIMET aus Karlsruhe, weltweiter Spezialist für Recycling im Bereich Edelstahlschrott, Ferrolegierungen und Primärmetalle, hat ein großes Interesse an der exakten Klassifizierung von Altmetallen, insbesondere von legiertem Stahlschrott. So gehen investierte und gespeicherte Ressourcen nicht verloren, sondern bleiben erhalten. Dieser Effekt ist umso größer, je öfter Metalle in den Kreislauf zurückgeführt werden können. „Es gibt eine schier unglaubliche Vielfalt an metallischen Legierungen. Die Kreativität des Menschen in der Herstellung dieser Legierungen kennt keine Grenzen. Diese bringen wir wieder in den Rohstoffkreislauf zurück“, erläuterte Geisler in seinem ITH-Vortrag. Dabei setzt CRONIMET Verfahren wie optische Spektralanalyse oder Röntgenfluoreszenzanalyse ein, um Metalle zu identifizieren.

Im Bereich Recycling ist auch das Forschungsprojekt „Automatisierte Metallidentifikation für die Kreislaufwirtschaft (AMIKA) tätig. Es verfolgt das Ziel, ein schnelles und automatisiertes Verfahren zur Erkennung und Unterscheidung von Metall-Legierungen zu entwickeln, das die Vorteile der manuellen Sortierung anhand von Funkeneigenschaften mit denen der Analysegeräte verbindet. Mit der Funkenprobe lassen sich Legierungen voneinander unterscheiden, auch wenn sie ähnliche Legierungselemente enthalten. Diese Erkennung soll zukünftig automatisiert geschehen. „Damit wird die Kreislaufschließung im Bereich metallischer Rohstoffe unterstützt. Außerdem kann so verhindert werden, dass hochwertige Schrotte aufgrund hoher Sortier- und Identifikationsaufwände exportiert und dem regionalen Wertschöpfungskreislauf entzogen werden“, erklärte Professor Dr.- Ing. Kai Oßwald, der an der Hochschule im Bereich Fertigungsverfahren lehrt. Das Projekt wird unterstützt und gefördert durch CRONIMET und durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg.

Dr. Christian Graf, Referent im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, zeigte, wie wichtig es sei, besonders versorgungskritische Metalle, wie seltene Erden, oder von Nutzungsbeschränkungen bedrohte Metalle, wie Nickel oder Beryllium, zu recyceln oder zu ersetzen. Das Referat Rohstoffwirtschaft und Ressourcensicherung setzt die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg in den Bereichen Substitution und Recycling um und fördert die Rohstoffkreislaufwirtschaft mit wirtschaftsnahen Forschungsprojekten. „Das Ziel muss es sein, die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Verwertung der Abfälle in Richtung Hochwertigkeit zu optimieren“, so Graf an der Hochschule.

Weitere Informationen:
„Industrie trifft Hochschule“ bietet eine Austauschplattform zwischen Unternehmen und Wissenschaft. Die Veranstaltungsreihe wird von der Hochschule Pforzheim in Kooperation mit der Cluster-Initiative „Hochform“ des Eigenbetriebs Wirtschafts- und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) getragen. Die Veranstaltungsreihe wird 2018 mit vier spannenden Themenbereichen fortgesetzt:

  • Donnerstag, 22. März 2018, „Ein Jahr neue Medizinprodukteverordnung (MDR). Erste Erfahrungen und neue Erkenntnisse“, Professor Dr.-Ing. habil. Volker Biehl
  • Donnerstag, 07. Juni 2018, „Chancen der digitalen Transformation im Unternehmen nutzen“, Professorin Dr. Rebecca Bulander
  • Donnerstag, 25. Oktober 2018, „Messunsicherheit und Tolerierung“, Professor Dr.-Ing. Frank Lindenlauf
  • Donnerstag, 06. Dezember 2018, „Die flexible Fabrik, Professor Dr.-Ing. Reiner Bührer

