• search
    Suche
  • Login

News |

Neues Forschungsprojekt am Institut für Industrial Ecology

DiWaL-Projektkonsortium entwickelt ein ressourceneffizientes Wassermanagement- und Anlagenkonzept bei der Tauchlackierung

 

Bei der Lackierung von Automobilen wird viel Wasser verbraucht: Im Forschungsprojekt DiWaL soll ein ressourceneffizientes Wassermanagement- und Anlagenkonzept entwickelt werden, mit dem Wasser in der Fabrik besser im Kreislauf geführt und weniger Frischwasser verbraucht wird. So können Wasserressourcen geschont werden und es fällt weniger Abwasser an.

Bevor sie mit der optisch ansprechenden Decklackschicht versehen werden, werden Automobilkarossen gereinigt, vorbehandelt und mit einer Korrosionsschutzschicht versehen. Dies geschieht in der Oberflächenvorbehandlung und der elektrophoretischen Tauchlackierung. In den dort verwendeten Wässern und Lacken entstehen jedoch Bakterien, die wieder entfernt werden müssen, bislang im Wesentlichen durch die Zugabe von Bioziden.

Im Projekt DiWaL wird unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (IHM - Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnologie) ein neuartiges Verfahren auf Basis der sog. Elektroimpulstechnologie entwickelt, mit dem industrielle Wässern und Lacke dekontaminiert werden können. Damit können Oberflächenvorbehandlung und elektrophoretische Tauchlackierung wesentlich wassersparender gestaltet werden. Weiterhin wird der Eintrag von Bioziden ins Abwasser vermieden und so ein Beitrag zum Gewässerschutz erreicht.

Die Elektroimpulstechnologie wird in ein neu zu entwickelndes Wassermanagement- und Anlagenkonzept für die Vorbehandlung und Tauchlackierung integriert. Im Mittelpunkt einer anlagentechnischen Umsetzung des Verfahrens stehen dabei die drei Aspekte Qualität, Kosten und Umwelt im Vordergrund.

Zu den weiteren Projektpartnern gehören Automobil-, Anlagen- und Lackhersteller.

Das INEC hat in dem Projekt (unter Leitung von Prof. Lang-Koetz) die Aufgabe, relevante Stakeholder frühzeitig einzubinden, Nutzeranforderungen und Anwendungshemmnisse unter Berücksichtigung der Aspekte Markt - Anwender – Technik – Umwelt zu analysieren und in Konzeptentwicklung und technische Entwicklungsarbeiten einzubringen. Weiterhin wird eine Innovations- und Nachhaltigkeitsanalyse durchgeführt, um die ökonomischen und ökologischen Leitplanken für die Projektarbeiten zu bestimmen und Wassermanagement- und Anlagenkonzept in Bezug auf die Ressourceneffizienz zu optimieren.

Das Verbundprojekt "Entwicklung eines ressourceneffizienten Wassermanagement- und Anlagenkonzepts für Vorbehandlungs- und Tauchlackieranlagen unter Nutzung der Elektroimpulstechnologie zur Dekontamination von industriellen Wässern und Lacken - DiWaL" (FKZ 02WAV1405C) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.