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März 2017

Die aktuellen Pressemitteilungen der Hochschule Pforzheim:

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Hochschule Pforzheim, Telefon 07231/ 28-6014, pressestelle@hs-pforzheim.de

Hochschule Pforzheim – ein Juwel in der deutschen Bildungslandschaft

Der Campus der Hochschule Pforzheim.

Die Hochschule Pforzheim gehört bei Qualität von Lehre und Forschung zur Spitzengruppe der europäischen Hochschulen. Das bescheinigen die Ergebnisse des neuen internationalen Rankings „U-Multirank“, das am Donnerstag, den 30. März veröffentlicht worden ist. Das Ranking der Europäischen Kommission bewertet und vergleicht rund 1.500 Universitäten und Hochschulen auf Grundlage von Kennzahlen und Studierendenbefragung. In der offiziellen Pressemitteilung von „U-Multirank“ wird die Hochschule Pforzheim als Juwel unter den bewerteten Hochschulen bezeichnet: Akademische Wissen und Forschung werde für die Gesellschaft in besonders beispielhafter Weise nutzbar gemacht. Die für das Ranking befragten Studierenden heben außerdem die gute Lehre und Praxisnähe an der Hochschule Pforzheim hervor.

„Wir bieten hier an der Hochschule Pforzheim optimale Lehr- und Lernbedingungen und bereiten unsere Studierenden gezielt auf die Praxis vor“, so Professor Dr. Hanno Weber, Prorektor der Hochschule, „Wir freuen uns sehr, dass diese besonderen Studienbedingungen anerkannt und nun international ausgezeichnet werden.“

Über alle Fächer hinweg wird der Hochschule Pforzheim bestätigt, dass ihre Studiengänge gut organisiert sind, die Lehre effektiv und qualitativ sehr hochwertig ist und Absolventen schnell und erfolgreich in den Beruf einsteigen. Das ist unter anderem möglich dank des Netzwerks und der intensiven Kooperationen der Hochschule mit Unternehmen und Partnern der Region und darüber hinaus.

Neben Bewertungen für die Hochschule allgemein hat „U-Multirank“ ein fächerbezogenes Ranking erstellt. Im Fokus standen die Studiengänge der Fakultät für Wirtschaft und Recht sowie des Wirtschaftsingenieurwesens. Dort geben die Studierenden der angewandten Lehre Bestnoten. Es werden insbesondere die praxisorientierte Lehre und der Bezug auf den späteren Arbeitsalltag gelobt. „Die Praxisnähe ist ein Markenprofil der Hochschule. Dass die Studierenden diese wahrnehmen und anerkennen bestärkt uns in unserer Arbeit“, freut sich Hanno Weber über diese Auszeichnung.

Die Studierenden bestätigen die hohe Qualität der Lehrveranstaltungen. Darüber hinaus besteht ein enger Kontakt zwischen Lernenden und Lehrenden und auch die Ausstattung der Bibliothek und Labore werden positiv hervorgehoben. Die Hochschule Pforzheim unterstützt ihre Studierenden außerdem bei geplanten Auslandsaufenthalten, die Mobilität ins Ausland wird als herausragend eingestuft. Studierende der Hochschule Pforzheim können für ein Auslandssemester aus mehr als 100 Partnerhochschulen wählen.

U-Multirank Ranking:
Vor vier Jahren entwickelte die Europäische Kommission ein neues Ranking-System mit dem Namen „U-Multirank“, an dem rund 1.500 Universitäten und Hochschulen beteiligt werden. Im Mittelpunkt stehen neben der Qualität von Studium und Lehre auch Indikatoren zu Forschungsaktivitäten, zum Wissenstransfer sowie zur internationalen Orientierung und zum regionalen Engagement. Das Ranking richtet sich sowohl an Studieninteressente bzw. Studienanfänger(innen) wie auch an Lehrende und Forschende an den Hochschulen. Entsprechend dieser Zielsetzung bietet die Präsentation im Internet verschiede Darstellungsformen und Vergleiche der Ergebnisse, welche sich Studierende auf ihre speziellen Interessen zuschneiden können.

Hochschule Pforzheim:
Derzeit sind rund 6.000 Studierende in einem der 28 Bachelor- und 18 Masterstudiengängen der Hochschule eingeschrieben. Die drei Fakultäten Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht verbinden Kreativität mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung und technischer Präzision. Die Hochschule Pforzheim versteht sich als Impulsgeber, fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und durch ein Netzwerk von rund 100 Partnerhochschulen den internationalen Austausch. Sie genießt ein hervorragendes Renommee und ist in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen international akkreditiert.

Design studieren – aber wie?

Interessierte infomieren sich über das Angebot in der Fakultät für Gestaltung.

Wie entsteht Design und wie sieht ein Studium im Bereich Gestaltung aus? Am Samstag, 1. April 2017, öffnet die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim, Holzgartenstraße 36, ihre Türen. Schülerinnen und Schüler, die sich für einen der sechs Bachelorstudiengänge an der Fakultät interessieren, sind herzlich willkommen.

Produktdesign, Schmuck oder doch besser Mode? Was genau ist Visuelle Kommunikation? Welche Voraussetzungen sind für ein Studium Accessoire-Design oder Transportation Design notwendig? Was ist eine Mappe? Professoren und Studierende stehen den Studieninteressierten von 10 bis 12.30 Uhr Rede und Antwort. In Atelier- und Werkstattführungen lernen Besucher die Arbeitsräume der Studierenden kennen. Während einer Mappenberatung mit den Professoren Matthias Kohlmann und Erich Reiling, bekommen die Studieninteressierten Tipps für die bevorstehende Bewerbung. (Teilnahme Mappenberatung nur mit Anmeldung an ilaria.sica(at)hs-pforzheim(dot)de)

Luxus ist Leidenschaft

Die mit den Sternen kocht: Douce Steiner war eine von 18 Referenten des Semesterauftakts in der Fakultät für Gestaltung. Foto: Harald Koch

„Meine Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben, das ist wahrer Luxus für mich“, strahlte Douce Steiner. Deutschlands einzige Zwei-Sterne-Köchin war einer der Gäste zum Semesterauftakt in der Fakultät für Gestaltung am 20. und 21. März 2017. „Luxus!?“ ist das Thema der Fakultät im Jahr des Goldstadt-Jubiläums. Die Design-Studierenden werden sich im beginnenden Sommersemester über alle Studiengänge hinweg mit den Licht- und Schattenseiten von Luxus beschäftigen. Auch Studierende der Fakultäten Wirtschaft und Recht sowie Technik werden sich in Einzelprojekten daran beteiligen. Die Ergebnisse werden wie gewohnt am Ende des Semesters gezeigt - anlässlich des Goldstadt-Jubiläums erstmals in einer Designwoche.