Familienhilfe von pro familia freut sich über Unterstützung für Familien in der Region

Geschenkeübergabe im wohl weihnachtlichsten Büro der Hochschule Pforzheim: Professor Dr. Thomas Cleff (Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Recht), Peter Benkner (1. Vorsitzender von pro familia Pforzheim), Natascha Kappler (Leiterin „Student Services“ der Fakultät für Wirtschaft und Recht), Manuela Geyer (Familienhelfern in der Sozialpädagogischen Familienhilfe von pro familia Pforzheim) und Kerstin Hasel (stellvertretende Leiterin der Sozialpädagogischen Familienhilfe von pro familia Pforzheim, v.l.n.r.).

„Oscar Wilde sagte einmal, dass das Leben eine schlimme Zeit ist, die sich aber auch aus köstlichen Momenten zusammensetzt. Wir hoffen, dass wir den von uns unterstützten Familien mit so vielen Geschenken eben diese köstliche Momente bescheren können“, war Kerstin Hasel, stellvertretende Leiterin der Sozialpädagogischen Familienhilfe von pro familia Pforzheim, gerührt von der Unterstützung seitens der Hochschule Pforzheim. Die Familienhilfe wurde in diesem Jahr von der Weihnachtsaktion des „Student Services“ der Fakultät für Wirtschaft und Recht bedacht. Bereits zum achten Mal hat Leiterin Natascha Kappler eine Weihnachtsspendenaktion für soziale Projekte in Pforzheim und dem Enzkreis organisiert. Gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Cleff, Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Recht, hat sie am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, fast 150 Geschenke an die Vertreter der Familienhilfe von pro familia übergeben.

Wie in jedem Jahr werden jetzt in der weihnachtlichen Zeit auf der ganzen Welt Geschenke verteilt. Viele Eltern, auch bei uns in Pforzheim und dem Enzkreis, können ihren Kindern aber nur wenige oder manchmal überhaupt keine überreichen. Einigen dieser Familien möchte Natascha Kappler mit ihrer Weihnachtsaktion helfen. „Ich laufe im LC 80 Pforzheim und habe dort Manuela Geyer kennengelernt, die mir von ihrer Arbeit in der Familienhilfe erzählt hat. Sofort ist die Idee geboren, eine gemeinsame Weihnachtsaktion ins Leben zu rufen“, erklärt Natascha Kappler, warum sie sich für pro familia entschieden hat. „Kerstin Hasel hat dann gemeinsam mit ihrem Team eine Wunschliste an Geschenken für die Familien ausgearbeitet. Diese war an unserem Büro ausgehängt und nach den Vorgaben konnte Geschenke gekauft werden.“

An die Familienhilfe wurden Spielzeuge aller Art und Winterbekleidung, aber auch alltägliche Dinge übergeben, die die Familien für ihre Kinder nicht kaufen können. „Es war auch das eine oder andere Geschenk für die Eltern dabei, was mich sehr freut“, ist Natascha Kappler wieder einmal begeistert vom Mitgefühl der Studierenden und Kollegen aus der Hochschule. Der LC 80 hat sich auch mit Geschenken beteiligt. Ebenso Intersport Schrey aus Pforzheim, die großzügig gespendet haben. Insgesamt kann die Familienhilfe 146 bunte Päckchen an Familien der Region übergeben. „Wir können leider nicht allen Familien helfen. Wir können aber dazu beitragen, dass auch sie den weihnachtlichen Gedanken spüren. Außerdem zeigen wir Ihnen, dass viele Menschen aus der Hochschule und darüber hinaus an sie gedacht haben“, freut sich Natascha Kappler über die große Beteiligung.

Die Einrichtung pro familia ist vielen im Zusammenhang mit Schwangerschaftsberatungen ein Begriff. Die Institution hilft im Rahmen ihrer Familienhilfe, die vom Jugendamt in Auftrag gegeben wird, aber auch Menschen bei Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern.

