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Januar 2018

Die aktuellen Pressemitteilungen der Hochschule Pforzheim:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Hochschule Pforzheim, Telefon 07231 / 28-6014, pressestelle@hs-pforzheim.de

Das automatische Orchester, Alfons ins Licht und Pressegespräch Werkschau

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Ende des Semesters präsentiert die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim ihre traditionelle Werkschau – und auch in diesem Semester einige hervorzuhebende Projekte. Aus diesem Grund laden wir Sie herzlich zu drei Presseterminen ein:

Presserundgang „Das automatische Orchester“
Dienstag, 6. Februar 2018, 13:30 Uhr
Alfons-Kern-Turm, Theaterstraße 21, 75175 Pforzheim
Musik machen ohne Noten: Michel Lörz hat in seiner Abschlussarbeit im Fach Visuelle Kommunikation eine kuratierte, interaktive Musikausstellung konzipiert, die aus mechanisch betriebenen Klangskulpturen besteht. Dieses automatische Orchester wird er im Untergeschoss des Alfons-Kern-Turms live präsentieren.

direkt im Anschluss:

Presserundgang „Alfons ins Licht“
Dienstag, 6. Februar 2018, 14 Uhr
Alfons-Kern-Turm, Theaterstraße 21, 75175 Pforzheim
Wo befindet sich das Heilige in unserer heutigen Welt und woran glauben wir? Diese zentralen Fragestellungen behandelt die erstmalig stattfindende Gemeinschafts-Ausstellung von Studierenden aus dem 3., 4. und 6. Semester der Visuellen Kommunikation in der Fachvertiefung ‚Kommunikation im Raum’ an der Hochschule Pforzheim. In 16 Installationen thematisieren die Studierenden Profanes und Sakrales, Weltliches und Heiliges und proben die Axis Mundis des Designs. Diese Schau ist die zweite monothematische Ausstellung der Hochschule im Alfons-Kern-Turm.

Pressegespräch „Werkschau“
Mittwoch, 7. Februar 2018, 10 Uhr
Aula der Fakultät für Gestaltung, Holzgartenstraße 36, 75175 Pforzheim

Im Pressegespräch stellen wir Ihnen herausragende Abschlussarbeiten aller Studiengänge vor.

Wir freuen uns, Sie bei den verschiedenen Presserundgängen zu begrüßen.

Hochschule und Deutsch-Französisches Jugendwerk laden in die Mensa ein

Gabriele Bender, Annaëlle Ayrault und Professorin Dr.-Ing. Veronique Goehlich (v.l.n.r.) informierten im Rahmen des deutsch-französischen Freundschaftstags über die französischen Partnerhochschulen der Hochschule sowie über die Angebote des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

„Ich freue mich sehr, dass ich meine Heimat an einem solchen Tag vorstellen und damit die deutsch-französische Freundschaft auch hier vor Ort unterstützen kann“, zeigt sich Annaëlle Ayrault ganz begeistert. Die Ehrenamtliche des Instituts für Fremdsprachen (IFS) der Hochschule Pforzheim hat gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in die Mensa eingeladen. Anlass war der deutsch-französische Freundschaftstag, der immer am 22. Januar gefeiert wird. Neben einem speziellen französischen Menü gab es einen Infostand der Hochschule und des DFJW.

„Der deutsch-französische Freundschaftstag bringt die beiden Länder näher zusammen. Ich selbst kann den Angehörigen der Hochschule außerdem meine ganz eigene Sicht auf meine Heimat zeigen“, so Annaëlle Ayrault. Sie ist über ein Programm des DFJW für zehn Monate ehrenamtlich an der Hochschule tätig und unterstützt das Institut für Fremdsprachen (IFS) und den Studiengang International Business. Ihr Projektentwurf zu diesem Tag wurde DFJW ausgewählt und anschließend gefördert. „Das Jugendwerk hat mich bei der Organisation des Tages unterstützt und mit Deko- und Informationsmaterial ausgestattet, das ich nutzen konnte.“

Gefeiert wurde in der Mensa der Hochschule Pforzheim. „Das Studentenwerk Karlsruhe, dem die Mensa angehört, hat sofort zugesagt. Gemeinsam haben wir ein tolles französisches Menü erarbeitet. Es gab Zwiebelsuppe, Ratatouille mit Reis und auch Mousse au Chocolat“, so Ayrault. Der Tag bot aber nicht nur die Möglichkeit eines französischen Essens. Außerdem war ein Infostand der Hochschule und des DFJW aufgestellt. Dort hat sie gemeinsam mit Professorin Dr.-Ing. Veronique Goehlich aus dem Studiengang International Business sowie Gabriele Bender vom IFS über die 19 französischen Partnerhochschulen der Hochschule sowie über die Angebote des DFJW informiert, das ein noch besseres Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland aufbauen und das Verständnis füreinander vertiefen möchte. „Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, die Arbeit beider Institutionen vorstellen zu können“, so Gabriele Bender.

