Mai 2017

Die aktuellen Pressemitteilungen der Hochschule Pforzheim:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Hochschule Pforzheim, Telefon 07231/ 28-6014, pressestelle@hs-pforzheim.de

Fragen und Antworten zum Thema Agilität in der Unternehmensführung

BU 1 und 2: Eröffnete die „Business meets Science“-Ausgabe des Sommersemesters: Professor Dr. Stephan Fischer, Direktor des Pforzheimer Instituts für Personalforschung.

Agilität ist zu einem Modewort im Bereich des Managements geworden und häufig mit vielen Fragen verbunden. Antworten auf diese flexible Art der Personalführung gab es am Dienstag, den 16. Mai 2017, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „HR-Trends der Zukunft – Business meets Science“. Rund 100 interessierte Personaler aus der Region waren der Einladung an die Hochschule Pforzheim gefolgt, um Informationen zum Thema Agilität in Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops zu erhalten.

Nach der Begrüßung durch Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, eröffnete Professor Dr. Stephan Fischer, Direktor des Pforzheimer Instituts für Personalforschung, die „Business meets Science“-Ausgabe des Sommersemesters. Er übernahm den Auftakt zum Tagungsthema mit seinem Vortrag „Wege in die agile Zukunft - Ergebnisse einer qualitativen Studie“ und gab damit den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung vor. Nach einer Einordnung des Begriffs Agilität legte Fischer verschiedene Ansätze zu diesem Thema dar und erklärte, warum nicht alle Organisationseinheiten eines Unternehmens agil werden müssen und wie diese auf die unterschiedliche Ausrichtung reagieren können.

In zwei anschließenden Vorträgen berichteten Kristin Lutz von der Hypoport AG  und Kacper Potega von der AOE GmbH aus der Praxis. Kristin Lutz stellte anschaulich dar, welche Herausforderungen sich ergeben, wenn sich Unternehmen durch Wachstum von ihrer „Startup-Atmosphäre“ entfernen. Sie ging auf die Themen Zusammenarbeit und Führung ein und machte deutlich, dass die Bedürfnisse der unterschiedlich agilen Organisationsbereiche Berücksichtigung finden müssen. Kacper Potega sprach über die Begleitung einer agilen Transformation und skizzierte dies am Beispiel eines klassisch strukturierten Unternehmens, das sich mit Hilfe eines „internen“ agil arbeitenden Startups zu einer stärker produktorientierten Organisation entwickelt. Deutlich wurde, dass Transformationsprozesse ohne die Rückendeckung und Förderung durch die Unternehmensleitungen kaum möglich sind.

In der anschließenden Diskussionsrunde, moderiert durch Professorin Dr. Cathrin Eireiner von der Hochschule Pforzheim, stellten sich Stephan Fischer, Kristin Lutz, Kacper Potega und Joern Bock, ebenfalls von der AOE GmbH, den Fragen aus dem Plenum. So wurde die Rolle von Teams bei der Personalauswahl, aber auch beim Prozess der Personaltrennung aufgeworfen. Weitere Themen waren der Umgang mit Macht und Hierarchien in Organisationen oder die Einbeziehung betrieblicher Interessenvertretungen.

Im bewährten Format „ausgezeichnete studentische HR-Abschlussarbeiten“ bot Sandra Berndt, Absolventin des Masterstudiengangs Human Resources Management, einen Einblick in Vorgehen und Erkenntnisse ihrer qualitativ-empirischen Masterarbeit zu Führung in agilen Unternehmen. Sie skizzierte, welche veränderten Anforderungen sich hinsichtlich Führungsstruktur und -verhalten ergeben und welche denkbaren Rollen sich daraus ableiten lassen.

In zwei Runden hatten die Teilnehmenden am Nachmittag die Gelegenheit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen. Der offene Austausch zu den bisherigen Erfahrungen mit Agilität brachte zusätzliche Impulse. Die Tagung schloss mit einer Ergebnispräsentation der drei nachmittäglichen Workshops im Plenum, bevor Gelegenheit zu informativen Gesprächen bestand.
Die nächste Ausgabe der Veranstaltung „HR-Trends der Zukunft - Business meets Science“ findet am 21. November 2017 statt. „Business meets Science“ bietet die Möglichkeit zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis des Personalwesens und befördert den Wissenstransfer zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft.

Weitere Informationen:

www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/institut_fuer_personalforschung_ifp/veranstaltungsreihe_business_meets_science/

Hochschule Pforzheim spricht mit Politik und Unternehmen über verantwortungsvolles Handeln

Prof. Dr. Andrea Wechsler (Verantwortliche der Hochschule Pforzheim), Dr. Wolfram Heger (Senior Manager CSR bei der Daimler AG), Franz Untersteller MdL (Umweltminister des Landes Baden-Württemberg), Melanie Kubin-Hardewig (Vice President bei der Deutschen Telekom AG) und Wolfgang Schmalz (Geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH, v.l.n.r.) diskutierten an der Hochschule Pforzheim zum Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen.

Kinderarbeit oder gesundheitsgefährdende Stoffe in Produkten – was haben diese Schlagworte mit deutschen Unternehmen zu tun? Vorrausschauende Unternehmer haben erkannt, dass sie diese Probleme in ihrer Lieferkette nicht mehr ignorieren können. So hat sich Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren zu mehr als einem Modewort und einem wichtigen Punkt in der eigenen Unternehmensstrategie entwickelt. Am Donnerstag, den 18. Mai 2017, diskutierten Professoren und Studierende der Hochschule Pforzheim mit dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller MdL zu diesem Thema. Gemeinsam mit Vertretern von Daimler, der Telekom und der J. Schmalz GmbH wurde sich im Rahmen der Veranstaltung „Nachhaltigkeit. Worthülse oder Mehrwert für Unternehmen? - Politik, Unternehmer und Wissenschaft im Dialog“ zum Thema Nachhaltigkeit ausgetauscht.

„Ziel der Veranstaltung war es“, so Professorin Dr. Andrea Wechsler, Verantwortliche der Hochschule, „in einem Dialog zwischen Hochschule, Politik und den Unternehmen für das wichtige Thema der Nachhaltigkeit in Unternehmen zu sensibilisieren.“ Diesen Dialog hat der baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller MdL in einer Rede über die „Globalen Herausforderungen als unternehmerische Chance“ eröffnet. Damit leitete er zeitgleich die baden-württembergischen Nachhaltigkeitstage ein, die vom 18. bis 21. Mai mit über 1.500 Veranstaltungen stattgefunden haben.

„Die überwiegende Zahl der Unternehmerinnen und Unternehmer in Baden-Württemberg, vor allem die familien- und inhabergeführten Betriebe, fühlen sich seit je her der Nachhaltigkeit verpflichtet“, stellte Minister Untersteller MdL überzeugt fest. „Relativ neu ist allerdings, dass zunehmend die Kundinnen und Kunden und die Gesellschaft nicht nur wissen wollen, was ein Unternehmen erzeugt, sondern auch wie. Insgesamt stellt sich aus meiner Sicht daher nicht mehr die Frage, ob ein Unternehmen mit Nachhaltigkeit erfolgreicher ist, sondern wie es noch nachhaltiger werden kann.“

Den zweiten Vortrag des Tages hielt Marcel Engel, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN). Er gab dem Podium einen Überblick über die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Diese sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) bildeten den Rahmen der Veranstaltung, da sie zwar von Unternehmen wahrgenommen werden, es aber noch häufig an Informationen und Kenntnissen für eine erfolgreiche Integration in die strategische Entwicklung der Unternehmen mangelt. Die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung wurden 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen. Daran beteiligt waren mehr als 190 Staaten, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Umsetzung dieser Ziele kann allerdings nur gelingen, wenn alle Akteure zusammenarbeiten.

Sprach an der Hochschule Pforzheim zum Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen: Franz Untersteller MdL, Umweltminister des Landes Baden-Württemberg.