Gespräch mit Professor Dr. Ulrich Jautz, Professor Michael Throm und Professor Dr. Thomas Hensel

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Hochschule Pforzheim trägt mit innovativen Projekten und Initiativen zum Kulturstandort Pforzheim bei. Mit diesem Engagement wirkt sie imagebildend für die eigene Einrichtung, aber auch für die Stadt Pforzheim. Gerne möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen und sie über unsere Aktivitäten im Bereich Kultur informieren. Außerdem werden wir einen Ausblick darauf geben, wie sich die Hochschule künftig einbringen möchte. Als Gesprächspartner stehen Ihnen Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule, Professor Michael Throm, Dekan der Fakultät für Gestaltung, und Professor Dr. Thomas Hensel Professor für Kunst- und Designtheorie, zur Verfügung. Hiermit laden wir Sie herzlich zum

Rück- und Ausblick der Hochschule
zur Kultur am Standort Pforzheim,
Montag, den 18. Dezember 2017, 15:30 Uhr,
Raum G1.102, Fakultät für Gestaltung,
Holzgartenstraße 36, Pforzheim

ein. Die Hochschule war aktiv am diesjährigen Goldstadt-Jubiläum der Stadt Pforzheim „Goldstadt 250“ beteiligt. Über das gesamte Sommersemester 2017 hinweg haben sich Studierende der Fakultät für Gestaltung mit dem Thema „Luxus“ beschäftigt. Auch Studierende der Fakultäten für Technik sowie für Wirtschaft und Recht waren in Einzelprojekte eingebunden. Die Ergebnisse wurden erstmals in einer „Designwoche“ präsentiert. Im Mai und Juni hat im Alfons-Kern-Turm außerdem die vielbeachtete Ausstellung „Luxus!? – Positionen zwischen Opulenz und Askese“ stattgefunden. Für viele weitere Veranstaltungen wurde der Alfons-Kern-Turm genutzt, der gemeinsam mit dem dort beheimateten „Café Roland“ zu einem festen Bestandteil der Hochschule geworden ist. Über diese und weitere Aktivitäten möchten wir Sie gerne informieren.

Wir freuen uns, Sie am Montag in der Holzgartenstraße zu begrüßen.

Anmeldung zum neuen Sommersemester bis 15. Januar 2018 möglich

KATAPULT-Studierende bei der Präsentation ihrer Ergebnisse aus den interdisziplinären Projekttagen ‚Hybrid – analog/digital‘.

Wie können Schüler auf ein künftiges Studium vorbereitet werden? Welche verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten gibt es und welche Rolle spielen Hochschulen in diesem Prozess? Diese und weitere Fragen waren Thema des ersten Symposiums zur Studieneingangsphase, das Ende November von der FH Potsdam ausgerichtet worden ist. Eingeladen zu diesem Symposium war auch Mare van den Eeden, Projektleiterin von KATAPULT der Hochschule Pforzheim. Sie durfte KATAPULT, das Vorstudium der Hochschule, als erfolgreich laufendes Modell zum Studieneinstieg vorstellen.

KATAPULT ist ein kostenfreies einsemestriges interdisziplinäres Angebot der Hochschule Pforzheim für künftige Studierende, die auf dem Weg ihrer Entscheidung Orientierung suchen, um besser vorbereitet ins Studium starten zu können. Für die Veranstalter des Potsdamer Symposiums stellt es ein einzigartiges Projekt dar. Dank des breit gefächerten Studienangebots und der engen Zusammenarbeit der drei Fakultäten bietet die Hochschule den Studierenden ein besonderes interdisziplinäres Angebot, das im Rahmen des Vorstudiums genutzt wird. Neben einer technischen und einer designorientierte Vertiefung können die „KATAPULTler“ an fachübergreifenden Kursen teilnehmen. Durch diese besondere Kombination werden die Studierenden vielseitig vorbereitet und erwerben methodische, soziale, interkulturelle und sprachliche Kompetenzen. Einige der Kurse können außerdem für ein anschließendes Studium angerechnet werden. „Ich freue mich, dass ich unser Konzept des Vorstudiums in Potsdam vorstellen konnte“, so Mare van den Eeden. „Ich habe tolle Rückmeldungen bekommen, die ich nutzen werde, um das Projekt mit meinem Team weiterzuentwickeln.“