Der deutsch-französische Tag erinnert seit 2003 an die Freundschaft der beiden Länder. Er wird jedes Jahr anlässlich der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags, dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, gefeiert. Dieser wurde am 22. Januar 1963 vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer unterschrieben.

„Modellbasierte Entwicklung eines aktiven Sicherheitssystems für elektrifizierte Fahrräder“

Betreuten die Dissertation von Seiten der Hochschule Pforzheim: Professor Dipl.-Ing. Jürgen Wrede, Oliver Maier, Professor Dr.-Ing. Martin Pfeiffer sowie Professor Dr.-Ing. Stefan Hillenbrand (v.l.n.r.).

Oliver Maier, Absolvent des Master-Studiengangs Produktentwicklung der Hochschule Pforzheim, konnte am Montag, den 08. Januar 2018, erfolgreich seine Promotion verteidigen. Seine Dissertation mit dem Titel „Modellbasierte Entwicklung eines aktiven Sicherheitssystems für elektrifizierte Fahrräder“ entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem an der Hochschule Pforzheim angesiedelten interdisziplinären Forschungsprojekt „BikeSafe“. Von 2013 bis 2016 wurden an der Fakultät für Technik in den beiden Fachbereichen Maschinenbau und Informationstechnik Assistenz- und Sicherheitssysteme für Elektrofahrräder entwickelt. Oliver Maier begleitete diese Forschungsarbeiten als Doktorand und technischer Projektleiter.

„Die Verkehrssicherheit von Fahrrädern zu erhöhen ist ein aktuell wissenschaftlich noch kaum bearbeitetes Forschungsfeld. Meine Dissertation ‚Modellbasierte Entwicklung eines aktiven Sicherheitssystems für elektrifizierte Fahrräder‘ ist insofern als wichtige Pionierarbeit zu verstehen, weil sie die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten in diesem Bereich bildet“, beschreibt Oliver Maier die Motivation seiner über 200 Seiten umfassenden Arbeit – die mit „Magna cum Laude", also sehr gut, bewertet wurde.

Die elektrische Energie bei E-Bikes erleichtert nicht nur die Fortbewegung, sie bietet darüber hinaus auch neue funktionale Möglichkeiten, wie beispielsweise den Betrieb eines aktiven Sicherheitssystems, das den Bremsvorgang unterstützt. Im Rahmen seiner Arbeit entwickelte Oliver Maier ein solches System: Das sogenannte bremsdynamische Assistenzsystem zielt auf hydraulisch betätigte Bremsen ab, beeinflusst die kritischen Fahrsituationen durch Bremsdruckmodulation und ist untergliedert in Blockierverhinderer und Überschlagverhinderer. „Die Vorderradblockade sowie der Überschlag um die Fahrzeugquerachse werden dadurch erfolgreich verhindert“, erklärt der 29-Jährige.

Erstgutachter Professor Dr.-Ing. Roland Kasper (IMS), Oliver Maier, Zweitgutachter Professor Dr. rer. nat. Frank Gauterin (KIT) sowie Jun. Professor Dr.-Ing. Elmar Woschke (v.l.n.r.).

Methodisch wurde das aus dem Kraftfahrzeugbau für mechatronische Systeme bewährte V-Modell exemplarisch auf das Fahrrad übertragen. Wesentlicher Bestandteil des V-Modells ist die Systementwicklung mithilfe von Modellen. „Der Blockierverhinderer kombiniert gängige Reglerentwürfe und verwendet die aus dem Drehzahlsensorsignal am Vorderrad berechnete Radumfangsbeschleunigung als Regelgröße“, beschreibt Oliver Maier die technischen Grundlagen. „Der Überschlagverhinderer basiert auf einer Zweipunktregelung in der Zustandsebene und nutzt die von einer Inertialsensoreinheit am Fahrradaufbau gemessene Vertikalbeschleunigung und Nickrate.“


Hintergrund:
Oliver Maier

Oliver Maier beendete 2013 sein Bachelor-Studium im Studiengang Maschinenbau an der Hochschule Pforzheim. Nach dem anschließenden Master-Studium Produktentwicklung, ebenfalls an der Hochschule Pforzheim, begann er seine kooperative Doktorarbeit, die von Professor Dr.-Ing. Roland Kasper von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Erstgutachter und Professor Dr. rer. nat. Frank Gauterin vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Zweitprüfer betreut wurde. Seit Anfang 2017 arbeitet Oliver Maier als Forschungsingenieur bei Bosch eBike Systems im Bereich der Systementwicklung, konkret der Systemarchitektur und -simulation.