Anschließend wurde Nachhaltigkeit im Allgemeinen und die SDGs im Besonderen für die Strategie von Unternehmen auf dem Podium diskutiert. Unter der Überschrift „Nachhaltigkeit in der praktischen Umsetzung“ diskutierten Minister Franz Untersteller MdL, Melanie Kubin-Hardewig, Vice President bei der Deutschen Telekom AG, Dr. Wolfram Heger, Senior Manager CSR bei der Daimler AG und Wolfgang Schmalz, Geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH. „Wir als Familienunternehmen stehen unter besonderen Druck, das Thema Nachhaltigkeit umzusetzen“, betont Wolfgang Schmalz. „Wir unternehmen aber bereits heute viele Dinge in diese Richtung. Wir reduzieren Reststoffe und setzen zunehmend auf alternative Energien.“ Deutlich wurde, dass aber sowohl mittelständische und kleine Unternehmen als auch die großen Konzerne mit Hindernissen zu kämpfen haben. Minister Untersteller setzt auf eine schnelle Umsetzung: „Nachhaltigkeit fordert, jetzt eine Entscheidung für später mit Auswirkungen auch auf andere zu treffen. Das ist neu und nicht leicht. Dennoch kommen wir nicht umhin genau das zu tun. Jetzt Ressourcen nicht zu verbrauchen, damit nachfolgende Generationen diese nutzen können, ist für Unternehmen wie Gesellschaft eine enorme Herausforderung.“ 

Die Tagung, die die Hochschule Pforzheim gemeinsam mit dem deutschen Netzwerk des UN Global Compact und der IHK Nordschwarzwald organisierte, ist Teil des internationalen PRME-Projekts (Principles for Responsible Management Education). UN Global Compact und PRME beabsichtigen die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen tiefer in den Unternehmensalltag und die Lehre an Hochschulen zu integrieren. Mehr als 12.000 Unternehmen und Institutionen weltweit haben den UN Global Compact unterzeichnet. Auch die Hochschule Pforzheim stellt sich dieser Verantwortung in Lehre, Forschung und Transfer. Sie hat eine wichtige Rolle in der UN-Initiative „Principles for Responsible Management Education (PRME)“ übernommen, die vom UN Global Compact und den weltweit führenden akademischen Akkreditierungsinstitutionen getragen wird.

Begleitet wurde die Veranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit von einer Roadshow über die SDGs. Diese globalen Entwicklungsziele der UN geben Orientierung für unternehmerisches Handeln und eine positive Zukunftsvision für Gesellschaft und Wirtschaft. In 17 Ober- und 169 Unterzielen sind Schritte formuliert, die die Weltgemeinschaft  in den nächsten 15 Jahren in Richtung Nachhaltigkeit gehen soll. Die Ziele reichen von der Beendigung extremer Armut bis hin zur Klimastabilität und dem Erhalt der Artenvielfalt. 

Weitere Informationen:
Principles for Responsible Management Education (PRME): www.hs-pforzheim.de/prme/)

Ausgezeichnete Leistungen gewürdigt

Besondere Leistungen verdienen eine besondere Auszeichnung – so ehrte die Business School Pforzheim auch dieses Jahr wieder hervorragende Arbeiten ihrer Studierenden. Am Dienstag, 30. Mai 2017, übergaben im Walter-Witzenmann-Hörsaal Vertreter von acht Unternehmen 16 Förderpreise an 14 Studierende sowie eine studentische Gruppe. Zudem wurden die besten Bachelor- und Master-Studierenden in die akademische Ehrengesellschaft Beta Gamma Sigma aufgenommen, ein Netzwerk der besten Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten weltweit.

Ausgezeichnet wurden sowohl Projekt- als auch Abschlussarbeiten von Studierenden. Die Laudatoren aus den Unternehmen bescheinigten den herausragenden Arbeiten große Aktualität und hervorragende Qualität. Die Themen der Arbeiten reichten von der Optimierung von Geschäftsprozessen, dem mobilen Arbeiten im Zeitalter der digitalen Revolution bis zur Implementierung neuer Organisationsstrukturen in der Logistik eines Unternehmens. Auch soziales Engagement wurde mit einem Preis geehrt.

Neben den studentischen Arbeiten würdigt die Business School durch Lehr- und Praxispreise Dozenten, die sich besonders verdient gemacht haben. Für den engen Praxisbezug der Lehrveranstaltungen ehrte die Fakultät Professor Dr. Jürgen Janovsky, für die Qualität der Lehrveranstaltungen erhielten die Mathematikerin und Statistikerin Professor Dr. Kirsten Wüst und der Psychologe Professor Dr. Ulrich Föhl den Lehrpreis. Der Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Business School Pforzheim wurde an Professor Dr. Rudi Kurz verliehen. Die neu geschaffenen und von Professor Dr. Karl-Heinz Rau gestifteten Dean’s Awards für herausragende akademische Leistungen gingen an Professor Dr. Tobias Brönneke sowie an Kristin Hess, Studentin des Bachelorstudiengangs Personalmanagement. 

Seit Mai 2014 hat die Hochschule das Recht, Mitglieder in die Ehrengesellschaft Beta Gamma Sigma aufzunehmen. Dabei handelt es sich um ein internationales Netzwerk der besten Studierenden und Absolventen der weltweit führenden Business Schools. Die Festrede im Rahmen der feierlichen Aufnahm hielt Professor Dr. Dirk Wentzel, Inhaber des Jean Monnet Lehrstuhls in European Economic Integration an der Hochschule Pforzheim und Chapter Advisor der Ehrengesellschaft.

Weitere Informationen:
Die 1913 in den USA gegründete Honor Society Beta Gamma Sigma wurde 1919 von der American Assembly of Collegiate Schools of Business (AACSB – heute AACSB International, the Association to Advance Collegiate Schools of Business) als einzige studentische Honor Society anerkannt. Dies bedeutet, dass nur Hochschulen, die AACSB-akkreditiert sind, ihren besten Studierenden die Möglichkeit bieten können, Mitglied bei Beta Gamma Sigma zu werden – und damit zu einem auserwählten Netzwerk gut ausgebildeter und leistungsstarker Studierender zu gehören.

Ehemaliger Professor der Hochschule Pforzheim mit der Ehrung des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet

Sprachen die Begrüßungs- und Würdigungsreden auf Prof. Dr. Claus Meyer: Prof. Dr. Ulrich Jautz (Rektor der Hochschule Pforzheim), Staatssekretärin Petra Olschowski, Prof. Dr. Claus Meyer mit seiner Ehefrau Brigitte, Andrea Grosse (Vorsitzende des Kuratoriums der Claus und Brigitte Meyer-Stiftung) und Stephan Scholl (Vorsitzender des Hochschulrats der Hochschule Pforzheim und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw, v.l.n.r.)

„Für Professor Dr. Claus Meyer ist es heute eine eher ungewohnte Rolle, denn normalerweise ist er derjenige, der besondere Leistungen honoriert und mit einem Preis auszeichnet“, begrüßte Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, die Gäste im Raum über der Bibliothek der Hochschule Pforzheim. Am Dienstag, den 23. Mai 2017, wurde die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg an den ehemaligen Professor für Finanz- und Rechnungswesen übergeben. Staatssekretärin Petra Olschowski übernahm als Mitglied der Landesregierung die feierliche Aushändigung der Medaille an Claus Meyer für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. 

„Professor Dr. Meyer ist ein Humanist! Persönlich bescheiden, tolerant, interessiert und immer bestrebt, im konkreten Fall Probleme zu lösen und Gutes zu bewirken“, bringt Stephan Scholl die Lebenseinstellung des Geehrten auf den Punkt. Der Vorsitzende des Hochschulrats der Hochschule Pforzheim und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw sprach am Dienstag die Laudatio auf Claus Meyer. Die Vorstellung der Claus und Brigitte Meyer-Stiftung, die Meyer gemeinsam mit seiner Frau gegründet hat, übernahm Andrea Grosse, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung.
Claus Meyer bedankte sich herzlich für diese Grußworte und war überrascht, dass man seinen Namen an das Ministerium herangetragen hat: „Ich habe nicht gewusst, dass ich für die Staufermedaille vorgeschlagen wurde“, zeigt sich Claus Meyer überrascht von dieser hohen Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. „Erst als der Brief des Ministeriums im Briefkasten lag, habe ich mich über diese besondere Ehrung informiert und mich natürlich sehr darüber gefreut.“ Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg vergibt die Staufermedaille an Menschen, die sich in besonderem Maße um die Belange des Landes und das bürgerliche Gemeinwohl verdient gemacht haben. Claus Meyer hat das in vielerlei Hinsicht getan – in seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule und weit darüber hinaus. 
Von 1970 bis 2002 war er im Studiengang Controlling, Finanz- und Rechnungswesen tätig und hat dort mehrfach die Funktion des Studiengangs- bzw. des Fachbereichsleiters wahrgenommen. „Für ihn waren Controlling und Rechnungslegung keine trockene Materie. Er konnte sich für Buchhaltungs-Bilanzierungs- und Bewertungsfragen begeistern und verstand es auch, seine Studierenden mit seiner Leidenschaft zu infizieren“, fasst Ulrich Jautz das Engagement des Geehrten für seine Lehre zusammen.  Auch in der akademischen Selbstverwaltung lag ihm das Anliegen der Studierenden am Herzen. Claus Meyer war Mitglied im Prüfungsamt, im Studien- und Prüfungsausschuss sowie im Senat.