Im Rahmen der interdisziplinären Projekttage ‚Hybrid – analog/digital‘ haben KATAPULT-Studierende Kunstwerke gestaltet, die Schnittstellen zwischen Technik und Gestaltung veranschaulichen.

Am Symposium haben Hochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland teilgenommen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise dem Thema Studieneingangsphase widmen. „Ich habe Kollegen kennengelernt, die an ähnlichen Themen arbeiten und manchmal mit den gleichen Problemen zu kämpfen oder sie bereits gelöst haben. Sie alle versuchen neue Wege zu gehen, um Abbruchquoten zu verringern, Kompetenzen zu verbessern und den Studieneinstieg zu erleichtern“, so van den Eeden. „Ich freue mich sehr über diesen Austausch, denn in einer Bildungslandschaft, in der die Studieneingangsphase neu erfunden wird, ist ein gutes und auch bundesweites Netzwerk unentbehrlich.“

In diesem Semester haben sich die KATAPULT-Studierenden in einem interdisziplinären Workshop unter anderem mit den Bedeutungen und Anwendungsfeldern von Hybridgebilden beschäftigt. „Die Studierenden haben sich mit den Schnittstellen zwischen analogen und digitalen Bereichen auseinandergesetzt und daraus Kunstwerke und technische Produkte gefertigt“, erklärt die Projektleiterin. „Die KATAPULTler haben über den fachspezifischen Tellerrand geblickt. Entstanden sind vielfältige Werke, die Schnittstellen zwischen Technik und Gestaltung veranschaulichen und greifbar machen.“ Das Team hinter dem Vorstudium ist mit den Vorbereitungen für das neue Semester beschäftigt. Noch bis zum 15. Januar 2018 können sich Interessierte für das kommende Sommersemester anmelden. Alle wichtigen Informationen zur Einschreibung und zum Programm finden Sie unter www.hs-pforzheim.de/katapult

Schmuckstudierende verkaufen Unikate

Die Vorbereitungen für den Schmuck-Weihnachtsmarkt laufen. Foto: Petra Jaschke

Individuelle Geschenke für Weihnachten bietet der Weihnachtsmarkt der Schmuckstudierenden der Hochschule Pforzheim. Schmuck in vielen Variationen, Handarbeiten und Keramik verkaufen die Designer aus der Fakultät für Gestaltung am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, in der Aula der Holzgartenstraße 36 von 11 bis 19 Uhr.

Einzigartig und dazu noch hübsch – so stellen sich viele das perfekte Geschenk vor. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit beginnt dann die Suche nach dem passenden Präsent. Für viele entpuppt sich der Weihnachtsbummel als Gratwanderung und nervenaufreibende Suche. Diese Erfahrung teilen auch die Pforzheimer Schmuck-Studierenden und organisieren wieder einen Schmuck-Weihnachtsmarkt. Rund 20 Aussteller präsentieren ihre Arbeiten. Die Studierenden aus der Visuellen Kommunikation sorgen für warme Getränke und Snacks.

Betriebswirtschaftliche Masterprogramme der Hochschule verteidigen Spitzenplätze

Blick auf die Fakultät für Wirtschaft und Recht (Foto: Ulrike Kumm, Hochschule Pforzheim)

Beim diesjährigen Masterranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das Anfang Dezember 2017 in der Wochenzeitung ZEIT veröffentlicht wurde, konnten die betriebswirtschaftlichen Masterprogramme der Hochschule Pforzheim ihre Spitzenposition weiter ausbauen. Das CHE ordnet die Fakultät für Wirtschaft und Recht in den Bereichen „Studiensituation insgesamt“ und „Internationale Ausrichtung“ in die Spitzengruppe ein. Im Vergleich zu den vorangegangenen Masterrankings der Jahre 2014 und 2011 konnte sie ihr gutes Ergebnis weiter verbessern.