Forschungsprojekt „BikeSafe“ Fahrrad fahren ist ein Trendsport! Inzwischen ist jedes zehnte verkaufte Rad motorisiert. Immer mehr Hobbyradler nutzen die zwei Räder für Bewegung oder als Ersatz für das Auto. Im Rahmen des 2013 begonnenen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programmes FHProfUnt geförderten Forschungsprojektes „BikeSafe“ ermittelte die Hochschule Pforzheim zusammen mit den Industriepartnern Robert Bosch GmbH, Magura GUSTAV MAGENWIRTH GmbH & Co. KG und IPG Automotive GmbH Basisdaten und entwickelte Assistenz- und Sicherheitssysteme für Elektrofahrräder. Das Forschungs-Projekt unter Leitung von Professor Dipl.-Ing. Jürgen Wrede und Professor Dr.-Ing. Martin Pfeiffer verfolgte das Ziel, bei einer Vollbremsung blockierende Räder sowie das Abheben des Hinterrades zu verhindern.

Interdisziplinäre Projekte der Studiengänge Mode und Schmuck 


Auf Tuchfühlung gehen: Kiala Potthast (mitte) erklärt das Objekt von Mitstudentin Theresa Schwaiger den Passagen-Besuchern.

Das Einzigartige, das Sonderbare und das Außergewöhnliche verbinden die Studierenden der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim in ihren Projekten „Singularity“. Die im Sommersemester entstandenen Schmuck- und Mode-Kollektionen sind jetzt bei den Passagen in Köln zu sehen. Die Passagen sind die größte Designveranstaltung in Deutschland. Im gesamten Kölner Stadtgebiet präsentieren internationale Hersteller, Designbüros und Hochschulen aktuelle Tendenzen im Design. Die Pforzheimer Fakultät für Gestaltung ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei.

Für die Präsentation hat die Pforzheimer Mode-Professorin Claudia Throm ihr Kölner Atelier leergeräumt. „Während der Internationalen Möbelmesse IMM und der zeitgleich stattfindenden Passagen wird Köln zum Design-Zentrum. Für die Hochschule Pforzheim ist es höchste Zeit, dabei zu sein!“ Gemeinsam mit Schmuck-Professorin Christine Lüdeke hat sie das interdisziplinäre Projekt betreut. Die Studierenden des vierten Semesters beider Studiengänge haben in Teams zusammengearbeitet und ein gemeinsames Thema verfolgt. Fünf der im Sommer entstandenen Kollektionen sind in Köln zu sehen, darunter die Arbeit „Was bleibt“ von Kiala Potthast und Helena Willeke. Beide Entwürfe verbindet der Moment, der in Erinnerung bleibt. Das Leichte und das Vergängliche standen im Zentrum der Keramik-Objekte von Schmuck-Studentin Kiala Potthast. Ihre Objekte sind nicht gebrannt und damit vergänglich: In feuchter Witterung würden sie ihre Form verlieren. Sie ist selbst in Köln dabei und führt die Besucher durch die Präsentation. „Unser künstlerischer Ansatz, den wir in Pforzheim in allen Studiengängen verfolgen, fällt den Besuchern auf und macht sie neugierig“, erzählt die 22-Jährige. „Bei Ausstellungen außerhalb Pforzheims lernt man noch mehr, zu der eigenen Arbeit zu stehen und sie Menschen ohne Gestalter-Hintergrund zu erläutern.“ Auch die Kollektion „Type-Cloth-Jewelry“ von Sophie Bernauer und Jonas Konrad ist zu sehen. Für die beiden Designer ist die Einzigartigkeit der Menschen ihre individuelle Handschrift. Die von Jonas Konrad schlicht gestaltete Mode ist weiß und erscheint als tabula rasa, als weiße Leinwand. Die individuelle Handschrift hat er mit Drucken auf den Stoff gebracht. Sophie Bernauer hat sich in den Schmuck-Objekten aus Messing ganz auf die Handschrift fokussiert. Durch die Aneinanderreihung von Buchstaben des Alphabets wurden Musterreihen, sozusagen eine eigene abstrakte Mustersprache, entwickelt.

Christine Lüdeke weiß, wie wichtig Ausstellungen mit internationalen Besuchern sind. Mit dem Studiengang Schmuck ist sie seit Jahren auf der Salone di Mobile in Mailand und auf der Dutch Design Week in Eindhoven vertreten. „Rauskommen, die eigenen Arbeiten im internationalen Vergleich sehen, das ist unheimlich wichtig für die Entwicklung der Studierenden.“ Die Präsentation „Singularity“ bei den Kölner Passagen ist noch bis Sonntag, 21. Januar 2018 zu sehen. Donnerstag und Freitag, 14 bis 20 Uhr, Samstag, 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr.