BU2: Staatssekretärin Petra Olschowski übernahm als Mitglied der Landesregierung die feierliche Aushändigung der Medaille an Prof. Dr. Claus Meyer für seine Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung.

2005 wurde die die „Claus und Brigitte Meyer-Stiftung“ ins Leben gerufen. Sie unterstützt Studierende, die in existenzielle Not geraten sind. „Aufgrund seiner schwierigen Kindheits- und Jugendjahre, die geprägt waren von Krankheit, Krieg und dem Verlust der Eltern wusste Claus Meyer, wie sehr widrige Lebensumstände und problematische wirtschaftliche Verhältnisse den Studienerfolg behindern können“, so Ulrich Jautz. Die Stiftung hat vielen jungen Menschen ermöglicht, ihr Studium trotz widriger Umstände erfolgreich zu absolvieren. Zudem vergibt die Stiftung den Thomas-Gulden- und den Alfred-Kärcher-Preis an Pforzheimer Studierende. Die Vorstellung der Stiftung am Dienstag übernahm Andrea Grosse, Vorsitzende des Kuratoriums der Claus und Brigitte Meyer-Stiftung.
Claus Meyer ist außerdem ehrenamtlich in einem Bürgerverein in Stuttgart aktiv und hat in den 60-er Jahren eine vierspurige Straße im Stadtteil Möhringen verhindert, um den dort ansässigen Kindergarten vor dem Lärm und Teile eines Naturschutzgebietes zu schützen.

Weitere Informationen:
Professor Dr. Claus Meyer:Professor Dr. Claus Meyer wurde 1939 in Calw geboren. Nach dem Besuch der Mittelschule ließ er sich in der Finanzverwaltung des Landes Baden-Württemberg zum Diplom-Finanzwirt (FH) ausbilden und arbeitete bei der Oberfinanzdirektion Stuttgart. Als Autodidakt bestand Claus Meyer die Sonderreifeprüfung und studierte mit Hilfe einer Vollwaisenrente an der Wirtschaftshochschule/Universität Mannheim mit dem Abschluss Diplom-Handelslehrer. Am Lehrstuhl von Prof. Dr. Curt Sandig promovierte er 1968 zum Dr. rer. pol. 1970 folgte Claus Meyer einem Ruf an die Fachhochschule für Wirtschaft in Pforzheim, ohne je selbst ein Gymnasium besucht zu haben. Eine Vielzahl von Veröffentlichungen, vor allem zu aktuellen Fragen der Bilanzierung sowie rund 100 Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken, umfasst sein publizistisches Werk. Er ist Herausgeber der Schriftenreihe der Meyer-Stiftung mit derzeit 20 Bänden. 2005 hat Claus Meyer zusammen mit seiner Ehefrau „Claus und Brigitte Meyer-Stiftung“ ins Leben gerufen. Sie fördert Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung und unterstützt bedürftige Studierende der Hochschule Pforzheim und in Ausnahmefällen von anderen Hochschulen. Die Stiftung vergibt außerdem den Thomas-Gulden-Preis und den Alfred-Kärcher-Preis für akademische Bestleistungen, die an der Hochschule Pforzheim erbracht werden, und veröffentlicht herausragende Bachelor- und Masterarbeiten in der eigenen Schriftenreihe. 

Die Staufermedaille:
Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Sie wird in der Regel in Silber vergeben, in seltenen Fällen auch in Gold. Mit der Staufermedaille sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgehen und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind. 

Studium Generale an der Hochschule Pforzheim

Dr. Florian Artinger

Am kommenden Mittwoch, den 31. Mai 2017, beschließt das Studium Generale der Hochschule Pforzheim seine Vortragsreihe im Sommersemester 2017 mit Dr. Florian Artinger. Das Thema seines Vortrags lautet: „Mit Bauchgefühl: einfache Entscheidungsstrategien in einer komplexen Welt“. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr und findet im Walter-Witzenmann-Hörsaal in der Tiefenbronner Straße 65 statt.

Florian Artinger ist Verhaltenswissenschaftler und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Psychologie. Im Speziellen erforscht er, welche Entscheidungsstrategien Individuen und Organisationen unter Unsicherheit verwenden. Er hat an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der University of Newcastle upon Tyne Ökonomie studiert und am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPI) / Technische Universität Berlin promoviert. Florian Artinger ist Partner und Mitgründer von „SIMPLY RATIONAL - Das Institut für Entscheidung “, einem Spin-off des MPI.

In seinem Vortrag wird er zeigen, wie Bauchentscheidungen in einer komplexen Welt wirken. Intuition ist aus seiner Sicht gefühltes Wissen, das rasch im Bewusstsein auftaucht, dessen tiefere Gründe uns oft nicht bewusst sind und das unser Verhalten steuert. Voraussetzung ist eine entsprechende Expertise, dann sind in einer unsicheren Umgebung Bauchentscheidungen oft effektiver als komplexe Lösungen.

Display-Technologie für die Automobilindustrie – Herausforderungen und Lösungsansätze

Professor Dr. Karlheinz Blankenbach (Foto: Ulrike Kumm)

Auch in diesem ist Professor Dr. Karlheinz Blankenbach, akademischer Leiter des Display-Labors an der Hochschule Pforzheim, zu Gast auf der „SID Display Week“ in den USA. Zum Auftakt am 21. Mai 2017 war er einer von sechs Experten, die erstmals einen Workshop zum Thema „Display-Messtechnik“ gestalteten. Regelmäßig ist Karlheinz Blankenbach als Referent und Mitorganisator der „SID Display Week“ in den USA vertreten. Auf dieser weltweit größten Konferenz der „Society for Information Display (SID)“ stehen die neuesten Entwicklungen im Bereich der Display-Technologien im Fokus.

Ob Kontrast, Leuchtdichte, Farbumfang oder Schaltzeiten – die Leistungsfähigkeit von Bildschirmen setzt sich aus verschiedenen Kategorien zusammen. „Der angebotene Workshop rückte die Messtechnik dieser elektrooptischen Eigenschaften in den Fokus. Ich konnte in diesem Zusammenhang aufzeigen, inwieweit sich Displays für den Automotive-Bereich von herkömmlichen Bilderschirmen unterscheiden“, so Karlheinz Blankenbach.
Angesichts der Entwicklung vom selbst bewegten (automobilen) zum selbstständigen (autonomen) Fahrzeug spielen auch Anzeigen und Beleuchtung im Fahrzeuginneren eine immer stärkere Rolle.
Der Professor für Elektrotechnik und Informationstechnik informierte außerdem über Display-Technologie im Zusammenhang mit Industrie 4.0: „In meinem Vortrag ging ich auch auf Abschlussarbeiten meiner Studenten ein, die die Verzahnung industrieller Produktion mit modernen Kommunikations- und Informationstechniken thematisierten.“ Welche Rolle spielen Bildschirme in der selbstorganisierten Produktion und wie tragen sie zur verbesserten Kommunikation zwischen Mensch und Maschine bei? Karlheinz Blankenbach nennt beispielhaft eine Antwort: „Im Rahmen der Installation und Wartung von komplexen technischen Systemen könnten bistabile Displays – Bildschirme, die ihr einmal eingegebenes Ladungsbild (hell oder dunkel, reflektierend oder absorbierend) ohne Energiezufuhr behalten – den Einbauort markieren und per QR-Code-Anzeige die Netzwerk-Anbindung signifikant erleichtern.“

Bereits 18 Mal nahm der Pforzheimer Professor als Teilnehmer, Redner und Netzwerker an internationalen Konferenzen in den USA teil. Auch für die heimatliche Hochschule hat das Engagement Vorteile. „Nach meiner Rückkehr aus den USA kann ich den Studierenden von den neuesten Entwicklungen der Display-Branche berichten. Sie profitieren darüber hinaus für Praktika, Abschlussarbeiten oder Jobs von meinem stetig wachsenden Netzwerk“, so Karlheinz Blankenbach.