„Dass wir in der Kategorie ‚Internationale Ausrichtung‘ zur Spitzengruppe zählen bestätigt unsere Strategie“, so Professor Dr. Thomas Cleff, Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Recht, der den Bereich Internationalisierung an der Business School verantwortet. „Als AACSB-akkreditierte Hochschule bereiten wir unsere Studentinnen und Studenten gestützt durch ein Netzwerk von Partnerhochschulen optimal auf den Berufseinstieg in die globalisierte Berufswelt vor.“

Eine wichtige Grundlage für das CHE-Ranking ist das Urteil der Studierenden. Sie beurteilen, wie hoch die Qualität der Lehre ist, wie gut sie sich von den Dozenten betreut fühlen und wie groß die Auswahl an Lehrveranstaltungen in ihrem Fach ist. Die Studierenden, die für das aktuelle Ranking online befragt wurden, bewerteten die neun Masterstudiengänge der Fakultät für Wirtschaft und Recht in den Kategorien „Studiensituation insgesamt“, „Lehrangebot“ und „Unterstützung im Studium“ mit Bestnoten. Als schlechteste Note vergaben die Studierenden ein Gut (Note 2,1).

Die neun betriebswirtschaftlichen Masterprogramme der Hochschule Pforzheim orientieren sich an einem klaren Profil beruflicher Funktionen. Sie sind geprägt durch Praxisorientierung, Vermittlung von anwendungsorientiertem Wissen, Internationalität und durch die Einbindung renommierter Unternehmen.

Die Fakultät für Wirtschaft und Recht sowie die Studiengänge des Wirtschaftsingenieurwesens der Hochschule Pforzheim erfüllen höchste internationale Anforderungen. Dies bescheinigt die weltweit führende Akkreditierungsinstitution, die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB International). Die Hochschule Pforzheim gehört damit zur Gruppe der derzeit 10 AACSB-akkreditierten Hochschulen in Deutschland. Sie ist die erste und einzige Fachhochschule in Deutschland, deren hohe Qualität in Lehre und angewandter Forschung von AACSB bestätigt wurde.

Die vollständigen Ergebnisse sind in der Dezemberausgabe von ZEIT CAMPUS und online verfügbar unter: www.zeit.de/masterranking.

Kooperation zwischen dem Kommunalen Kino und der Fakultät für Gestaltung

Eine Aufnahme von Robert Frank aus dem Film „Don’t Blink“.

Was wäre die moderne Fotografie ohne das Werk von Robert Frank? Sein Stil veränderte in den 1950er Jahren die Spielregeln der Fotokunst, sein Buch „The Americans“ gilt heute als einer der einflussreichsten Fotografiebände des 20. Jahrhunderts. In der Reihe „Kunst – Architektur – Design“ zeigt das Kommunale Kino Pforzheim gemeinsam mit dem Kunstverein und der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim eine Hommage an den Fotografen. Dr. Silke Helmerdig, Professorin für Künstlerische Fotografie an der Fakultät für Gestaltung, führt in den Film „Don’t Blink“ ein. Die Konsequenz, mit der er Kunst und Leben verbindet, war ihr immer Inspiration: „Er hat sich immer in Frage gestellt hat, sich weiterentwickelt, ohne vom eigenen Weg abzukommen – diese Konsequenz ist in allen seinen Werken zu finden.“ Bei beiden Vorstellungen am Dienstag, den 12. Dezember um 18.30 Uhr, und am Samstag, den 16. Dezember 2017 um 17 Uhr, gibt es eine Einführung von Silke Helmerdig.