Passagen Köln
atelier/throm/vankrüchten
Luxemburger Straße 191, 50939 Köln
15.–21. Januar 2018
Mo–Fr 14–20 Uhr, Sa 11–20 Uhr, So 11–16 Uhr

Hochschule lädt in die Mensa ein

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zwiebelsuppe, Ratatouille mit Reis oder Mousse au Chocolat – diese französischen Köstlichkeiten werden am kommenden Montag, den 22. Januar 2018, in der Mensa der Hochschule Pforzheim serviert. Anlässlich des deutsch-französischen Freundschaftstags, der immer am 22. Januar ausgerichtet wird, lädt die Hochschule gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in die Mensa ein. Organisiert wird die Veranstaltung von Annaëlle Ayrault vom Institut für Fremdsprachen (IFS) der Hochschule. Wir freuen uns, Sie zum

Deutsch-französischen Freundschaftstag
in der Mensa der Hochschule Pforzheim,
22.01.2018, 12:30 Uhr, Foyer der Mensa,
Tiefenbronner Straße 65, Pforzheim

zu begrüßen. Annaëlle Ayrault ist über ein Programm des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) für zehn Monate ehrenamtlich an der Hochschule tätig. Sie unterstützt das Institut für Fremdsprachen (IFS) und den Studiengang International Business. Gemeinsam mit Professorin Dr.-Ing. Veronique Goehlich aus dem Studiengang International Business sowie Gabriele Bender vom IFS informiert sie am Montag über die französischen Partnerhochschulen der Hochschule sowie über die Angebote des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Das DFJW möchte bessere Verbindungen zwischen Menschen in Frankreich und Deutschland aufbauen und das Verständnis füreinander vertiefen.

Firm im Digitalen und Analogen

Professor Dr. Gerhard Buurman (Foto: Harald Koch).

Professor Dr. Gerhard Buurman ist neu an die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim berufen worden. Seit Beginn des Wintersemesters lehrt der gebürtige Hamburger im neuen Master-Studiengang „Design & Future Making“. Gemeinsam mit Studiengangleiterin Professorin Christine Lüdeke wird er das jüngste Pforzheimer Design-Pflänzchen zum Blühen bringen. Darin ist er geübt: An der Zürcher Hochschule der Künste hat Buurman bereits zwei Studiengänge initiiert und mit Leben gefüllt.

Als Gießereimodellbauer begann die berufliche Laufbahn des heute 56-Jährigen. „Lange ist das her, aber es hat mein Denken und Handeln immer beeinflusst.“ Nach der Ausbildung studierte er Industrial Design in Essen – aber auch Philosophie und Soziologie. Eine Promotion lag auf der Hand, Anfang der 1990er-Jahre erforschte er Online-Technologien im Automobildesign. „Schon während meiner Ausbildung habe ich bemerkt, dass immer mehr Gestaltungsaspekte eines Produktes in das Digitale übergehen. Auch der Entwurfsprozess und die Kommunikation der Entwickler veränderten sich damals grundlegend.“

In Linz startete er 1998 seine Hochschullaufbahn als Assistent der Meisterklasse Industrial Design und als Gastprofessor für Interaktive Medien. 1999 erhielt er den Ruf nach Zürich, wo es bei der Professur für Industrial Design nicht bleiben sollte. 1999 gründete er den Studienbereich Interaction Design, vier Jahre später das Fach Game Design, zudem leitete er ab 2011 die Designforschung. Sehr digital klingt der Schwerpunkt des Wahl-Konstanzers, aber er weiß: „Digital Natives hin oder her – Menschen haben eine große Sehnsucht nach dem Analogen.“

Im neuen Pforzheimer Studiengang „Design & Future Making“ lehrt er die digitalen Bereiche. „Zukunft machen – das ist ein schönes Wortspiel. Wer macht hier wen? Es muss uns wichtig sein, dass aus den Digital Natives keine ‚Digital Naives’ werden.“ Als Designer weiß er: „Unsere vordringlichste Aufgabe besteht ja darin, Technisierungsprozesse für Menschen ganzheitlich erfahrbar und verstehbar zu machen.“ Auch das ist für ihn Rückbesinnung auf das Analoge, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Die Studierenden sind es auch, die ihn an der Lehre reizen: „Die Arbeit mit der nächsten Designer-Generation stimmt mich neugierig und enthusiastisch“, freut er sich. Und wenn diese beendet ist, macht er kybernetische Kunst und Musik – analog und digital, wie immer.

Hochrangiges Gremium führt die renommierte Publikationsreihe an

Professor Dr. Mario Schmidt.