Aus ganz Deutschland kamen die 18 Referenten, die den Studierenden einen Einblick in ihre Arbeit gaben. Die Sterneköchin Douce Steiner, die das Hotel Restaurant Hirschen in Sulzburg führt, erklärte ihren unbedingten Willen zur Spitzen-Kochkunst und ihre Leidenschaft für beste Produkte. Die Pforzheimer Professoren Michael Throm und Jan Of gingen auf die Geschichte von Luxus ein und die Bedeutung des Begriffs für die Ökonomie. Es gibt dabei 'richtig' und 'falsch' – kein 'gut' und kein 'böse'. Georg Wellendorf stellte die Philosophie des Pforzheimer Unternehmens vor, eines der letzten Schmuck-Unternehmen in echtem Familienbesitz.

Der Kapuzinermönch Thomas Dienberg veranschaulichte den sittlichen Umgang mit Luxus anhand des Papstes Franziskus I. und des historischen Ordensgründers Franziskus. Der Papst fährt einen Mittelklassewagen, ein Franziskus der Renaissance ließ sich Plätzchen ans  Totenbett bringen. Die Pforzheimer Professorin Katja Rade hatte wiederum den Luxusmarkt Fußball zum Thema und zeigte mit einer betriebswirtschaftlichen Bilanzierung, wie der Spieler zum immateriellen Wert wird. Valentin von Arnim stellte die Strick-Luxus-Marke „Iris von Arnim“ vor. Die Marke basiert auf der Persönlichkeit der Mutter Iris – ihrem Lebenslauf, ihrem Ehrgeiz und Fleiß.

Den Design-Prozess der Wintersportmarke Head präsentierte Tim Kern. Für einen Ski im Premium-Bereich gelten eigene Attribute des Luxus: Die Proportionen natürlich, aber auch glänzende und matte Flächen wie auch nahtlose Verarbeitung. Markus Benz, Aufsichtsrat-Vorsitzender von Walter Knoll, hat sich als "Möbelmarke der Moderne" positioniert und spiegelt dies mit unbedingter und transparenter Qualität wider.

Dominik Hegemann vom Atelier Brückner arbeitete klar heraus, dass die Arbeitsweise der Stuttgarter Ausstellungs-Designer eine Form von Luxus ist. Sehr viel Know-how und Zeit fließen in die Entwicklung von Ausstellungen zum Beispiel für den Uhrenhersteller Omega oder ein Kulturzentrum in Saudi-Arabien. Über den Luxus der Erde als unseren Lebensraum denkt und arbeitet Raphael Fellmer. Der 33-Jährige hat fünf Jahre im Geldstreik gelebt. Zu Beginn des Jahres 2017 gründete er das Impact Startup SirPlus. Mit dem digitalen Marktplatz rettet er Nahrungsmittel, die nicht verbraucht werden, vor der Müllkippe.

Soziales Engagement als Statussymbol im Jahr 2050: Von dieser Utopie berichteten Master-Studierenden aus den Fakultäten Gestaltung sowie Wirtschaft und Recht, die gemeinsam an dem Zukunftsprojekt gearbeitet haben. Den Luxus-Begriff in der Philosophie erläuterte Professor Dr. Ulrich Winko, der in München und Kaiserslautern lehrt. In seinem Vortrag arbeitete er die historischen Merkmale des Begriffs heraus: moralisch bedeutet Luxus Verschwendung, politisch steht er für Ungleichheit. Erst zu Beginn des 18. Jahrhundert erhielt Luxus ein positives Bild. Welche Merkmale werden wohl in Zukunft die wesentlichen sein?

Gabriele Ganter, die den Bereich Design und Entwicklung bei Chopard – Karl Scheufele GmbH leitet, zeigte anhand der Schmuckuhren, mit welcher Präzision Diamantenfasser arbeiten und wie die Haltung zu Luxus von Kontinent zu Kontinent verschieden ist. Von der Esslinger Sektkellerei Kessler kam Vertriebsleiter Bertram Haak und berichtete, wie die Marke seit der Insolvenz neu aufgebaut wurde. Den Karlsruhern ist er ein gern gesehener Einzelhändler: Markus Abschütz verkauft die Zeitung Straßengazette und hinterließ bei den Studierenden einen bleibenden Eindruck. Luxus ist für ihn, von den Tageseinnahmen glutenfreie Lebensmittel zu kaufen und positiv durch das Leben zu gehen. Aus Arizona zugeschaltet war Dr. Daniel Langer. Der Luxus-Experte erklärte Marketing-Instrumente bei Luxus-Marken. Laufen macht glücklich und ist kein Luxus, motivierte Sonja von Opel zum Abschluss der beiden Vortragstage. Die Laufexpertin trainiert andere Läufer und bringt sie zu Höchstleistungen. Die vielfältigen Vorträge zeigten, dass Luxus sehr individuell, aber auch ganz häufig mit Werten und Qualität verbunden ist.

Zum Goldstadt-Jubiläum trägt die Fakultät das Thema „Luxus!?“ in unterschiedlichen Facetten bei: Gemeinsam mit dem Kunstverein, dem EMMA-Kreativzentrum, und dem Kulturamt Pforzheim folgen im Mai eine Ausstellung im Alfons-Kern-Turm und im Juni ein Symposium in der Holzgartenstraße sowie die bereits angesprochene Designwoche Ende des Semesters.