Dr. Silke Helmerdig, Professorin für Künstlerische Fotografie an der Hochschule Pforzheim.

Bei allem Ruhm ist Robert Frank ein scheuer Mensch geblieben, der sich bei Interviews unwohl fühlt und lieber hinter der Kamera steht. Die Filmemacherin Laura Israel suchte den heute 92-jährigen stillen Star der Fotografie auf und sprach mit ihm über seine Kunst und die Stationen seines Lebens. Robert Frank wurde in Zürich als Kind einer Schweizerin und eines deutsch-jüdischen Vaters geboren. 1947 emigrierte er in die USA, arbeitete zunächst als Fotograf für das Magazin Harper's Bazaar, bereiste Peru und veröffentlichte seine ersten Fotobände. Ein Guggenheim-Stipendium ermöglichte ihm eine Reise quer durch die USA, bei der die Arbeiten für „The Americans“ entstanden sind. Als der Band 1959 erschien, schrieb der amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac das Vorwort. Doch wenige Kritiker erkannten die bahnbrechende Kunst Franks, die Anerkennung folgte erst gut zehn Jahre später. Laura Israels Porträt zeigt einen anfangs verkannten Giganten der Fotokunst, der sich trotz persönlicher Schicksalsschläge bis ins hohe Alter seinen Sinn für Humor und einen unkonventionellen Blick auf die Welt bewahrt hat.

Von Österreich über Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien bis in die Türkei. Durch den Iran und Pakistan bis nach Indien. Schließlich weiter nach Nepal, Kirgistan, Russland und in die Mongolei – und wieder zurück. Von August 2016 bis August 2017 legten Moritz Exner, Jonas Hautsch und Lukas Walz tausende Kilometer zurück und durchquerten mehr als 20 Länder. Von den Eindrücken dieser besonderen Reise berichten die drei jungen Männer, von denen zwei an der Hochschule Pforzheim studiert haben, am kommenden Donnerstag, den 14. Dezember 2017, an der Hochschule. Der Vortrag findet im Rahmen des IT Kolloquium an der Fakultät für Technik statt und beginnt um 17:15 Uhr im Hörsaal THF des T1-Gebäudes. Die Veranstaltung ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

Eine Reise durch 20 Länder ist schon Abenteuer genug. Diese aber in einem ehemaligen Löschfahrzeug zu bestreiten, hat einen ganz besonderen Reiz. Es wiegt 10 Tonnen, ist 7,5 Meter lang, 2,4 Meter breit, 3,75 Meter hoch und verfügt über sieben Sitzplätze. 1977 wurde es erbaut, um als Löschfahrzeug der Feuerwehr seine Dienste zu leisten. Vierzig Jahre später haben es die jungen Männer zu einem Wohnmobil der besonderen Art umgebaut und sind darin ein Jahr durch Asien gereist. Unmittelbar vor Antritt der Reise beendete Moritz Exner sein Bachelor-Studium Ressourceneffizienz-Management an der Fakultät für Wirtschaft und Recht und Jonas Hautsch sein Bachelor-Studium der Mechatronik an der Fakultät für Technik. Lukas Walz ist ausgebildeter Industriemechaniker.

„Was haben wir von unserer Reise ‚mitgenommen‘? Dass die Welt ganz anders sein kann, als das, was durch die Medien vermittelt wird und dass 99 Prozent aller Menschen gute Menschen sind – egal aus welchem Land sie kommen. Wir alle drei können reisen im Allgemeinen jedem ans Herz legen, weil man einen ehrlichen Einblick in fremde Länder bekommt, weltoffener wird und den Luxus wie Trinkwasser, offene Grenzen und Bildung, mit dem wir leben dürfen, jetzt anders zu schätzen weiß“, fasst Jonas Hautsch seine Eindrücke zusammen.