Professor Dr. Mario Schmidt, Direktor des Instituts für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim, ist neues Mitglied der Leitung der renommierten Fachzeitschrift Umweltwirtschaftsforum (UWF). Die Zeitschrift wird künftig Sustainability Management Forum (SMF) heißen, verstärkt international publizieren und von einem hochrangigen Gremium geführt. Seit Jahresbeginn sind neben Mario Schmidt außerdem Professorin Dr. Edeltraud Günther von der Elite-Universität Dresden und Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Editors-in-Chief der Zeitung des Springer-Verlags, einem der größten internationalen Wissenschaftsverlage. Alle drei waren bereits in der Vergangenheit im Herausgeberrat der Zeitschrift.

Die Zeitschrift UWF existiert seit November 1992 und wurde von dem BWL-Professor Günter Liesegang von der Universität Heidelberg gegründet. Ein besonderes Anliegen war der Brückenschlag zwischen Theorie und betrieblicher Praxis. In den vergangenen 26 Jahren wurden in UWF viele weit beachtete Beiträge aus dem Bereich des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements veröffentlicht.

Die Zeitschrift wird in Zukunft auch eine Qualitätssicherung durch ein formales Begutachtungs-verfahren haben („peer reviewed“) und sich vor allem praxis- und entscheidungsrelevanten Themen aus dem Nachhaltigkeitsbereich widmen.

Link: http://www.springer.com/economics/environmental/journal/550?detailsPage=editorialBoard

Kontakt: Professor Dr. Mario Schmidt, mario.schmidt(at)hs-pforzheim(dot)de, 07231-28-6406.

Kooperation zwischen dem Studiengang Mode und der Badischen Philharmonie Pforzheim

In den Entwürfen steckt eine tiergehende Recherche, die die Studierenden auf Mood Boards darstellen. (Foto: Olga Pfeifle)

Als die Geigerin Anne-Sophie Mutter in den 1980er Jahren im schulterfreien Abendkleid auf die Bühne ging, war das ein Skandal. Im Konzertbetrieb herrschen feste Regeln für die Bekleidung von Musikerinnen und Musikern. Während für den Mann der traditionelle Frack definiert wurde, gibt es für Frauen aber keine explizite Vorgabe eines Kleidungsstücks. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus Huber hat Julie Olbert, Flötistin der Badischen Philharmonie Pforzheim, aus diesem Grund zwischen dem Orchester und dem Studiengang Mode der Hochschule Pforzheim eine Kooperation initiiert: Ein neues „Klang-Körper-Kleid“ für die Orchestermusikerinnen. Am Montag, den 08. Januar 2018, wurden die Entwürfe der Theaterleitung und den Musikerinnen vorgestellt und von einer Jury begutachtet.

Welches Kleidungsstück passt zu den Bedürfnissen einer Violinistin, welches zu denen einer Cellistin? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 13 Studierende aus dem 6. Semester Mode der Fakultät für Gestaltung. Die Aufgabe an die Nachwuchs-Designer und ihre Professorin Claudia Throm war klar: Das Orchester soll mit der neuen Damenbekleidung ein einheitliches Erscheinungsbild erhalten. Für die männlichen Musiker ist der Frack ein Standard, für Frauen gibt es einen solchen nicht. „Die Vorschriften für Konzertbekleidung wirken häufig absurd. Bei 37 Grad im Scheinwerferlicht Seidenstrümpfe zu tragen ist doch eine Zumutung“, weiß auch Markus Huber, der Pforzheimer Generalmusikdirektor, der ebenfalls Jurymitglied war. „Die außergewöhnlichen Entwürfe der Studierenden zeigen uns, wie elegant Musikerinnen sich kleiden können – und das auf höchstem Niveau in Funktion und Materialität.“

Um dynamische Eleganz ging es dem Team aus Ella Philippi und Klara Schorer. Sie sehen Musiker als Hochleistungssportler und haben sich in ihrem Entwurf auf die Mischung aus Bewegung und Eleganz konzentriert. Auch im medizinischen Bereich haben sie sich inspirieren lassen, um den Musikerinnen mit stützenden Elementen zu helfen. Sabrina Hauber und Raya Kapsreiter setzen in ihrem Konzept „Frack 2.0“ auf das Gesamtbild des Orchesters und auf seine Anordnung in einem Halbkreis. Die Form des Halbrund nehmen sie ihrer Schnittführung auf. Ähnlich einem Frackschwanz ist das Top hinten länger und fließt in einer halbrunden Form nach unten. Die Smoking-Hose hat ein schönes Detail: Die Tascheneingriffe sind in der Form des Klanglochs der Geige gestaltet. In dem Entwurf „Gesamtkunstwerk“ von Laura Keller und Charlotte Schröck spielen organische Formen und die Goldstadt eine große Rolle. Sie haben eine Goldkette integriert, die je nach Instrument in einer dem Bewegungsablauf angepassten Linie nach unten fließt und in der weiten, rockähnlichen Hose verschwindet. „Full Harmonie“ nennen Sabrina Gotthold, Artur Grafenstein und Sabrina Jahn ihr Konzept. Sie haben sich von der Architektur des Gebäudes inspirieren lassen. Die sechseckigen Elemente im Zuschauerraum des Theaters flossen in die Formensprache ihres Kleides ein.