Gemeinsame Absolventenverabschiedung der Fakultäten für Technik sowie für Wirtschaft und Recht

Sehr geehrte Damen und Herren,

mehr als 500 Studierende aus den Fakultäten für Technik sowie Wirtschaft und Recht haben in den vergangenen Monaten ihr Studium an der Hochschule Pforzheim beendet. Gemeinsam werden sie in feierlicher Runde verabschiedet. Aus diesem Grund laden wir Sie herzlich zur

LAUDATIO,
der gemeinsamen Absolventenverabschiedung der
Fakultäten für Technik sowie für Wirtschaft und Recht,
Freitag, 31. März 2017,
17.30 Uhr, CongressCentrum Pforzheim (CCP)
Waisenhausplatz, Pforzheim,

ein. Die diesjährige LAUDATIO wird die bisher größte sein, mehr als 500 Absolventen und rund 1200 Gäste können wir an dem Abend im CCP begrüßen. Zum ersten Mal werden Bacheloranden des neuen Studiengangs BW/Media Management und Werbepsychologie ausgezeichnet.

Nach den Grußworten des Rektors der Hochschule Pforzheim, Professor Dr. Ulrich Jautz, wird Willy Krießler zu den Gästen sprechen. Herr Krießler ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Pforzheimer Systemhauses ITML GmbH und selbst Absolvent der Hochschule Pforzheim. Er hat BWL mit dem Schwerpunkt Logistik an der Fakultät für Wirtschaft und Recht studiert.

Hinweis für die Fotografen: Die ersten Urkunden werden um ca. 18.30 Uhr übergeben, das große Gruppenbild wird voraussichtlich ab 19.20 Uhr erstellt.

Wir freuen uns, Sie bei der LAUDATIO zu begrüßen.

Die Zukunft des Autos – Mobilität im Umbruch

Innenstädte, die für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, staugeplagte Autofahrer und neue Geschäftsmodelle für die Mobilität – die Herausforderungen für die Automobilindustrie sind gewaltig. Wie bewegen wir uns in fünf oder zehn Jahren, wird durch die Vernetzung das private Auto überflüssig? Am 23. Juni 2017 diskutieren an der Hochschule Pforzheim Wissenschaftler, Unternehmensvertreter der Automobilindustrie und Landesverkehrsminister Winfried Hermann die „Transformation der Automobilindustrie“.

Der Blick in die Zukunft des Automobils scheint derzeit nicht kristallklar. Wie entwickelt sich die Automobilindustrie in Baden-Württemberg? Ersetzt die Leistung „Mobilität“ künftig das Produkt „Auto“ oder wie muss eine moderne Infrastruktur aufgebaut werden? Neben den Risiken der Umweltbelastungen scheinen die Schlagwörter Digitalisierung und Industrie 4.0 neue Geschäftsfelder möglich zu machen. Doch wer profitiert von diesen neuen Möglichkeiten? Die Hochschule Pforzheim lädt Fachleute aus den Unternehmen ein, sich zu diesem Thema in fünf Workshops und einem spannenden Vortragsprogramm auszutauschen.

Weitere Informationen:
Alle Informationen zur Anmeldung und den Flyer zur Veranstaltung finden Sie unter: https://www.hs-pforzheim.de/forschung/tagung_transformation_der_automobilindustrie/

Prof. Dr.-Ing. Volker Biehl.

Neue Regularien im Bereich medizintechnischer Produkte stellen die Branche in diesem Jahr vor neue Herausforderungen. Über diese Änderungen und darüber, wie der Studiengang Medizintechnik an der Hochschule Pforzheim sich diesem Themenfeld annimmt, referiert Prof. Dr.-Ing. Volker Biehl am Donnerstag, den 30. März 2017 im Rahmen der IHK-Informationsveranstaltung "EU-Medizin-Produkte-Verordnung: Neuer Regulatorischer Rahmen ab Medio 2017". Veranstalter ist die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald.

Professor Biehl lehrt im Studiengang Medizintechnik an der Pforzheimer Fakultät für Technik. Der Experte für die Bereiche Qualitätsmanagement und Produktzulassung ist einer von insgesamt fünf Referenten, die am 30. März 2017 darüber informieren, was Hersteller, Zulieferer, Dienstleister und Händler von Medizinprodukten angesichts einer neuen "CE"-Richtlinie, die Mitte 2017 in Kraft treten soll, erwartet. 

Weitere Referenten sind Arjan Stok, STOQ Managementservice, Birkenfeld, Hanno Stangier, Rechtsanwalt, Pforzheim, und Dr. Regina Maurer, Leiterin der Zertifizierungsstelle Gesundheitswesen der PÜG, Gäufelden. Im Anschluss an ihre Vorträge wird den Zuhörern im Podium die Möglichkeit zur Diskussion mit den Referenten eröffnet.

Die Veranstaltung im Innotec Pforzheim, Zentrum für Software, Technik und Design, richtet sich an Industrievertreter aus der Region. „Wir wollen vor allen Dingen Mittelständler für das Thema sensibilisieren. Denn: Noch vor Ostern wird das europäische Parlament die neue Verordnung verabschieden, die dann Mitte 2017 in Kraft tritt. Das heißt: Es besteht Handlungsdruck. Diese Situation wollen wir den Unternehmen nicht nur aufzeigen, sondern bieten uns zeitgleich als beratende Hilfe entlang des Veränderungsprozesses in den nächsten Jahren an“, so Volker Biehl.

Mit Inkrafttreten der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) müssen Lieferverträge, Technische Dokumentationen und klinische Bewertungen künftig strengeren und einheitlichen Standards entsprechen. Wer hier als mittelständisches Unternehmen bestehen wolle, müsse entsprechende Audits bestehen und Zertifikate von sogenannten Benannten Stellen, wie z.B. dem TÜV Süd, vorweisen können, so der Experte. Dies, zeigt Biehl auf, werde allein vor dem zeitlichen Hintergrund eine enorme Herausforderung: Die Benannten Stellen werden stark überlastet sein – auch deshalb, weil sie selbst strengeren Auflagen unterworfen werden. Gleichzeitig sind die Unternehmen gezwungen, ihre neuen Zertifikate innerhalb einer gewissen Zeitspanne, meist sind es drei Jahre ab Inkrafttreten der jeweiligen Verordnung, vorzuweisen.