Informationen zur Reise, wie Fotos, Erlebnisberichte sowie eine Karte des Reiseverlaufs sind auf dem Reiseblog www.weltreise-wg.de zusammengestellt.


Hintergrund:

Im Rahmen des IT Kolloquiums des Fachbereichs Informationstechnik der Fakultät für Technik an der Hochschule Pforzheim laden Professoren jedes Semester externe Referenten in der Regel aus Industrie und Wirtschaft ein, um Themen aus ihren jeweiligen Arbeits- und Erfahrungsbereichen vorzustellen. Die Vorträge finden jeweils donnerstags, ab 17:15 Uhr, im Hörsaal THF des T1-Gebäudes der Fakultät für Technik statt. „Die Vorträge sollen unseren Studierenden aufzeigen, welche Themenfelder sie im Berufsleben erwarten könnten. Das IT Kolloquium soll neugierig machen und ist eine Art Motivationsspritze für die angehenden Ingenieure“, so Professor Dr.-Ing. Martin Pfeiffer, Leiter des Fachbereichs Informationstechnik.

Professor Thomas Gerlach ist Träger des erstmals vergebenen Perspektivenpreises

Die Preisträger der Hochschule Pforzheim mit ihren Laudatoren und Rektor Professor Dr. Ulrich Jautz (3.v.l.).

„Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir hier und heute jemanden aus unseren Reihen ehren, der, wie kein anderer, würdiger Preisträger des Perspektivenpreises ist“, so Professor Dr. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim und Laudator des Perspektivenpreises. „Thomas Gerlach ist ein Vorbild im Strategieprozess und für viele das Gesicht des Perspektivenwechsels. Er hat verinnerlicht, dass wir uns allesamt bewegen müssen und sich an die Spitze dieser Bewegung gestellt.“ Für seine Leistungen und die Führung im Strategieprozess, den die Hochschule Pforzheim in den vergangenen zwei Jahren durchlaufen hat, wurde Professor Dr. Thomas Gerlach am Donnerstag, den 30. November 2017, mit dem Perspektivenpreis der Hochschule Pforzheim ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden der Hochschullehrpreis sowie die Research Excellence Awards in den Kategorien Professoren, Mitarbeiter und Studierende vergeben.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Hochschule Pforzheim mit der Frage zur Neuausrichtung von Lehre und Forschung kritisch auseinandergesetzt und in einem hochschulweiten Strategieprozess Antworten gefunden. Unter dem Leitsatz „Führend durch Perspektivenwechsel“ möchte sie das eigene Potential noch besser nutzen, indem sie auf ihre besondere Vielfalt baut und ihre vielfältigen Expertisen zukünftig noch stärker vernetzt. Als Projektleiter Strategie hat Thomas Gerlach, Professor an der Fakultät für Gestaltung, den Prozess getragen und den neuen Leitsatz mitentwickelt. „Er hat den passenden Ton gefunden, um alle Mitstreiter im Strategieprozess zu motivieren. Mit seiner äußerst positiven Ausstrahlung hält er außerdem stetig die Fahne des Perspektivenwechsels hoch“, unterstreicht Matthias Weyer die Wahl von Thomas Gerlach zum Träger des Perspektivenpreises.

Den Lehrpreis der Hochschule Pforzheim haben in diesem Jahr zwei Professoren aus der Fakultät für Technik erhalten. Für ihr gemeinsam entwickeltes Produktentwicklungsseminar wurden Professor Dr. Rainer Häberer und Professor Dr. Rupert Zang aus dem Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung mit dem Preis ausgezeichnet. „Das von ihnen aufgebaute Produktentwicklungsseminar bildet ein Projekt, in dem zuvor gelegte Grundlagen und Vertiefungen zusammenlaufen. Als Entwicklungsziel wagen sie sich dabei an die ganz großen Fragen. So entwickelten sie in den letzten Semestern ein künstliches Herz in kompakter und leichter Bauweise“, so Prorektor Professor Dr. Hanno Weber in seiner Laudatio. „Das Seminar ist daher äußerst praxisnah und bereitet die Studierenden optimal auf ihr berufliches Leben vor. Hier findet Perspektivenwechsel täglich statt.“ In diesem Semester widmen sich die Professoren gemeinsam mit den Studierenden dem Diesel-Skandal und der Frage, ob sich klassische Diesel-Fahrzeuge gemäß des aktuellen Stands der Abgasbehandlung nachrüsten lassen.