Sabrina Hauber und Rama Kapsreiter präsentieren den „Frack 2.0“. (Foto: Olga Pfeifle)

Alle Studierenden haben mit jeweils einer Musikerin zusammengearbeitet, da die Anforderungen sehr unterschiedlich sind. „Über die Jahre habe ich Kleidung gesammelt, die ich gut bei Konzerten tragen kann. Aber es passiert mir immer wieder, dass ich meine Jacke ablegen muss, weil es auf der Bühne zu heiß ist – und da erntet man kritische Blicke“, erzählt Julie Olbert. „Als Flötistin arbeite ich viel mit dem Oberkörper und brauche dort viel Bewegungsfreiheit. Es ist mir schon einmal passiert, dass ich die Nähte an den Oberarmen gesprengt habe“, lacht die gebürtige Amerikanerin. An neue Konzertkleidung für sie und ihre Kolleginnen hatte sie schon häufig gedacht. Die Wiener Philharmoniker wurden zum Jubiläum von Vivienne Westwood neu eingekleidet, die Parsons School of Design New York entwarf neue Kleidung für das Baltimore Symphony Orchestra. In das starre Regelwerk der Orchesterkleidung scheint Bewegung zu kommen. „Das Orchester als Klangkörper bildet eine Einheit. Hierfür auch ästhetisch eine Entsprechung zu finden, ist eine wunderbare Idee“, meint Almut Benkert, Leiterin des Fachbereichs Kreativwirtschaft des Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim und ebenfalls Jurymitglied. „Das Kooperationsprojekt zeigt, wie bereichernd die interdisziplinäre Zusammenarbeit sein kann.“

Eine Neuinterpretation des Fracks haben Alex Werth und Hannes Mühleiß entworfen. Leichter, weiblicher und funktionaler ist ihr Ansatz, ohne dass die Funktionalität sichtbar wird. Die Jacke vereint Frack und Weste in einem Kleidungsstück. Schlitze wirken feminin und geben viel Bewegungsfreiheit. Auf die unterschiedlichen Anforderungen der Musikerinnen haben Ella Shvets und Laila Eby mit einem Baukasten-System aus Jäckchen, Oberteil, Hose und Rock reagiert. Das Jäckchen kann mit der Hose zu einem Overall verbunden werden. Die weit geschnittene Hose wird durch einen Gürtel tailliert und kann je nach Geschmack und Bedarf auf Taille oder hüfttief getragen werden.

Die neuen Schnittformen haben es Maria Gawrilenko besonders angetan. „Asymetrische Formen haben uns in der klassischen Musik lange gefehlt, höchste Zeit, dass sie auch ihren Weg in die Bekleidung finden“, sagt die Konzertmeisterin, die die Entwürfe als Jury-Mitglied genau betrachtet hat. „Der Input der Musikerinnen war immens wichtig“, erzählen Sabrina Gotthold und Artur Grafenstein. Aus den vielen unterschiedlichen Bedürfnissen ein Kleidungsstück zu entwerfen war kein Leichtes. „Kurze Ärmel, lange Ärmel, enges Gewand, weites Gewand – jede Musikerin benötigt andere Funktionen.“ Beide kennen das Procedere: Artur Grafenstein hat bereits in der Schneiderei am Naturtheater Heidelberg gearbeitet, Sabrina Gotthold war bei der Designerin Dorothee Schumacher im Bereich Damenbluse tätig. Besonders war für beide, mit dem Kunden direkt im Austausch zu sein.

Generalmusikdirektor Markus Huber und Mode-Professorin Claudia Throm eröffnen die Präsentation. (Foto: Sabine Hägele)

Für die Mode-Professorin Claudia Throm, die die Kooperation leitete, ist es ein komplexes wie bereicherndes Projekt: „Die Anforderung war, ein einheitliches Bild zu schaffen. Doch es stellte sich schnell heraus, dass jeder Einzelne sehr individuelle Bedürfnisse hat. Diese unterschiedlichen Anforderungen in Einklang zu bringen ist eine große Aufgabe. Für die Studierenden ist es eine herausfordernde Gratwanderung zwischen Funktionalität, individuellen Wünschen der Musikerinnen und eigenem gestalterischem Anspruch.“ Das bescheinigt auch Professor Johann Stockhammer, Studiengangleiter Mode und Jurymitglied: „Ein in vollem Maße gelungenes Projekt mit echtem Praxisbezug, auf den wir in unserer Ausbildung großen Wert legen.“ In den kommenden drei Wochen werden die sechs Konzepte umgesetzt. Sechs Musikerinnen werden ihre maßgefertigte Kleidung dann zu einem Konzert während der Werkschau am Samstag, den 10. Februar 2018, tragen. Auch die Entscheidung der Jury wird dann bekannt gegeben: Drei der Entwürfe werden ausgezeichnet, der erste Siegerentwurf hat die Chance, künftig für alle Musikerinnen umgesetzt zu werden.