Die Hochschule als verlässlicher Ansprechpartner
Die Hochschule Pforzheim, speziell der Studiengang Medizintechnik, wird die regionalen Unternehmen der Branche im Rahmen dieser Herausforderungen unterstützen – nicht nur durch Vorträge oder im direkten Gespräch mit Vertretern der Industrie: „Wir verankern Zukunftsthemen wie Zulassung und Qualitätsmanagement auch inhaltlich fest in unserem Studienplan. Wir bilden diesbezüglich die Experten von Morgen aus, die in Anbetracht der gesetzlichen Veränderungen so dringend gebraucht werden“, erklärt Volker Biehl.

Veranstaltungsort:
Innotec Pforzheim
Zentrum für Software, Technik und Design
Blücherstraße 32
75177 Pforzheim

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.nordschwarzwald.ihk24.de (Über die Eingabe der Nummer „3673276“ ins Suchfeld auf der Startseite gelangen Sie zur Veranstaltungsseite.)

41 Studierende mit einem Zertifikat ausgezeichnet

Sie sind der Einladung nach Nagold gefolgt, um ein Zertifikat für ihre erfolgreich abgeschlossenen Module entgegenzunehmen. Teilnehmende des Weiterbildungsprogramms der Hochschule Pforzheim zusammen mit Professorin Dr. Katja Rade, Leiterin des Weiterbildungsinstituts und Prorektorin der Hochschule Pforzheim.

Mit der offiziellen Zertifikatsvergabe im Rathaus Nagold endete am Donnerstag, den 16. März, das erste Semester des Weiterbildungsprogramms der Hochschule Pforzheim. In einer kleinen Feierstunde erhielten die Studierenden die Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme an den ersten vier angebotenen Modulen. Nach Grußworten von Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, und Jürgen Großmann, Oberbürgermeister der Stadt Nagold, nahmen die Teilnehmenden, die der Einladung nach Nagold gefolgt waren, ihre Zertifikate entgegen. Professorin Dr. Katja Rade, Leiterin des Weiterbildungsinstituts und Prorektorin der Hochschule Pforzheim, übergab die Urkunden.

„Wir freuen uns über das erste erfolgreich abgeschlossene Semester“, so Dr. Julia Budei, Studiengangkoordinatorin, „wir übergeben ein Zertifikat an 41 Studierende für ihre erfolgreiche Arbeit. Zwei der Teilnehmenden erhielten eine weitere Ehrung, da sie ihre Veranstaltungen mit der Note 1,0 bestanden haben. Drei der Studierenden konnten gleich mehrere Urkunden aus den Händen von Katja Rade entgegennehmen. Sie haben jeweils drei Module erfolgreich absolviert.  

Die Zertifikatsvergabe in Nagold war zugleich der Startschuss für das neue Semester. „Unser Programm geht erfolgreich weiter, wir konnten 55 Anmeldungen verzeichnen“, freut sich Julia Budei über die positive Resonanz. In Nagold finden die beiden im Semester vorgesehenen Präsenztage jedes Moduls statt, bevor anschließende Online-Einheiten abzulegen sind. „Dieser Blended Learning-Ansatz ist auf die Teilnehmenden zugeschnitten, um die Arbeit im Modul zeitlich und örtlich flexibel einteilen zu können,“ erklärt Sandra Neuner, Leiterin Blended Learning und IT, „so können sie die Weiterbildung erfolgreich neben dem Beruf absolvieren.“

Das Weiterbildungsprogramm „Innovationsmanagement“ ist Teil des Projekts BLUEPRINT der Hochschule Pforzheim, zu dem auch der neue Master of Arts „Strategisches Innovationsmanagement“ gehört. Die Programme richten sich an interessierte Berufstätige mit Erstabschluss aus allen Fachbereichen sowie Techniker, Meister und Fachwirte mit Visionen und interdisziplinärem Denken. Zuverlässige und engagierte Partner fand die Hochschule Pforzheim im Landkreis Calw und der Stadt Nagold.

Carlo Burkhardt: innovativ, forschungsstark und hochschulaffin

Professor Dr. Carlo Burkhardt.

Die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der regionalen Schmuckindustrie, die Entwicklung neuer Verfahren in der Schmuckherstellung oder innovativer Werkstoffe für die Luxusgüterherstellung – so skizziert Dr. Carlo Burkhardt einen Teil seiner künftigen Aufgaben. Der 51jährige Maschinenbauingenieur aus dem Enzkreis übernimmt ab 1. April 2017 die Leitung des Schmucktechnologischen Instituts (STI) an der Hochschule Pforzheim und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Wolfgang Böhm an. Zusammen mit der Institutsleitung übernimmt der derzeitige Technische Geschäftsführer von OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG eine Professur für Fertigungstechnik an der Fakultät für Technik.

„Das Institut bietet unglaubliche Chancen“, ist der ausgewiesene Werkstoffexperte überzeugt. Neben dem Alltagsgeschäft der Schadensanalyse und der Prüfaufträge werden im Institut beispielsweise neue Fertigungsverfahren für die Industrie entwickelt. „Wir können neben der Technik auch die Gestaltung mit einbeziehen“, weist Dr. Carlo Burkhardt auf die Potenziale der Hochschule Pforzheim mit ihren drei Fakultäten hin. Der Ingenieur kennt die Hochschule seit mehreren Jahrzehnten. Als Lehrbeauftragter und Honorarprofessor lehrt er seit 1996 in den technischen Studiengängen. Auch im Schmucktechnologischen Institut ist der Vater dreier Kinder kein Unbekannter. So stellte er im Februar 2015 auf dem jährlichen Symposium des Instituts ein spezielles Spritzgussverfahren mit einem Metallpulver-Kunststoffgemisch vor.