Weitere Informationen:

SID Display Week:
Jährlich veranstaltet die „Society for Information Display” die „SID Display Week”. Mit Besuchern aus über 30 Ländern zählt sie zu den größten internationalen Ausstellungen der Flachdisplaybranche. Anfang dieses Jahres wurde Karlheinz Blankenbach in eine hochrangige Position des SID-Programm-Komitees berufen. Die diesjährige Konferenz findet vom 21. bis 26. Mai 2017 im amerikanischen Los Angeles statt. http://www.displayweek.org/

Deutsches Flachdisplay Forum:
Professor Dr. Karlheinz Blankenbach engagiert sich bei der „SID Display Week“ auch in seiner Funktion als Vorsitzender des „Deutschen Flachdisplay Forums“ (DFF). Dieser industriegeführte Interessenverband der europäischen Flachdisplaybranche vertritt derzeit knapp 60 internationale Firmen und Forschungsinstitute, deren Tätigkeitsschwerpunkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette angesiedelt sind.

Studierende der Fakultät für Technik werden für ihr Engagement ausgezeichnet

Vier Studierende der Fakultät für Technik wurden mit einem „ITK Student Award“ ausgezeichnet: Florian Werling (ITK), Lennart Lehmann, Yannick Hanakam, Steffen Keller und Annika Maier von der Hochschule Pforzheim, Manuel Duss (ITK) sowie Prof. Dr.-Ing. Martin Pfeiffer (Prodekan der Fakultät für Technik, v.l.n.r.).

Sie haben hervorragenden Studienleistungen erbracht, besonderes Engagement im Rahmen von Projektarbeiten gezeigt und ihre Kommilitonen unterstützt. Für diese Leistungen wurden vier Studierende der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim mit einem „ITK Student Award“ ausgezeichnet. Am Donnerstag, den 18. Mai 2017, erhielten Lennart Lehmann, Steffen Keller, Annika Maier und Yannick Hanakam den von der ITK Engineering GmbH gestifteten Preis. Neben der Urkunde wird es für die Preisträger ein Treffen mit dem ITK Engineering-Management sowie ein professionelles Fahrertraining geben.

Lennart Lehmann hat sich nicht nur durch hervorragende Leistungen im Automotive-Bereich und der Automatisierungstechnik, speziell der Gebäudeautomatisierung, verdient gemacht. Der Mechatronik-Student im sechsten Semester organisierte ebenso Fachvorträge für die Kommilitonen an der heimischen Hochschule sowie Exkursionen an andere Institute. Seine bevorstehende Abschlussarbeit wird er im Ausland erarbeiten. Dieses Engagement hat sich nun mit dem Erhalt des ITK Student Award ausgezahlt: „Auch im Hinblick auf die baldige Bewerberphase ist die Auszeichnung für mich lohnenswert“, so Lehmann.

Steffen Keller fühlt sich durch die Auszeichnung in seiner Hochschulwahl bestätigt: „Firmen-Kooperationen wie diese bereiten uns ideal auf unser späteres Berufsleben vor. Der frühe Praxisbezug, der an unserer Hochschule gelebt wird, hilft einem enorm, sich zu orientieren und zu vernetzen“, zieht der Elektrotechnik-Student eine positive Bilanz seiner vergangenen vier Semester an der Fakultät für Technik.

Annika Maier sieht den Preis auch als Auszeichnung für ihren Studiengang Medizintechnik, der seit dem Wintersemester 2012/13 als neuer Bachelor-Studiengang an der Hochschule Pforzheim angeboten wird: „Die Medizintechnik ist sehr vielschichtig und spannt einen Bogen von der Technik mit allen Facetten hin zum Menschen. Da gibt es viel Entwicklungspotential", so die Studentin im sechsten Semester.

Yannick Hanakam wird für seine Unterstützung jüngerer Kommilitonen ausgezeichnet. Der Student des Master-Studiengangs Embedded Systems betreut Projektarbeiten von Bacheloranden aus den Bereichen Maschinenbau und Mechatronik. Er erwartet vor allem das Treffen mit dem ITK-Management im Herbst mit Spannung: „Dort werden auch die Preisträger anderer Hochschulen vor Ort sein, mit denen man sich über das Studium austauschen kann. Vielleicht entsteht aus den Gesprächen ja ein mögliches Thema für meine Abschlussarbeit.“ 

Seit 2012 verleiht die ITK Engineering GmbH den „ITK Student Award“ an die besten Studierenden technischer Fakultäten in ganz Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz im pfälzischen Rülzheim ist ein international tätiges Technologieunternehmen mit Kunden aus den Branchen Automotive, Bahntechnik, Gebäudetechnik, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Motorsport sowie Robotik.

Weltrekordversuch

Maschinenbau-Studierende der Hochschule Pforzheim haben eine Rube-Goldberg-Maschine aus 550 Einzelpositionen konstruiert und damit einen Weltrekordversuch gestartet. (Foto: Harald Koch)

Sie haben die größte ihrer Art gebaut und wollten damit im Buch der „Guinness World Records“ landen. Studierende der Hochschule Pforzheim waren Monate mit der Konstruktion einer so genannten Rube-Goldberg-Maschine beschäftigt, die in zahlreichen Einzelpositionen zu einer Zielaufgabe führen soll. Insgesamt 550 sich beeinflussende Prozessschritte haben die angehenden Maschinenbauer hintereinander gebaut, bis sich ein Toilettendeckel öffnet. Am Mittwoch, den 17. Mai 2017, wurde die Konstruktion vor Zeugen in Gang gesetzt. „Der Weltrekordversuch hat zwar nicht funktioniert, aber wir sind trotzdem sehr stolz auf die Leistung der 88 Studierenden“, fasst Rektor Professor Dr. Ulrich Jautz dieses tolle Projekt der zusammen.

Mit über drei Metern Höhe haben die angehenden Maschinenbauer die weltweit größte Rube-Goldberg-Maschine gebaut, die einen Raum von 60 Quadratmetern füllt. Mehr als ein halbes Jahr konstruierten und tüftelten sie gemeinsam an ihrem Projekt. Im Laufe des Prozesses sind die Studierenden zu einem Team zusammengewachsen und haben dabei gezeigt, dass Handarbeit wahres technisches Können voraussetzt. Jedes der 18 Module besteht aus hunderten von Einzelteilen: elektrische, hydraulische, optische, pneumatische und mechanische Elemente müssen ineinander greifen. Der bisherige Weltrekord lag bei 418 einzelnen Prozessschritten.

„Wir möchten uns bei allen Beteiligten für die Mühe bedanken und freuen uns sehr über dieses besondere Engagement. Es wurde eine Herkulesaufgabe bewältigt“, betont Ulrich Jautz. Das gute Wetter am Mittwoch hat für viel zu heiße Luft und damit zu verzerrten Wettbewerbsbedingungen gesorgt, weswegen der Weltrekordversuch nicht geklappt hat. 
Die Rube-Goldberg-Maschine bildet den Höhepunkt der Ausstellung „Luxus!? – Positionen zwischen Opulenz und Askese“ der Fakultät für Gestaltung, die Donnerstag, den 19. Mai 2017, im Alfons-Kern-Turm zu sehen ist.

Weitere Informationen:
Rube-Goldberg-Maschine:Eine Rube-Goldberg-Maschine wird aus vielen Einzelpositionen gebaut, um anhand einer Kettenreaktion eine alltägliche Handlung auszuführen. Die Maschine ist hierfür nicht notwendig und kompliziert konstruiert - jeder einzelne Schritt führt allerdings dazu, dass die Maschine funktionieren kann.

Lotuseffekt, humanoide Roboter und kaputte Zähne

Teilnehmende Studierende und Mitarbeiter des Projekts KATAPULT der Hochschule Pforzheim vor dem Technoseum in Mannheim.

Tolles Wetter, neugierige Gesichter, viel Technik und zwei Führungen. Am Samstag, den 06. Mai 2017, hatten Studierende des Projekts KATAPULT der Hochschule Pforzheim die Möglichkeit, an einem begleiteten Rundgang durch das Technoseum in Mannheim teilzunehmen. Die Exkursion wurde im Rahmen des einsemestrigen Vorstudiums KATAPULT an der Hochschule angeboten. Neben Vorträgen gab es technische Experimente und auch körperliche Aufgaben.

