Studium & Promotion

Nachhaltigkeit studieren: zukunftsorientierte Studiengänge mit langer Tradition

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Neben der Forschungs- und Beratungstätigkeit im Bereich Industrial Ecology sehen wir eine Aufgabe darin, unser interdisziplinäres Fachwissen auch an Studierende geeignet weiterzugeben.

Daher hat das INEC bereits im Wintersemester 2011/2012 den Bachelor-Studiengang Ressourceneffizienz-Management (BREM) ins Leben gerufen, der die Studierenden auf aktuelle Fragestellungen zur sozial verträgliche und umweltfreundliche Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen vorbereitet. Darauf aufbauend hat das INEC 2015 außerdem den Master-Studiengang Life Cycle & Sustainability (MLiCS) initiiert. Die Schwerpunkte des Studiengangs liegen auf einer Erweiterung und praktischen Anwendung der Methodenkompetenz im Bereich Lebenszyklusbetrachtung und Nachhaltigkeit und vermittelt damit vertiefte Kompetenzen für die Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten, Technologien und Unternehmen, die für die Ausrichtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und insbesondere einer nachhaltigen Produktion unabdingbar sind.

Das Studium des Nachhaltigkeitsmanagements hat damit an der Hochschule Pforzheim bereits eine lange Tradition und baut auf die langjährige praxisnahe und interdisziplinäre Erfahrung des Teams auf.

Für engagierte Studenten bieten wir die Möglichkeit, in interessanten Projekten mitzuwirken und unser Team als wissenschaftliche Hilfskraft oder im Rahmen der Ausfertigung einer Abschlussarbeit zu unterstützen. Wenn Sie Interesse haben, Teil unseres Teams zu werden, setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Kontakt: inec(at)hs-pforzheim.de

Kurzinfos zu den Studiengängen

BREM - Nachhaltiges Management studieren (Quelle: Fotolia)

Der Studiengang Ressourceneffizienz-Management (BREM) gehörte zu den ersten interdisziplinären Umwelt- und Management-Studiengängen in Deutschland, der die zukunftsorientierten Themen Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsmanagement, Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz in den Mittelpunkt stellte. Der Studiengang kann als eine Art »Technische BWL« angesehen werden, der zusätzlich zur klassischen Grundausbildung Schlüsselkompetenzen zur Analyse und Bewertung von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressorucenschonung vermittelt. Mit dem Studiengang BREM bieten wir damit ein Bachelorstudium im Bereich Nachhaltige Entwicklung, in dem wir nicht nur über Nachhaltigkeit reden, sondern den Studierenden das erforderliche Werkzeug an die Hand geben, um Nachhaltigkeit in der Praxis einzuführen, umzusetzen und zu optimieren.

 

MLiCS - Nachhaltigkeit im Master studieren (Quelle: Fotolia)

Nachhaltigkeit und nachhaltige Produktion gelten als die wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.  Der Studiengang Life Cycle & Sustainability (MLiCS) setzt sich intensiv mit diesen zukunftsweisenden Themen und Fragestellung auseinander. Die Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten, Technologien und Unternehmen ist Kern des Masterstudiengangs MLiCS und gibt damit das erforderliche Werkzeug an die Hand, um Nachhaltigkeit in der Praxis auch wirklich umzusetzen. Es werden vielfältige Methoden und Instrumente vermittelt, um Auswirkungen und Verbesserungspotentiale in Wertschöpfungssystemen transparent zu machen.

Der Master bildet damit Führungskräfte für vielseitige zukunftsorientierte und interdisziplinäre Tätigkeiten an den Schnittstellen von Technik, BWL und Nachhaltigkeit aus – und das nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Wissenschaft und Politik.