Das Schmucktechnologische Institut an der Hochschule Pforzheim wurde 1996 als „Antwort“ auf den Strukturwandel in der Schmuckbranche gegründet. Dem steigenden Kostendruck und der Internationalisierung des Handels sollte eine eigene Wertigkeit und neue Ideen in der Fertigung entgegengesetzt werden. Die regionalen Schmuckunternehmen setzten sich zusammen mit der Landesregierung für die Gründung eines wissenschaftlichen Instituts ein, das diese Ansprüche fördern sollte. Mit der Berufung Dr. Wolfgang Böhms als Professor für Fertigungstechnik an die Hochschule Pforzheim 1996 ging das STI an den Start. Von Beginn an beschäftigte sich das Institut mit der Übertragung neuer, moderner, serieller Fertigungstechnik auf die Schmuckbranche. Das Institut wird von regionalen Unternehmen der Schmuckindustrie, Verbänden, der Stadt Pforzheim und der Sparkasse Pforzheim Calw sowie der Landesregierung getragen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Region und dem Institut wird  der künftige Leiter des STI fortführen.

Bereits als Geschäftsführer der OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG koordinierte Dr. Carlo Burkhardt zahlreiche Forschungsprojekte, um Innovationen voranzutreiben und den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und dem Unternehmen zu fördern. Die Hochschule Pforzheim und OBE verbindet bereits seit Jahren eine enge Zusammenarbeit. Diese wird künftig durch einen neuen Kooperationsvertrag geregelt, der die Weiterentwicklung insbesondere des Metallpulver-Spritzgussverfahrens zum Gegenstand hat. Dr. Carlo Burkhardt, der das Projekt verantwortet, engagiert sich seit Jahren im Cluster Hochform – Präzisionstechnik und pflegt einen engen Austausch zur Schmuckindustrie.

Zusammenarbeit groß geschrieben

Was bedeutet Integration oder gibt es gewinnbringende neue Geschäftsmodelle für die Unternehmen in der Region? Die Professoren Guido Sand (l.), Katharina Kilian-Yasin (2.v.r.) und Jürgen Volkert (r.) nutzen das von Katrin Sonnleitner (2.v.l.) geleitete Programm HOTSPOT als Schnittstelle für disziplinübergreifende Projekte.

Wie gelingt Integration, was bedeutet Luxus in der heutigen Gesellschaft oder was sind smarte Geschäftsmodelle? Zukunftsfragen disziplinübergreifend zu erforschen und mit Partnern aus Wirtschaft oder Zivilgesellschaft einen offenen Wissensaustausch aufzubauen, dazu benötigen Hochschulen Räume – real und in den Köpfen der Beteiligten. Mit dem Programm HOTSPOT (House of Transdisciplinary Studies for practice-oriented teaching and learning) werden interdisziplinäre Projekte an der Hochschule Pforzheim künftig „ein Zuhause“ haben. Ende März 2017 startet mit dem Thema Integration ein erstes Projekt, das in HOTSPOT organisiert wird. Eingeladen sind Partner aus der Flüchtlingshilfe, den kommunalen Einrichtungen und wissenschaftlichen Organisationen.

Wie integrieren wir Menschen unterschiedlichster Herkunft erfolgreich in unsere Gesellschaft? Unter der Leitung der Professoren Katharina Kilian-Yasin und Jürgen Volkert sowie in Kooperation mit dem Weltethos-Institut an der Universität Tübingen und der Diakonie Pforzheim führen Studierende derzeit Interviews mit Geflüchteten. Erkenntnisse daraus fließen in Lehrveranstaltungen und bieten neue Impulse. Ende März 2017 lädt HOTSPOT Beteiligte aus Stadt- und Landkreis ein, um in einem Workshop Erfahrungen und Anforderungen für zukünftige Projekte im Kontext von Integration auf den Tisch zu bringen, die vordringlichsten Fragestellungen zu formulieren und Ideen für gemeinsame Projekte zu skizzieren.

Neben den gesellschaftlichen Fragen bietet HOTSPOT auch der Wirtschaft eine Plattform der Kooperation. Mit dem Forum der „Digitalen Transformation“ oder dem Innovationsnetzwerk „Digitale Zukunft der Automatisierungstechnik“ – beiden Foren werden über HOTSPOT organisiert – lädt Professor Dr. Guido Sand zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald Unternehmen aus der Region zum Austausch und zur Kooperation ein. „Digitalisierung bedeutet Daten in Werte zu verwandeln. Dazu müssen Silos durchbrochen werden: technologische, organisatorische und kulturelle. Die Hochschulen Pforzheim ist hier als Wissensquelle, Moderator und Innovationspartner gefragt“, so der Professor aus dem Bereich Automatisierungstechnik. Mit vereinten Kräften sollen Chancen neuer Technologien erkannt und daraus verantwortungsvolle innovative und lukrative Geschäftsmodelle entwickelt werden.

Unter dem Dach von HOTSPOT bündelt die Hochschule fakultätsübergreifend Wissen und Kompetenzen und integriert die Erfahrung externer Partner. HOTSPOT schafft damit ein experimentelles Spielfeld auf dem diverse Sichtweisen einbezogen werden, um Zukunftsfragen ganzheitlich zu analysieren und daraus neuartige Lösungsansätze zu entwickeln. Für Studierende bietet HOTSPOT die Gelegenheit, komplexe Fragestellungen in Wirtschaft und Gesellschaft eigenständig und interdisziplinär zu bearbeiten. Durch die Zusammenarbeit in konkreten Projekten können realitätsnahe Lernsituationen geschaffen und die Motivation der Studierenden gesteigert werden. Gleichzeitig üben die Studierenden im fachübergreifenden Austausch, ihre Kenntnisse gesellschaftlich verantwortlich einzusetzen.

Um diese neue grenzüberschreitende Lehr- und Lernkultur zu entwickeln und zu etablieren, erhält die Hochschule Pforzheim über einen Zeitraum von drei Jahren knapp 700.000 € aus dem Programm „Wissenschaft lernen und lehren – WILLE“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. HOTSPOT bietet Studierenden, Lehrenden und externen Partnern – also Persönlichkeiten unterschiedlichster Fachrichtungen und Hintergründe – die Möglichkeit, dauerhaft gemeinsam an Projekten arbeiten. Fachübergreifende Kooperation werden im Projektverlauf gezielt ausgebaut, vorhandene Lehrveranstaltungstypen methodisch und inhaltlich neu gedacht und erprobt, um sie anschließend im Lehrplan zu verankern.