Julia Kleinbeck, Dozentin im Vorstudium KATAPULT und verantwortlich für die Bereiche ‚Methoden und Kompetenzen‘ und ‚Kunsttheoretische Grundkenntnisse‘, hat den Studierenden im Rahmen ihrer Vorlesung „Kunst und Technik“ bereits erste theoretische Kenntnisse vermittelt und sie eingeladen, sich in Mannheim ein Bild von den besprochenen Themen zu machen. 

Durch das Technoseum führte Mitarbeiterin Kerstin Chittka-Wittig, die sowohl einen historischen als auch technischen Hintergrund besitzt und sich so den Wünschen der interdisziplinären Gruppe anpassen konnte. Sie sprach unter anderem über das Thema Bionik, ein Begriff der sich aus Biologie und Technik zusammensetzt. Sie gab ein Beispiel aus der Technik, dem die Natur als Vorbild dient: den Lotuseffekt. „Ich habe ein Waschbecken mit Lotuseffekt, in dem der Dreck von der Oberfläche abperlt. Nachdem ich einen Scheuerlappen statt Essig genommen hatte, um Kalk zu entfernen, war der Lotuseffekt dahin“, erklärte sie dieses Phänomen anhand eines Beispiels aus dem Alltag.

Außerdem durften die teilnehmenden Studierenden Pflanzen auf ihre Eigenschaften und ein Eisbärfell auf seine isolierende Wirkung untersuchen. Auch die Form von Pinguinen in Bezug auf ihren Luftwiderstand und dessen Nutzung in der Luftfahrt war ein Thema des Tages. Der humanoide Roboter Paul zeigte anschließend seine Tanzkünste. „Ich bin begeistert“, freut sich Kim Kurzmann, KATAPULT-Studentin in der designorientierten Vertiefung, über die Eindrücke aus Mannheim. „Es war viel beeindruckender, als ich es erwartet hatte.“ Ihre Kommilitonin Karolin Knapp baute unterdessen mit Hilfe eines weiteren Roboters ein Automodell zusammen. Dieser forderte sie mit einer fast menschlichen Handbewegung dazu auf, einen Teil der gestellten Aufgabe zu lösen. 

Am Nachmittag folgte eine zweite Führung zum Thema Energieübertragung und Energiewandel. Frau Chittka-Wittig sprach darüber, wie im 18. und 19. Jahrhundert Wassermühlen in Webereien und Papierfabriken eingesetzt wurden, wie sich die Kraftübertragung in Druckmaschinen entwickelt hat und dass Müller aufgrund der eingesetzten Mahlsteine beschädigte Zähne hatten. Die Exkursionsteilnehmer durften anschließend in einem hölzernen Tretkran selbst aktiv werden. 

Kolja Klug, KATAPULT-Student in der Vertiefung Technik, nimmt viele Erkenntnisse für ein bevorstehendes Studium von der Exkursion mit: „Das Museum hat mir gezeigt, wie vielfältig die Welt der Technik ist. Ich weiß noch immer nicht so genau, in welche Fachrichtung es genau gehen soll, aber die verschiedenen Angebote aus dem Vorstudium sowie dieser Tag im Museum haben mir den Reiz des Technikstudiums mal wieder vor Augen geführt.“ 

Weitere Informationen:
KATAPULT ist ein Projekt der Hochschule Pforzheim. Es bietet Studieninteressierten ein maßgeschneidertes, einsemestriges und kostenfreies Vorstudium. Dies ist unterteilt in eine designorientierte und eine technikorientierte Vertiefung und bietet außerdem vorbereitende und interdisziplinäre Kurse für die Studierenden an.Weitere Informationen finden Sie unter: www.hs-pforzheim.de/studium/vor_dem_studium/vorstudium_katapult/

Wichtigster Preis in der deutschen Textilindustrie

Seit sieben Jahren gehören Mode-Absolventen aus Pforzheim zu den Preisträgern der Förderpreise der Wilhelm-Lorch-Stiftung: Anja Demuth, Prof. Johann Stockhammer und Julia Maderitsch (v.l.n.r.) bei der Preisverleihung in Heidelberg.

Gentechnik und japanisches Mode-Phänomen: Beim wichtigsten Preis der deutschen Textilindustrie erhielten zwei Mode-Absolventinnen der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim eine Auszeichnung für ihre Kollektionen.

Am Mittwoch, den 10. Mai 2017, nahmen Anja Demuth und Julia Maderitsch zusammen mit Professor Johann Stockhammer, Studiengang Mode, einen Förderpreis der Wilhelm-Lorch-Stiftung entgegen. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 59. Forums der TextilWirtschaft in der Print Media Academy in Heidelberg vergeben. In den vergangenen sieben Jahren gehörten Pforzheimer Absolventen immer zu den Preisträgern.

Anja Demuth nimmt mit ihrer Abschluss-Kollektion „Chimera“ Stellung zur Genforschung. Chimären sind von Menschenhand geschaffene Mischwesen, die der Forschung nutzen. „Menschliche Ohren werden auf Mäuserücken gezüchtet, Schweineherzen schlagen in menschlichen Körpern – ist das wirklich gut?“, fragte sich die 29-Jährige. Die Jury der Wilhelm-Lorch-Stiftung lobte die futuristische, technisch hoch anspruchsvolle und überaus kreative Materialstudie der Pforzheimer Absolventin. In ihrer Damenkollektion verweisen enge Stehkragen oder Schnallen am Hals auf den Druck, der von Pharmariesen ausgeht. Mit leuchtenden Nähten und Schnürungen baut sie Parallelen zur Fluoreszenz-Mikroskopie auf, die in der Gentechnik verwendet wird.

Julia Maderitsch widmet sich einem Mode-Phänomen Japans: Erwachsene japanische Frauen kleiden sich wie kleine Mädchen. Das japanische Wort „kawaii“ bedeutet ursprünglich „süß“ und „niedlich“, steht mittlerweile aber für ein ästhetisches Konzept, das Unschuld und Kindlichkeit betont. Julia Maderitsch sieht den großen gesellschaftlichen Druck als Auslöser für dieses Phänomen – eine Flucht aus der Realität. Mit ihrer Kollektion „Touhi“, Japanisch für Flucht, ist es der 26-Jährigen gelungen, in ihren Entwürfen verschiedene Strömungen der japanischen Gesellschaft zusammenzuführen und so etwas Neues zu kreieren. Sie verbindet die Optik Japans mit moderner westlicher Business-Kleidung und niedlichen Elemente der „kawaii“-Ästhetik.

Mit den Auszeichnungen der Wilhelm-Lorch-Stiftung wird das Studienkonzept der Hochschule Pforzheim erneut bestätigt. Seit Jahren zählen Absolventen des Studiengangs Mode zu den Preisträgern. Die beiden diesjährigen ausgezeichneten Arbeiten wurden von Studiengangleiter Johann Stockhammer betreut. Er lobt die enorme Dichte der Kollektionen, die in Formsprache, bei Material und Details höchste Ansprüche erfüllen und durch die visuelle Darstellung bei Illustration, Fotos und Video ganz besonders überzeugen.

Die Wilhelm-Lorch-Stiftung zeichnete in diesem Jahr zum 28. Mal den Branchen-Nachwuchs aus. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Aus allen Bereichen der gesamten Textilwirtschaft werden nach Maßgabe des Stiftungszwecks begabte Nachwuchskräfte in der Aus- und Fortbildung gefördert.

Zur Stiftung:
www.wilhelm-lorch-stiftung.de/stiftung/

Exzellente Abschlussarbeiten und studentisches Engagement wurden ausgezeichnet

Die Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Förderpreise der Hochschule Pforzheim zusammen mit den Vertretern der stiftenden Unternehmen und Organisationen sowie Prof. Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim.