Ist Wirklichkeit wirklich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Ausstellung „Das Morgenspiel“ bezieht Quimey Servetti ab dem 19. Januar 2018 den Pop up-Store Goldstadt 250. Der Student der Visuelle Kommunikation an der Hochschule Pforzheim befasst sich in seiner Bachelor-Abschlussarbeit mit unserer Realität und der Konzeption der dazugehörigen Ausstellung, die nun in Pforzheim gezeigt wird. Ist Wirklichkeit wirklich? Oder befinden wir uns in einer Realitätsblase, die jeder von uns gemeinsam mit den Medien täglich neu entwirft? Hiermit laden wir Sie herzlich zum

Presserundgang zur Ausstellung
„Das Morgenspiel"
Donnerstag, den 18. Januar 2018, 11 Uhr,
Pop up-Store Goldstadt 250
Westliche 1, Pforzheim

ein. Quimby Servetti wird Ihnen die Themen seiner Ausstellung erläutern. Die Schau eröffnet mit einer Vernissage am Freitag, den 19. Januar 2018 um 17 Uhr. Sie ist bis zum 10. Februar von Mittwoch bis Samstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Wir freuen uns, Sie im „Morgenspiel" zu begrüßen.

Bitte merken Sie schon jetzt unsere kommenden Termine vor, für die wir separat einladen werden:
Presserundgang Ausstellung „Alfons ins Licht“: Di, 6.2.2018 um 14 Uhr
Pressegespräch Werkschau: Mi, 7.2.2018, 10 Uhr

Die Sieger des Wettbewerbs „Flying-Aluminium“: Jan Philipp Bauser, Martin Wurster, Yanick Liefke, Seyit Osman Temel, Adem Demirkol und Professor Dr.-Ing. Reiner Bührer (v.l.n.r.)

Wie lange kann ein Flugobjekt in der Luft bleiben, das ganz aus Aluminium gefertigt ist? Diese Frage stellten sich Studierende des ersten Semesters Maschinenbau der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen des Erstsemesterprojekts des Studiengangs wurden Konstruktionslösungen für ein Flugobjekt entwickelt, das von der Berechnung bis hin zur Umsetzung von den Studierenden in den vergangenen drei Monaten erarbeitet wurden. Am Donnerstag, den 21. Dezember 2017, präsentierten insgesamt 17 Gruppen beim Wettbewerb „Flying-Aluminium“ an der Fakultät für Technik ihre individuellen Konstruktionen. Prämiert wurde die technische Lösung, die die gestellten Forderungen erfüllte, mit der Umsetzung des Leichtbaukonzeptes überzeugte und mit 7,2 Sekunden Flugdauer am längsten in der Luft blieb.

Das hellsilbrig glänzende Aluminium ist heute einer der bekanntesten metallischen Werkstoffe und wird in sehr vielen Bereichen eingesetzt, nicht zuletzt im Leichtbau. Die 80 Erstsemester des Maschinenbaus lernten in den vergangenen Monaten diesen Werkstoff kennen und zeigten mit ihren Konstruktionslösungen verschiedene Verarbeitungsvarianten auf. Ziel des Erstsemesterprojekts war die Konstruktion eines flugfähigen Objektes, das komplett aus Aluminium hergestellt werden und eine möglichst lange Flugdauer erzielen sollte. Das Modell selbst war an Rahmenbedingungen gebunden. So sollte das Gewicht nicht mehr als ein Kilogramm und die Größe 500 x 500 x 500 mm³ betragen. Außer Klebstoff war kein weiteres Material erlaubt. Die Antriebe, die ebenfalls aus Aluminium gefertigt werden mussten, waren für eine flexible Nutzlast einer M10-Mutter ausgelegt, die die Modelle transportieren können mussten. In die Bewertung flossen neben der Flugdauer des Modells auch die Methodik, Kreativität und die Präsentationstechnik mit ein. Inspiriert waren die Modelle waren durch Vorbilder aus der Technik, der Natur und auch aus dem Sport. So orientierten sich die Flugobjekte an Fallschirmen, Rotoren und Fluggleitern oder Frisbee-Scheiben. Aus der Natur wurde die Flugfähigkeit der Ahornflugsamen nachgeahmt, um ein flugfähiges Modell zu bauen.