 

Kontakt zu HOTSPOT
HOTSPOT – House of Transdisciplinary Studies, Tiefenbronner Straße 65, 75175 Pforzheim, Tel.: +49 7231 28-6045, E-Mail: hotspot(at)hs-pforzheim(dot)de, www.hs-pforzheim.de/hotspot

Neue Technologien für eine smarte Ökonomie: Wer profitiert von der Datenflut?

Professor Dr. Guido Sand (2.v.r.) überzeugte die wissenschaftliche Jury der Konferenz für Automatisierungstechnik Prof. Dr. Hartmut Hensel (HS Harz), Prof. Dr. Ralph Schneider (OTH Regensburg) und Prof. Karl-Heinz Kayser (HS Esslingen) – v.l.n.r.

Was ist der digitale Mehrwert und wer profitiert langfristig davon? Zwar gelten die traditionellen Werte wie Produktivität oder gleichbleibende gute Qualität weiterhin als Maßstab für ein erfolgreiches Unternehmen, doch die Produktion vor Ort ist nur noch eine Ebene des Produktionsprozesses. Maschinendaten und daraus resultierende digitale Mehrwerte spielen eine immer entscheidendere Rolle. Können die Unternehmen im Nordschwarzwald die von ihren Maschinen und Komponenten erzeugten digitalen Daten selber für Innovationen nutzen? Zusammen mit Unternehmen und der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald arbeiten die Pforzheimer Professoren Dr. Guido Sand und Dr. Mike Barth an einem Innovationsnetzwerk zu diesem Thema. Im Rahmen der Konferenz „Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung“ (AALE) an Hochschulen wurde ihr Forschungsansatz im März 2017 ausgezeichnet.

Jede Maschine und jede Produktionsanlage produziert heute eine Vielzahl von digitalen Daten. „Welche Informationen stecken in diesen Daten, wie werden sie zur Produktionsoptimierung genutzt und wer kann daraus ein gewinnbringendes Geschäftsmodell entwickeln?“ erklärte Professor Sand einen Schwerpunkt des neuen Forschungsverbundes. Zusammen mit Unternehmen aus dem Raum Nordschwarzwald arbeiten die Pforzheimer Wissenschaftler an der künftigen gewinnbringenden Nutzung dieser Daten. Den praxisorientierten Forschungsansatz stellte Professor Sand auf dem Jahrestreffen der Fachleute für Automatisierungstechnik aus Hochschule und Wirtschaft im März vor. Das Kooperationskonzept verbinde zukunftsfähige Forschung und Entwicklung im Bereich „Industrie 4.0“ mit der digitalen Transformation des regionalen Mittelstandes, so die Aussage der Jury.

Das Innovationsnetzwerk „Digitale Zukunft der Automatisierung“ verbindet die Hochschule Pforzheim mit innovativen Automatisierungsanwendern und -dienstleistern aus der Region Nordschwarzwald. Es schafft eine Plattform des Austausches und ermöglicht einen intensiven Wissens- und Technologietransfer und kooperative Forschungsvorhaben. Dabei liegt der fachliche Fokus auf einer stärkeren Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung der Produktionsprozesse. Die physische Welt wird von Vernetzung bestimmt. Der Produktionsprozess sowie die Stoff- und Warenströme sind global verknüpft. Informationstechnische Prozesse dagegen werden häufig noch isoliert betrachtet. Dies gilt nicht nur im weltweiten Austausch, sondern oft auch betriebsintern. So könnten beispielsweise deutliche Optimierungspotenziale erschlossen werden, wenn Produktions- und Wartungsplanung sowie Energiebeschaffung datentechnisch zusammenarbeiteten, sind die Wissenschaftler überzeugt.

Erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler in Pforzheim

Die Pforzheimer Doktorandengruppe am Institut für Industrial Ecology: Matthias Stratmann, Roukaya Issaoui, Philipp Schäfer, Nadine Rötzer, Nkendem Asong (v.l.n.r.).

Sie forschen über den Energieverbrauch beim Recycling von Metallen oder zu den Vorkommen des stark nachgefragten Elementes Phosphor – die fünf Nachwuchswissenschaftler von ENRES an der Hochschule Pforzheim. Das kooperativen Promotionskolleg „Energiesysteme und Ressourceneffizienz“ (ENRES) wurde vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium im vergangenen Jahr genehmigt und wird von Pforzheim zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule für Technik in Stuttgart durchgeführt. Nach der Auswahl der Wissenschaftler und der Vergabe der Stipendien begannen die Jungforscher nun mit ihrer Arbeit.

Thematisch bewegen sich die Pforzheimer Forscher im spannenden Feld der Rohstoff- und der Energieversorgung. Philipp Schäfer befasst sich beispielsweise mit der Frage, welcher Energieverbrauch mit dem Recycling von Metallen verbunden ist. Im Fokus des Pforzheimer Absolventen steht dabei der Logistaufwand für das Sammeln und Sortieren der Altprodukte, der nach seiner Aussage immer größer wird. Philipp Schäfer begann vor fünf Jahren in Pforzheim seine wissenschaftliche Karriere im Studiengang Ressourceneffizienz-Management. Nach dem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss reizt ihn jetzt die Forschung zu seiner Doktorarbeit.

Roukaya Issaoui kommt aus Tunesien und wird über ein DAAD-Stipendium gefördert. Sie forscht über die Knappheit von Phosphor – einem unverzichtbaren Rohstoff für die Landwirtschaft. Ihr Heimatland ist heute weltweit einer der größten Phosphatlieferanten. Aber niemand weiß, wie lang die Versorgung mit Phosphor noch gesichert ist – für die Tunesierin ein spannendes Thema, das sie persönlich berührt. Einen internationalen Hintergrund bringt auch der Kameruner Nkendem Asong mit. Nach einem Studium in Cottbus und einem erfolgreichen beruflichen Einstieg in der Wirtschaft forscht er jetzt in Pforzheim über die Wechselwirkungen dezentraler Energieversorgungssysteme.

In Pforzheim ist das Promotionskolleg am Institut für Industrial Ecology angesiedelt. Institutsdirektor Professor Mario Schmidt leitet - zusammen mit Professor Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung - das Kolleg mit über zwölf Stipendiaten, die an den drei beteiligten Hochschulen forschen und arbeiten. Sie nutzen Einrichtungen an ihren Hochschulen und haben mit den Stipendien oder mit Drittmittelprojekten auch den finanziellen Freiraum für ihre Forschung. Den akademischen Grad des Doktors wird schließlich das KIT verleihen.