Sie haben ausgezeichnete Arbeiten in den Bereichen Ressourceneffizienz oder Medizintechnik geschrieben, sich in besonderer Weise in einer studentischen Initiative eingebracht oder neben dem Studium ehrenamtliches Engagement bewiesen. Am Donnerstag, den 11. Mai 2017, wurden Studierende der Hochschule Pforzheim für herausragende Leistungen im Jahr 2016 ausgezeichnet. Zwölf Unternehmen und Organisationen der Region überreichten insgesamt 13 Preise. Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule, begrüßte die Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Hochschule im Walter-Witzenmann-Hörsaal. Er dankte den Preisträgern für ihre Begeisterung, mehr zu leisten, den beteiligten Lehrenden, die ihre Studierenden zu Höchstleistungen anspornen, und den Förderern, dass sie mit ihren Auszeichnungen diese herausragenden Leistungen würdigen. „Sie lassen damit unsere Hochschule im Lichte der Exzellenz strahlen.“

Zum ersten Mal ist in diesem Jahr die Firma Richard Wolf als Stifter beim zentralen Förderpreis der Hochschule Pforzheim dabei. Der Preis der Richard Wolf GmbH, vertreten durch Ausbildungsleiter Tilo Schneider, wurde für eine herausragende Abschlussarbeit im Studiengang Medizintechnik vergeben. Diese soll an die Unternehmensvision für eine gesündere Welt und ein menschliches Miteinander angelehnt sein. In der Arbeit von Sandra Haas sollten die Epitope des Malariaantigens AMA1 identifiziert werden. Die Ergebnisse lieferten weitere Aufschlüsse über Antikörper gegen AMA1. Diese Informationen sind hilfreich bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria.

Auch die VHW Vortisch Hartmann Walter Steuerberatungsgesellschaft konnten die Organisatoren als neuen Stifter des Förderpreises gewinnen. Der Preis wird für eine herausragende Abschlussarbeit im Bereich Personal mit Schwerpunkt Recruiting und/oder Bindung aus der Fakultät für Wirtschaft und Recht vergeben. Hohe Fluktuationsraten von Mitarbeitern, die nach Auslandsentsendungen in ihr Heimatunternehmen zurückkehren, sind ein typisches Problemfeld des Personalmanagements international agierender Unternehmen. Im Zuge ihrer Masterthesis erarbeitete Marie Diarra Sy Maßnahmen, um die Mitarbeiterbindung dieser wichtigen Gruppe zu stärken und deren Verbleib im Unternehmen sicherzustellen.

Als gemeinnütziger Verein unterstützt der FAV - Förderer und Alumni der Hochschule Pforzheim e.V. die Hochschule Pforzheim materiell und ideell. Für beeindruckendes Engagement in einer studentischen Initiative der Hochschule Pforzheim hat er in diesem Jahr den Förderpreis an Sascha Rudolph vergeben. Sascha Rudolph hat während seiner Zeit an der Hochschule mit anderen Studierenden den Entrepreneurs Pforzheim e.V. ins Leben gerufen. Der Verein ist eine Gründungsinitiative und vermittelt andern Studierenden Wissen zur Unternehmensgründung. Professor Dr. Martin Weiblen, erster Vorsitzender des FAV, hat den Preis an Donnerstag übergeben.

Auch der ZONTA Club Pforzheim zeichnet studentisches Engagement aus. Professorin Heike Bühler, Award Koordinatorin ZONTA, überreichte zwei Preise an Studentinnen der Fakultät für Wirtschaft und Recht mit sehr guten Studienleistungen sowie besonderem sozialen Engagement. Dominique Ertl engagiert sich bereits seit ihrer Schulzeit für Mitschüler, betreut ehrenamtlich Kinder und Jugendliche und setzte ihr Engagement auch als Studentin zum Beispiel für die studentische Initiative Werbeliebe fort. Auch Sophia Isenmann ist seit Jahren in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig und betreut an der Hochschule in der Initiative Gemini ausländische Studierende.

Die Bachelorarbeit von Marc Limper befasst sich mit der Definition des Neologismus Chronüp anhand einer Suche. Ziel war es zu erforschen, was der Schaffensprozess als lebensbegleitender Prozess an Bedeutung haben kann. Entstanden sind bisher 26 verschiedene Objekte, die 3D-druckbar und durch ihre Form ineinandersteckbar sind. Für diese ausgezeichnete Arbeit hat er den Förderpreis des Landratsamtes Enzkreis erhalten, der für eine herausragende Abschlussarbeit in der Fakultät für Gestaltung vergeben wird. Laudator des Preises war Wolfgang Herz, erster Landesbeamter des Enzkreises.

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG hat in diesem Jahr zwei Preise für die besten Studienleistungen in den Studiengängen des Wirtschaftsingenieurwesens vergeben. Oliver Müller, Leiter Personal- und Öffentlichkeitsarbeit der Agosi, überreichte diese an Marina Hornung und Florian Schwarzer. Nach ihrem Bachelorstudium in Pforzheim schloss Marina Hornung einen Master in „Technologie- und managementorientierte Betriebswirtschaftslehre“ an der TUM an. Florian Schwarzer blieb an der Hochschule Pforzheim und startete den Masterstudiengang „Administration and Engineering“ an der Fakultät für Technik.

Frank Lindenmann hat sich in seiner Thesis mit dem Erzeugen von Beschichtungen aus einer Nickelbasislegierung als Binder und kubischem Bornitrid als Hartstoff beschäftigt. Die von ihm erarbeiteten Ergebnisse liefern die Grundlage für weitere Untersuchungen, um Funktionsschichten zur Verschleißminderung zu generieren. Tobias Maier, Geschäftsbereich Industrie, überreichte ihm dafür den Förderpreis der Witzenmann GmbH. Dieser wird für eine herausragende Abschlussarbeit in der Fakultät für Technik vergeben, die sich durch Innovationskraft auszeichnet.

Zwei Preise werden in diesem Jahr von der Firma E.G.O. Elektro-Gerätebau verliehen. Das Unternehmen, vertreten durch Personaldirektor Markus Blümle, zeichnet sowohl eine herausragende Bachelor- als auch eine Masterarbeit im Personalmanagement der Fakultät für Wirtschaft und Recht aus. Die Thesis von Luisa Börsig zeigt, inwieweit Recrutainment, eine spielerisch und informativ gestaltete Form der Personalauswahl, den Erwartungen der Generation Z entspricht. Diese jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt macht es für Arbeitgeber unerlässlich, sich mit einer geeigneten Personalauswahl auseinanderzusetzen. Sandra Berndt hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Agilität von Unternehmen im dynamischen Umfeld beschäftigt. Sie hat die Anforderungen an Mitarbeiterführung in diesem Kontext untersucht und ein entsprechendes Führungsmodell entwickelt.

Florian Bodrogi befasste sich in seiner Bachelorthesis „EU Food Supply – From Farm to Fork“ mit einem ganz aktuellen Thema. Er hat die Ressourceneffizienz unserer Ernährung untersucht, die Mengenströme der Landwirtschaft betrachtet und Verluste entlang der Lieferketten erkannt. Aus den Händen von Holger Morlock, Bereichsleiter Marketing, hat er dafür den Förderpreis der PSD Bank Karlsruhe-Neustadt überreicht bekommen. Dieser wird für Abschlussarbeiten aus der Fakultät für Wirtschaft und Recht vergeben, die im besonderen Maße nachhaltige und ethische Aspekte aufgreifen.

Auch 2017 zeichneten die Stadtwerke Pforzheim zwei Studierende der aus der Fakultät für Wirtschaft und Recht aus. Julia Furtwängler erhielt den Preis für ihre herausragende Abschlussarbeit in den Bereichen Personal, Marketing, Controlling oder Finanzen. Das Ziel ihrer Thesis bestand in der Verbesserung des Low-Performance Managements. Die Untersuchung gibt sowohl Aufschluss über Ursachen für Leistungsdefizite bei Mitarbeitern als auch über Gründe, weshalb Führungskräfte den Umgang mit Minderleistungen meiden. Den zweiten Förderpreis der SWP hat Rebecca Müller wird für ihre herausragende Abschlussarbeit im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz überreicht bekommen. Die Arbeit untersucht das Potenzial von Proteinen aus Mikroalgen. Diese bieten Vorteile wie eine hohe Biomasseproduktivität und enthalten Stoffe, die für Tiernahrung, Lebensmittel oder die chemische Industrie genutzt werden können. Roger Heidt, Geschäftsführer der SWP, übergab die Preise.

Um Herausforderungen meistern und sich bietende Chancen nutzen zu können, benötigen auch kleine und mittelständische Unternehmen einen effizienten und agilen Personalbereich. Während sich die entsprechende Literatur vorrangig auf Großunternehmen fokussiert, ermöglicht die Abwandlung der Modelle den Aufbau eines passenden Personalmanagements. Mit dessen Entwicklung befasst sich die Arbeit von Tobias Heilmann. Er wurde dafür von Oliver Reitz, Geschäftsleitung und Direktor, mit dem Förderpreis des WSP ausgezeichnet. Der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing ist ein Tochterunternehmen der Stadt Pforzheim und vergibt einen Preis für eine herausragende Arbeit, die in Zusammenarbeit mit einem Pforzheimer Unternehmen entstanden ist.