 

Kooperatives Promotionskolleg ENRES

Die Hochschule Pforzheim und die Hochschule für Technik Stuttgart führen gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das

KOOPERATIVE PROMOTIONSKOLLEG ENERGIESYSTEME UND RESSOURCENEFFIZIENZ – ENRES

durch. Dabei steht die integrierte Betrachtung von Energiesystemen und der Ressourceneffizienz – sowohl in technischer wie in sozio-ökonomischer Hinsicht – im Mittelpunkt. Beteiligt sind Prof. Dr. Armin Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (KIT), Prof. Dr. Wolf Fichtner vom Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (KIT), Prof. Dr. Ursula Eicker vom Zentrum für angewandte Forschung nachhaltige Energietechnik (HfT S), Prof. Dr. Mario Schmidt und Prof. Dr. Ingela Tietze beide vom Institut für Industrial Ecology (HS PF).
An den vier Forschungsinstituten der beteiligten Hochschulen stehen für drei Jahre insgesamt 12 Promotionsstipendien aus Mitteln der Landesgraduiertenstiftung und des Ministeriums für Wissen-schaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zur Verfügung. Das Kolleg hat die Aufgabe, die Betreuung von innovativen Forschungsthemen und deren eigenständige Bearbeitung sicherzustellen und im Team einen fachlichen und transdisziplinären Austausch zu fördern. Dazu werden auch gemeinsame, die Promotion begleitende Veranstaltungen angeboten.
Die Promotion erfolgt an Fakultäten des KIT. Es gelten die Bestimmungen der jeweiligen Promotionsordnungen sowie die Satzung des KIT zur Landesgraduiertenförderung. Die Vorauswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Kolleg erfolgt durch eine gemeinsame Auswahlkommission der beteiligten Institute. Bewerberinnen und Bewerber müssen u.a. einen guten oder sehr guten Masterabschluss (oder vergleichbaren Abschluss) der entsprechenden Fachrichtung, geeignete Vorkenntnissen und hohe Motivation vorweisen. Das kooperative Promotionskolleg steht insbesondere (aber nicht nur) Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften offen.

Von den vier Instituten werden u.a. folgende Themenbereiche betreut:

  • Durchdringung des Energiesystems mit PV-Batteriespeicher-Systemen und deren Auswirkungen auf den (zentralen) Strommarkt
  • (Lokale) Energieautarkie: (Modellgestützte) Analyse der Anreize und Auswirkungen aus be-triebswirtschaftlicher sowie gesamtwirtschaftlicher Sicht
  • Analyse der Auswirkung steigender Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern im Europäischen Strommarkt auf Übertragungsnetze unter Berücksichtigung des Flow-based Market Coupling Ansatzes

Kontaktadresse: Prof. Dr. Wolf Fichtner (wolf.fichtner(at)kit(dot)edu)

  • Energie- und Ressourceneffizienz von Quartiersentwicklungskonzepten
  • Zukunftsfähige und ressourceneffiziente lokale Energiesysteme
  • Entscheidungsunterstützung für kommunale Energiewende-Szenarien

Weitere mögliche Themen an der HFT Stuttgart: Rolle von Speichern und Power-to-X-Systemen in zukünftigen Energiesystemen (Energie- und Ressourceneffizienz), dezentrale Integration erneuerbarer Energien in Wärme- und Kältenetze

Kontaktadresse: Prof. Dr. Ursula Eicker (ursula.eicker(at)hft-stuttgart(dot)de)

  • Energetischer Vergleich bei der Bereitstellung von Primär- und Sekundärrohstoffen
  • Konzepte zur Bewertung der Knappheit von natürlichen Ressourcen
  • Dissipation von potentiellen Sekundärrohstoffen in der end-of-Life-Phase von Produkten

Weitere mögliche Themen an der HS Pforzheim: Verknüpfung der betrieblichen Ressourceneffizienz mit Methoden des Life Cycle Assessment

Kontaktadresse: Prof. Dr. Mario Schmidt (mario.schmidt(at)hs-pforzheim(dot)de)

Kontaktadresse: Prof. Dr. Ingela Tietze (ingela.tietze(at)hs-pforzheim(dot)de)