Zusammenarbeit über die Fachgrenzen ermöglicht neue Geschäftsideen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie gelingt Integration, was bedeutet Luxus in der heutigen Gesellschaft oder was sind smarte Geschäftsmodelle? Zukunftsfragen disziplinübergreifend zu erforschen oder mit Unternehmen/ Partnern einen offenen Wissensaustausch aufzubauen, dazu benötigen Hochschulen Räume – real und in den Köpfen der Beteiligten. Mit dem Programm HOTSPOT (House of Transdisciplinary Studies for practice-oriented teaching and learning) werden interdisziplinäre Projekte an der Hochschule Pforzheim künftig „ein Zuhause“ haben. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg ermöglicht HOTSPOT ein Ausbrechen aus den fachlichen „Silos“ und erleichtert die Arbeit an übergreifenden Themen. Ende März ist beispielsweise in diesem Rahmen ein Workshop zum Thema Integration mit Beteiligten aus dem Stadt und Landkreis geplant. Gerne geben wir Ihnen in einem

Pressegespräch HOTSPOT
Mittwoch, 15. März, 15.30 Uhr,
Raum T1.2.24, Tiefenbronner Straße 66,
Hochschule Pforzheim,

Einblicke in das Programm und die kommenden Projekte. Neben der Projektleiterin Katrin Sonnleitner stehen Ihnen die Professoren Jürgen Volkert und Guido Sand Rede und Antwort. Im Auftrag des Volkswirts Jürgen Volkert und der Universität Tübingen führen Studierende derzeit Interviews mit Flüchtlingen in Pforzheim durch. Die Ergebnisse dieser Umfrage bilden einen Ausgangspunkt für den Workshop am 30. März 2017 in der Hochschule, zu dem Organisationen und freiwillige aus dem Umfeld der Flüchtlingshilfe eingeladen sind. Professor Sand steht für den Aufbau eines Netzwerkes mit klein- und mittelständigen Unterhemen, das aus passiven Datenlieferanten aktive Ideengeber für lukrative Geschäftsmodelle entwickeln möchte. Beide Projekte sprengen die eigenen Fachgrenzen und sind in HOTSPOT beheimatet.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Lernen sich und die Hochschule in einem ersten Workshop kennen – die Teilnehmer von KATAPULT.

Sie sind neugierig und gespannt - knapp 50 Teilnehmer nutzen das Vorstudium KATAPULT an der Hochschule Pforzheim, um Hochschulluft zu schnuppern und sich für ihr künftiges Studium fit zu machen. Am vergangenen Dienstag, 7. März 2017, begann für die "Newies" die einsemestrige Studiumsvorbereitung mit einem ersten Workshop, der sie mit der Hochschule, dem Campus und ihren künftigen Mitstudierenden vertraut macht.

"Kunst und Technik", "Interkulturelle Kommunikation", "Linie und Form", Englisch- oder Mathekurse, Vorlesung in Konstruktionslehre oder doch die Mappenberatung - das abwechslungsreiche Angebot des einsemestrigen Vorstudiums ist in einem Kursheft zusammengefasst, das Spannung aufkommen lässt. "Ich habe Lust, alles auszuprobieren", stellte eine Teilnehmerin fest. In den kommenden vier Tagen werden die Neustudierenden intensiv an einer Ausstellung über "Dinge arbeiten, die für sie wichtig sind". "Wir entwickeln neue Formate, die Spaß machen und dabei auch herausfordern", so das Organisationsteam. "Wichtig ist, dass Hemmschwellen überwunden werden und die Teilnehmer sich kennenlernen!"

"Nutzen sie die Möglichkeiten, lernen sie die Hochschule und uns kennen, schnuppern sie in die Veranstaltungen und stellen sie uns Fragen", so die Aufforderung der Professoren Dr. Hanno Weber und Dr. Frank Niemann. Der Prorektor und der Studiendekan begrüßten zusammen mit der Projektleiterin Dr. Mare van den Eeden die Teilnehmer von KATAPULT. Das kostenfreie Vorstudium ermöglicht einen sanften Studieneinstieg ohne die direkte Festlegung auf einen konkreten Studiengang. In kleinen Gruppen schnuppern die Teilnehmer in die Bachelorstudiengänge der Fakultät, erwerben Grundlagen und designorientiertes Wissen, die Katapultteilnehmer werden durch studentische Mentoren begleitet. KATAPULT gibt mehr Sicherheit bei der Wahl des späteren Studienfachs und erhöht damit auch die Motivation, das Studium mit Energie anzugehen.

Digitale Goldstadt-Jagd - Pforzheim zum Teilen, Liken und Kennenlernen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Bild aus dem Schwimmbad, der Besuch einer Sportveranstaltung, ein Besuch bei einem Unternehmen oder einfach die Suche nach Informationen zu Berta Benz - knapp 500 Studienanfänger werden ab kommenden Montag mit einer digitalen Schnitzeljagd die Stadt Pforzheim erkunden. In kleinen Gruppen beantworten die „Newies“ 150 Fragen rund um die Goldstadt und sammeln damit fleißig Punkte. Ihre Erlebnisse teilen und posten die Studierenden und lassen so ihre Mitstudierenden an ihrem Erfolg teilhaben. Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild der

Scavenger Tour/ der digitalen Schnitzeljagd,
Montag, 13. März 2017, 16 Uhr,
Theater Pforzheim, Großer Saal,
Am Waisenhausplatz,
Pforzheim,

zu machen. Die Studierenden statten an diesem Tag im Rahmen der Schnitzeljagd den Proben  zum Schauspiel „Der goldene Drache“ einen Kurzbesuch ab. Die sogenannte Scavenger Hunt löst den Goldstadt-Walk ab, mit dem die „Newies“ in den vergangenen Jahren Pforzheim kennenlernten. Die digitale Version der Schnitzeljagd leitet mit kreativen, humorvollen Fragen die Studierenden durch die Goldstadt und macht sie mit der Kultur, der Wirtschaft und allem Wissenswerten vertraut. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Ankündigung.

