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Integrierte kosten- und lebenszyklusbasierte Planung dezentraler Energiesysteme für eine energie- und ressourcenschonende Quartiersentwicklung

In erneuerbaren Energiesystemen verschieben sich die Umweltwirkungen einerseits von der Nutzungs- in die Herstellungsphase und andererseits auch in andere Wirkungskategorien. Es bedarf deshalb einer grundlegenden Erweiterung der Methodik für die Energiesystemplanung. Die Kopplung von klassischer Energiesystemmodellierung mit der Ökobilanz (engl. Life Cycle Assessment) bietet dazu die Möglichkeit.
Hauptziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines Planungsmodells für dezentrale Energiesysteme auf Quartiersebene, das eine umfassende Umweltwirkungsbewertung und Integration mit technischen und ökonomischen Aspekten ermöglicht. Das zu entwickelnde Planungsmodell unterstützt die Transformation zu klimaneutralen Energieversorgungssystemen für Quartiere unter Minimierung von sonstigen Umweltwirkungen. Zielkonflikte zwischen Umweltwirkungen und Kosten sowie zwischen den Umweltwirkungen untereinander werden aufgelöst bzw. minimiert. Ergebnis des Modells sind Ausbau- und Einsatzpfade für Energieversorgungstechnologien im Zeitverlauf mit ausgewogenen und insgesamt verringerten Umweltwirkungen in den einzelnen Wirkungskategorien. Die ermittelten Ergebnisse sollen als Grundlage für die Weichenstellung in Quartieren dienen, indem daraus für Neubauquartiere konkrete Vorgaben z.B. für Bebauungspläne abgeleitet werden können. In Bestandsquartieren werden die Ergebnisse insbesondere zur Identifikation und Festlegung geeigneter Anreize zur Unterstützung der umweltschonenden Transformation der Energiesysteme herangezogen. Zur Sicherstellung der Praxistauglichkeit der Planungsmethodik wird das entwickelte Modell auf drei unterschiedliche Praxisfälle angewandt und sukzessive angepasst. In Gerstetten, Konstanz und Wiernsheim sollen insgesamt zwei Neubau- und ein Bestandsquartier zur Berücksichtigung und Erprobung der unterschiedlichen Anforderungen untersucht werden.

Projektleitung

Projektmitarbeiter

Projektdauer

2021 - 2024

Mittelgeber

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück

Förderkennzeichen

35603/01

Kooperationspartner

  • Gemeindeverwaltung Gerstetten
  • Gemeindeverwaltung Wiernsheim
  • Netze BW GmbH
  • Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH
  • Stadt Konstanz
  • Stadtwerke Fellbach GmbH