Zahlreiche Publikationen, erfolgreich platzierte Forschungsprojektanträge sowie Vorträge und Workshops unterstreichen den ausgeprägten Forschergeist von Dr. Bernhard Kölmel, Professor im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik. Er ist ein viel gefragter IT-Experte, wenn es um wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung geht. Mit seinen Themen erreicht Kölmel ein breites Fachpublikum sowie eine hohe Akzeptanz unter Kollegen. Als Anerkennung für diesen Innovationsmotor und die Leistung zeichnet das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Bernhard Kölmel in diesem Jahr mit dem Research Excellence Award in der Kategorie Professoren aus. „Er hat neue innovative und visionäre Aspekte in die Forschung an der Hochschule Pforzheim eingebracht, er ist vielfältig vernetzt und stets auf der Suche nach neuen Forschungsfragen“, kommentiert Professor Dr. Thomas Greiner, Leiter des Instituts, die Entscheidung für den Preisträger. Aktuell treibt Bernhard Kölmel die Forschungsprojekte „Use-PSS“ und „GaNEsHA“ voran.

Über den Award in der Kategorie Mitarbeiter durfte sich in diesem Jahr Dr. Sabrina Weber aus dem Institut für Personalforschung an der Hochschule freuen. Sie ist seit 2014 im Institut beschäftigt und bringt sich seitdem erfolgreich in unterschiedliche Forschungsprojekte ein. „Als sicherlich größte Leistung ist die eigenständige Akquise des EU-finanzierten Projekts „Social Partner Engagement and Effectiveness in European Dialogue“ (SPEE-ED) zu benennen. In dem von ihr geleiteten Teilprojekt kooperiert unser Institut mit anderen europäischen Institutionen“, so Laudator Professor Dr. Stephan Fischer, Direktor des Instituts für Personalforschung. „Frau Weber ist im Projekt nicht nur für die fallstudienbasierte empirische Untersuchung in Deutschland zuständig, sondern darüber hinaus an der Untersuchung auf EU-Ebene beteiligt.“ Sabrina Weber war in ihrer Zeit an der Hochschule außerdem an fünf Publikationen beteiligt und hat Vorträge auf nationalen wie internationalen wissenschaftlichen Konferenzen gehalten.

Den Research Excellence Award in der Kategorie Studierende hat Sophia Lindner entgegengenommen. Sie ist Studentin des Industrial Design an der Fakultät für Gestaltung und hat im Rahmen einer Projektarbeit einen völlig neuartigen Ballett-Spitzenschuh entwickelt, der die Gefahren des Tanzens mindert. „Basierend auf intensiver Analyse hat Sophia Lindner, die selbst lange Ballett getanzt hat, mit dem Schuhkonzept „REACT“ einen herausragenden und höchst innovativen Spitzenschuh entwickelt und entworfen“, so Laudator Dr. Jan Of, Professor für Kreativwirtschaft. „Sie analysierte orthopädische und sportmedizinische Aspekte und untersuchte potentielle Technologien, die für die besonderen Herausforderungen der Balletttanzkunst geeignet sind.“ Der Schuh fügt sich aus einer Sohle, einer Socke und unterschiedlichen Tape-Bändern zusammen und ist nicht nur aus funktionalen, sondern auch aus ästhetischen Gesichtspunkten äußert gelungen. Für ihr Konzept „REACT“ wurde Lindner im September bereits mit dem 2. Platz des James Dyson Award Deutschland ausgezeichne.