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Promotionskolleg arbeitet

Die Pforzheimer Doktorandengruppe am Institut für Industrial Ecology: Matthias Stratmann, Roukaya Issaoui, Philipp Schäfer, Nadine Rötzer, Nkendem Asong (v.l.n.r.)

Sie forschen über den Energieverbrauch beim Recycling von Metallen oder zu den Vorkommen des stark nachgefragten Elementes Phosphor – die fünf Nachwuchswissenschaftler von ENRES an der Hochschule Pforzheim. Das kooperative Promotionskolleg „Energiesysteme und Ressourceneffizienz“ (ENRES) wurde vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium im vergangenen Jahr genehmigt und wird von Pforzheim zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Hochschule für Technik in Stuttgart durchgeführt. Nach der Auswahl der Wissenschaftler und der Vergabe der Stipendien begannen die Jungforscher nun mit ihrer Arbeit.

Thematisch bewegen sich die Pforzheimer Forscher im spannenden Feld der Rohstoff- und der Energieversorgung. Philipp Schäfer befasst sich beispielsweise mit der Frage, welcher Energieverbrauch mit dem Recycling von Metallen verbunden ist. Im Fokus des Pforzheimer Absolventen steht dabei der Logistikaufwand für das Sammeln und Sortieren der Altprodukte, der nach seiner Aussage immer größer wird. Philipp Schäfer begann vor fünf Jahren in Pforzheim seine wissenschaftliche Karriere im Studiengang Ressourceneffizienz-Management. Nach dem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss reizt ihn jetzt die Forschung zu seiner Doktorarbeit.

Roukaya Issaoui kommt aus Tunesien und wird über ein DAAD-Stipendium gefördert. Sie forscht über die Knappheit von Phosphor – einem unverzichtbaren Rohstoff für die Landwirtschaft. Ihr Heimatland ist heute weltweit einer der größten Phosphatlieferanten. Aber niemand weiß, wie lang die Versorgung mit Phosphor noch gesichert ist – für die Tunesierin ein spannendes Thema, das sie persönlich berührt. Einen internationalen Hintergrund bringt auch der Kameruner Nkendem Asong mit. Nach einem Studium in Cottbus und einem erfolgreichen beruflichen Einstieg in der Wirtschaft forscht er jetzt in Pforzheim über die Wechselwirkungen dezentraler Energieversorgungssysteme.

In Pforzheim ist das Promotionskolleg am Institut für Industrial Ecology angesiedelt. Institutsdirektor Professor Mario Schmidt leitet - zusammen mit Professor Armin Grunwald vom Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung - das Kolleg mit über zwölf Stipendiaten, die an den drei beteiligten Hochschulen forschen und arbeiten. Sie nutzen Einrichtungen an ihren Hochschulen und haben mit den Stipendien oder mit Drittmittelprojekten auch den finanziellen Freiraum für ihre Forschung. Den akademischen Grad des Doktors wird schließlich das KIT verleihen.