Die Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache hat ihren Preis in diesem Jahr unter vier Studierenden aufgeteilt. Juliane Weber (1. Platz), Sonja Steinhorst (2. Platz), Alina Rüger und Andreas Sekinger (beide 3. Platz) erhielten ihre Preise aus den Händen der Vertreter Professor Dr. Ulrich Knoop und Dr. Stefan Remhof. Die vier Preisträger bewiesen ein gutes Gefühl für die deutsche Sprache und verfassten lesenswerte Abschlussarbeiten über technische und betriebswirtschaftliche Themen.

„Die heutige Veranstaltung ist eine Bestätigung dafür, dass unsere Studierenden den Anforderungen eines Studiums gewachsen sind“, betonte Ulrich Jautz. „Wenn sie Spitzenleistungen erbringen, die von neuralen Dritten als preiswürdig erachtet werden, belegt das die Qualität unserer Studierenden.“ Markus Brock, Moderator beim SWR, 3sat und arte, führte wie im vergangenen Jahr durch den abwechslungsreichen Abend.

Hochschule Pforzheim wiederholt in der Spitzengruppe deutscher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

Blick auf die Fakultät für Technik (Foto: Ulrike Kumm, Hochschule Pforzheim)

Unterstützung am Studienanfang - Lehrangebot und die Studiensituation - Kontakt zur Berufspraxis - Abschluss in angemessener Zeit: Diese Kernelemente eines erfolgreichen Studiums werden von den Studierenden der betriebswirtschaftlichen Studiengänge der Hochschule Pforzheim sehr positiv bewertet. Die Hochschule Pforzheim befindet sich damit laut des aktuellen Rankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) wiederholt auf einem Spitzenplatz innerhalb der deutschen Bildungslandschaft. „Die Business School gehört mit ihren BWL-Studiengängen in allen Kategorien zur Spitzengruppe. Die Rankingergebnisse unterstreichen unser Bemühen, die Studierenden optimal auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben vorzubereiten“, so Professor Dr. Thomas Cleff, Dekan der Fakultät Wirtschaft und Recht.

Professor Dr.-Ing. Matthias Weyer, Dekan der Fakultät für Technik, freut sich mit seinen Wirtschaftsingenieuren über das positive Ergebnis in diesem wichtigen Ranking: „Eine top Bewertung für den Praxisbezug, die internationale Ausrichtung und die Studiensituation insgesamt – das ist ein großes Lob unserer Studierenden an das gesamte Team und ein Ansporn dieses hohe Niveau weiter zu halten.“ „Wir gehören nach wie vor zu den besten Wirtschaftsingenieur-Studiengängen im deutschsprachigen Raum“, betont auch Professor Uwe Dittmann, Prodekan und Bereichsleiter Wirtschaftsingenieurwesen.

Die exzellente Bewertung der Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsingenieurwesen in der Kategorie „Internationale Ausrichtung“ freut Cleff besonders: „Als erste und bisher einzige AACSB-akkreditierte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland ist es uns ein Anliegen, eng mit internationalen Partnern zu kooperieren und möglichst viele Studierende für ein Auslandssemester zu begeistern, dies spiegelt sich konsequent in unserem international ausgerichteten Lehrangebot.“

Die Ergebnisse des Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erscheinen am 9. Mai 2017 im neuen ZEIT Studienführer 2017/18. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet. 2017 sind das die Fächer BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftswissenschaften.

Das CHE Hochschulranking:Mit dem Hochschulranking bietet das CHE Studieninteressierten Informationen und Transparenz, um das passende Angebot zu finden. Es ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Das Ranking ist ab sofort auch auf ZEIT CAMPUS ONLINE unter www.zeit.de/che-ranking abrufbar.

Hochschule Pforzheim:
Derzeit sind rund 6.000 Studierende in einem der 28 Bachelor- und 18 Masterstudiengängen der Hochschule eingeschrieben. Die drei Fakultäten Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht verbinden Kreativität mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und technischer Präzision. Die Hochschule Pforzheim versteht sich als Impulsgeber, fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und durch ein Netzwerk von rund 100 Partnerhochschulen den internationalen Austausch. Sie genießt ein hervorragendes Renommee und ist in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen international akkreditiert. www.hs-pforzheim.de

Mit der Doktorarbeit die Energiewende erforschen

Die Doktoranden des Promotionskollegs ENRES mit ihren Professoren Armin Grunwald (2.v.l.), Ursula Eicker (3.v.l.), Mario Schmidt (6.v.l.), Wolf Fichtner (5.v.r.) und Ingela Tietze (1.v.r.).

Am Mittwoch, den 26. April 2017, trafen sich in Pforzheim alle Stipendiaten, Kollegiaten, Professoren und Betreuer des kooperativen Promotionskollegs „Energiesysteme und Ressourceneffizienz“ (ENRES) zu einem Workshop und diskutierten ihre Forschungsthemen. Zwölf Promotionsstipendien werden vom Land Baden-Württemberg finanziell gefördert, die gemeinsam von der Hochschule Pforzheim, vom KIT und von der Hochschule für Technik in Stuttgart betreut werden. Dazu kommen noch Kollegiaten mit Promotionsvorhaben, die sich aus laufenden Forschungsvorhaben der Institute ergeben.

Von großem Vorteil ist die Breite der beteiligten Institute und Professoren. Am KIT ist eine ausgewiesene energiewirtschaftliche Kompetenz mit dem Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) unter Leitung von Professor Dr. Wolf Fichtner eingebunden. Dazu kommt die sozialwissenschaftliche und systemanalytische Expertise des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) von Professor Dr. Armin Grunwald. Das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim mit den Professoren Dr. Mario Schmidt und Dr. Ingela Tietze bringt insbesondere die Themen der Ressourceneffizienz und der Lebenswegbetrachtung sowie der Energiewirtschaft mit ein. Professor Dr. Ursula Eicker vom Stuttgarter Institut für Angewandte Forschung (IAF) geht das Energiethema dagegen „bottom up“, d.h. von den Bau- und Siedlungsstrukturen an.

Bei dieser Themenvielfalt ist die inhaltliche Vernetzung eine Herausforderung unter den Doktoranden. Dazu diente der Workshop am INEC in Pforzheim, sich kennenzulernen und Anknüpfungspunkte bei seinem Promotionsthema zu finden. Da die Doktoranden räumlich zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart verteilt sind, müssen sie sich in Zukunft aktiv um einen inhaltlichen Austausch kümmern. Das soll durch gemeinsame Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen erfolgen, die von den Doktoranden selbst organisiert werden. Eine Summer School, an der viele Doktoranden schon teilgenommen hatten, fand im vergangenen September in Pforzheim statt.

Folgende Themen werden von den Doktoranden unter anderem bearbeitet:
Daniel Fett beschäftigt sich am IIP mit der Durchdringung des Energiesystems mit Photovoltaik-Batteriespeicher-Systemen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass seit 2013 die Erzeugungskosten für Photovoltaikstrom unterhalb der Haushaltsstrompreise liegen. Bei hohem Eigenverbrauchsanteil rechnet sich möglicherweise bald schon die dezentrale Zwischenspeicherung z.B. in Lithium-Ionen-Akkus, die auch immer billiger werden. Daniel Fett untersucht die Auswirkungen auf den zentralen Strommarkt, etwa auf die Regelung des Verbrauchs oder die Bereitstellung von Blind- und Regelleistung zur kurzfristigen Abdeckung von kurzfristigen Nachfragespitzen.

Jasmin Friedrich, Doktorandin am ITAS, interessiert hingegen der Zusammenhang zwischen Energie- und Wassernutzung im Gebäude. Sie bemängelt, dass Abfall, Abwasser und Energieversorgung meistens als getrennte Systeme betrachtet werden, dabei gibt es doch viele Querverbindungen. So verbraucht die zentrale Reinigung von Abwasser in kommunalen Kläranlagen viel Energie. Würde man das Abwasser im Gebäude anders sammeln, das wenig verschmutzte Wasser wieder als Brauchwasser einsetzen und das stark verschmutzte Wasser dezentral reinigen, so ließe sich möglicherweise viel Energie (und auch Wasser) einsparen.