Wir freuen uns, Sie bei der Theaterprobe zu begrüßen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Maschinenbau, Accessoire Design, Marketing, Controlling oder doch lieber Wirtschaftsingenieurwesen? Rund 500 Studierende beginnen ihre akademische Laufbahn in einem der 29 Bachelorstudiengänge Mitte März an der Hochschule Pforzheim. Wir laden Sie herzlich zum

Semesterstart
Montag, 13. März 2017, 11 Uhr,
Walter-Witzenmann Hörsaal,
Tiefenbronner Straße 65, Hochschule Pforzheim
,

ein. Nach einem kurzen Einblick in das Programm des Pforzheimer Theaters werden Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, und der Erste Bürgermeister der Stadt Pforzheim, Dirk Büscher, die „Newies“ offiziell begrüßen, bevor der AStA und die studentische Initiative commeo das Heft in die Hand nehmen und die „Neu-Studierenden“ mit dem Campus und dem studentischen Leben vertraut machen. Weitere Infos entnehmen Sie bitte der beiliegenden Ankündigung.

Mit den besten Grüßen vom Campus.

Entwicklung neuer Werkstoffe – gemeinsames Forschungsprojekt

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Gespräch mit Prorektor Hanno Weber (M.) und dem Pforzheimer Werkstoffkundler Professor Dr. Norbert Jost (l.).

Sie sind leicht und sie können mit individuellen Eigenschaften entwickelt werden –Schäume als Basis für neue Werkstoffe. Eine industrielle Fertigung dieser neuen Materialien, die vor allem den Leichtbau revolutionieren können, existiert bisher nicht. In einem Zentrum für angewandte Forschung (ZAFH) arbeiten die Hochschulen Karlsruhe, Pforzheim und Reutlingen zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, dem NMI – dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen sowie dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung dieser Werkstoffe und ihrer Fertigung. Für das zum März 2017 startende Forschungsvorhaben „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ übergab Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag, 2. März 2017, an der Hochschule Pforzheim den Förderbescheid über knapp 1,5 Millionen Euro an die Wissenschaftler.

Die Schlagwörter Ressourceneffizienz und Energieeinsparung sind in aller Munde. Dem Leichtbau wird hierbei eine zentrale Funktion zugemessen. Über alle Branchen hinweg wird nach Materialien gesucht, die das Gewicht reduzieren. Neben den klassischen Leichtbau- und Faserverbundwerkstoffen gelten die sogenannten Hybridwerkstoffe als innovatives Zukunftswerkzeug. In ihnen werden verschiedene Stoffe zu einem Werkstoff kombiniert. Als Basis sollen dabei nun auch Schaumstrukturen dienen, die für sich allein häufig keine ausreichende Festigkeit bieten, um beispielsweise im Fahrzeugbau als tragende Komponenten eingesetzt zu werden. Sie werden mit anderen Stoffen kombiniert und erhalten so die geforderte anwendungsspezifische Stabilität.

Die innovativen Schaumstrukturen weisen allein schon durch ihre Struktur ein deutlich geringeres Gewicht auf. Durch die Kombination mit anderen Stoffen können maßgeschneiderte Materialien entwickelt werden, deren Eigenschaften und Verhalten ganz gezielt auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden kann. Das Potenzial dieser neuen Werkstoffe ist groß, doch bisher befindet sich ihre Entwicklung noch im Anfangsstadium und eine industrielle Fertigung ist noch nicht etabliert. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg und Strukturfondsmittel der Europäischen Union (EFRE) werden die Wissenschaftler sich diesen Fragen intensiv widmen.

Die Vielzahl der Möglichkeiten der neuen Verbundstoffe auf Schaumbasis führt zu einer eigenen neuen Werkstoffklasse beziehungsweise –kategorie. Von der Fahrzeugindustrie über den Maschinenbau bis zur Luft- und Raumfahrt sind Einsatzmöglichkeiten denkbar. Das Potenzial dieser Stoffe für die Industrie ist bisher nicht wirklich verifiziert. In Baden-Württemberg bietet der Leichtbau insbesondere auch für kleinere und mittlere Unternehmen sehr gute Marktchancen, denn hier verfügen Forschungseinrichtungen und Unternehmen über eine herausragend breite und gleichzeitig tiefe Expertise im Bereich der Forschung, Entwicklung und Anwendung.

Marktpotenziale und Fertigungsmöglichkeiten der neuen Werkstoffe entwickeln die Wissenschaftler in dem neuen Forschungsprojekt zusammen mit der Indutherm Erwärmungsanlagen GmbH aus Walzbachtal, der Tinnit GmbH und der BTE GmbH aus Karlsruhe, der Mayser GmbH in Lindenberg und der cirp GmbH aus Heimsheim. Der stetige Austausch zwischen Theorie und Praxis wird in dem Projekt „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ (InSeL) auch durch die Landesagentur Leichtbau – BW sowie die Industrie- und Handelskammern Nordschwarzwald und Karlsruhe begleitet. Die ZAFH-Forschungsinitiative „InSeL“ positioniert sich damit gesamtheitlich als eine neue Plattform für innovative Leichtbaukonzepte, die sowohl für Forschungseinrichtungen als auch für interessierte Unternehmen offen ist und nach der Förderung dann auch „auf eigenen Beinen“ stehen möchte.

Beteiligte Hochschulen und Forschungsinstitute mit Ansprechpartnern:
Hochschule Pforzheim, Professor Dr. Norbert Jost (Sprecher InSeL)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Professorin Dr. Britta Nestler
Hochschule Karlsruhe, Professorin Dr. Britta Nestler, Professor und Prof. Dr. Frank Pöhler
Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Rumen Krastev
NMI - Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal

Zentren für angewandte Forschung (traditionsgemäß abkürzt ZAFH, "... an (Fach)Hochschulen") sind interdisziplinäre und hochschul- sowie fakultätsübergreifende Forschungsverbünde. Sie werden vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium mit Einbindung von Strukturfondmitteln der EU (EFRE) über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert. Eine einmalige Verlängerung von zwei Jahren ist möglich.