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Hochschule Pforzheim und AQAS entwickeln neues Akkreditierungsmodell

Erfolgreicher Projektabschluss eines zukunftsweisenden Projekts der externen Qualitätssicherung von Studium und Lehre mit AQAS e.V.

Im September wurde der Fakultät für Wirtschaft und Recht im Rahmen der sogenannten „Experimentierklausel“ die erfolgreiche Programmakkreditierung von 24 Studiengängen ausgesprochen.

Was fürs Auto der TÜV, ist für Hochschulen die Akkreditierung: Eine Betriebserlaubnis für neue Studiengänge erhalten deutsche Universitäten und Hochschulen erst nach erfolgreicher Akkreditierung. Unabhängige Akkreditierungsagenturen und ein externes Gutachtergremium prüfen das Studienkonzept, die Struktur und die Elemente der Qualitätssicherung, bevor ein Programm ans Netz gehen darf. Alle acht Jahre steht dann die Kontrolle in Form einer Reakkreditierung an. Die Hochschule Pforzheim wurde im März 2016 als eine von vier Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland von der Stiftung Akkreditierungsrat für ein Modellprojekt ausgewählt. Auftrag war, im Rahmen der sogenannten „Experimentierklausel“ gemeinsam mit der Akkreditierungsagentur AQAS e. V. neue Formen und Wege für die Verbesserung der Qualitätssicherung in Studium und Lehre zu entwickeln. Der Antrag „Programmakkreditierung im Fakultätsreview“ der Fakultät für Wirtschaft und Recht und AQAS wurde als innovativ und zukunftsfähig bewertet. Dieses Projekt wurde nunmehr erfolgreich abgeschlossen: Im September 2020 hat der Akkreditierungsrat die erfolgreiche Programmakkreditierung von 24 Studiengängen der Fakultät nach diesem Verfahren ausgesprochen.

„Wir freuen uns, dass das Pforzheimer Akkreditierungsmodell positiv bewertet wurde“, betont Projektleiter Professor Dr. Matthias Kropp, der 2015 den Projektantrag zusammen mit seinem Kollegen Professor Dr. Karl-Heinz Rau auf den Weg gebracht hatte. „Dass die Stiftung Akkreditierungsrat uns die Möglichkeit gegeben hat, diesen neuen Weg zu entwickeln und zu testen, war ein großer Vertrauensbeweis. Mit AQAS hatten wir einen erfahrenen Partner an unserer Seite, der das Verfahren hochprofessionell begleitet hat.“

Im Rahmen des Projekts wurde inhaltlich der Fokus der externen Qualitätssicherung auf die gemeinsamen Strukturelemente auf Fakultätsebene und die strategischen Zielsetzungen der Fakultät sowie deren Zielerreichung verlagert. Im Rahmen eines integrierten Abschlussaudits wurde zudem der Diskussion mit Peers, also im Kollegenkreis, mehr Raum gegeben. In operativer Hinsicht wurde das Verfahren der Programmakkreditierung für die Fakultät deutlich verschlankt und dadurch effizienter und letztlich kostengünstiger ausgestaltet. Die Durchführung der Begutachtungsverfahren lag bei der Akkreditierungsagentur AQAS e. V., der Akkreditierungsrat war in das gesamte Projekt als Beobachter eingebunden.

Das Projekt der Fakultät für Wirtschaft und Recht „Programmakkreditierung im Fakultätsreview“ basierte auf den Vorgaben der Programmakkreditierung des Akkreditierungsrats, der Kultusministerkonferenz und den „Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area“ (ESG). Die Fakultät profitierte hierbei von ihren Erfahrungen und Vorarbeiten im Rahmen ihrer internationalen Akkreditierung durch die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB International) sowie den umfangreichen Erfahrungen aus der nationalen Akkreditierung.


Über die Projektbeteiligten
Die Stiftung Akkreditierungsrat ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder für die Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen. Der Akkreditierungsrat als Beschlussgremium dieser Stiftung hatte in einer sogenannte Experimentierklausel Modellprojekte für neue Wege der externen Qualitätssicherung ausgeschrieben.

Die Akkreditierungsagentur AQAS e. V. wurde 2002 gegründet, ist im European Quality Assurance Register (EQAR) registriert und vom Akkreditierungsrat zur Durchführung von Begutachtungsverfahren im Sinne des Studienakkreditierungsstaatsvertrages zugelassen. Mitglieder des gemeinnützigen Vereins sind derzeit 94 Hochschulen und eine wissenschaftliche Gesellschaft.

Mit über 3.500 Studierenden, 675 Studienanfängern pro Jahr und 97 Professorinnen und Professoren ist die Fakultät für Wirtschaft und Recht die größte Fakultät an der Hochschule Pforzheim. Das breit gefächerte Studienangebot umfasst 14 Bachelorstudiengänge und 10 Masterprogramme, die sich an Berufsbildern orientieren und auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten sind. Das hohe Niveau der akademischen Ausbildung wurde mit dem AACSB-Siegel bestätigt. Damit zählt die Business School Pforzheim zu den besten Business Schools weltweit.