Roukaya Issaoui erarbeitet im Rahmen eines DAAD-Stipendiums eine sozio-ökonomische und ökologische Analyse des Phosphoreinsatzes. Aus ihrem Heimatland Tunesien stammt ein Großteil des primär gewonnenen Phosphors. Aber es gibt Ansätze, Phosphor zurückzugewinnen. Denn Phosphor ist als Nährstoff für alle Formen von Leben unerlässlich. Die DAAD-Stipendiatin nutzt dabei die Expertise sowohl des Karlsruher ITAS als auch des Pforzheimer INEC.

Was können Städte (und Städter) vom Leben in Ökodörfern lernen? Und umgekehrt? Die Frage stellt Stefanie Raysz im Rahmen ihrer Promotion am ITAS und steckt dabei mitten in der transdisziplinären Forschung, denn sie selbst lebt in einem Ökodorf und hat sich bereits intensiv mit praktischen Fragen zur Energie- und Ressourceneffizienz und Suffizienz befasst.

Die Doktoranden und ihre Betreuer diskutierten lebhaft ihre Ergebnisse.

Maximilian Roßmann, der am ITAS forscht, kommt zugute, dass er nicht nur einen Bachelorabschluss in einer Ingenieurswissenschaft, sondern auch einen Masterabschluss in Wissenschafts- und Technikphilosophie hat. Ihn interessiert deshalb, ob und wie es zum Paradigmenwechsel bei der Bewertung von Energiesystemen kommt und welche Auswirkungen das auf die Politik und die praktische Anwendung hat. Konkretes Beispiel ist für ihn der Einsatz von Biogasanlagen, der sich in den vergangenen Jahren aufgrund gesetzlicher Bestimmungen gewandelt hat.

Was kostet uns die Rückgewinnung von Rohstoffen energetisch? Dieser Frage geht Philipp Schäfer vom Pforzheimer INEC-Institut nach und bildet somit die Brücke zwischen Energie und materiellen Ressourcen. Denn je feiner die Rohstoffe in Produkten und letztendlich im Abfall verstreut („dissipiert“) werden, desto größer wird der Energieaufwand zu deren Rückgewinnung. Seine Kollegin Nadine Rötzer betrachtet hingegen den Energiebedarf bei der Primärgewinnung von Rohstoffen. Da die Rohstoffe aus Lagerstätten mit immer geringeren Erzgehalten gewonnen werden, steigt auch hier der Energiebedarf.

Verena Weiler, die am Stuttgarter IAF forscht, stellt die Verbindung zwischen Energie- und Ressourceneffizienz in Stadtentwicklungskonzepten her. Neben einer neuen Energieversorgung sind auch Effizienzmaßnahmen wie z.B. durch Gebäudedämmung erforderlich, um die politischen Klimaschutzziele zu erreichen. Ein besonders spannender Anwendungsfall für ihre Dissertation ist dabei die Siedlungsstruktur in New York.

Jann Weinand stellt am Karlsruher IIP die spannende Frage, wann eine Gemeinde „energieautark“ ist und von welchen Faktoren das abhängt. Dabei will er auch Verbrauchssektoren einbeziehen, die bislang kaum beachtet wurden, etwa den Verkehr oder die Industrie. Die Autarkie wird von vielen ambitionierten Kommunen bzw. von der Bewegung der „Bürgerenergie“ angestrebt.

Das kooperative Promotionskolleg wird vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium für vorerst 3 Jahre gefördert. Die Doktorabschlüsse erfolgen dabei am renommierten KIT. Die Kooperation verstärkt nicht nur den interdisziplinären Austausch, sondern ermöglicht auch den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Stuttgart und Pforzheim, gute Jungwissenschaftler zur Promotion zu führen.

Weitere Promotionsthemen:
Nkendem Asong (INEC Pforzheim): Analyse der Wechselwirkungen zwischen dezentralen Energiesystemen unter Berücksichtigung von Elektrizität und Wärme
Lisa Botero Thumm (IAF/HfT Stuttgart): Decision-­?making for municipal energy transition scenarios with consideration of green infrastructure
Rafael Finck (IIP / KIT): Analyse der Auswirkung steigender Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern im Europäischen Strommarkt auf Übertragungsnetze unter Berücksichtigung des Flow-Based Market Coupling Ansatzes
Matthias Stratmann (INEC Pforzheim): Auswahl von geeigneten Methoden und Indikatoren zur ökologischen Bewertung der Aluminiumproduktion

Pforzheimer Professor unterstützt die Landesregierung in Nachhaltigkeitsfragen

Professor Dr. Mario Schmidt. (Bild: Umweltministerium)

Am Donnerstag, den 25. April 2017, hat der baden-württembergische Ministerrat die Mitglieder des „Beirats der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung“ neu berufen. Mit dabei ist erneut Professor Dr. Mario Schmidt vom Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim. Der Beirat hat sich seit seiner erstmaligen Berufung im Jahr 2012 als wichtiges Beratungsgremium der baden-württembergischen Landesregierung zu allen Fragen nachhaltiger Entwicklung etabliert.

Hier besteht die Chance, jenseits der Tagespolitik intensiv und facettenreich die Herausforderungen an eine nachhaltige Politikgestaltung zu diskutieren. Der Beirat wird von Ministerpräsident Kretschmann persönlich geleitet und kommt zweimal im Jahr zusammen. Daneben gibt es weitere Treffen von Arbeitskreisen. Mario Schmidt ist seit 2012 Mitglied in dem Gremium und war maßgeblich an der Zieldiskussion der Landesstrategie zur Nachhaltigkeit beteiligt.

Werkstoffentwicklungs- und Prüflabor (WEP) erweitert seine Lehre

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Studierenden der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim sowie die Materialforscher des Werkstoffentwicklungs- und Prüflabors (WEP) der Hochschule können sich freuen – seit dem Sommersemester 2017 steht ihnen ein Rasterelektronenmikroskop (REM) für die Lehre und Forschung zur Verfügung. Dieses Mikroskop wird dem WEP durch das Pforzheimer Unternehmen Fritz Stepper GmbH & Co.KG Präzisions-Werkzeuge zur Verfügung gestellt und nun auch offiziell in den Besitz des Labors übergeben. Wir laden Sie deshalb herzlich zur

Offiziellen Übergabe eines Rasterelektronenmikroskops (REM)
Dienstag, 09. Mai 2017, 14 Uhr,
Werkstoffkundelabor (T1.1.17/18)
der Hochschule Pforzheim,
Tiefenbronner Straße 66,

ein. Nach der Begrüßung durch Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule, Professor Dr. Norbert Jost, Leiter des Werkstoffentwicklungs- und Prüflabors (WEP) und Michael Stepper, Fritz Stepper GmbH & Co.KG Präzisions-Werkzeuge, folgt eine kurze Vorstellung des Rasterelektronenmikroskops mit der Möglichkeit für ein Foto. Anschließend wird zu einem Umtrunk geladen.

Wir freuen uns, Sie am kommenden Dienstag an der Hochschule zu begrüßen.

Hinweis: Bitte nutzen Sie die Parkmöglichkeiten vor dem T1-Gebäude, Parkplatz rechte Seite an der Tiefenbronner Straße.

Unternehmen und Institutionen zeichnen hochwertige Arbeiten und studentisches Engagement aus

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie haben die Anforderung an die Gestaltung von Mitarbeiterführung in agilen Organisationen oder die industrielle Anwendungsmöglichkeiten von Mikroalgen untersucht, werden für ihr besonderes Engagement in einer studentischen Initiative oder die beste Abschlussnote im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ausgezeichnet – 19 Studierende der Hochschule Pforzheim erhalten einen der 13 Förderpreise, die von zwölf Unternehmen und Organisationen übergeben werden. Wir laden Sie deshalb herzlich zur

Förderpreisverleihung der Hochschule Pforzheim
Donnerstag, 11. Mai 2017, 18 Uhr,
Walter-Witzenmann Hörsaal (Audimax),
Tiefenbronner Straße 65,

Fototermin für die Presse: 17.45 Uhr, Foyer der Bibliothek,

ein. Nach der Begrüßung durch Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule, führt Markus Brock (Fernsehmoderator beim SWR, 3sat und arte) durch den spannenden Abend. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programmflyer.

Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, den 11. Mai, im Walter-Witzenmann Hörsaal (Audimax) zu begrüßen.