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Hochschulteam ermöglicht Meilenstein im Digitalen Wandel


Projektpartner präsentiert Digitale Roadmap im BMBF-Forschungsprojekt „TrueCultureDig“

Seit Oktober 2018 begleitet ein Forschungsteam der Hochschule Pforzheim um Professor Dr. Peter Weiß kleine und mittelständische Unternehmen bei der aktiven Gestaltung des digitalen Wandels. Das BMBF-Forschungsverbundprojekt „TrueCultureDig“ setzt sich dabei spezifisch mit der Erarbeitung und Erprobung digitaler Technologien und Anwendungsfälle auseinander.

Professor Dr. Peter Weiß.

Gemeinsam mit dem Anwendungspartner Scherzinger Pumpen wurde nun die „Digitale Roadmap“ verabschiedet. Sie bietet den strategischen Ausgangspunkt für ausgewählte Anwendungsfälle, um den Herausforderungen des digitalen Wandels zu begegnen. Hierfür wurden im vergangenen Projektzeitraum zunächst die digitalen Trends und neuen Technologien sowie Einsatzszenarien für den Anwendungspartner erarbeitet. Digitale Trends und Technologien gelten als zentrale Veränderungstreiber. Unternehmen müssen in ihre IT-Infrastruktur und digitalen Fähigkeiten investieren, um auch zukünftig den steigenden Kundenanforderungen gerecht werden zu können. „Davon ausgehend sind insbesondere digitale Geschäftsmodelle zu adressieren, welche auf diese Anforderungen adäquat und flexibel reagieren“, so Professor Weiß. Ein besonderer Fokus liegt dabei vor allem auf dem Kundennutzen und der Entwicklung neuer Werteversprechen. „Die Bedienung der Kundenschnittstelle durch ausgereifte Service-Erlebnisse wird für Unternehmen immer mehr zu einem bedeutenden strategischen Wettbewerbsvorteil“, erklärt Professor Weiß.

Doch neben der Umsetzung neuer digitaler Technologien stehen ebenso die soziokulturellen Gestaltungsbereiche beim Forschungsprojekt „TrueCultureDig“ im Vordergrund. Im Zuge dessen, gilt es gemeinsam mit den Unternehmen kulturelle Fähigkeiten zu analysieren und zu entwickeln sowie an die individuellen digitalen Maßnahmen anzupassen. Hierfür arbeitet das Forschungsteam der Hochschule Pforzheim eng mit den Forschungsinstituten Fraunhofer ISI sowie iAi Bochum zusammen. „Durch begrenzte Ressourcen und das operative Tagesgeschäft, fällt es kleinen und mittelständischen Unternehmen zunächst schwer, neben technischen auch organisatorische und strategische Veränderungsprozesse anzustoßen. Doch gerade die Kombination technischer und nicht-technischer Gestaltungsfelder fördert die langfristige Digitale Transformation von Unternehmen“, so Professor Weiß. Hier möchte das Forschungsprojekt mit den Anwendungspartnern zum Projektende erste Handlungsstrategien aufzeigen und für andere KMU zur Verfügung stellen. Im Projektzeitraum bis Ende 2021 werden dafür ausgewählte Maßnahmen der Roadmap in der Praxis erprobt und ausgewertet.

Kurz-Infos zum Projekt:
Das interdisziplinäre Projektkonsortium umfasst sechs Partner: Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI koordiniert den Projektverbund und ist federführend bei der systematischen Erhebung der organisationalen und kulturellen Rahmenbedingungen von Digitalisierungsprojekten. Die Arbeiten des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) an der Ruhr-Universität Bochum zielen darauf ab, Anwendungsmöglichkeiten für digitale Technologien in KMU zu identifizieren sowie die dafür notwendigen sozio-technischen Anforderungen zu klären.

Das BMBF-Forschungsprojekt ist am Institut für Smart Systems und Services (IoS³) der Hochschule Pforzheim angesiedelt und wird vertreten durch Prof. Dr. Peter Weiß, Professor für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Digital Business an Fakultät für Wirtschaft und Technik der Hochschule Pforzheim. Thomas Jehnichen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 01. Juli 2019 Teil des Projektteams. Das Team von Professor Weiß entwickelt zusammen mit den teilnehmenden KMU Digitalisierungsstrategien auf der Basis konkreter Anwendungsfälle, um hieraus notwendige Schritte zur Umsetzung abzuleiten und in eine Roadmap zu überführen.

https://www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/institut_fuer_smart_systems_und_services_ios3/