An den Konstruktionen wurden in den vergangenen Monaten in den Werkstätten in der Fakultät für Technik geplant, getüftelt, berechnet und erprobt. Die angehenden Ingenieure beschäftigten sich im Projekt mit den chemischen und mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs Aluminium. Sie lernten aber auch viel darüber hinaus. „Ich war erstaunt, wie aufwendig es ist, eine vernünftige Recherche durchzuführen und wie viel Zeit die Gruppentreffen in Anspruch genommen haben. In unserer Gruppe ging es sehr harmonisch zu und so konnten wir konstruktiv arbeiten. Das Erstsemesterprojekt hat mich in meinem Berufswunsch bestätigt“, resümiert Jessica Seckinger aus dem Studiengang Maschinenbau/Produktentwicklung.

Der Wettbewerb der Maschinenbauer hat Tradition. Seit Jahren arbeiten „Newies“ an kniffligen, humorvollen Aufgaben, die ihr technisches Wissen und ihre Kunstfertigkeit fordern. Auf diese Weise bringen die Studiengänge des Maschinenbaus die Themen Statik und Konstruktionslehre aus der Theorie direkt in die Praxis.

Ultraeffizienz – was ist denn das?

Professor Dr. Mario Schmidt, Projektleiter und Direktor des INEC der Hochschule Pforzheim

Mit Beginn des neuen Jahres hat die Hochschule Pforzheim die Zusage zu einem neuen Forschungsprojekt bekommen. In einem millionenschweren Projektverbund arbeitet das „Institut für Industrial Ecology“ (INEC) der Hochschule zusammen mit Fraunhofer-Instituten, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Clausthaler Institut CUTEC zum Thema Ultraeffizienzfabrik. Gefördert wird das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg.

Ultra-Effizienz? Mit diesem Kunstwort wird als Vision eine optimal gestaltete Fabrik beschrieben, die eine ressourcenschonende Produktion ohne Emissionen im urbanen Umfeld anstrebt, von der keine Umweltbelastungen ausgehen und in der die eingesetzten Ressourcen verlustfrei verarbeitet werden. Eine Ultraeffizienzfabrik kann so auch in urbanen Räumen produzieren, ohne negative Einflüsse auf deren Umgebung auszuüben. Eine solche Form der Produktion wird in der Zukunft durch die weltweite Verstädterung an Bedeutung gewinnen.

Das INEC wird sich in dem Verbund speziell mit der ökologischen Relevanz der Digitalisierung befassen, wie Professor Dr. Mario Schmidt, Projektleiter und Direktor des INEC, erläutert: „Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bietet viele Möglichkeiten, effizient mit Ressourcen und Energie umzugehen. Zum Beispiel können erforderliche Daten über Herkunft, Recyclingfähigkeit oder Inhaltstoffe von Produkten bereitgestellt werden. Gleichzeitig belastet der Einsatz von IKT aber auch die Umwelt. Er macht weltweit so viel CO2-Emissionen aus, wie ganz Deutschland freisetzt.“

Die Projektlaufzeit geht bis Ende 2020. Die Gesamtkoordination liegt beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart.

Ansprechpartner des Projekts an der Hochschule Pforzheim ist Professor Dr. Mario Schmidt, mario.schmidt(at)hs-pforzheim(dot)de, 07231-28-6406.

„Heidelberg Center for the Environment” (HCE) wählt Pforzheimer Professor in den Vorstand

Professor Dr. Mario Schmidt

Der Vorstand des „Heidelberg Center for the Environment“ (HCE) der Universität Heidelberg hat Dr. Mario Schmidt, Professor an der Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim, als neues persönliches Mitglied aufgenommen. Das HCE dient der nachhaltigen Vernetzung der Kompetenzen in den Umweltwissenschaften an der Universität Heidelberg, hat aber auch einige wenige externe Mitglieder, zu denen nun auch Mario Schmidt gehört.

Aufgabe des HCE ist es, die umweltwissenschaftlichen Aktivitäten in Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Kommunikation zu bündeln. Dazu gehören insbesondere die Anregung, Durchführung und Unterstützung interdisziplinärer Forschung und Kommunikation, die Organisation von interdisziplinären umweltwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen, sowie die systematische Stärkung umweltwissenschaftlicher Themen in disziplinären Studiengängen. Auch die Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse in die Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslands und mit internationalen Institutionen gehören zu den zentralen Aufgaben.

Mario Schmidt hatte in den 80er Jahren an der Universität Heidelberg eine weitbeachtete Umweltringvorlesung initiiert, die über Jahre Bestand und viele bekannte Umweltexperten als Gast hatte. Auf seine Initiative ist auch die Einführung der damaligen „Interdisziplinären Ergänzungsstudien Umweltwissenschaften“ zurückzuführen, einem fächerübergreifenden Umweltzertifikat, das man an der Universität Heidelberg ab 1995 erwerben konnte. An der Hochschule Pforzheim lehrt Mario Schmidt im Bereich Ökologische Unternehmensführung. Er ist Direktor des Instituts für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule.